Stefanie Arndt: Expedition in eine schwindende Welt (Rezension)

Weniger als 25 Jahre geben Wissenschaftler*innen ihm noch, dann wird es so weit sein: Bis 2050 wird das Eis der Arktis mindestens einmalim Sommer vollständig abgeschmolzen sein, und unser Planet, den Generationen nur mit von Eis bedeckten Polkappen kennen, wird sich für immer verändern. Welche Folgen wird das Schwinden des Eises für die Menschheit haben? Wie wirkt es sich auf unser Wetter, die Meere und das Ökosystem der Polarregionen aus? Stefanie Arndt erzählt von den tiefgreifenden Veränderungen, die sie auf ihren Expeditionen beobachten konnte, von ihrer Arbeit als Polarforscherin und von der zarten Schönheit eines schwindenden Lebensraums. Was so fern scheint, rückt dabei ganz nahe: Können wir die unumkehrbaren Auswirkungen, die ein Abschmelzen der Polkappen nach sich zöge, noch aufhalten?
Expeditionen in eine schwindende Welt hat sowohl seine Schwachpunkte, aber auch seine Stärken. Interessant sind auf jeden Fall die persönlichen Erlebnisse und Eindrücke der Autorin, die zum einen Einblicke in ihre Arbeit geben, aber auch eine Beschreibung der derzeitigen Klimasituation geben.
Stefanie Arndt nimmt den Leser nicht nur auf ihre Reisen in die Polargebiete mit, sie vermittelt auch das notwendige Wissen, welches für das Verständnis der derzeitigen Klimasituation wichtig sind.
Man merkt wie sehr die Autorin in ihrer Arbeit aufgeht und wie sie versucht dem Leser ein Umdenken nahezulegen. Nur … auch wenn die wissenschaftliche und persönliche Seite gut beschrieben wurde so sind manche Schlussfolgerungen eher spekulativ.
Kurzweilig und informativ könnte man sagen und für den Laien nachvollziehbar, auch wenn man durchaus die eine oder andere Schlussfolgerung hinterfragen darf und selbst Nachdenken sollte.
Was etwas störend ist und was ich in KEINEM Buch lesen möchte sind Gender**. Ich finde es gut, dass es eine Diskussion zum Thema sexuelle Identifikation gibt, nur … Sternchen oder neutrale Bezeichnungen helfen meiner Meinung nach wenig. Mehr werde ich hier nicht dazu sagen, da es nicht Inhalt des Buchs ist, sieht man davon ab, dass ich dadurch vom eigentlichen Text etwas abgelenkt wurde.

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