Zoopresseschau

Zoo Dresden 13.11.2020
Flamingo-Umzug im Zoo Dresden
Wie trägt man eigentlich einen Flamingo? Gestern konnten dies die Auszubildenden des Zoo Dresden ausgiebig üben, denn da ging es für die insgesamt 76Kubaflamingosin das neugebaute Winterhaus in der begehbaren Flamingovoliere. Dabei war alles genau getaktet und durchgeplant: Bereits am Mittwochwurden die Flamingos in ihr bisheriges Winterhaus geleitet. Donnerstag ab7:30Uhr begannen die beiden Tierpflegerinnen Kerstin Kunadt und Heike Thiergen die Flamingos einzeln nach draußen zu holen, wo sie jeweils einem Auszubildenden sprichwörtlich unter den Armgeklemmt wurden. Dann ging es an den Pelikanen vorbei am Entenkanalentlang, bis die Flamingos an einer aufgebauten Untersuchungsstation neben der neuen Flamingovoliere ankamen. Hier wurde die Gelegenheit genutzt, die Tiere gründlich zu kontrollieren und zu begutachten. So wurden alle relevanten Daten erfasst und der allgemeine Gesundheitszustand der Flamingos bewertet. Zudem erhielten alle Tiere eine Wurmkur und die Jungvögel ihre Artenschutztransponder. Auch die Füße der Flamingos wurden fotografiert, umso Rückschlüsse auf etwaige Veränderungen, die sich dank des weicheren Gummibodens im neuen Flamingo-Haus ergeben, ziehen zu können. Nach dem Check-up wurden die Tiere in das neue Hausgebracht. Dort wirkt die Flamingogruppe, zumindest im Vergleich zum bisherigen Haus, fast ein wenig verloren. Das neue Haus bietet den Tieren deutlich mehr Platz und verfügt über ein viel größeres, integriertes Wasserbecken. Gegen 11Uhr war die Umzugsaktion erfolgreich abgeschlossen. Die Flamingos bleiben zur Eingewöhnung die nächsten Tage in dem neuen Winterhaus. Währenddessen gehen die Rest-Arbeiten im Außenbereich weiter. Die Außennetze müssen noch vollständig geschlossen und der Stromzaun komplementiert werden. Dann steht einer Eröffnung, mit hoffentlich wieder Besuchern im Zoo, nichts mehr im Weg.

Zoo Landau in der Pfalz 13.11.2020
Die Weihnachtszeit beginnt im Zoo Landau in der Pfalz dieses Jahr früher!
Jahreskarten-Rabattaktion bereits ab 16. November–Zooschule bietet Erlebnisgutscheine für Kinder und Erwachsene an–Tolle Geschenkideen im Zoo-Shop – In diesem Jahr ist alles etwas anders. Zwar wird der Zoo Landau die Pforten für seine Gäste aufgrund der aktuell gültigen Corona-Verordnung des Landes bis voraussichtlich 30. November nicht öffnen dürfen, doch Zoofreunde haben dennoch die Gelegenheit, den Zoo in diesen schweren Zeiten zu unterstützen.AbMontag,16. November, öffnet der Zoo-Shop montags bis samstags von 10 bis 16 Uhr, selbstverständlich unter Einhaltung der aktuell geltenden Hygiene-Vorschriften für den Einzelhandel. Im Zoo-Shop finden die Gäste ein breites Sortiment an tierisch-tollen Artikeln. Kommen Sie gerne zum Stöbern vorbei, um einem Zoofan mit einem Zoo-Geschenk-Paket eine Freude zu machen! Teil eines solchen Pakets könnte z.B. ein Gutschein für eine der zahlreichen Veranstaltungen der Zooschule sein, wie z.B.für Kindergeburtstage, Zooschulunterricht, Ferienbetreuung und Erlebnisführungen für Erwachsene und Familien. „Zoobesuch statt Krawatte“ wird es auch in diesem Jahr wieder heißen –und das bereits ebenfalls schon ab 16. November. Bei der alljährlichen Weihnachts-Rabattaktion bietet der Zoo Einzeljahreskarten für Erwachsene, Rentner Begünstigte, Kinder und Hunde mit jeweils 5 Euro Rabatt an. Immer wieder ein schönes Geschenk für Jung und Alt! Sollte der Zoo auch zu Beginn des neuen Jahrs Corona-bedingt phasenweise nicht geöffnet sein, wird die Gültigkeit einer jetzt erworbenen Jahreskarte selbstverständlich angepasst. Wer den Zoo unterstützen und einem Tierfan eine Freude machen möchte, der liegt sicherlich mit der Übernahme einer Patenschaft für eines der über 800 Tiere des Zoo Landau richtig. Dies ist bereits ab einem Jahresbeitrag von 20 Euro möglich. Vom Doktorfisch bis zum Dromedar freuen sich die Zootiere über weitere Paten, die eine schöne Urkunde und darüber hinaus einmal jährlich eine Einladung zu einer exklusiven Zooführung mit Zoodirektor Dr. Heckel erhalten. Die aktuelle Tierpatenliste und ein Antragsformular sind auf der Homepage des Freundeskreises Zoo Landau e.V. (www.zoofreunde-landau.de)zu finden. Entsprechende Formulare sind aber auch an der Zookasse erhältlich. Auskünfte dazu erteilt die Zooverwaltung gerne unter Tel. 06341/137011 (wochentags 8-12 Uhr).Das Zoo-Team freut sich auf Ihren Besuch im Zoo-Shop und wünscht schon jetzt eine schöne Adventszeit!

Erlebnis-Zoo Hannover 13.11.2020
Das Geheimnis im Beutel. Nacktnasenwombat-Weibchen Maya im Erlebnis-Zoo Hannover erwartet zum ersten Mal Nachwuchs
Die Tierpfleger vom australischen Outback im Erlebnis-Zoo Hannover haben tolle Neuigkeiten: Wenn sie das Tasmanische Nacktnasenwombat-Weibchen Maya bei ihren Erkundungstouren genau beobachten, entdecken sie inzwischen auch äußerlich einen Hinweis auf den Schatz, den Maya im Beutel trägt! Ganz unten an ihrem Bauch, zwischen den Hinterbeinen meist gut versteckt, ist am Beutel eine kleine Ausbeulung mit großer Bedeutung zu erkennen: Das Wombat-Weibchen erwartet zum ersten Mal Nachwuchs! Eine Trächtigkeit bei Beuteltieren bleibt meist vorerst ein gut gehütetes Geheimnis. Das Jungtier ist bei der Geburt nur etwa so groß wie ein Gummibärchen. Entlang einer Speichelspur klettert der winzige Nachwuchs, noch nackt und blind, in den Beutel der Mutter und saugt sich an einer Zitze fest. Normalerweise lassen sich erst nach einigen Monaten Hinweise auf den Nachwuchs erkennen, wenn der Beutel immer größer wird und irgendwann auch Bewegungen im Inneren zu sehen sind. Bei Nacktnasenwombat Maya war es daher ein großer Zufall, dass die Tierpfleger bereits im Sommer ein winziges Jungtier bei einem Routine-Check-Up im Beutel entdeckten und damit ihr Geheimnis lüfteten. Seitdem gönnen sie der jungen Mutter viel Ruhe, locken sie nur ab und zu mit Leckereien auf die Waage. „Wenn Maya stetig zunimmt, ist das ein gutes Zeichen, dass das Jungtier wächst und sich weiter entwickelt“, erklärt Tierpflegerin Sylvia Nietfeld. Und berichtet zufrieden: „Seit Juli bringt Maya fast zwei Kilogramm mehr auf die Waage. Da ist das Jungtier mit Sicherheit dran beteiligt!“ Besonderer Beutel Bis sich der Nachwuchs zum ersten Mal zeigt, wird es aber noch etwas dauern. Voraussichtlich zwischen Ende Dezember und Anfang Januar könnte das Jungtier die Nase erstmals aus dem Beutel herausstrecken – übrigens in Richtung des Hinterteils seiner Mutter. Der Beutel eines Wombats ist nach unten geöffnet, anders als zum Beispiel bei Kängurus. Da die Plumpbeutler sich auf vier Beinen fortbewegen und mit den Vorderfüßen ihre Höhlen graben, ist es von Vorteil, wenn der Beutel nach hinten geöffnet ist – so gelangt keine Erde hinein. Hintergrund: Das zweijährige Tasmanische Nacktnasenwombat-Weibchen Maya kam im Dezember 2019 aus dem Zoo Budapest in den Erlebnis-Zoo. Dort traf sie auf das vierjährige Männchen Kelly aus Kopenhagen. Die beiden verstanden sich nach einer kurzen Kennenlernphase sehr gut, teilten schon bald die Schlafhöhle miteinander. Das Jungtier ist für beide der erste Nachwuchs. Das letzte Jungtier bei den Nacktnasenwombats im Erlebnis-Zoo kam 1993 zur Welt. Die Trächtigkeit bei Nacktnasenwombats beträgt etwa 22 Tage. Danach verbringt das Jungtier noch etwa sechs bis sieben Monate im Beutel der Mutter. Tasmanische Nacktnasenwombats sind die kleinere Unterart der Nacktnasenwombats. Maya und Kelly sind die einzigen Vertreter ihrer Unterart in ganz Deutschland! Steckbrief: Tasmanischer Nacktnasenwombat (Vombatus Ursinus Tasmanienses), Herkunft: Australien (Tasmanien), Feucht- und Trockenwälder, Nahrung: Gräser, Kräuter, Pilze, Wurzeln, Größe: 70 bis 115 cm lang, Gewicht: 22 bis 39 kg, Erreichbares Alter: bis 26 Jahre in menschlicher Obhut, Tragzeit: 22 Tage + 6 bis 7 Monate Beuteltragezeit, Geburtsgewicht 2 Gramm +++ Aufgrund der aktuellen Entwicklung im Corona-Geschehen muss auch der Erlebnis-Zoo vom 2.-30. November auf Erlass der niedersächsischen Landesregierung erneut schließen. Das Team des Erlebnis-Zoo ist derweil vor Ort, versorgt die Tiere liebevoll und macht den Zoo für das Wiedersehen im Dezember noch schöner! Das Team des Erlebnis-Zoo freut sich über jeden, der den Zoo in dieser schwierigen Zeit unterstützen möchte durch den Kauf einer Jahreskarte, mit einer Spende oder auch der Übernahme einer Tierpatenschaft. +++

Tierpark Gotha 13.11.2020
Zwergotter-Nachwuchs im Tierpark Gotha – Flauschige Otterfamilie geht auf der Außenanlage auf Erkundungstour
Seit dem 27. September 2020 hat der Tierpark Gotha wieder Nachwuchs bei den Zwergottern. Bereits im September 2019 wurde die Otterfamilie um drei Jungtiere reicher und auch in diesem Jahr konnten sich die Tierpfleger über vier neugeborene Otter freuen. Bisher versteckten sich diese noch wohlbehütet von ihren Eltern in einer Kiste im Innengehege und unter einem Baumstamm auf der Außenanlage. Mittlerweile sind ihre Augen jedoch geöffnet, sie werden mit jedem Tag mutiger und setzen die ersten Schritte auf die Außenanlage. Trotz der derzeit geschlossenen Innenanlagen können die Besucher sie dort mit etwas Glück und Geduld beobachten. Zwergotter, die aufgrund ihrer sehr kurzen Krallen auch Kurzkrallenotter (Aonyx cinerea) genannt werden, bewohnen Feuchtgebiete an Flüssen und Flussmündungen in Südostasien und Indien. Sie sind gesellige Raubtiere und gehören zur Familie der Marder. Durch die kurzen Krallen und zurückgebildeten Schwimmhäute an den Vorderfüßen ist eine hohe Beweglichkeit der Finger möglich, mit denen sie im Sand und Schlamm nach Krebstieren und kleinen Wirbeltieren suchen. Gelegentlich essen sie auch Fisch. Der Tierpark Gotha befindet sich am Töpfleber Weg 2 in 99867 Gotha und hat in der Winterzeit täglich von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass ist 45 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten. Der Eintritt in den Tierpark kostet 6,00 €, ermäßigt 4,00 €. Weitere Informationen zum Tierpark sind unter www.tierpark-gotha.de zu finden.

Thüringer Zoopark Erfurt 13.11.2020
Magische Lichternächte – Abendspaziergang im Thüringer Zoopark Erfurt
Außergewöhnliche Lichter bringen den Thüringer Zoopark Erfurt ab dem 23. November 2020 zum Leuchten. Bis zum 14. Februar können alle Besucher in eine magische Welt aus farbenfrohen Lichtern und brillanten Projektionen eintauchen. Dafür öffnet der Zoopark jeden Abend erneut seine Pforten und lädt alle Besucher zum Staunen und Flanieren ein. Lebensgroße Skulpturen und strahlende Projektionen! Im Zoopark verteilt warten lebensgroße Tier-Skulpturen des Erfurter Farb- und Metall-Künstlers Michael Ritzmann auf die Gäste. Ritzmann, der schon auf zahlreichen Ausstellungen von Erfurt über Berlin und Tokio vertreten war, ist erfreut Teil der Lichternächte zu sein. „Als Erfurter kenne ich den Zoo schon seit meiner Kindheit. Für mich ist es eine große Ehre 30 Jahre später selbst die Kinder zum Staunen zu bringen.“ Zum Leben erweckt werden die Werke des Künstlers durch eine besondere Video-Mapping-Technologie. Unterstützt wird der Zoopark hier von Lotus Lumina. Die Lichtkünstler mit Sitz im Zughafen haben es schon fast um die ganze Welt geschafft und Künstler wie Paul Kalkbrenner oder Clueso ins richtige Licht gesetzt. Diesmal, zwar weniger berühmt dafür aber viel größer, wird der Zoopark durch die Profis eindrucksvoll in buntes Licht gehüllt. Ab auf die Kufen! Um die Lichternächte herum gibt es einiges zu Entdecken und Erleben im Thüringer Zoopark Erfurt. So entsteht am alten Elefantenhaus eine einzigartige Eislaufbahn für Groß und Klein. Und das sogar umsonst – lediglich die Schuhe muss man sich ausleihen. Am Eingang gibt es außerdem die Möglichkeit an einer spannenden Lichter-Rallye teilzunehmen und anschließend tolle Preise zu gewinnen. Eintauchen, entspannen, verzaubern lassen! Die magischen Lichternächte im Thüringer Zoopark Erfurt können bis zum 14. Februar 2021 besucht werden. Bei einem Eintrittspreis von 5 Euro pro Person lässt sich wunderbar durch einen spektakulär beleuchteten Zoopark schlendern. Die Lichternächte sind sonntags bis donnerstags von 17 bis 20 Uhr geöffnet, freitags und samstags von 17 bis 21 Uhr. Lediglich am 24. und 31. Dezember bleiben die Türen geschlossen. Allgemeine Informationen: Der Thüringer Zoopark Erfurt öffnet seine Türen für die Magischen Lichternächte erneut ab 17 Uhr. Die Jahreskarten können für dieses Erlebnis nicht genutzt werden, da es sich um ein besonderes Besucherangebot nach den regulären Öffnungszeiten des Thüringer Zoopark Erfurt handelt. Inhaber der Jahreskarte erhalten 10% Nachlass auf die Tickets für die Magischen Lichternächte!
Corona Update: 12.11.2020: Unter neuen Auflagen müssen wir den Start der „Magischen Lichternächte“ auf Montag, den 23. November verschieben. Außerdem dürfen wir unseren Besuchern vorläufig kein gastronomisches Angebot bieten. Auch die Feuer- und Lichtershows an den Samstagen sind vorerst gestrichen.

Zoo Osnabrück 12.11.2020
Natur verbindet, Natur hilft – Zoo Osnabrück unterstützt Kinder in Argentinien – Neues Projekt sammelt Spenden für Kinderheim und Zoo
Unter dem Titel „Natur verbindet, Natur hilft – Zoo Osnabrück unterstützt Kinder in Argentinien“ verbirgt sich ein besonderes Projekt: Per Live-Videokonferenz lernen argentinische Kinder in einem Kinderheim die Osnabrücker Zootiere kennen und lieben. So möchten die Verantwortlichen den Kindern in der schweren Zeit helfen und gleichzeitig Spenden für sie, das Kinderheim und den zurzeit geschlossenen Zoo sammeln. „Das Maria Luisen Kinderheim in der Nähe von Buenos Aires gibt jährlich etwa 40 Kindern ein Zuhause, die Gewalt oder Missbrauch erfahren haben. Da ich selbst erfahren habe, was derartige Erlebnisse der Kinderseele antun, weiß ich gleichzeitig, wie wichtig Natur und Tiere im Heilungsprozess sind – deswegen unterstützen wir dieses Projekt“, berichtet John McGurk, Mitarbeiter im Zoo Osnabrück und zuständig für Charityprojekte. Im Rahmen des Projekts lernen die Kinder in Argentinien über eine Live-Internetverbindung die Tiere des Osnabrücker Zoos kennen. So landen sie per Kamera und Computer quasi im Gehege der Tiere, sprechen mit den Tierpflegern vor Ort, begleiten eine Fütterung bei den Capybaras oder Tapiren und können Fragen stellen. Die Pädagogen im Kinderheim bereiten den virtuellen Zooausflug mit den Kindern vor. „Bei unserem ersten Test konnten die Kinder Tierpflegerin Sabine Springmeier zu den Capybaras interviewen – haben sie Stacheln, wie alt werden sie, wer ist hier Mama und Papa, wollten die Kinder wissen. Zusätzlich haben sie John und Sabine ein bisschen Spanisch beigebracht“, erzählt Cristina Arheit, Vorstandsvorsitzende des Hogar Maria Luisa, wie das Kinderheim auf Spanisch heißt. „Für die Kinder ist das natürlich ein ganz besonderes Highlight, bei dem sie nicht nur viel lernen werden, sondern das ihnen auch ganz besonders in Erinnerung bleibt. So erhalten sie neues Wissen, Lebensfreude und Selbstvertrauen.“ Im zweiten Treffen ging es heute in das Gehege der Flachlandtapire, drei weitere virtuelle Ausflüge sind geplant. Wer spendet für einen Ausflug in die Natur? Doch dabei bleibt es nicht: „Wir wollen mit der besonderen Aktion auch auf das Kinderheim aufmerksam machen. Durch Corona sind der Einrichtung viele Einnahmen weggebrochen und gleichzeitig müssen an Corona erkrankte Kinder versorgt werden. Der Zoo ruft deswegen zu Spenden auf“, so McGurk. „Wer spendet, tut doppelt Gutes: Die eine Hälfte fließt in das Kinderheim, die andere Hälfte geht an den Zoo Osnabrück. Dieser muss zurzeit wegen Corona geschlossen bleiben, sodass ihm die Eintrittsgelder zur Versorgung der Tiere fehlen.“ Allein diese kostet in den Wintermonaten rund 400.000 Euro. Das Kinderheim möchte mit den Spenden seine Ausstattung für die Kinder verbessern und ein besonderes Herzensprojekt realisieren: Einen Ausflug in den Biopark Temaiken, wo die Kinder typische südamerikanische Tierarten wie Tapire, Mähnenwölfe, Capybaras und Flamingos besuchen können – ein Erlebnis, dass ihnen bei der Verarbeitung von traumatischen Erfahrungen helfen kann. „Natur und Tiere können uns Menschen heilen. Sie haben eine so beruhigende und erfüllende Wirkung auf uns. Das verschafft uns Ruhe, Frieden und auch Motivation“, so der Zoomitarbeiter. „Wir hoffen, dass gerade zur Weihnachts- und Coronazeit viele Menschen für diese besondere Aktion spenden, um den Kindern in Argentinien Freude zu schenken.“ Glückwünsche der deutschen Botschaft in Argentinien – Auch die Vertreter der deutschen Botschaft in Argentinien begrüßen das besondere Projekt, denn auch ihnen liegt das Kinderheim sehr am Herzen: „Die Corona Pandemie verlangt uns allen viel ab: weltweit, in Deutschland, in Argentinien und natürlich auch dem Maria Luisen Kinderheim. Gerade in diesem Kontext freuen wir uns, dass sich für dieses Projekt zwei Partner gefunden haben, die gemeinsam kreative Brücken zwischen Deutschland und Argentinien bauen. In Zeiten, in denen Nationalismus und Protektionismus wachsen und erstarken, sind solche auf Solidarität gefußten Projekte wichtiger denn je und tragen dazu bei Brücken zu bauen. Wir wünschen der Initiative von ganzem Herzen viel Erfolg“, so die Botschaft in einem offiziellen Statement. Den Kontakt zwischen Zoo und Kinderheim hergestellt hatte Nancy Plaßmann, Beiratsvorsitzende der Zoo Osnabrück gGmbH, die das Kinderheim bei einer Argentinienreise vor drei Jahren durch die Ausländische Handelskammer kennengelernt hatte. Wer das Kinderheim und den Zoo unterstützen möchte, kann seine Spende über die Homepage des Zoos (https://www.zoo-osnabrueck.de/unterstuetzen/naturhilft ) oder per Überweisung an den Zoo Osnabrück tätigen. Dieser überweist den Anteil für das Kinderheim an den zuständigen Förderverein in Deutschland. Spendenquittungen sind möglich. Spendenkonto Zoo Osnabrück, IBAN: DE67 2655 0105 0000 0600 95, BIC: NOLADE22XXX, Sparkasse Osnabrück, Verwendungszweck: Natur verbindet, Natur hilft

Zoo Köln 12.11.2020
Besuch im Kölner Zoo: So geht’s den Tieren im Lockdown
Der Kölner Zoo ist einer der vielfältigsten in ganz Europa. Mehr als 10.000 Tiere aus rund 850 Arten leben hier. Seit Anfang November hat sich ihr gewohntes Zoo-Umfeld geändert. Die Besucher, die für in Zoos geborene Tiere zur Normalität gehören, fehlen aufgrund des neuerlichen Lockdowns. Bei einem Rundgang zu verschiedenen Tieren erklärten die Zoo-Verantwortlichen heute, ob es Änderungen im Verhalten von Ameisenbär, Zebra & Co. gibt – und, falls ja, wie sich diese äußern. Bei den Erdmännchen beobachten die Biologen des Zoos verstärktes Ausschau halten der sogenannten „Wächter“. Immer ein Tier der Gruppe ist im Schichtdienst eingesetzt, um die Gruppe vor Angreifern aus der Luft oder vom Erdboden aus warnen zu können. Momentan halten oftmals gleich mehrere Tiere Ausschau – was der für die Erdmännchen aktuell ungewohnten Situation geschuldet sein kann. Die vier Netzgiraffen sind „kleine“ Promis im Zoo. Vor ihrer Anlage stehen in der Regel viele Gäste. Momentan scheint ihnen diese Aufmerksamkeit zu fehlen. Jedem der wenigen Menschen aus Tierpflege, Zoo-Gärtnerei oder Werkstatt, die momentan vorbeikommen, schauen sie länger nach und recken ihre Hälse – ein Verhalten, dass die Giraffen in dieser Form sonst nicht an den Tag legen. Aufmerksame Beobachter sind auch die Kalifornischen Seelöwen. Die von Haus aus neugierig- verspielten Tiere belohnen jeden, der ihrer Anlage aktuell nahe kommt, mit spontanen Schwimmeinlagen und Bauchrutschern. Auch sie scheinen die Interaktion mit den Gästen zu vermissen. Der Zoo trainiert die Seelöwen in normalen Zeiten bei den täglichen Fütterungs-Shows vor den Augen der Besucher. Die Tierpfleger führen dieses Beschäftigungsprogramm auch nun, da der Zoo geschlossen ist, regelmäßig durch. Das Konzipieren und Durchführen verhaltensgerechter Beschäftigungsprogramme zählt heute zu den Kernaufgaben moderner Zoos. Der Kölner Zoo legt darauf schon lange Wert. Die Beschäftigungsprogramme, auch Enrichment genannt, sind von Tierart zu Tierart unterschiedlich. Hier nur einige Beispiele von vielen: • Das Futter für die Amurtiger wird im Kölner Zoo in Säcken auf der Anlage versteckt, die die Tiere finden und öffnen müssen, oder an einem Futterbaum drapiert, den die Katzen erklimmen. • Bei Leoparden und Löwen werden Duftstoffe auf der Anlage verteilt, die die Jagdinstinkte schärfen. • Die Bären-Tierpfleger streichen regelmäßig Apfelmus und Nuss-Nougat-Creme in die Felspalten der Anlage, um die Riechsinne und Kletterkünste der Bären fit zu halten. • Bei den Elefanten steht jeden Morgen das sogenannte „Medical Training“ an. Dabei werden die Tiere zunächst in ihre Boxen geholt. Durch positive Verstärkung – ein Pfiff und Belohnung mit Futter – werden sie dann dazu gebracht, Fuß, Kopf, Ohr oder Hinterteil auf einen Bambusstab hin auszurichten. Auf diese Weise können die Zoo-Mitarbeiter die aufwendige Fußpflege durchführen, Blut abnehmen oder Salben und Infusionen verabreichen. Mit hoch aufgehängten Futtertonnen bringen die Pfleger die Elefanten z.B. außerdem dazu, den Rüssel über Kopf einzusetzen und damit zu kräftigen. Auf der Außenanlage werden regelmäßig Äpfel und Möhren im Sand versteckt, die die Dickhäuter erriechen und ertasten müssen.

Tierpark Hellabrunn München 11.11.2020
Große Freude in Hellabrunn – Elefantendame Temi ist erneut Mutter!
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch war es endlich soweit: Elefantenkuh Temi gebar nach exakt 652 Tagen Trächtigkeit ein gesundes Elefantenkälbchen namens „Otto“. Der kleine Bulle brauchte nach Einsetzen der ersten Wehen etwa sechs Stunden, bis er das Licht des Hellabrunner Elefantenhauses erblickte. Mutter Temi lebt seit 2006 in München und brachte bereits vor 9 Jahren den Bullen Ludwig zur Welt. Vater Gajendra war 2017 in die Hellabrunner Elefantenherde zurückgekommen. Nach ersten Beobachtungen sind Mutter und Elefantenbaby wohlauf. Tierparkdirektor Rasem Baban freut sich über die gut verlaufene Geburt: „Es ist schön zu sehen, dass es Mutter und Jungtier kurz nach der Geburt gut geht. Jetzt geben wir unserer Elefantenherde Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen.“ Seit 2017 leben die Hellabrunner Elefanten im sogenannten geschützten Kontakt. Daher verlief auch die Geburt ohne direkten Kontakt seitens der Tierpfleger oder Tierärzte und eine Erstuntersuchung kann erst sehr viel später erfolgen. Jetzt steht erst mal die Eingewöhnung von „Mutter und Kind“ in der Hellabrunner Elefantengruppe an: Die beiden sogenannten Tanten, Panang und Mangala, werden den Zuwachs sicherlich mit Fürsorge und Neugier begleiten. Weitere Bilder und Berichte über die erste Zeit des kleinen Otto mit seiner Mutter werden wir in den nächsten Tagen kommunizieren. Zudem erfährt man am kommenden Freitag in unserer neuesten Podcast-Episode noch mehr Hintergrundinformationen von unseren Tierpflegern, die bei der Geburt dabei waren: www.hellabrunn.de/podcast . Die Namensgebung für das Elefantenkälbchen geht in diesem Fall ausnahmsweise nicht nach dem alphabetischen System Hellabrunns – in 2020 wäre für im Tierpark geborene Jungtiere der Anfangsbuchstabe „U“ vorgesehen. Dem Namen liegt der letzte Wunsch einer Erblasserin zugunsten des Tierparks zugrunde, dem Hellabrunn mit dieser Patenschaftszusage samt abweichender Namensgebung nachkommt.

Zoo Frankfurt am Main 11.11.2020
Nachwuchs bei den Westlichen Flachlandgorillas
Der Zoo und das Menschenaffenhaus Borgori-Wald sind zwar wegen der Corona-Pandemie zurzeit für Besucherinnen und Besucher geschlossen, aber das Familienleben bei Gorilla, Orang-Utan & Co. geht dennoch seinen gewohnten – zu Weilen auch seinen besonderen – Gang. So hat es Anfang September Nachwuchs bei den Flachlandgorillas gegeben. Der kleine ARCO wurde am 7. September geboren. Er ist das vierte Jungtier der 16-jährigen SHIRA, die eine routinierte und entspannte Mutter ist. Vater ist Silberrücken VIATU (geboren 1998). „Über die Nachricht, dass in unserem Zoo ein Gorilla-Jungtier zur Welt gekommen ist, habe ich mich gerade in diesen Zeiten sehr gefreut. Es ist wirklich schade, dass man den kleinen ARCO zurzeit wegen der Corona-Pandemie nicht besuchen kann“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Gorilla-Jungtiere haben eine vergleichsweise lange Kindheit und Jugend. Männliche Tiere verlassen erst mit etwa acht bis neun Jahren die Gruppe. Ich bin daher absolut zuversichtlich, dass wir ARCO aufwachsen sehen können.“ Die ersten Monate verbringen Gorilla-Jungtiere ganz nah bei ihrer Mutter, lange werden sie eng am Körper getragen. Mit etwa acht Wochen kann ARCO bereits auf dem Rücken seiner Mutter reiten und hat dadurch einen guten Überblick über sein Gehege und die Artgenossen. „ARCO ist aufmerksam und munter, interessiert sich für die anderen Gruppenmitglieder und schaut sie aufmerksam an. Wer sich ihm nähern darf, wird aber noch von Mutter SHIRA bestimmt, die ihren Nachwuchs beschützt und die neugierige Verwandtschaft auch mal auf Abstand hält“, erzählt Zoodirektor Dr. Miguel Casares. Gorilla-Jungtiere werden drei bis vier Jahre lang von ihrer Mutter gesäugt. Nach etwa sechs Monaten beginnen sie, auch pflanzliche Nahrung zu fressen. Gorillas ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Blättern und Knospen. Auffällig an ARCO sind seine langen Augenbrauen, die ihm einen freundlichen Gesichtsausdruck verleihen. Die gleichen Augenbrauen hat auch seine große Schwester WELA (geboren 2016). Westliche Flachlandgorillas leben in kleinen Haremsgruppen von bis zu 20 Tieren. Ein dominantes Männchen führt die Gruppe an, in der neben einigen Weibchen auch Jungtiere verschiedener Altersgruppen zu finden sind. „Wir hoffen, dass ARCO eines Tages seinen eigenen Beitrag zum Erhalt dieser hochbedrohten Tierart leisten kann, zumal der Frankfurter Zoo das Internationale Zuchtbuch (ISB) für die Westlichen Flachlandgorillas führt“, so Casares. Der Bestand der Westlichen Flachland-Gorillas (Gorilla gorilla gorilla) in ihrem natürlichen Lebensraum ist durch Besiedlung und Rodung der Urwälder stark bedroht. Insbesondere im östlichen Kongogebiet ist die Zahl der Gorillas stark zurückgegangen. Der rote Liste-Status diese imposanten Tiere ist laut IUCN „vom Aussterben bedroht“.

Tiergarten Worms 11.11.2020
Mach‘s gut, Artus! Kaltblutpferd des Tiergarten Worms verstorben
Es ist kaum in Worte zu fassen, wie sehr der Tod des Kaltblutpferdes Artus bewegt. „Wir müssen uns nach über zwei Jahrzehnten von einem wahren Urgestein des Tiergartens verabschieden und es fällt uns unendlich schwer“, so Tiergarten Worms gGmbH und Freundeskreis Tiergarten Worms e.V. gemeinsam. „Du hast uns und Millionen Besucher fasziniert.“ Mit seinem stattlichem Alter von 28 Jahren musste der Tiergarten Worms eines seiner bekanntesten Tiere gehen lassen: der Pfalz-Ardenner Artus wurde aufgrund seiner zunehmenden Altersbeschwerden eingeschläfert. Mit seiner großen Statur mit einem Stockmaß von knapp 1,60 Meter war er in der Herde schon von Weitem leicht auszumachen und bestach alle mit seinem gutmütigen Charakter: „Artus war ein so liebes und ausgeglichenes Tier, bis zuletzt blieb er stets freundlich und das zu wirklich Jedem. Seine imposante Erscheinung täuschte so manchen darüber hinweg, dass er einen so weichen und guten Kern hatte“, so Revierleiterin des Bauernhofes Jennifer Natusch. Im Sommer 1997 zog Artus feierlich in den Tiergarten Worms ein. Gemeinsam mit zwei Stuten bezog er den neuen Pferdestall, der als erstes Großprojekt vom Freundeskreis gebaut und finanziert wurde. Artus führte somit die erste Kaltblut-Herde überhaupt an, die jemals im Tiergarten lebte und war selbst auch ein Geschenk des Freundeskreises an den Tiergarten. Artus gehörte der Rasse der Pfalz-Ardenner an, eine sehr seltene, vom Aussterben bedrohte Haustierrasse, gezüchtet für schwere Feld- und Forstarbeiten. Die Verbindung des Freundeskreises zu Artus blieb über all die Jahrzehnte eine ganz besondere. Im Galopp eroberte er die Herzen und avancierte zum Wappentier des Vereins, dessen langjähriger Geschäftsführer und heutiger 2. Vorsitzender Jochen Schwartner es sich nicht nehmen ließ, die Patenschaft für ihn über all die Jahre zu übernehmen. „Unsere und Artus Geschichte sind eng miteinander verwoben, er wurde zum Gesicht unseres Vereins, sein Konterfei prangt von allen Flyern und das wird auch in Zukunft, als Erinnerung an Artus, so bleiben“, beschreibt Achim Herb, 1. Vorsitzender des Freundeskreises die wichtige Rolle des Kaltblutpferdes für den Verein. Artus führte ein öffentliches Leben im Tiergarten und war auch durch seine Arbeitseinsätze vor der Kutsche oder beim Bäumerücken im Wäldchen stadtbekannt. Unvergessen bleibt sein Auftritt beim Backfischfestumzug 1997, dort zog er die Kutsche des damaligen Oberbürgermeisters Gernot Fischer geführt vom ehemaligen Tiergartenmitarbeiter, Siegfried Gomer, Revier Bauernhof, und dem damaligen Tiergartenleiter Ernst Jockers. Der Wallach wüsste sicher so manche Geschichte zu erzählen, zwanzig Jahre sind eine lange Zeit. Dass das Tier überhaupt so alt wurde grenzt an ein kleines Wunder, im Durchschnitt werden Pferde seines Kalibers 18 bis 20 Jahre alt. In den letzten Jahren erfuhr Artus daher etwas mehr Aufmerksamkeit und Pflege. Weniger beweglich für die eigene Fellpflege, sprangen hier die Tierpfleger ein, um vor allem beim Fellwechsel kräftig zu unterstützen. So schwer es ihm fiel, das alte Winterfell abzuwerfen, so viel Kraft kostet es im Herbst neues wachsen zu lassen. Deshalb konnte man Artus an sehr kalten oder ungemütlichen Wintertagen auch mal mit seinem Wintermantel auf der Anlage dösen sehen. Auch bei der Fütterung kamen ihm mineralstoffreiche Extraportionen zuteil. Artus liebte immer wiederkehrende Rituale, die waren ihm wichtig. Wenig Verständnis brachte er auf, wenn das Mittagessen nicht minutiös genau geliefert wurde. Dann scharrt er ungeduldig mit den Hufen und hielt nach den Tierpflegern Ausschau. Und als wahrer Genießer wollte er bitte auch nicht bei seinem Sonnenbad gestört werden. Von der grundsätzlich freundlichen Art des sanften Riesen, profitierten auch die Auszubildenden des Tiergartens: Halfter an- und ausziehen, Hufe auskratzen und die Anatomie der Pferde konnten gerne geübt werden. Geduldig ließ er alle gewähren, bis die angehenden Tierpfleger das Halfter richtig eingestellt oder das letzte Steinchen aus den Fugen des riesigen Hufs geholt haben. Bei Führungen stellte er sich gerne zur Verfügung um aus nächster Nähe zu zeigen wie mächtig ein Kaltblut sein kann und bei Kindergeburtstagen stand er im Mittelpunkt, ließ sich füttern und striegeln und von dem Gewusel vieler kleiner Hände nicht aus der Ruhe bringen. Mach‘s gut Artus, Du bleibst uns unvergessen!

Tierpark Cottbus 11.11.2020
Elefantin „Karla“ lebt nicht mehr
Ein trauriger Tag im Tierpark: Unsere Elefantenkuh „Karla“ lebt nicht mehr. Karla war ein besonders freundlicher, ihren Tierpflegerinnen stets zugewandter Elefant und zugleich das älteste Tier im Tierpark. Am 13. Juni 1970 wurde Karla von der Tierhandelsfirma Ruhe an den aufstrebenden, erst vor wenigen Jahren von Klaus Jacob übernommenen Cottbuser Tierpark geliefert – als Spielgefährtin für das bereits im Vorjahr gekommene Elefantenkalb „Sundali“. Karla hat mit 54 Jahren eine für Elefanten hohes Alter erreicht. Wie für alte Asiatische Elefanten nicht unüblich, hatte Karla schon seit längerem mit Fußproblemen zu tun, die aber nicht zuletzt auf Grund des vertrauensvollen Verhältnises zu ihren Tierpflegerinnen stets gut zu behandeln waren. In den letzten Monaten nahmen nun altersbedingte degenerative Fuß- und Knochenveränderungen zu und machten intensive Betreuung notwendig. Die behandelnden Tierärzte und die Cottbuser Elefantenpflegerinnen leisteten diese gerade in den letzten Wochen mit großer Sachkunde und Engagement. Letztlich führte die Behandlung aber nicht zu dem erhofften und dauerhaften Therapieerfolg. Um Karla weitere unnötige Schmerzen zu ersparen, haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, „Karla“ heute einzuschläfern. Bis zur Fertigstellung des neuen Elefantenhauses in 2021 wird „Sundali“ nun einige Monate allein verbringen müssen, da eine Eingewöhnung neuer Elefanten im alten Haus unmöglich ist.

Zoo Basel 11.11.2020
Giraffe im Zoo Basel geboren
Am 4. November ist im Zoo Basel eine Giraffe zur Welt gekommen. Schon seit Tagen hat man die Geburt erwartet. Nun ist die Freude gross, dass Mutter Sophie (9) und das weibliche Jungtier Rohaya wohlauf sind. Rohaya wurde am frühen Abend des 4. November um 16.34 Uhr im Antilopenhaus geboren. Auf die Minute genau eine Stunde später stand sie das erste Mal auf den langen, noch etwas wackeligen Beinen. Vater ist Xamburu (11). Sophie ist eine erfahrene Mutter, und für Sorgen gab es eigentlich keinen Anlass. Doch diesmal dauerte es fast drei Wochen von den ersten Anzeichen, dass bei Sophie eine Geburt bevorstand, bis es endlich so weit war. Dann ging es schnell, und die Kleine rutschte wie bei Giraffen üblich aus zwei Metern Höhe auf die vom Tierpfleger vorbereitete Strohschicht. Das Antilopenhaus wird zurzeit umgebaut, daher sind Mutter und Kind für die Besucher nur zu sehen, wenn sie sich ausserhalb des Hauses aufhalten. Die Wiedereröffnung ist im Dezember geplant. Die Giraffengruppe im Antilopenhaus besteht nun aus insgesamt fünf Tieren. Bedrohte Giraffen-Unterart Im Zoo Basel werden seit 2011 Kordofan-Giraffen gehalten. Im Unterschied zu allen anderen Unterarten haben Kordofan-Giraffen nur kleine und eher unregelmässige Flecken auf der Innenseite der Beine. Sie gelten laut IUCN als stark gefährdet. Der Wildbestand beläuft sich auf nur noch rund 1400 Tiere, mit abnehmender Tendenz. Kordofan-Giraffen kommen im Tschad, im nördlichen Kamerun, in der Zentralafrikanischen Republik und eventuell noch im westlichen Sudan vor. Besonders der Lebensraumverlust, Kriege und die Jagd setzen den Beständen zu. Umso wichtiger ist die Aufgabe von Zoologischen Gärten, genetisch gesunde Populationen zu erhalten. Kordofan-Giraffen sind in Zoos eher selten. Von insgesamt 394 Zoos, die ihre Daten in das ZIMS (Zoological Information Management System) eingeben, halten nur 22 diese Giraffen-Unterart. Das sind 88 Tiere von 2029 in Zoos gehaltenen Giraffen. Deshalb ist die Geburt einer jeden Kordofan-Giraffe wichtig, um den Bestand in Zoos genetisch gesund zu halten. Die in Zoos lebenden Giraffen machen es möglich, den Besucherinnen und Besuchern nahezubringen, dass Giraffen in ihrem natürlichen Lebensraum immer seltener werden. In ganz Afrika leben nur noch rund 68’000 Giraffen.

Thüringer Zoopark Erfurt 11.11.2020
Neues Zuhause für Breitmaulnashorn Numbi Breitmaulnashorn
Numbi aus dem Thüringer Zoopark Erfurt ging am 05.11.2020 per Tieflader auf Reisen nach Augsburg. Da sich die vierfache Mutterkuh mit dem Erfurter Nashornbullen Dino nicht anfreunden wollte, wird nun gehofft, dass sie den Bullen in Augsburg besser leiden kann. Numbi wurde 1996 auf der Sable Ranch in Südafrika geboren und kam 1998 zusammen mit der Nashornkuh Temba in Erfurt an. Für Numbi ist es altersbedingt die letzte Chance, nochmals eigene Kälber zu bekommen. Der Augsburger Bulle Bantu hat sich gleich nach der Ankunft stark für Numbi interessiert. Ein gutes Zeichen. Da im nächsten Jahr eine Generalsanierung der Nashorn-Außenanlage ansteht, wird auch Dino Anfang nächsten Jahres den Thüringer Zoopark Erfurt verlassen. Er darf zukünftig für das Erhaltungszuchtprogramm die Nashorndamen im Zoo Schwerin beglücken. Nach Abschluss der Bauarbeiten im Thüringer Zoopark Erfurt, wird dann ein neuer Nashornbulle eintreffen.

Tierpark Nordhorn 10.11.2020
Unterstützeraktion des Tierpark-Fördervereins „Wir sind Zoo!“ geht in die zweite Runde!
Die erneute behördlich angeordnete Schließung im November ist auch für den Tierpark Nordhorn ein harter Schlag. Deshalb hat der Tierpark Förderverein zusammen mit dem Nordhorner Familienzoo seine Unterstützerkampagne erneuert und wirbt aktiv darum, dem Tierpark in dieser schwierigen Zeit zu helfen. Unter dem Motto „Wir sind Zoo! Gemeinsam mit dem Tierpark!“ wirbt der Förderverein um Spenden, Patenschaften, Mitgliedschaften im Förderverein und weitere Hilfe für den Tierpark. „Wir freuen uns über jede Unterstützung!“ so der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Dietmar Brookmann. „Für jeden ist etwas dabei!“ Auf der Homepage www.tierpark-nordhorn.de sind die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten aufgeführt. Über 2000 Tiere in 100 Arten und rund 150 Mitarbeiter stehen hinter dem Unternehmen Tierpark Nordhorn und sorgen in normalen Jahren dafür, dass die Besucher hier ihren „Tag Glück erleben!“. In diesem Jahr ist pandemiebedingt leider nichts normal und nun hofft der Tierpark selbst auf möglichst viel Unterstützung durch die Besucher und seine Fans. „Unsere Tiere und die engagierte Arbeit unserer Mitarbeiter machen den Tierpark zu einem so liebenswerten Ausflugsziel!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Die Gesundheit von Mensch und Tier und der Erhalt der Arbeitsplätze sind daher unser oberstes Ziel!“ Bereits im ersten Lockdown mitten zur Hauptsaison hatte der Tierpark über 80.000 Besucher verloren, nun kommen weitere 25.000 mindestens hinzu. „Selbst, wenn wir im Dezember wieder öffnen dürften, rechnen wir Stand heute mit über 150.000 Besuchern weniger als im vergangenen Jahr!“ berichtet der Geschäftsführer weiter. „Für einen Zoo, der fast ausschließlich von den Besuchereinnahmen lebt, ein mehr als harter Schlag!“ Nur weil der Tierpark wirtschaftlich stark aufgestellt ist, dank der guten Vorjahre, einem harten Sparkurs inklusive Kurzarbeit, der Verzögerung sämtlicher Baustellen und der Unterstützung der Gesellschafter sei es bisher gelungen, diese Ziele überhaupt zu erreichen, so Kramer. „Wir erfüllen unseren Teil, um die Pandemie wirtschaftlich zu überstehen und tragen die behördlichen Maßnahmen mit. Wir hoffen jetzt aber natürlich umso mehr auf die Unterstützung der Besucher und Fans!“ Die erneute behördliche Schließung verschlechtert die wirtschaftliche Position des Tierparks sehr. Zumal der Tierpark bisher durch kein einziges aufgelegtes Hilfsprogramm des Bundes profitieren konnte. „Wir sind Optimisten und haben auch in diesem schwierigen Jahr in die Ausbildung investiert!“ so der Zoodirektor. „Aber selbst die Ausbildungsprämie können wir nicht beantragen!“ Umso mehr freut sich der Nordhorner Familienzoo über die große Unterstützungswelle aus der Bevölkerung, die im ersten Lockdown zu spüren war. „Wir haben zahlreiche Spenden erhalten, viele neue Mitglieder in unserem Förderverein gewinnen können und die Zahl der Patenschaften hat sich innerhalb von wenigen Tagen mehr als verdoppelt!“ freut sich der Fördervereinsvorsitzende, Dietmar Brookmann. „Wir hoffen auch jetzt auf den Rückhalt aus der Bevölkerung! Und wer noch kein Weihnachtsgeschenk hat, der wird im täglich geöffneten Zooshop des Tierparks garantiert fündig!“

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 10.11.2020
Anhaltende Feuersbrunst in Brasilien: Großspende und Kooperation Wilhelma stärkt Pantanal-Nothilfe und Projekt für Riesengürteltiere
Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem. Sonst wären dieses Jahr wohl die Flächenbrände das globale Thema Nummer Eins. Denn 2020 brennt es dauerhaft an allen Ecken und Enden. Die Buschbrände in Australien, die Waldbrände an der Westküste der USA und der brennende Regenwald in Südamerika: Die größten Hotspots haben auf mehreren Kontinenten eine Verwüstung von nie gekanntem Ausmaß erreicht und Millionen von Hektar zerstört. Die Wilhelma in Stuttgart trägt jetzt mit einer Nothilfe-Spende dazu bei, die aktuelle Umweltkatastrophe im Pantanal im Südwesten Brasiliens einzudämmen. Zudem geht sie vor Ort eine Kooperation ein, um das Überleben der Riesengürteltiere langfristig zu sichern. Das weltgrößte Feuchtgebiet hat eine herausragende Bedeutung für die Artenvielfalt. Doch liegt diese Region mit den Dimensionen von Großbritannien bereits zu einem Viertel in Asche – und es lodert weiter. In der stärksten Dürre seit 50 Jahren blieben die Überschwemmungsgebiete des Rio Paraguay selbst während der jüngsten Regenzeit trocken. Die Heimat von mehr als 120 Säugetier-Arten, wie Jaguar, Puma und Ozelot, aber auch des bereits vom Aussterben bedrohten Riesenotters, steht auf dem Spiel. Hinzu kommen hunderte Vogelarten sowie ungezählte Spezies von Fischen, Reptilien und Amphibien. Während die berühmten blauen Hyazinth-Aras der Feuersbrunst davonfliegen können, kommen die Bodenbewohner entweder direkt im Flammenmeer um oder verlieren ihre Lebensgrundlage. Über 2000 Pflanzenarten sind ebenso in Gefahr. Die Wilhelma nimmt nun umgerechnet 25.000 Dollar aus ihrem Artenschutz-Budget und Spenden ihrer Gäste in die Hand, um den Kräften vor Ort in dem Naturschutzgebiet die nötigsten Arbeitsmittel zu finanzieren: persönliche Schutzausrüstung für die Brandbekämpfer, wie Feuerwehr-Helme, feuerbeständige Kleidung und Wasserrucksäcke, sowie veterinärmedizinische Ausrüstung für die Tiernotrettung. Eine Partnerin ist die Federal University of Mato Grosso, deren Tierklinik verletzte Jaguare, Tapire und Ameisenbären behandelt. Es fehlt an den absoluten Grundlagen, weil die brasilianische Umweltbehörde Ibama stark unterfinanziert ist. Als Zoologisch-Botanischer Garten ist die Wilhelma selbst ein herausragender Hort der Artenvielfalt: Sie hegt und pflegt in Stuttgart rund 1200 Tierarten sowie 8500 Pflanzenarten und -sorten. Die historische Parkanlage verfügt außerdem über 160 Baumarten. „Unser Anspruch ist es, nicht nur die Vielfalt bei uns durch die Erhaltungszucht zu bewahren und unseren Gästen Umweltthemen nahezubringen“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin, „sondern wir wollen gemeinsam mit unseren Unterstützerinnen und Unterstützern auch vor Ort die ursprünglichen Lebensräume der Tiere und Pflanzen schützen. Wir hoffen auf Mitstreitende, denn alleine kann das niemand leisten. Das ist eine große Gemeinschaftsaufgabe.“ Dazu gehört es auch, die lokalen Konflikte zwischen Mensch und Tier zu mindern. So töten Imker in Brasilien Riesengürteltiere, weil diese sich unter anderem von ihren Bienenvölkern ernähren. Die Wilhelma startet deshalb jetzt eine Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Giant Armadillo Conservation Project (GACP). Das Programm hilft den Imkern, ihre Bienen vor den Übergriffen des Gürteltiers zu schützen. Überdies ist geplant, den Honig zu zertifizieren und international zu vermarkten, um der einheimischen Bevölkerung so einen auskömmlichen Lebensunterhalt zu ermöglichen, der die Natur nicht ausbeutet. So soll auch die Brandrodung eingedämmt werden, mit der sich die Bauern langfristig ihrer eigenen Existenzgrundlage berauben.

Zoo Duisburg 10.11.2020
Rohbau fertig: GEBAG-Ameisen-Quartier am Kaiserberg nimmt weiter Form an
Damit ist der erste von zwei Bauabschnitten fertiggestellt. Nun beginnt der Innenausbau des „Wohnkomplexes“ für die Krabbelgruppe.
Mit der Fertigstellung des Rohbaus beginnt der letzte Abschnitt zum Bau des neuen Ameisen-Quartiers am Kaiserberg. In der ersten Etage entstehen schon bald die Futterstationen für die südamerikanischen Insekten. Die Duisburger Wohnungsbaugesellschaft GEBAG unterstützt den Zoo, den Wohnraum für die Krabbelgruppe zu schaffen. In den vergangenen Wochen hat sich einiges getan: Unterhalb der Besucherplattform in der Tropenhalle Rio Negro wurde ein eigener Bereich für die Ameisen geschaffen. „Der Rohbau steht, nun geht es an die Ausgestaltung der Anlage“, so der Kurator Volker Grün. Im nächsten Bauabschnitt wird das Erdgeschoss mit Kunstfelsen verkleidet, damit sich das neu geschaffene Areal in die bestehende Landschaftsgestaltung der Tropenhalle eingliedert. Aber nicht nur Arbeiten an der Fassade stehen an, auch die technischen Komponenten werden installiert. Sie beinhalten elektrische Anschlüsse für die Beleuchtung und die Vorrichtung zur Temperatursteuerung. „Ein konstantes Mikroklima ist für den Futterpilz unheimlich wichtig. Die Ameisen können keine Blätter als Nahrung nutzen. Sie füttern den Pilz mit Blattstückchen und ernähren sich wiederum von ihm. Ohne den Pilz gibt es also keine Ameisenkolonie“, erklärt der Biologe. Das Futter für den Pilz finden die emsigen Insekten außerhalb des „Wohnkomplexes“. In umgebauten Weinfässern und Holzkisten bieten die Tierpfleger den neuen Bewohnern künftig Blätter von Rosengewächsen und Liguster an. Der Clou: Durchsichtige Rohleitungen verbinden das Ameisen-Eigenheim im Erdgeschoss mit den Futterstationen auf der Besucherempore, die sich eine Etage weiter oben befindet. So kann das Leben im Ameisen-Quartier aus verschiedenen Perspektiven beobachtet werden. Noch dauert es etwas, bis die Blattschneiderameisen einziehen können. Mit der Fertigstellung der Anlage und dem Einzug der Krabbelgruppe rechnet der Zoo im ersten Quartal 2021.

Tierpark Nordhorn 09.11.2020

Tierpark Nordhorn deutschlandweit die Nummer 1
IMWF und FOCUS-MONEY zeichnen Nordhorner Familienzoo als „Preissieger Gold“ im Deutschlandtest aus Im großen „DEUTSCHLAND TEST“ 2020 wurden mehrere Millionen Bewertungen zu rund 23.000 Unternehmen und Marken aus verschiedenen Brachen zusammen vom Wirtschaftsmagazin FOCUS-MONEY und dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) ausgewertet. In der Kategorie „Zoo“ ist der Tierpark Nordhorn der Spitzenreiter und damit „Preissieger GOLD“ und wird für das beste Preis-Leistungsverhältnis in ganz Deutschland ausgezeichnet. Aufgrund umfangreicher Analysen werden die jeweiligen Branchenvertreter auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet. So wird der jeweilige Branchensieger ermittelt, welcher mit einem Wert von 100 den Benchmark für die gesamte Branche setzt. Betriebe mit über 90 Punkten werden mit der Kategorie „GOLD“ ausgezeichnet. Neben dem Tierpark Nordhorn schaffte dies mit dem Zoo Köln nur ein weiterer großer Zoo. Der Tierpark Nordhorn ist der drittgrößte Zoo in Niedersachsen. 2000 Tiere in 100 Arten und ein engagiertes Team aus rund 150 Mitarbeitern begeistern jährlich rund eine halbe Millionen Besucher. Mit den vielen begehbaren Anlagen ermöglicht der Familienzoo hautnahen Tierkontakt und Tiererlebnisse, die ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Als wissenschaftlich geführter Zoo kümmert sich der Zoo in Nordhorn auch um den Artenschutz und betreut als regionales Arten- und Naturschutzzentrum rund 170 Hektar Naturschutzflächen außerhalb des Zoo mit eigenen Tieren und Mitarbeitern. Als offiziell anerkannter außerschulischer Lernort nach BNE betreut er darüber hinaus jährlich rund 15.000 Teilnehmer in seiner Zooschule. Mit seinen familiengerechten Eintrittspreisen ermöglicht der Tierpark mit dem Beinamen „Familienzoo“ vielen Besuchern auch mehrere Ausflüge im Jahr. Gerade deshalb ist der Tierpark Nordhorn bei vielen Besuchern, insbesondere bei Familien so beliebt. Sogar der Hund gehört hier zur Familie und erhält seine eigene Jahreskarte. „Wir freuen uns sehr über die Anerkennung unserer Arbeit!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Unser Ziel ist es, dass die Besucher in unserem Tierpark einen Tag Glück erleben!

Tierpark Hagenbeck Hamburg 09.11.2020
Genetisch wertvolle Leoparden aus Südkorea
Mit Bum-i und Max sind zwei genetisch besonders wertvolle Nordchinesische Leoparden aus dem fernen Südkorea nach Hamburg umgezogen. Der Tierpark Hagenbeck trägt eine große Verantwortung für diese seltene Leopardenunterart. Zootierarzt Dr. Michael Flügger ist der Koordinator des einzigen Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für diese bedrohten Raubkatzen: „Es ist sehr wichtig für den gesamten Bestand, dass wir nun blutsfremde Tiere bekommen haben“, erläutert Flügger. Ein großes Problem lag darin, überhaupt Nordchinesische Leoparden zu finden. „Außer ein paar uralten Tieren in den USA gibt es vielleicht noch welche in China. Doch der Informationsaustausch mit China ist sehr schwierig. Unser EEP ist das einzige Zuchtprogramm weltweit für diese Tierart. Deshalb war ich so glücklich, gleich zwei Tiere aus dem Zoo Seoul bekommen zu können“, erläutert der EEP-Koordinator seine Schwierigkeiten bei der Suche nach diesen seltenen Raubtieren. Während der jüngere Bum-i in Hamburg bleibt, zieht Max nach der obligatorischen Quarantäne von 30 Tagen weiter in den dänischen Safari Park Ebeltoft. Seinen Namen verdankt Bum-i seinem verträumten Blick, denn übersetzt bedeutet Bum-i so viel wie Langschläfer oder Schlafmütze. In absehbarer Zeit soll mit Naoli auch ein neues weibliches Zuchttier Einzug in den Tierpark Hagenbeck halten. Das junge Weibchen kommt aus dem Safari Park im französischen Thoiry und ist mit seinen zwei Jahren bereits geschlechtsreif. Die Verpaarung dieser beiden Nordchinesischen Leoparden bringt neue, wertvolle Gene in die Population der rund 40 Tiere, die derzeit in europäischen Zoos leben.

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