Stephen Baxter: Evolution (Rezension)

Vergangenheit und Zukunft
Dieser Roman enthält nicht mehr und nicht weniger als die gesamte Geschichte unseres Universums. Von den Ursprüngen des Alls über die weitverzweigten Wucherungen der Evolution bis in den dunklen Kältetod unseres Kosmos – dies ist die Geschichte unserer Wirklichkeit, die Geschichte der Menschheit, wie sie sich aus dem Staub der Vergangenheit erhebt und nach den Sternen greift 

Evolution erzählt in verschiedenen Episoden die Geschichte unserer Art. Die Hauptpersonen sind Tiere, menschliche Vorfahren, Menschen. Wissenschaftliche Fakten treffen auf künstlerische Freiheiten und Spekulationen. Manches erscheint logisch und durchaus möglich … anderes wohl eher unwahrscheinlich (ein Pterosaurus mit einer Flügelspannweite von 100 Metern … ich weiß ja nicht, oder Dinosaurier, die Sprache und Waffen benutzen). Es liest sich flüssig und erinnert mich an diverse BBC-Dokumentationen (Das Erbe der Saurier etc…).
Auch der Ausblick auf die Zukunft der Menschheit ist interessant (und vermutlich sehr spekulativ).
Was mich etwas gestört hat war die ständige Anwesenheit von Sex. Auch wenn das zum Leben dazu gehört, so wurde doch sehr viel Platz der Fortpflanzung eingeräumt. Anfangs war es störend, danach nur noch nervend. Es mag ein wichtiger Teil der Evolution sein, aber stellenweise kam ich mir wie in einem Porno vor (mit nicht unbedingt menschlichen Protagonisten)
Evolution ist ein interessanter Roman, anders als man es erwartet, aber durchaus spannend und informativ. Verständlich geschrieben und eine Mischung aus Fiktion und Tatsachen. Über manche Spekulationen und die Übermacht von Geschlechtsverkehr muss man hinwegsehen.
Unsere Entstehung wie sie sein könnte.

Den Abschluss des Buchs bildet eine wissenschaftliche Sicht der Dinge, ohne Spekulation und auf dem aktuellen Stand zum Zeitpunkt der Drucklegung (2013) von Uwe Neuhold.

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