| Unterordnung: | Schlangen (Serpentes) |
| Überfamilie: | Elapoidea |
| Familie: | Giftnattern (Elapidae) |
| Unterfamilie: | Echte Giftnattern (Elapinae) |
| Gattung: | Echte Kobras (Naja) |
| Art: | Siamesische Speikobra (Naja siamensis) |
Die Siamesische Speikobra (Siamkobra, Indonesische Speikobra, Indochinesische Speikobra und Schwarzweiße Kobra) erreicht bei einem schlanken, aber dennoch kräftigem Körperbau eine Gesamtlänge von 120 bis 150 cm. Der relativ kurze Kopf setzt sich nur wenig vom Hals ab. Die Augen besitzen eine runde Pupille. Der Körper ist oberseits variabel gezeichnet, zumeist schwarz und weiß gesprenkelt. Es sind auch einfarbige Tiere bekannt. Die Bauchseite ist cremefarben und gegebenenfalls dunkel gefleckt. Die Körperschuppen sind glatt. Der Bau der Fangzähne entspricht im Allgemeinen dem aller Giftnattern. Naja siamensis ist eine Speikobra, der Ausgang des Giftkanals im Fangzahn ist nach vorne gebogen sowie kleiner und enger als bei nicht-speienden Kobras. Somit fungiert die Austrittsöffnung als Düse und ermöglicht das Speien des Giftes zum Abschrecken eines Angreifers.
Naja siamensis ist in Südostasien in Kambodscha, Laos, Thailand und Vietnam verbreitet. Zu den besiedelten Lebensräumen zählen verschiedenste Habitate der Tiefebenen und Mittelgebirge, unter anderem Wälder und Waldränder. Häufig ist die Art auch als Kulturfolger auf Reisfeldern anzutreffen, was gelegentlich zu Konflikten mit dem Menschen führt. Die siamesische Speikobra wurde auch in Taiwan beobachtet, wo sie offenkundig aufgrund buddhistischen Aberglaubens wiederholt ausgesetzt wurde.
Die Siamesische Speikobra pflanzt sich durch Oviparie (eierlegend) fort, wobei ein Gelege bis zu 19 Eier umfassen kann. Zum Beutespektrum der Schlange zählen Kleinsäuger wie Mäuse, Froschlurche sowie andere Reptilien und andere Schlangen. Zumeist ist das Tier tagaktiv und bodenbewohnend.


