Portrait: Rubinkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Tribus: Coeligini
Gattung: Clytolaema
Art: Rubinkolibri (Clytolaema rubricauda)

Rubinkolibri (John Gould)

Der Rubinkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 11,3 cm, wobei die Flügel 7,6 cm, der Schwanz 4,4 cm und der gerade schwarze Schnabel 1,9 cm lang sind. Dabei wiegen die Vögel nur ca. 7 g. Die Kopfseiten, der Nacken und der Vorderrücken, sowie der Bauch des Männchens sind dunkelgrün. Die Stirn und die Brust glitzern stark grasgrün, wobei ein roter Fleck die Kehle ziert. Der Hinterrücken ist goldbronze, die Flügel schwärzlich purpurn. Der rotbraune Schwanz hat bronzegrüne Außensäume an allen Federn. Hinter dem Auge befindet sich ein kleiner weißer Fleck. Die Füße sind dunkelbraun. Gelegentlich kommen melanistische männliche Exemplare vor. Es gibt einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus. So ist die Oberseite des Weibchens grün glänzend. Wie die Männchen haben sie postokular einen kleinen weißen Fleck und schwärzlich-purpurne Flügel. Die Unterseite ist hell rotbraun, die Schwanzfedern bronzegrün, wobei die äußeren Paare der Steuerfedern komplett ockerbraun gefärbt sind. Die folgenden Steuerfedern sind ockerfarben mit bronzefarbenen Enden und Außensäumen, sowie einer blassen Endspitze. Schnabel und Beine sind wie beim Männchen gefärbt. Insgesamt sind die Weibchen etwas kleiner.

Ein Ei wiegt ca. 0,74 g bei einer Größe von 16,2 × 10,0 mm. Die Brutzeit ist von November bis März. Die Brutdauer beträgt 15 Tage. Die Jungvögel sind ca. 25 Tage Nesthocker bevor sie das Nest verlassen.

Peter Feinsinger und Robert Knight Colwell haben 1978 fünf verschiedene Rollen für das Zusammenleben von Kolibris definiert. So unterschieden sie zwischen Traplinern an Pflanzen mit hohem Belohnungsgrad, Revierverteidiger, Traplinern an Pflanzen mit geringem Belohnungsgrad, territorialen Parasiten bzw. Eindringlingen und Generalisten. Die männlichen Rubinkolibris werden in die Gruppe der Territorialisten eingeordnet, d. h., sie verteidigen ihr Revier aggressiv gegen Artgenossen und andere Kolibriarten. Gelegentlich plündern sie ein Revier, welches von Weißkehlkolibris (Leucochloris albicollis) (Vieillot , 1818) verteidigt wird. Sind nicht ausreichend Nahrungsressourcen vorhanden, agieren sie auch als Generalisten. Aufgrund ihres hohen Energiebedarfs fliegen sie dann auch weit verstreute Blütenkronen an und nehmen gelegentlich auch Nektar von stiellosen Pflanzen auf. Die Weibchen gelten als Generalisten und sind weniger territorial.

Zu den Pflanzen, die der Rubinkolibri anfliegt, gehören die zu den Hülsenfrüchtlern gehörende Gattung Inga, die zu den Riemenblumengewächsen gehörende Gattung Psittacanthus, die zu den Gesneriengewächsen gehörende Art Mendoncia coccinea, Passionsblumen und die zu den Pfeilwurzgewächsen gehörende Art Stromanthe sanguinea. Insekten fangen die Vögel im Flug, indem sie, von einem Ast abfliegend, kurze Jagdausflüge machen und auf den gleichen oder einen anderen Ast zurückkehren.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Südosten Brasiliens. Hier findet man sie vom Bundesstaat Goiás über Minas Gerais bis nach Rio Grande do Sul. Hier halten sich die Vögel gerne in Wäldern mit Araukarien, Gebüsch, Plantagen und Parks auf.

Ihre Stimme klingt wie jig, jig, jig, wobei das im Gesang in ein jüg chrrrrr, jüg cherrrr, jüg chrrrr übergeht. Da der Flügelschlag vom Rubinkolibri sehr schnell ist, klingt er wie eine Hummel.

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