Zoo Schwerin 30.04.2026
Exklusive Abende im Zoo Schwerin: Auftakt für Sommersafaris und Premiere für nächtliche Expeditionen
Wenn die Tore des Schweriner Zoos für den regulären Besucherverkehr schließen, kehrt Ruhe auf dem Gelände ein – doch für eine kleine Gruppe Abenteurer fängt das Erlebnis dann erst richtig an. Neben den beliebten Sommersafaris in der Abenddämmerung präsentiert der Zoo Schwerin in diesem Jahr eine spannende Neuheit: Zum ersten Mal können Besucher auf exklusiven Nachtsafaris die geheimnisvolle Welt der Tiere bei völliger Dunkelheit erkunden. Die beliebten Sommersafaris bieten an sieben Terminen faszinierende Einblicke in Bereiche, die Tagesgästen verborgen bleiben. Während der 1,5- bis 2-stündigen Führung erfahren die Teilnehmenden Hintergründe zu den Bewohnern und dürfen selbst aktiv werden: Zu den Highlights gehören unter anderem das Verteilen von Leckereien an einige Zoobewohner, die den späten Überraschungsbesuch neugierig empfangen. Sowohl für die Menschen, als auch für die Tiere ist der abendliche Besuch eine willkommene Abwechslung. Neu: Nachtsafaris – Ein Abenteuer für Nachtschwärmer Wer den Zoo einmal ganz anders erleben möchte, sollte sich die neuen Nachtsafaris vormerken. Um 22:00 Uhr startet die etwa 90-minütige Expedition für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene durch das nächtliche Gelände. In kleinen Gruppen streifen die Teilnehmenden mit geschärften Sinnen durch die Dunkelheit, um herauszufinden, wer tief und fest schläft und wer in der Nacht noch auf der Lauer liegt. Ein besonderes Highlight sind die exklusiven Einblicke in ausgewählte Tierhäuser, die bei Nacht eine ganz besondere Stimmung entfalten. Mit etwas Glück lassen sich zudem Fledermäuse bei ihren lautlosen Flügen beobachten oder sogar Glühwürmchen zwischen den Bäumen entdecken. Eigene Kopf- oder Taschenlampen dürfen gern mitgebracht werden. Wichtige Hinweise zu den Sommer- und Nachtsafaris Wichtig: Die Termine sind sehr begehrt und aufgrund der begrenzten Platzzahl erfahrungsgemäß schnell ausgebucht. Daher empfiehlt der Zoo, frühzeitig im Online-Shop das Wunschdatum zu sichern und direkt zu buchen. Tickets können alternativ auch beim nächsten Zoobesuch an der Tageskasse vorab erworben werden. Auch Gutscheine können für die Sommersafaris ausgestellt und eingelöst werden. Eine Teilnahme ist nur mit einem zuvor erworbenen Ticket und nicht spontan möglich. Informationen auf einen Blick: Termine Sommersafaris: 21.05. & 20.06. (Beginn 18:00 Uhr) 10.07., 18.07., 25.07., 07.08. & 14.08. (Beginn 19:00 Uhr) Termine Exklusive Nachtsafari 25.07., Beginn 22:00 Uhr 07.08., Beginn 22:00 Uhr Preise: 25 Euro (EW) / 15 Euro (ermäßigt bis 17 J.) Tickets: https://shop.zoo-schwerin.de/
Tierpark Berlin 30.04.2026
Herzklopfen auf der Afrikanischen Savannenlandschaft
Kleiner Bulle bei den seltenen Rothschild-Giraffen geboren Im Tierpark Berlin gibt es langhalsigen Nachwuchs. Am 28. April hat Giraffenkuh Katharina (21) ein Jungtier zur Welt gebracht. Das männliche Kalb ist wohlauf, trinkt regelmäßig bei seiner Mutter und steht bereits erstaunlich sicher auf seinen langen Beinen. „Die Geburt ist sehr gut verlaufen und Mutter und Jungtier verhalten sich genauso, wie wir es uns wünschen“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Katharina ist auch eine erfahrene Mutter, für sie ist es bereits der zehnte Nachwuchs.“ Schon 2024 brachte sie die kleine Emily im Tierpark Berlin zur Welt. Vater des aktuellen Nachwuchses ist erneut Giraffenbulle Jabulani (14). Auch Schwester Emily sowie die beiden Halbgeschwister Berti und Odin, die ebenfalls 2024 zur Welt kamen, sind weiterhin Teil der Herde und erkunden ab heute zusammen mit ihrem Geschwisterchen die Außenanlage. Einen Namen hat der kleine Bulle noch nicht. In ihrem natürlichen Lebensraum gibt es nur noch etwa 1.400 Rothschild-Giraffen. Mit dem aktuellen Jungtier wächst die Herde im Tierpark Berlin auf zwölf Tiere. Ziel der Erhaltungszucht in Zoologischen Gärten ist es, gesunde und genetisch vielfältige Bestände bedrohter Tierarten außerhalb des natürlichen Lebensraumes zu sichern. Das nächste Jungtier kündigt sich bereits an: Giraffenkuh Maude (20) ist ebenfalls trächtig. Mit weiterem Nachwuchs wird jedoch frühestens Anfang Juni gerechnet. Bei den aktuellen frühlingshaften Temperaturen sind Katharina und ihr Jungtier ab heute auf der Außenanlage zu sehen. Hintergrund Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden Giraffen in ihrem Gesamtbestand seit einigen Jahren als „gefährdet“ gelistet. Bei einigen der acht Unterarten sinken die Populationszahlen. Der Tierpark Berlin trägt nicht nur mit seiner Erhaltungszucht und seiner Herde von nunmehr zwölf Tieren außerhalb des natürlichen Lebensraumen zum Erhalt der Giraffen bei. „Berlin World Wild“, das Artenschutzprogramm von Zoo und Tierpark Berlin, unterstützt das Wild Nature Institute in Tansania, um die Giraffen in ihrem natürlichen Lebensraum besser zu schützen. Die Wissenschaftler*innen des Wild Nature Institute erforschen die Giraffen vor Ort, um wirkungsvolle Maßnahmen zum Giraffenschutz empfehlen zu können. Zudem betreiben sie Umweltbildung, um vor allem bei Schulkindern in Tansania eine Faszination für das größte Landsäugetier der Welt zu wecken.
Zoo Augsburg 30.04.2026
Umbruch im Zoo Augsburg: Mit Philipp Wagner startet eine neue Ära
Nach fast 24 Jahren an der Spitze des Zoo Augsburg verabschiedet sich Zoodirektorin und Geschäftsführerin Dr. Barbara Jantschke verdient in den Ruhestand. Mit ihrem Engagement hat sie den Zoo nachhaltig geprägt und insbesondere in den Bereichen Artenschutz, Bildung und Weiterentwicklung wichtige Impulse gesetzt. Ihr Nachfolger ist Dr. Philipp Wagner, der ab dem 1. Mai offiziell die Leitung des Zoos übernimmt. O-Ton Dr. Jantschke: „Nach fast 24 Jahren als Zoodirektorin und Geschäftsführerin ist nun der Moment gekommen, Abschied zu nehmen. Ich danke allen Zoofreunden und Unterstützern von Herzen, die uns über all die Jahre die Treue gehalten haben. Ohne Ihre Verbundenheit und Unterstützung wäre der Zoo nicht dort, wo er heute steht. Zum Abschied wünsche ich meinem Nachfolger Dr. Wagner von Herzen viel Erfolg, kluge Entscheidungen und stets ein gutes Gespür für Mensch und Tier. Möge er den Zoo mit ebenso viel Leidenschaft und Verantwortung weiterführen, wie ich es all die Jahre tun durfte.“ Mit dem Amtsantritt von Dr. Wagner beginnt für den Zoo Augsburg ein neues Kapitel, das an die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre anknüpft und zugleich neue inhaltliche Schwerpunkte setzt. O-Ton Dr. Wagner: „Mir ist es wichtig, den Zoo zunächst intensiv kennenzulernen und dann gemeinsam mit den Mitarbeitenden weiterzuentwickeln. Ein besonderer Fokus wird auf dem Artenschutz und der Bildung liegen – insbesondere auf der Entwicklung einer klaren Biodiversitätsstrategie, um dieses Thema noch sichtbarer zu machen. Zudem möchte ich eigene Artenschutzprojekte des Augsburger Zoos aufbauen um den Zoo als Ort weiter zu stärken, der nicht nur Erholung bietet, sondern auch vermittelt, warum Zoos im 21. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielen. Denn seine wichtige Arbeit im Artenschutz, kann der Augsburger Zoo nur dann verantworten, wenn er von der Augsburger Stadtgesellschaft akzeptiert wird“ Wichtige Projekte wie das neue Himalaya-Areal sowie bestehende und geplante Artenschutzinitiativen sollen unter der neuen Leitung konsequent weitergeführt und weiterentwickelt werden. O-Ton Stadt Augsburg: „Die Stadt Augsburg dankt Dr. Barbara Jantschke herzlich für ihr großes Engagement für den Augsburger Zoo in den letzten 24 Jahren. Sie prägte den Zoo mit neuen Angeboten, modernen Anlagen, dem Aufbau eines Artenschutzfonds und vor allem machte Frau Dr. Jantschke mit ihrem Team den Zoo zu dem Besuchermagneten für die gesamte Region Augsburg. Dem neuen Leiter, Dr. Philipp Wagner, dem das Thema Artenschutz besonders am Herzen liegt, wünschen wir viel Erfolg und eine glückliche Hand für die kommenden Aufgaben.“ Der Zoo Augsburg bleibt damit ein zentraler Ort für Artenschutz, Naturbildung, und Erholung in der Region und wird auch künftig eine wichtige Rolle im gesellschaftlichen Bewusstsein für den Schutz der biologischen Vielfalt spielen.
Tierpark Görlitz 30.04.2026
Gemecker mal drei
Drillingsgeburt zum Abschluss der diesjährigen Frühlings-Geburtensaison auf dem Lausitzer Bauernhof im Naturschutz Tierpark Görlitz-Zgorzelec Auf dem Bauernhof des Tierparks gibt es aktuell besonderen Nachwuchs zu bestaunen: Zwergziege Schoko brachte ein putzmunteres Trio zur Welt. Die Startbedingungen für die drei Geschwister waren sehr unterschiedlich, berichtet Tierpark Inspektorin Steffi Späte: Während das größte Lamm stolze 3 kg wog und sofort sicher auf den Beinen stand, waren seine Geschwister mit 1,3 kg und nur 1,1 kg deutlich zierlicher. Besonders das weibliche Zickel benötigte anfangs tatkräftige Unterstützung durch die Tierpfleger, um den Weg an die Zitze der Mutter zu finden. Die Mühe hat sich gelohnt: Schon am zweiten Tag zeigte der Winzling 100 Gramm mehr auf der Waage. Eine Woche später wiegt sie bereits 1,7 kg und springt voller Lebensfreude über den Hof. Auch wenn der Größenunterschied noch deutlich sichtbar ist, hält sie selbstbewusst mit ihren größeren Brüdern mit. Mit Schokos Drillingen ist der „Lämmerkindergarten“ nun komplett: Insgesamt 9 Ziegen- und 10 Schaflämmer tummeln sich aktuell auf dem Lausitzer Bauernhof des Tierparks, wo die quietschfidele Rasselbande täglich live erlebt werden kann. Viele der Lämmer sind bereits sehr zutraulich und freuen sich über vorsichtige Streicheleinheiten. Wir laden alle Tierfreunde herzlich ein, den Nachwuchs zu begrüßen und die ersten Sprünge der kleinen Drillinge selbst zu beobachten.
Tiergarten Kleve 30.04.2026
„Clever(e) Tiere vor der Kamera“ – Neues Veranstaltungsformat im Tiergarten Kleve
Exklusive Fotospaziergänge am 18. Juni und 12. August 2026 Der Tiergarten Kleve erweitert sein Veranstaltungsprogramm im Jahr 2026 um ein besonderes Highlight: Mit dem neuen Format „Clever(e) Tiere vor der Kamera“ bietet der Tiergarten erstmals exklusive Fotospaziergänge für alle an, die Tiere aus einer ganz besonderen Perspektive erleben und fotografisch festhalten möchten. Die Termine finden am Donnerstag, 18. Juni 2026, und Mittwoch, 12. August 2026, statt. Wenn sich die Tore nach dem regulären Besuchsschluss schließen, beginnt für eine kleine Gruppe von Teilnehmenden ein außergewöhnliches Erlebnis. In der ruhigen Atmosphäre der Abendstunden und im warmen Licht der „Goldenen Stunde“ eröffnet sich der Tiergarten von einer ganz neuen Seite. Ohne den üblichen Besucherbetrieb entstehen ideale Bedingungen für intensive Tierbeobachtungen und besondere Fotomotive. Begleitet wird der Rundgang von Dietmar Cornelissen, langjährigem Tierpfleger im Tiergarten Kleve und erfahrenem Fotografen. Er kennt die Tiere und ihre Verhaltensweisen seit vielen Jahren und gibt während des Spaziergangs nicht nur wertvolle fotografische Tipps, sondern auch spannende Einblicke in den Alltag im Tiergarten. Viele der bekannten Tiergarten-Aufnahmen stammen aus seiner Kamera. Immer wieder ergeben sich besondere Situationen – sei es bei Fütterungen oder durch die natürliche Neugier der Tiere. So entstehen authentische und lebendige Bilder, bei denen Geduld, Beobachtungsgabe und das richtige Timing eine entscheidende Rolle spielen. „Mit den neuen Fotospaziergängen schaffen wir ein Angebot, das es so im Tiergarten Kleve bisher nicht gab. Wir möchten unseren Gästen ermöglichen, Tiere ganz bewusst und in Ruhe wahrzunehmen – und dabei auch einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Gerade diese intensiven Momente machen den Tiergarten zu einem besonderen Erlebnisort“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. Die Veranstaltung richtet sich an ambitionierte Hobbyfotografinnen und -fotografen ebenso wie an interessierte Einsteiger. Eine eigene Kamera oder ein geeignetes Smartphone, mit dessen grundlegenden Einstellungen die Teilnehmenden bereits vor Beginn des Fotospaziergangs vertraut sind, ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist bewusst begrenzt, um eine persönliche Betreuung und optimale Bedingungen zu gewährleisten. Daher empfiehlt es sich, möglichst schnell eines der limitierten Tickets im Onlineshop des Tiergartens zu buchen. Die exklusiven Fotospaziergänge sind nur eine von zahlreichen neuen Veranstaltungen, die der Tiergarten Kleve in diesem Jahr erstmalig präsentiert: Im Juli und August können sich die Tiergartengäste auf tierische Sommerabende freuen, während im Oktober erstmalig ein Herbstmarkt im Familienzoo am Niederrhein stattfindet. Das beliebte Halloweenfest findet in diesem Jahr gleich an zwei Tagen statt (Tickets hierfür sind bereits erhältlich) und in den Sommerferien wird ein neues Ferienprogramm angeboten. Außerdem kann man sich auf die Fortführung bewährter Veranstaltungen wie dem Seniorennachmittag oder den tierischen Genussreisen freuen.
Kölner Zoo 30.04.2026
So geht es den Löwen-Jungtieren im Kölner Zoo
Der Zoo macht’s möglich: Online-Maibaumkauf – nachhaltig und für Schnellentschlossene „Zohan“, „Prija“ und „Reeva“, die drei fünf Monate alten Asiatischen Löwen im Kölner Zoo, entwickeln sich weiterhin sehr gut. Ihrem Alter entsprechend knabbert das muntere Trio bereits regelmäßig an Fleisch am Knochen. Zusätzlich trinken sie auch weiterhin Milch bei der zwölfjährigen Mutter „Gina“, die ihre Rolle sehr gut ausfüllt. Fünfter im Bunde der Kölner Löwenfamilie ist der zehnjährige Vater „Navin“. Der Clan ist fast immer zusammen auf der Außenanlage des Bereichs für Asiatische Löwen zu sehen. Bevorzugter Aufenthaltsort ist die Liegefläche im linken Teil des Geheges in Nähe der großen Panorama-Sichtfenster mit freier Sicht der Gäste auf die Großkatzen. „Zohan“, „Prija“ und „Reeva“ – zwei Weibchen und ein Kater – toben gern spielend durch die Anlage oder klettern ausdauernd auf den Elterntieren. Während die erfahrene Mutter „Gina“ den Nachwuchs gern gewähren und ihm „lange Leine“ lässt, verschafft sich Vater „Navin“ ab und an mit tiefem Knurren Respekt. „Die Entwicklung verläuft so, wie sie sein soll, was uns natürlich sehr freut“, erklärt Dr. Alexander Sliwa, als Kurator im Kölner Zoo unter anderem zuständig für Katzen. Eines der Jungtiere – das Weibchen Reeva – hatte sich jüngst eine Pfote verstaucht. Nach etwas Schonung ist nun aber alles wieder verheilt. Erhaltungszuchtprogramme in Zoos Der Kölner Zoo hält seit 28 Jahren die hochbedrohten Asiatischen Löwen. Insgesamt 18 Jungtiere erblickten am Rhein schon das Licht der Welt. Löwen, inklusive der Löwen in Afrika, sind inzwischen als Art von der Weltnaturschutzunion (IUCN) auf der Roten Liste als „gefährdet“ (vulnerable) geführt. Die letzten der einst weit verbreiteten Asiatischen Löwen haben sich im und um den Gir Nationalpark, gelegen im nordwestindischen Bundestaat Gujarat, gehalten. Dort schützte man die verbliebenen 20 bis 50 Tiere effektiv. Ihre Population war die Basis für die nun inzwischen wieder mehr als 600 Löwen im Gir Wald-Ökosystem und die insgesamt 150 Asiatischen Löwen des Erhaltungszuchtprogramms (EAZA Ex-Situ Programm) in Zoos des Europäischen Zoo und Aquarien-Verbands (EAZA). Die Kölner Nachzuchten sind für diese Erhaltungsprogramme sehr wichtig. Online-Maibaumkauf – nachhaltig und für Schnellentschlossene Alles neu macht der Mai: Wer seiner oder seinem Liebsten zum 1. Mai auf neue Art überraschen will: Wie wäre es mit einer Baumpatenschaft als Geschenk? Das schlägt in der Liebe garantiert nachhaltig Wurzeln. Online hier verfügbar: https://foerdern.koelnerzoo.de/patenschaften/baueme
Alpenzoo Innsbruck 30.04.2026
Schlangen im Alpenzoo tanzen in den Mai
Mit den steigenden Temperaturen kehrt im Alpenzoo wieder Leben in die Terrarien ein: Nach der winterlichen Ruhephase sind die heimischen Schlangenarten nun wieder aktiv und daher für Besucherinnen und Besucher gut sichtbar. Besonders im Mai erwartet Interessierte ein außergewöhnliches Naturschauspiel – die Paarungszeit der Schlangen hat begonnen. Nach Beendigung der Winterstarre nutzen Ringelnatter, Kreuzotter & Co. die warmen Tage und zeigen sich in voller Aktivität. Es ist Zeit für die Schlangenhochzeit. „Im Mai kann man bei uns ein echtes Highlight beobachten“, erklärt Zoodirektor Dr. André Stadler. „Wenn sich Schlangen paaren, kommt es zu einem beeindruckenden Verhalten, bei dem sich die Partner regelrecht umeinanderwinden und ‚verknoten‘. Dieses Ritual wirkt fast wie ein Tanz – daher passt unser Motto ‚Tanz in den Mai‘ perfekt.“ Der Alpenzoo lädt alle Besucher herzlich ein, dieses Ereignis mitzuerleben und mehr über die faszinierende Welt der Schlangen zu entdecken.
Opel-Zoo Kronberg 30.04.2026
Der Zoo am Abend – Nächste Öffentliche Führung im Opel-Zoo am Freitag, 8. Mai 2026 um 19 Uhr
Die Kassen im Opel-Zoo sind zurzeit von 9 bis 18 Uhr und ab Juni sogar von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Aber was passiert eigentlich im Opel-Zoo, wenn die meisten Besucher bereits das Zoogelände verlassen haben und die Mitarbeiter ihren Feierabend antreten. Die nächste Öffentliche Führung im Opel-Zoo beschäftigt sich mit dem Thema „Der Zoo am Abend“ und die Teilnehmer an dieser Führung erfahren, was sich im abendlichen Zoo abspielt: Welche Tiere kommen nachts in die Stallungen, welche bleiben auf den Außenanlagen. Schlafen die Tiere und wenn ja, ab wann und wie lange? Legen sie sich zum Schlafen hin, müssen sie sich verstecken oder was müssen sie beachten? Welche Tiere sind nun aktiv, welche in der Dämmerung, welche in der Nacht und was machen sie in der jeweiligen Aktivitätsphase? Diese und weit mehr Fragen beantworten die Zoopädagogen bei der Führung, die am Samstag, dem 8. Mai um 19 Uhr vor dem Haupteingang beginnt. Die Führung ist kostenfrei, so dass nur der Eintrittspreis zu entrichten ist. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Kassen im Opel-Zoo sind täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Besucher können bis Einbruch der Dunkelheit auf dem Zoogelände bleiben. Der Opel-Zoo hat über 1.200 kostenfreie Parkplätze und ist gut per ÖPNV erreichbar: Buslinien 261, X26 und X27.
Tiergarten Nürnberg 30.04.2026
Erstmals Fischkatzennachwuchs im Tiergarten
Freude im Tiergarten der Stadt Nürnberg: Zum ersten Mal gibt es hier Nachwuchs bei den Fischkatzen (Prionailurus viverrinus). Die zwei Jungtiere sind im März 2026 zur Welt gekommen. Die ersten Wochen verbrachte die Mutter mit ihrem Nachwuchs zurückgezogen in den Wurfboxen, inzwischen können Besucherinnen und Besucher sie mit etwas Glück in der Innenanlage beobachten. Die südasiatische Kleinkatzenart ist vor allem in Bangladesch und Sri Lanka verbreitet und wird von der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft. In Indonesien und Vietnam ist sie demnach möglicherweise bereits ausgestorben. Menschliche Infrastruktur, der nicht nachhaltige Abbau von Rohstoffen, Gewässerverschmutzung, der Bau von Staudämmen und von Straßen sind Beispiele für die Faktoren, die den Lebensraum der Tiere zunehmend einschränken. Aus diesem Grund betreibt der europäische Zooverband EAZA ein Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für diese Art. In diesem Rahmen kam das Weibchen Calanthe im Dezember vergangenen Jahres aus dem polnischen Zoo Toruń in den Tiergarten, wo sie offenbar sofort mit dem Kater Thaler harmonierte.
Tiergarten Nürnberg 30.04.2026
Feuersalamander ziehen in die Amphibienanlage ein
Schwarz-gelbe Flecken zwischen dichtem Laub: In die Amphibien- und Reptilienanlage des Tiergartens der Stadt Nürnberg sind Feuersalamander (Salamandra salamandra) eingezogen. Unterhalb des Klimawaldpfades, eingebettet in Sandsteinfelsen und im Schatten des Mischwaldes bildet diese Anlage mit einem Bachlauf den natürlichen Lebensraum der größten heimischen Schwanzlurch-Art nach. Mit steigenden Temperaturen fahren die Tiere ihren Stoffwechsel wieder hoch und werden nach den Wintermonaten mobiler. Zwischen Februar und Mai setzen die Weibchen ihre bereits voll entwickelten, aber noch mit Kiemen ausgestatteten Larven in sauberen, kühlen, naturnahen und fischfreien Gewässern ab. Dort gelangen die Larven innerhalb von zirka sechs Monaten zu ihrer typischen schwarz-gelben Gestalt. Die Geschlechtsreife erreichen Feuersalamander mit zwei bis vier Jahren – die Paarungszeit liegt zwischen April und September. Feuersalamander sind meist dämmerungs- und nachtaktiv. An regnerischen Tagen kann man sie aber mit etwas Glück auch beobachten. Der Tiergarten Nürnberg ist Teil der Artenschutzgemeinschaft feuersalamander.net, die sich um den Erhalt der in Bedrängnis geratenen Art bemüht. Flächenversiegelung, Straßenbau, nicht nachhaltige Waldbewirtschaftung sowie der Verlust naturnaher, sauberer Fließgewässer grenzen ihren Lebensraum zunehmend ein. Folgen des Klimawandels, wie zum Beispiel trockene und heiße Sommer, setzen Feuersalamander und andere Amphibien zusätzlich unter Druck. Auch invasive Arten, wie zum Beispiel Waschbären (Procyon lotor), oder hochansteckende Seuchen wie der sogenannte Salamanderfresserpilz Bsal (Batrachochytrium salamandrivorans) tragen dazu bei, die Zahl der Feuersalamander zu dezimieren. Amphibien zählen weltweit und auch in Bayern zu der Tiergruppe, die überdurchschnittlich stark gefährdet ist. Von den 20 hier erfassten Amphibienarten stehen zwölf auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Der Tiergarten betreibt hinter den Kulissen eine Therapiestation, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Feuersalamander behandeln, die an Bsal erkrankt sind. Dieser Pilz greift die Haut an – da Amphibien auch über die Haut atmen, führt eine Infektion unbehandelt zum Tod. Die Therapiestation hat der Tiergarten in Kooperation mit Citizen Conservation, Frogs and Friends e.V., dem BUND Naturschutz in Bayern und finanziert vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. eingerichtet. Mit der neuen Anlage, die mit Beratung von dem Amphibien- und Reptilienexperten Paul Hien von den Landschaftsgärtnerinnen und – gärtnern, den Tierpflegerinnen und -Tierpflegern sowie den Handwerkern des Tiergartens entwickelt und eingerichtet wurde, macht der Tiergarten auf die Gefährdungssituation heimischer Amphibien und Reptilien aufmerksam. Zugleich zeigt er, welche Lebensräume die Tiere benötigen, um überleben zu können. Zu den Feuersalamandern sollen demnächst auch Tiere der ebenfalls stark gefährdeten Art der Gelbbauchunken (Bombina variegata) einziehen.
Zoo Magdeburg 29.04.2026
Zoo Magdeburg in der Umweltallianz Sachsen-Anhalt aufgenommen
Umweltminister des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann überreichte Mitgliedsurkunde an Zoodirektor David Pruß, Ph.D.
Prof. Dr. Armin Willingmann, der Umweltminister des Landes Sachsen-Anhalt, besuchte heute gemeinsam mit Vertretern der Umweltallianz den Zoologischen Garten Magdeburg, um dessen Aufnahme in die Umweltallianz zu würdigen. Dabei überreichte er die Mitgliedsurkunde an Zoodirektor David Pruß. „In städtischen, versiegelten Gebieten gehen Lebensräume und Biodiversität zunehmend verloren, einhergehend mit der Beeinträchtigung von Gewässer und Böden. Auf dem Zoo Gelände haben wir gezielt inzwischen 50 Strukturen geschaffen und geschützt wie Brutkästen, Insektenhotels, Holzmeiler, Habitatbäume, Kleinstbiotope“, betonte Zoodirektor David Pruß, Ph.D. Im Zoo finden Besucher zahlreiche Anregungen und konkrete Ideen für zu Hause oder auf dem Firmengelände, wie sie die einheimische Biodiversität schützen können. Die Anzahl beobachteter einheimische Fledermausarten im Zoo ist in den letzten Jahren gestiegen. Inzwischen können auf dem gesamten Zoo Gelände regelmäßig Fransen-, Mücken-, Zwerg-, Rauhaut-, Zweifarb- und Breitflügelfledermäuse, Abendsegler und weitere Fledermausarten im Zoo gesichtet werden. Führungen wie Ferienprogramme, Haustiertouren und Artenschutztouren zeigen detailliert, wie wirkungsvoll Maßnahmen für die Umwelt sind. Bei Kindern werden Neugierde und Tüftlergeist geweckt, selbst einfache Strukturen nachzubauen. Gewässerschutz, nachhaltiger Baumbestand, Zukunftsbäume, Lebensräume für einheimische Tierwelt Wertvolle Lebensräume für heimische Pflanzen- und Tierarten wie Insekten, Vögel, Amphibien, Reptilien, Säugetiere, schaffen 50 im Zoo verteilte Habitat-Strukturen wie Brutkästen, Insektenhotels, Holzmeiler, Kleinstbiotope in den Größen von 1732 und 2800 Quadratmeter Fläche, Wassergräben von 710 und 320 Quadratmeter Fläche. Unberührte Kiesgruben und der Verzicht auf die Mahd großer Rasenflächen im Zoo stärken die heimische Biodiversität, ermöglichen die Ansiedlung seltener Insekten- und Fledermausarten und bilden naturnahe Ökosysteme im Zoo. Der Baumbestand von rund 700 Bäumen fungiert als CO₂-Speicher, kühlt durch Verdunstung, speichert Wasser, verbessert das Mikroklima und dient vielen Arten als Lebensraum. Klimaangepasste Arten wie Silberlinde, Schwarzpappel, Ginkgo, Stieleiche und Amberbaum sind tolerant gegenüber Trockenheit, Hitze, verdichteten Böden und Luftschadstoffen, binden CO₂, verbessern das Mikroklima und fördern die Biodiversität. Naturnahe Flächenpflege Der Zoo Magdeburg verzichtet vollständig auf Herbizide, Pestizide und Mineraldünger. Wiesenflächen werden ausschließlich gemäht/gemulcht/mit Schafen beweidet, sodass organische Substanz auf der Fläche verbleibt, die Wasserspeicherfähigkeit sich erhöht, die Austrocknung vermindert und Bodenorganismen unterstützt werden. Die gesamte Zoofläche wird extensiv gepflegt. Nicht gemähte Rasenflächen an einzelnen Monaten fördern die Biodiversität. Das standortangepasste Zoo-Bepflanzungskonzept setzt gezielt auf schnell nachwachsende Gehölze wie Weiden, Hainbuchen, Beerensträucher und Maulbeeren. Diese Pflanzen dienen nicht nur der naturnahen Flächengestaltung, sondern auch als Futterholz, das regelmäßig geschnitten und direkt als Ergänzungsfutter für verschiedene Tierarten genutzt werden kann. So wird die Fläche ressourcenschonend genutzt, Transportwege und Kosten gespart. Verwendung von nachhaltigen Produkten im Zooshop Der Zooshop bietet fast ausschließlich nachhaltige Marken der Firmen Nature Planet, Wild Republic, Petjes World, Pia, Cornelissen, Zappi und ERN an. Diese Marken setzen umweltbewusste Herstellungsverfahren ein, die den CO₂-Ausstoß minimieren und den ökologischen Fußabdruck verringern. Sie verwenden langlebige, schadstofffreie, ressourcenschonende Rohstoffe (recycelter Kunststoff, Holz, zertifizierte Farben). Weiterhin beteiligen sie sich mit einem Teil der Produkterlöse an Artenschutzprojekten, wie z.B. dem Red Panda Network (Unterstützung durch Nature Planet). Einsatzes von Biofuttermitteln Raufutter (Wiesenheu) und Grünfutter (Klee, Luzerne) werden seit vielen Jahren von der Firma Burow bezogen. Diese Futterquelle ist unbelastet und frei von z.B. chemischen Rückständen wie Pestiziden, denn das Grünfutter ist nur biologisch gedüngt und ungespritzt. Dies stellt eine regionale und nährstoffreiche Versorgung der Zootiere sicher und leistet einen entscheidenden Beitrag zu ihrer Gesundheit und gleichzeitig zur Förderung einer nachhaltigen Flächenbewirtschaftung. Veranstaltungstipps (Auszug) im Zoo Magdeburg • 05.05.2026: Vortrag im Zoo, 17:00 Uhr Summt noch was? Bienen und andere bedrohten Insekten in Sachsen-Anhalt • O8.05.2026: Kulinarischer Sommerspaziergang durch den Zoo, 17:00 & 18:00 Uhr
Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 29.04.2026
Abschied und neue Perspektiven bei den Brillenbären Bärin Cashu verlässt die Wilhelma – Fokus liegt künftig auf der Zucht mit ihrer Tochter Suyana
Die Brillenbärin Cashu ist heute in den italienischen Parco Natura Viva in Bussolengo umgezogen. Die am 20. Dezember 2002 im Zoo Zürich geborene Bärin lebte seit März 2021 gemeinsam mit ihrer Tochter Suyana in der Wilhelma. Mit ihrem Weggang werden nun die Voraussetzungen geschaffen, um künftig einen männlichen Brillenbär dauerhaft im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart zu halten und die Zucht gezielt voranzubringen. Der Fokus liegt dabei auf der mittlerweile achtjährigen Suyana, die sich in einem optimalen Alter für die Fortpflanzung befindet. Mutter und Tochter waren im März 2021 gemeinsam in die Wilhelma eingezogen. In den vergangenen Jahren wurden beide Tiere zunächst bewusst nicht zur Zucht eingesetzt. Diese Entscheidung erfolgte im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), das die Fortpflanzung der Tiere gezielt steuert. In der modernen Zoohaltung ist es üblich, nicht alle Individuen gleichzeitig zur Zucht zuzulassen, um eine möglichst hohe genetische Vielfalt innerhalb der Population zu erhalten. Sichere Sozialstruktur für eine erfolgreiche Zucht Mit Blick auf ihre biologische Entwicklung befindet sich Suyana nun in einem Alter, in dem eine erfolgreiche Fortpflanzung wahrscheinlich wird. „Um eine langfristig stabile und genetisch vielfältige Population zu sichern, ist es entscheidend, dass zuchtfähige Tiere zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden“, erläutert Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Mit Suyana haben wir eine Bärin im besten Zuchtalter, für die nun ein geeigneter Partner vorgesehen ist.“ Ein erster Versuch, Suyana mit dem männlichen Brillenbär Hubärt aus dem österreichischen Tierpark Herberstein zu verpaaren, blieb im Jahr 2025 erfolglos. Trotz mehrfacher Paarungen kam es zu keiner Trächtigkeit, was unter anderem mit der vergleichsweise kurzen Aufenthaltsdauer von Hubärt von etwas mehr als zwei Monaten zusammenhängen könnte. Für die kommende Zeit ist daher geplant, einen männlichen Brillenbär dauerhaft in der Wilhelma zu halten, um stabile soziale Bedingungen für eine erfolgreiche Zucht zu schaffen. Bedeutung für den Artenschutz Die koordinierten Erhaltungszuchtprogramme der EAZA (EEP) verfolgen das Ziel, eine gesunde Reservepopulation bedrohter Tierarten in menschlicher Obhut aufzubauen und zu erhalten. Auch die Zucht von Brillenbären erfolgt im Rahmen des EEP. Ziel ist der Aufbau einer genetisch vielfältigen Reservepopulation. In der Natur steht die Art unter Druck. Lebensraumverlust und die Zerschneidung von Habitaten gefährden die Bestände. Wissenschaftlich geführte Zoos wie die Wilhelma leisten in diesem Kontext einen wichtigen Beitrag: Sie sichern nicht nur das Überleben einzelner Arten in menschlicher Obhut, sondern generieren auch wissenschaftliche Erkenntnisse zu Verhalten, Fortpflanzung und Haltung. Gleichzeitig fungieren sie als Bildungsorte, die Besucherinnen und Besucher für die Bedeutung intakter Ökosysteme sensibilisieren und konkrete Zusammenhänge zwischen Artenschutz und menschlichem Handeln vermitteln. Mit der geplanten Integration eines männlichen Tiers ergeben sich künftig spannende Einblicke in das Sozial- und Fortpflanzungsverhalten dieser faszinierenden Andenbewohner – ein weiterer Schritt im Engagement der Wilhelma für den globalen Artenschutz. Biologie und Lebensweise der Brillenbären Der Brillenbär (Tremarctos ornatus) ist die einzige heute noch lebende Bärenart Südamerikas. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich entlang der Anden von Venezuela bis Bolivien, wo er vor allem in Nebelwäldern und hochgelegenen Bergregionen lebt. Charakteristisch sind die hellen, individuell Fellzeichnungen im Gesichtsbereich, die an eine Brille erinnern und jedem Tier ein unverwechselbares Erscheinungsbild verleihen. Brillenbären ernähren sich hauptsächlich von pflanzlicher Kost wie Früchten, Beeren, Nüssen und Samen sowie gelegentlich von tierischer Nahrung wie Insekten oder Kleintieren. Brillenbären sind auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet eingestuft.
Zoo Berlin 29.04.2026
Ein Berliner Bongo für Kenias Wälder
Seltene Antilope aus dem Zoo Berlin stärkt Wiederansiedlung einer stark bedrohten Art Ein Bergbongo aus dem Zoo Berlin ist in Kenia angekommen und wird Teil eines ambitionierten Wiederansiedlungsprojekts, das eine der am stärksten bedrohten Antilopenarten der Welt vor dem Aussterben retten soll. Gemeinsam mit drei weiteren männlichen Tieren aus anderen europäischen Zoos wurde die seltene Antilope am Flughafen von Nairobi offiziell empfangen und anschließend in die Mount Kenya Wildlife Conservancy (MKWC) überführt. Dort werden die Bullen künftig eine zentrale Rolle im internationalen Zucht- und Wiederansiedlungsprogramm für diese stark bedrohte Art spielen. Der 2023 geborene Bongobulle namens Kundu ist Teil einer koordinierten Artenschutzinitiative in Zusammenarbeit mit dem Kenya Wildlife Service und der European Association of Zoos and Aquaria. Ziel ist es, die genetische Vielfalt der verbliebenen Population zu stärken und langfristig stabile Bestände im natürlichen Lebensraum aufzubauen. „Es ist kaum vorstellbar, dass von diesen beeindruckenden Tieren nur noch so wenige Individuen in ihrem natürlichen Lebensraum leben. Als moderne zoologische Einrichtung tragen wir eine besondere Verantwortung und freuen uns sehr, Teil dieses internationalen Projekts zu sein. Zoologische Einrichtungen leisten seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Art, indem sie durch koordinierte Zuchtprogramme eine stabile Reservepopulation aufgebaut haben, die heute die Grundlage für Wiederansiedlungen wie in Kenia bildet“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Der Bergbongo gehört zu den seltensten Antilopen der Welt und ist ausschließlich in den Bergwäldern Kenias beheimatet. Laut der International Union for Conservation of Nature (IUCN) gilt die Art als stark gefährdet. Schätzungen gehen davon aus, dass nur noch rund 100 Tiere in der Wildnis leben, deren Populationen zudem stark fragmentiert sind. Hauptursachen für den drastischen Rückgang sind Wilderei, Lebensraumverlust durch Abholzung und landwirtschaftliche Nutzung sowie Krankheiten. „Die Rückkehr dieser vier Tiere stärkt Kenias Naturschutzbemühungen und verbessert unsere Fähigkeit, überlebensfähige und genetisch vielfältige Populationen des Bergbongos wieder aufzubauen“, erklärte der Generaldirektor des Kenya Wildlife Service, Dr. Erustus Kanga, anlässlich der Ankunft. Auch aus Sicht der beteiligten Zoos ist der Transfer ein bedeutender Meilenstein: „Dieser Transfer ist das Ergebnis jahrelanger Planung und Partnerschaft“, betonte Dr. Nick Davis vom Chester Zoo und Koordinator des europäischen Zuchtprogramms. Nach umfangreichen veterinärmedizinischen Untersuchungen und einer Quarantäne im Safari Park Dvůr Králové wurden die Tiere nach Kenia transportiert. In der Mount Kenya Wildlife Conservancy werden sie nun schrittweise in das bestehende Zuchtprogramm integriert. Die Einrichtung beherbergt bereits über 100 Bergbongos und gilt als eines der weltweit erfolgreichsten Programme zur Erhaltung dieser Art. Langfristig sollen die Nachkommen der Tiere wieder in geschützte Waldgebiete ausgewildert werden. Mit der Ankunft des Berliner Bongos setzt sich ein bedeutender Schritt fort, den der Zoo Berlin gemeinsam mit internationalen Partnern begonnen hat: die Rückkehr einer stark bedrohten Art in ihren natürlichen Lebensraum und die langfristige Sicherung ihres Überlebens.
Zoo Krefeld 29.04.2026
Neuer Trinkwasserbrunnen am Krefelder Zoo eröffnet
Auf dem Vorplatz des Krefelder Zoos ist gemeinsam mit der Netzgesellschaft Niederrhein (NGN) ein neuer Trinkwasserbrunnen realisiert worden, der jetzt in Betrieb genommen worden ist. Die Maßnahme ist Teil des städtischen Hitzeaktionsplans und soll insbesondere an heißen Tagen für eine Möglichkeit zur Erfrischung sorgen. In die Planung und Umsetzung war der städtische Fachbereich Gesundheit eingebunden. „Der Zoo Krefeld engagiert sich bereits seit mehreren Jahren aktiv im Klimaschutz und bringt seine Erfahrungen gezielt in die Entwicklung des Quartiers ein. Klimaschutz und Klimaanpassung greifen dabei ineinander. Der neue Trinkwasserbrunnen begegnet als konkretes Angebot den Folgen des Klimawandels. Wir freuen uns sehr über diesen barrierefreien Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser für Anwohner, Schülerinnen und Schüler, Gäste des öffentlichen Nahverkehrs und unsere Zoobesucher“, sagt Zoodirektorin Stefanie Markowski. Ab sofort steht er Besucherinnen und Besuchern zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung. Nach den Standorten am Schwanenmarkt, im Stadtgarten, auf dem Südwall/Neusser Straße, in Linn (Rheinbabenstraße/Albert-Steeger-Straße) sowie im Grünbereich des Spielplatzes am Zollhof in Uerdingen ist der Brunnen am Zoo der sechste städtische Trinkwasserbrunnen. Ein weiterer Standort befindet sich im Stadtpark Uerdingen. Alle Brunnen sind – je nach Witterung – von April bis Oktober in Betrieb und leisten einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Krefelder Hitzeplanung. Ergänzend dazu unterstützt auch die Kampagne „Refill“, die inzwischen in Krefeld zahlreiche Partner gefunden hat, das Ziel eines flächendeckenden Zugangs zu kostenfreiem Trinkwasser. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.krefeld.de/hitze.
Zoo Leipzig 29.04.2026
Wonnemonat Mai im Zoo – Täglich 10 Stunden tierische Abenteuer erleben
Ab dem 1. Mai hat der Zoo Leipzig wieder täglich zehn Stunden am Tag seine Pforten für tierische Abenteuer geöffnet. Denn der Mai hat es in sich – und hält mit dem 1.-MaiWochenende, Himmelfahrt und Pfingsten gleich drei Wochenenden für eine tierisch ausgiebige Familien- und Freunde-Zeit bereit. Zudem gesellen sich auch der Vater- und Muttertag in diesen Reigen ein. Bereits ab 9 Uhr morgens bis 19 Uhr am Abend locken tierische Erlebnisse in der spannenden Tierwelt. Schon um 10.15 Uhr tauchen die Elefanten in ihren Innenpool im Elefantentempel Ganesha Mandir ein. Die neuen Vogelwelten Amazonien und Loriversum sind ganztägig geöffnet und werden im Rahmen der neuen Kommentierungen durch die Tierpfleger vorgestellt. Die Aras und Sittiche leben sich gut in den neuen Flugvolieren ein, neue Arten kommen dazu und versprechen farbenfrohe, lautstarke Erlebnisse. Zudem geben zahlreiche weitere Fütterungen und Kommentierungen in allen Erlebniswelten Einblick in den zoologischen Alltag, tierisches Wissen und überraschende Fakten. Wer seinen Tag vorab planen möchte, findet hier die Übersicht. Wer auf der Suche nach einem Muttertagsgeschenk ein tierisches Abenteuer im Blick hat, kann aus zahlreichen Tourenangeboten im Mai wählen. Einen besonderen Schwerpunkt auf die Mütter der Tierwelt legt die Frühtour am 10. Mai um 8 Uhr. Aber auch Liebhaber der Pflanzenwelt in Gondwanaland und Technikinteressierte kommen bei Spezialtouren im Aquarium oder der Tropenhalle auf ihre Kosten. Wer bei seinem Lieblingstier gern hinter die Kulissen schauen möchte, findet ebenso ein vielfältiges Angebot, um gemeinsam mit den erfahrenen Zoolotsen auf Expedition zu gehen. Das Himmelfahrtswochenende vom 14. bis 17. Mai. und Pfingsten vom 23. bis 25. Mai stehen im Zeichen tierischer Abenteuer und Mitmachaktionen.
Zoo Heidelberg 29.04.2026
Bei den Varis geht es hoch hinaus
Die Gürtelvaris haben ihre neue Außenanlage nach dem Umbau bezogen Im Zoo Heidelberg haben die Gürtelvaris nun noch mehr Platz zum Klettern und Entdecken. Vergangene Woche bezogen die Tiere ihre neue, deutlich höhere Außenanlage. Die Varis haben sich inzwischen gut eingelebt – sehr zur Freude des Zoo-Teams und der Besucher. Gespannt steht das Zoo-Team am Mittwochmorgen vor dem kleinen Affenhaus und beobachtet, wie sich der Schieber zum Außenbereich erstmals öffnet. Die Gürtelvaris erkunden zunächst vorsichtig das Areal, doch schon bald werden sie mutiger, klettern durch die Anlage und nutzen die vielen Äste und Seile. Schnell wird klar – die Tiere nehmen ihr neues Zuhause begeistert an. „Es ist immer ein besonderer Moment, wenn unsere Tiere zum ersten Mal eine neue Anlage kennenlernen“, berichtet Dominik Winkel, stellvertretender Revierleiter des Affenreviers. „Unsere Varis waren von Anfang an sehr aktiv und haben direkt begonnen zu klettern und alles zu erkunden. Das zeigt uns, dass sie sich wohlfühlen.“ Auch Kuratorin Sandra Reichler zieht ein positives Fazit: „Die Eingewöhnung hat hervorragend funktioniert. Die Tiere nehmen die Höhe sehr gut an und haben direkt von dem frischen Laub gefressen. Das ist ein gutes Zeichen und zeigt wie entspannt sie schon bei ihrem ersten Ausflug in die neue Außenanlage waren.“ Gürtelvaris gehören zur Gruppe der Lemuren und stammen ursprünglich aus den Regenwäldern Madagaskars. Sie sind ausgezeichnete Kletterer und verbringen den Großteil ihres Lebens in den Bäumen. Als soziale Tiere leben sie in Gruppen und kommunizieren über vielfältige Laute. Wie fast alle Lemurenarten sind auch Gürtelvaris vom Aussterben bedroht – ihre Lebensräume schrumpfen kontinuierlich, zudem werden die Tiere wegen ihres Fleisches oder Felles gezielt bejagt. Seit vielen Jahren unterstützt der Zoo Heidelberg das Artenschutzprojekt AEECL (Lemur Conservation Association) auf Madagaskar, das sich dem Schutz der Lemuren Madagaskars verschrieben hat. Die neue Außenanlage ist das Ergebnis monatelanger Arbeit: Bereits im Sommer 2025 begann der Abriss der alten, deutlich niedrigeren Voliere. Das Team des Affenreviers setzte das Projekt gemeinsam mit den Zoo-Handwerkern eigenständig um. Entstanden ist eine moderne Anlage, die mit einer Höhe von bis zu sechs Metern den Tieren deutlich mehr Raum bietet und vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung schafft. Äste und Seile lassen sich flexibel anbringen, Futter lässt sich gut verstecken und so ist für eine abwechslungsreiche Beschäftigung gesorgt. Neben den sechs Gürtelvaris – zwei Weibchen und vier Männchen – lebt auch eine betagte Mitbewohnerin in der Anlage: Ringelschwanzmungo „Marie-Luise“, stolze 26 Jahre alt, hat sich ebenfalls gut eingelebt und genießt die neue Umgebung.
Zoo Frankfurt 29.04.2026
Zwei Mal Hoffnung für die seltenen Bongo-Antilopen
Am 15. April ist im Frankfurter Zoo ein Östlicher Bongo zur Welt gekommen. Die Bongo-Unterart gehört zu den am stärksten gefährdeten Antilopen der Welt. Jedes Jungtier ist eine Hoffnung für den Artenschutz – denn für die Erhaltung der Bongos in ihrem natürlichen Lebensraum beteiligt sich der europäische Zooverband an einem Zucht- und Wiederansiedlungsprojekt in Kooperation mit dem Kenya Wildlife Service und der Mount Kenya Wildlife Conservancy. Im Rahmen des Projekts reisten vier in europäischen Zoos geborene Bongo-Bullen nach Kenia. Am Dienstagabend kamen sie dort an. Unter ihnen ist auch ein Frankfurter. Ende März verließ der vier Jahre alte Bongo-Bulle FITZ den Frankfurter Zoo. Zusammen mit weiteren Bongo-Bullen aus europäischen Zoos wurde er im Safari Park Dvůr Králové in Tschechien auf seine Weitereise nach Kenia vorbereitet, denn FITZ ist Teil eines Zucht- und Wiederansiedlungsprogramms in Kooperation mit dem Kenya Wildlife Service und der Mount Kenya Wildlife Conservancy (MKWC). Am 15. April hat seine Mutter KAWANA erneut ein Jungtier zur Welt gebracht. „Dank des Engagements mehrerer Zoos im europäischen Zooverband sowie Naturschutzorganisationen in Kenia gibt es Hoffnung für die eindrucksvollen Bongo-Antilopen. Wir sind froh, zur Erhaltung der Art beitragen zu können. Seit vielen Jahrzehnten ist der Zoo Frankfurt erfolgreich in der Zucht der Östlichen Bongos – hier kam 1973 das erste in Europa gezüchtete Kalb zur Welt. Das Mitte April geborene Jungtier, ein kleiner Bulle, ist bereits die Nummer 30. Dass ganz aktuell in Zoos geborene Bongos im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojekts nach Kenia gegangen sind, ist ein gutes Beispiel dafür, wie Artenschutz in Zoos und in den Ursprungsgebieten der Tiere Hand in Hand gehen“, sagt Dr. Ina Hartwig Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. Für die zwölf Jahre alte KAWANA ist es das fünfte Kalb. Die Geburt verlief reibungslos und ruhig, die erfahrene Mutter kümmert sich gut um ihren Nachwuchs. Vater ist der dreijährige N´DOGO. Er kam 2025 aus dem Tierpark Safari de Peaugres in Frankreich nach Frankfurt. Das Erhaltungszuchtprogramm des europäischen Zooverbands (EAZA), das EAZA Ex-situ Programm (EEP), umfasst mittlerweile eine gesunde und genetisch robuste Bongo-Population von 172 Tieren in 48 europäischen Zoos. Dafür sind regelmäßige Geburten, wie die aktuelle im Frankfurter Zoo, unerlässlich. Erst eine stabile Zoopopulation ermöglicht es, Individuen für die Wiederansiedlung in Kenia bereitzustellen. Östliche Bongos (Tragelaphus eurycerus isaaci), auch Bergbongos genannt, stehen in der Roten Liste der IUCN in der höchsten Bedrohungskategorie „vom Aussterben bedroht“. „Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von Bejagung über Lebensraumverlust – unter anderem durch illegale Abholzung der Wälder – bis hin zu Krankheiten, die von Nutztieren übertragen werden. Mittlerweile gibt es sehr viel mehr Bongos in menschlicher Obhut als in ihren natürlichen Lebensräumen. Dort sind es Schätzungen zufolge weniger als 60 Individuen. Wir wollen mithelfen, den Bongos eine Chance zu geben. Daher unterstützen wir das Zucht- und Wiederansiedlungsprogramm in Kenia nicht nur mit unserem FITZ, sondern auch finanziell, denn die Logistik hinter einem solchen Projekt ist aufwändig und teuer“, erklärt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger. „Anfang des Jahres konnte ich die MKWC besuchen und mir persönlich ein Bild von der tollen Arbeit der Kolleginnen und Kollegen dort machen. Seit ihren Anfängen 2004 haben sie ein erfolgreiches Zuchtzentrum für Bergbongos aufgebaut, sowie ein Wiederansiedlungsprojekt etabliert, sodass sich der Bestand dort auf aktuell über 100 Tiere vergrößern konnte. Mit diesem Beispiel wird deutlich, wie Artenschutz durch gezielte Zucht, Lebensraummanagement und effektive Schutzmaßnahmen gelingen kann, wenn viele Akteure Hand-in-Hand arbeiten“, sagt Dr. Sabrina Linn, Leiterin der Wissenschaftlichen Abteilung des Frankfurter Zoos. Die vier Bullen werden, da sind sich alle beteiligten Experten einig, einen wertvollen Beitrag dazu leisten, die genetische Vielfalt der Östlichen Bongos in Kenia zu stärken und die Wiederansiedlung der Art in ihrem angestammten Verbreitungsgebiet voranzutreiben. Humphrey Kariuki, der Schirmherr des MKWC, sagte anlässlich der Ankunft der Bongo-Bullen, diese markiere einen Wendepunkt für die Zucht- und Auswilderungsziele der Conservancy: „Dies ist ein bedeutender Meilenstein für das Zucht- und Auswilderungsprogramm des Bergbongos im MKWC, während wir die in den vergangenen Jahren erzielten Fortschritte weiter beschleunigen. Die Unterstützung der kenianischen Regierung, des Kenya Wildlife Service, der EAZA und weiterer internationaler Partner war entscheidend für den Ausbau unserer Naturschutzarbeit. Diese vier männlichen Bongos werden die bestehende Population von über 100 Tieren verstärken und die Zuchtkapazitäten erweitern. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten, unsere Zuchtherden auszubauen – und wir kommen unserem Ziel näher, dass sich der Bergbongo künftig wieder in der Natur etabliert.“ Über Östliche Bongos Bongos sind große, massiv gebaute Antilopen, die mit ihrer hell- bis dunkelbraunen Färbung und den schmalen weißen Streifen in ihrem Lebensraum Wald perfekt getarnt sind. Bei Bongos tragen beide Geschlechter spiralförmig gedrehte Hörner, die bis zu einem Meter lang werden können. Sie sind tagaktiv und mögen Gebiete mit viel Unterwuchs. Bei Gefahr versuchen sich die Tiere durch das dichte Unterholz hindurchzudrücken und überspringen es nicht. Die Jungtiere sind sogenannte Ablieger und verbringen die meiste Zeit des Tages in ihrem Versteck. Nur zum Säugen werden sie von der Mutter aufgesucht. Östliche Bongos sind in der Natur nahezu ausgestorben. Im Mount Kenya National Park, einem angestammten Lebensraum der Antilopen, kommen aktuell keine freilebenden Bongos mehr vor. Zusammen mit dem Kenya Wildlife Service (KWS) und der Mount Kenya Wildlife Conservancy (MKWC) arbeitet der Europäische Zooverband (EAZA) an einem aufwändigen Zucht- und Wiederansiedlungsprogramm, mit dem Ziel, im Mount Kenya National Park eines Tages wieder Bongos anzusiedeln. Die MKWC liegt am Rand des Nationalparks. Dort leben derzeit über 100 Bongos in einer gemanagten Population in menschlicher Obhut. Die vier Bullen aus Europa sollen nach einer Eingewöhnungszeit in das dortige Zuchtprogramm integriert werden und den Genpool auffrischen.
Tiergarten Schönbrunn Wien 29.04.2026
Neues altes Zuhause für quirlige Publikumslieblinge
Sie sind gesellig, quirlig und bei ihnen ist immer etwas los: Die Schwarzschwanz-Präriehunde zählen zu den Publikumslieblingen im Tiergarten Schönbrunn. Nun haben sie ihr neues altes Zuhause bezogen. In den vergangenen Monaten wurde die bestehende Präriehund-Anlage umfassend umgestaltet. „Die Anlage wurde bereits 2010 eröffnet und war mittlerweile in die Jahre gekommen. Jedes Element der neuen Präriehund-Anlage wurde entsprechend der Biologie der Tiere gestaltet. So können diese ihrem natürlichen Verhalten nachgehen“, erläutert Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck, der sein Know-how in den Planungsprozess eingebracht hat. Für die Tiere ist ein natürlich gestalteter Lebensraum mit mehreren Ebenen entstanden. Sowohl unter- als auch oberirdisch gibt es nun vielfältige Rückzugsmöglichkeiten, die die Nager besonders nachts und während der Jungenaufzucht benötigen. Präriehunde stellen besondere Anforderungen an ihren Lebensraum. Die sozialen Tiere leben in Familienverbänden, die sich teils zu riesigen Kolonien zusammenschließen. „Sie verbringen viel Zeit in unterirdischen Tunneln und Bauten, die sie selbst graben. Die neu konzipierte Anlage bietet daher ein vorab angelegtes Tunnelsystem, das die Tiere erweitern können“, so Kurator Rupert Kainradl, MSc. Auch bei der Bepflanzung wurde auf die Bedürfnisse der Tiere geachtet. Verschiedenste Gräser und dichte Sträucher bieten den Tieren Schutz und dienen zugleich als Nahrung. Die bestehenden Beobachtungskuppeln fügen sich nun organisch in die Landschaft ein. Dank dieser können Besucherinnen und Besucher nach wie vor das rege Treiben der Präriehunde auf Augenhöhe erleben.
Zoo Dresden 29.04.2026
Überraschende Geburt bei den Kronenmakis
Am 15. April gab es bei den Kronenmakis Nachwuchs. Das Jungtier kam ohne Komplikationen zur Welt, und Mutter Amalia kümmert sich bislang sehr aufmerksam um ihren Nachwuchs. Auch Partner Tsingy zeigt sich ruhig und entspannt im Umgang mit Mutter und Jungtier. Bei dem Neuzugang handelt es sich nicht um den Nachwuchs von Tsingy. Aufgrund der Tragezeit von rund 125 Tagen ist davon auszugehen, dass die Deckung bereits Mitte Dezember 2025 stattgefunden hat. Zu diesem Zeitpunkt lebte Amalia noch im Zoo Wrocław mit ihrem damaligen Partner Epsilon zusammen, der Anfang Januar 2026 verstarb. Amalia kam am 9. Februar 2026 aus Wrocław in den Zoo Dresden, da auch Tsingy, nachdem Partnerin Vintana verstorben war, allein lebte. Für beide wurde daher im Rahmen des EEP (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) ein passender Artgenosse gesucht und gefunden. Seit dem ersten Tag der Begegnung sind die beiden unzertrennlich und sehr harmonisch miteinander. Ihren letzten Nachwuchs hatte Amalia vor acht Jahren ebenfalls gemeinsam mit Epsilon. Damals brachte sie Zwillinge zur Welt. Eine Trächtigkeit war Amalia äußerlich nicht anzusehen. Lediglich ein erhöhtes Körpergewicht wurde beobachtet, das zunächst eher als etwas Übergewicht interpretiert wurde. Neugeborene KronenmakiJungtiere sind sehr klein und wiegen bei der Geburt lediglich etwa 60 bis 70 Gramm. Das Geschlecht des Jungtiers ist derzeit noch nicht bekannt. Die Geburt kam für das Pflegeteam überraschend, da Amalia und ihr vorheriger Partner über einen langen Zeitraum keinen Nachwuchs mehr hatten. Umso erfreulicher ist der aktuelle Zuchterfolg, der Hoffnung für die Haltung dieser stark bedrohten Art gibt. Kronenmakis gelten laut der Roten Liste der IUCN als stark gefährdet. Hauptbedrohungen sind der Verlust und die Fragmentierung ihres Lebensraumes sowie Bejagung.
Naturschutz-Tierpark Görlitz 28.04.2026
Tödliche Igelgefahr im Garten: Tierpark Görlitz warnt vor Mährobotern bei Nacht
„Wieder Einer“, betroffen hebt die verantwortliche Mitarbeiterin der Wildtierauffangstation im Naturschutz Tierpark Görlitz, Manuela Kleemann, den verletzten Igel aus dem Karton. Während das Tier von der linken Seite unversehrt aussieht, stockt einem beim vorsichtigen Umdrehen der Atem. Von der rechten Gesichtshälfte ist nichts mehr zu erkennen. Um diese Qual zu beenden, bleibt nur das schnelle Einschläfern durch den Tierarzt. Die grauenvollen Verstümmelungen sind typische Mähroboter Verletzungen und leider steigt die Zahl dieser Fälle stetig an. Dies steht vermutlich mit den jährlich um 12 % steigenden Absatzzahlen von Mährobotern im Zusammenhang, was eine Untersuchung des Leibniz- Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) 2022 ermittelt hat. „Igel flüchten bei drohender Gefahr nicht, sondern rollen sich ein und vertrauen auf ihr Stachelkleid zur Verteidigung. Eine Strategie, die bei den meisten natürlichen Feinden funktioniert, bei Mährobotern aber nicht,“ erklärt Manuela Kleemann. „Hinzu kommt, dass viele Mähroboter auf nächtliches Mähen programmiert sind. Das ist aber auch die Zeit, in der die nachtaktiven Igel auf Nahrungssuche gehen,“ fügt sie hinzu. Dieses fahrlässig erzeugte Tierleid kann durch ein angepasstes „Mähmanagement“ der Roboter minimiert werden. Tagsüber statt nachts mähen und die Bereiche unter Büschen und Sträuchern auslassen, denn dort halten Igel ihren Tagschlaf. Schon der Kauf eines Mähroboters macht den Unterschied. Während qualitativ hochwertige, leistungsstarke Roboter ihre Mähleistung am Tage schaffen, benötigen Geräte minderer Qualität 24 Stunden, um die zu mähende Fläche abzuarbeiten. Eine gute Beratung vor dem Kauf bezüglich Mähleistung und Programmierbarkeit kann viel Tierleid vermeiden.
Zoo Frankfurt am Main 28.04.2026
Zoo-Masterplan geht in die nächste Runde: Bauplanung für das Savannen-Areal „Serengeti“ hat begonnen
Drei Großareale des Zoos sollen in den kommenden Jahren vollkommen neugestaltet werden. Den Anfang macht die Savannenlandschaft „Serengeti“. In einem Vergabeverfahren wurden Anfang April die Architekten und Fachplaner für den Bereich ausgewählt, die nun mit der Bauplanung starten. Im September 2024 wurde der Masterplan Zookunft2030+ von Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, und Zoodirektorin Dr. Christina Geiger vorgestellt. In drei Phasen soll der zweitälteste Zoo Deutschlands modernisiert und für die Zukunft gerüstet werden. Bis 2039 sollen auf mehr als der Hälfte der Zoofläche ein afrikanisches Savannen- sowie ein Regenwald-Areal und eine große Anlage für Arten aus Südamerika entstehen. Die neugestalteten Tierhäuser und Außenanlagen sollen einen starken inhaltlichen und gestalterischen Bezug zu den Projektgebieten der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) in Afrika und Südamerika haben und so den Artenschutz im Zoo sowie den Artenschutz in den Ursprungsländern der Zootiere verdeutlichen. Nachdem in 2025 die Zustimmung zum Masterplan des Zoos durch Magistrat und Stadtverordnetenversammlung erfolgte, wurden in einem umfangreichen Vergabeverfahren in Zusammenarbeit mit dem Amt für Bau und Immobilien nun die Planer für die erste Umbauphase „Serengeti“ ausgewählt. Den Zuschlag für die Objektplanung Gebäude und Freianlagen erhielt Dan Pearlman Erlebnisarchitektur aus Berlin. Das auf Zooplanung spezialisierte Büro war in einem vorhergehenden Verfahren bereits mit der Erstellung des Masterplans beauftragt worden. Dem Büro obliegt die Koordination des multidisziplinären Teams aus Fachplanern etwa für Brandschutz, Tragwerk und unterschiedliche technische Bereiche. Ziel der nun angelaufenen Planungsphase ist die Erstellung einer Bau- und Finanzierungsvorlage für den ersten Bauabschnitt – die etwa 2,4 ha große Serengeti-Anlage, eine Landschaft für Tiere der afrikanischen Savanne von Giraffe bis Spitzmaulnashorn. Ihre Fertigstellung ist für 2033 geplant. In Phase zwei folgt die Lomami-Anlage. Dieser Teilbereich stellt den tropischen afrikanischen Regenwald dar. Den Abschluss der Maßnahme bildet das Manú-Areal mit Arten aus Südamerika im Nord-Osten des Zoogeländes. Der Zoobetrieb wird während aller Bauphasen weiterlaufen.
Tierpark + Fossilium Bochum 28.04.2026
Bewegender Abschied im Tierpark + Fossilium Bochum Neuer Lebensabschnitt für Seehunde Motte, Floh und Nubbel
Ein besonderer Moment bewegt derzeit das Team des Tierpark + Fossilium Bochum: Der Seehundnachwuchs aus dem letzten Jahr hat seine Geburtsstätte verlassen und ist in den Aquazoo Leeuwarden in den Niederlanden umgezogen. Dort werden die drei Jungtiere – Motte, Floh und Nubbel – nun ihren nächsten Entwicklungsschritt in einem neuen Umfeld fortsetzen. „Dieser Umzug ist Teil eines gut funktionierenden, internationalen Netzwerks zoologischer Einrichtungen, das eine verantwortungsvolle Fürsorge im Bereich der Wildtierhaltung in menschlicher Obhut unter Berücksichtigung modernster Standards gewährleistet, die Erfolgsgeschichte einer engen und erfolgreichen Zusammenarbeit innerhalb der Zoogemeinschaft über Ländergrenzen hinweg“, betont Zoodirektor Ralf Slabik. Die ersten Lebensmonate der Jungtiere waren geprägt von intensiver Betreuung und spannenden Reifungsprozessen: Vom vorsichtigen ersten Schwimmen bis hin zu zunehmend neugierigen und verspielten Erkundungen haben sich Motte, Floh und Nubbel prächtig entwickelt. Auch wenn der Abschied dem Team nicht leichtfällt, überwiegt die Freude darüber, dass die Tiere gesund und kräftig sind und sich nun in ihrer neuen Heimat einleben. Der Tierpark Bochum blickt mit Stolz auf die Entwicklung der drei Seehunde zurück und wünscht Motte, Floh und Nubbel alles Gute in ihrem niederländischen Zuhause.
Zoo Salzburg 28.04.2026
Neue Tierart: Zwei Rote Brüllaffen in Salzburg eingezogen
Die neuen Bewohner des Zoo Salzburg werden eher als ruhige Zeitgenossen beschrieben, auch wenn sie für ihre namensgebende Stimmgewalt bekannt sind. Tatsächlich sind die hoch in den Bäumen im nördlichen Südamerika lebenden Roten Brüllaffen zwar tagaktiv, dabei ist aktiv jedoch nicht wörtlich zu nehmen. Sie ruhen sich nämlich viel aus und dösen vor sich hin. Da allein die Verdauung von Blättern – ihrer bevorzugten Nahrung – enorm energiezehrend ist, wird mit der kostbaren Ressource sorgsam umgegangen. „Unsere vor einer Woche angekommenen Roten Brüllaffen verhalten sich tatsächlich noch sehr zurückhaltend und erkunden ganz vorsichtig ihre neue Umgebung“, erzählt Geschäftsführerin Sabine Grebner. Grundsätzlich setzen die zur Familie der Klammerschwanzaffen gehörenden Primaten ihre Laute nur zur Abgrenzung ihres Territoriums sowie bei Begegnungen mit anderen Gruppen ein. Das heißt aber auch, dass der vierjährige Maurice und die fünfjährige Matthea beim Kennenlernen ihrer Mitbewohner schon mal von ihrem Stimmumfang Gebrauch machen könnten. „Die im Tierpark Berlin geborenen und noch nicht geschlechtsreifen Affen sollen in den kommenden Wochen mit unseren Gehaubten Kapuzineraffen vergesellschaftet werden, um sich dann in Co-Haltung deren Anlage zu teilen. Diese Haltungsform kennen sie bereits. In ihrem alten Zuhause lebten sie mit Gelbbrustkapuzineraffen zusammen“, erklärt Kuratorin Lisa Sernow. Übrigens hat ihr lautes Konzert, an dem sich Männchen und Weibchen gleichsam beteiligen, auch einen cleveren Hintergrund. Auf diese Weise sparen sie sich energieaufwendige, körperliche Auseinandersetzungen. Darüber hinaus ist es sehr spannend zu sehen, wie geschickt die Roten Brüllaffen klettern können. Bei ihren beinahe spinnenartig anmutenden Bewegungen nutzen sie ihren kräftigen und langen Greifschwanz als fünfte Extremität. Nicht selten hängen die schlanken Primaten mit dem auffällig roten Fell sogar kopfüber nach unten, während der an der Unterseite unbehaarte Schwanz ihr ganzes Körpergewicht hält. Ab dem morgigen Mittwoch können die beiden neuen Bewohner des Zoo Salzburg ab etwa 10:30 Uhr auf der Innenanlage des Südamerikahauses beobachtet werden. Obwohl selbst als „nicht gefährdet“ eingestuft, eignen sich Rote Brüllaffen hervorragend als Botschafter für den Schutz eines schwindenden Lebensraums: der südamerikanischen Wälder. In Österreich ist der Zoo Salzburg der einzige Zoo, der Rote Brüllaffen hält.

