Portrait: Rostroter Andenkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Tribus: Coeligini
Gattung: Rückstrahlerkolibris (Aglaeactis)
Art: Rostroter Andenkolibri(Aglaeactis cupripennis)

Rostroter Andenkolibri (John Gould)

Der Rostrote Andenkolibri hat eine Körperlänge von etwa 11,4 cm, wovon der gerade Schnabel 1,8 cm ausmacht. Der Oberkopf und der mittlere Bereich des Rückens sind schwärzlich-oliv, wobei die Färbung am hinteren Rückenbereich in ein glitzerndes Rosaviolett übergeht und der Bürzel schließlich goldengrün schimmert. Der übrige Körper ist überwiegend zimtfarben bis rötlich-braun. Die Unterschwanzdecken und Außenfahnen der äußeren Handdecken, sowie die zentralen Steuerfedern sind bronze-olivfarben. Das Gefieder der Weibchen erscheint ähnlich, doch wirkt es etwas matter und die glitzernden Flecken am Rücken sind etwas kleiner.

Der Rostrote Andenkolibri ist ein typischer Bewohner nahe der Baumgrenze. Er verhält sich sehr auffällig, ist äußerst aggressiv und innerhalb der Art sehr territorial. Gewöhnlich klammert er sich bei der Nahrungsaufnahme an die Blüten der unteren Straten. Dabei hält er die Flügel vertikal, was dann wie ein V aussieht. Außerdem jagen die Vögel im Flug regelmäßig kleinere Insekten. Gelegentlich gleiten die Kolibris untypisch kürzere Distanzen mit gespreizten Flügeln den Hang herunter.

Ihr Gesang im Flug klingt wie eine schrilles tschirp, wogegen es bei der Futteraufnahme wie tsiip, tsit-tsit klingt. Dazu singen sie eine hohe Serie schwingender Töne, die sich wie tschu tri tsip tschu swit tri tschu… oder wie ein lautes ruckartiges piepsendes wi-siit-tschu-tschu-tschu, wi-siit-tschu-tschu-tschu anhören.[2]

Ihre Nester bauen sie auf horizontalen Ästen, die sich bis zu 8 Meter über dem Boden befinden können. Im Nationalpark Puracé wurden auch Nester im Gestrüpp nahe der Waldgrenze in 1,3 Metern Höhe entdeckt. Melbourne Armstrong Carriker beobachtete im Zeitraum Februar bis August in den zentralen und östlichen Anden Kolumbiens sechs Rostrote Andenkolibris in Brutstimmung.

Die Vögel kommen stellenweise, aber lokal begrenzt, an verkrüppelten Waldrändern, großen Gebüschen und Gärten im Ökoton zwischen Páramo und den oberen Bergwäldern vor. Gelegentlich findet man sie auch in dichten Gebüschen und kleinen Bäumen typischer Páramovegetation. Sie bewegen sich normalerweise in Höhenlagen von 2900 bis 3400 Metern.In Peru wurden sie sogar zwischen 2500 und 4600 Metern beobachtet.

Es sind zwei Unterarten bekannt:
Aglaeactis cupripennis cupripennis (Bourcier, 1843) – Die Nominatform kommt in Kolumbien, Ecuador und dem Norden Perus vor.
Aglaeactis cupripennis caumatonota (Gould, 1848) – Diese Unterart kommt im südlichen zentralen Peru vor. Die Oberseite, die Kehle und der Bauch wirken etwas dunkler als bei der Nominatform, sodass die helleren rotbraunen Brustbüschel sich farblich etwas abheben.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.