Portrait: Goldbauchmusketier

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Tribus: Coeligini
Gattung: Waldnymphen (Coeligena)
Art: Goldbauchmusketier (Coeligena bonapartei)

Goldbauchmusketier (Henry Constanine Richter)

Der Goldbauchmusketier oder Goldbauch-Andenkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 10,9 Zentimetern und hat einen geraden, schmalen 30 Millimeter langen Schnabel. Das Männchen hat einen glänzend grünen Scheitel, wobei der Rest der Krone schwarz ist. Der obere Teil des Rückens strahlt dunkelgrün und wird am Bürzel goldorange. Ringkragen und Brust funkeln grün. Der hintere Teil der Unterseite schimmert feurig golden. Der leicht gegabelte Schwanz ist goldbronzen. Die Schwingen wirken merklich dunkler. Das Weibchen hat eine strahlend grüne Oberseite, die am Bürzel wie beim Männchen goldorange wird. Die Unterseite ist überwiegend zimtfarben wobei die Brust von grünen Federn durchzogen ist. Seitlich der Kehle zeigen sich ebenfalls grüne Sprenkel. Am Bauch finden sich feurig goldene Flecken. Der Schwanz ist bronzefarben mit gelegentlichen braungelben Flecken.

Die Art kommt an feuchten Waldrändern in Höhen zwischen 1400 und 3200 Metern vor. In Kolumbien findet man sie in der Sierra de Perijá, in den Ostanden der Provinz Boyacá bis hin nach Fusagasugá in der Provinz Cundinamarca. In Venezuela wurde auf der Verbindungsstraße zwischen Mérida und La Azulita beobachtet. Außerdem kann man ihn Nationalpark Sierra Nevada auf dem für Ornithologen äußerst interessanten Humboldt-Weg entdecken. Auch auf der Straße nach Queniquea im Bundesstaat Táchira ist er relativ häufig anzutreffen.

Der Kolibri ernährt sich von Insekten und schwebt vor schlauchförmigen Blumen außerhalb von Wäldern und Sträuchern der mittleren Stratifikationsschicht.

Bisher sind drei Unterarten bekannt, die sich vor allem durch ihre Färbung unterscheiden.
Coeligena bonapartei bonapartei, Boissonneau, 1840 – Die Nominatform ist im Osten Kolumbiens verbreitet.
Coeligena bonapartei consita, Wetmore & Phelps, Jr 1952 – Diese Unterart kommt in der Sierra de Perijá im Nordosten Kolumbiens und Westen Venezuelas vor.
Coeligena bonapartei eos, Gould, 1848 – Diese Subspezies ist im Westen Venezuelas verbreitet.
Manche Autoren sehen im Goldandenkolibri (Coeligena eos) eine eigene Art. Das South American Check-list Committee unterstützt im Proposal (#139) diese Abspaltung nicht. Auch das Antioquia-Andenkolibri (Coeligena orina) (Wetmore, 1953) wird von einigen Autoren als Unterart Coeligena bonapartei orina betrachtet. Hier bezieht das South American Check-list Committee in ihrem Proposal (#185) die Meinung, dass es sich um eine eigene Art handelt.

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