| Unterordnung: | Singvögel (Passeri) |
| Familie: | Stare (Sturnidae) |
| Unterfamilie: | Graculinae |
| Tribus: | Graculini |
| Gattung: | Beos (Gracula) |
| Art: | Niasbeo (Gracula robusta) |
Der Niasbeo erreicht eine Körperlänge von 32 cm. Die Federn vor den Augen sind nach innen und oben gerichtet, auf der Mittellinie des Oberkopfes sind sie abgeflacht. Unter den Augen befindet sich ein großer nackter Flecken. Die Kopfseiten hinter den Augen sind durch große Hautlappen charakterisiert, die bis zum Hinterkopf reichen und sich an der Mittellinie treffen. Das Gefieder ist meist schwarz, an der Stirn, am Scheitel und am Körper violett glänzend. Bürzel und Bauch sind türkis gefärbt. Flügel und Schwanz sind bräunlich-schwarz. Die Handschwingenfedern zeigen sehr große weiße Flecken, die sich fast bis zu den Federbasen erstrecken. Die Armschwingenfedern sind am Federschaft weiß. Die Iris ist braun. Die nackte Gesichtshaut und der Kehllappen sind gelb. Der Schnabel ist rot. Die Schnabelbasis ist orangerot und die Spitze ist gelb. Die Beine sind gelb. Der schwere Schnabel ist stark gebogen. Die Geschlechter sehen gleich aus. Die juvenilen Vögel sind bisher unbeschrieben.
Der Niasbeo wurde 1887 von Tommaso Salvadori als eigenständige Art beschrieben. 1944 wurde er von Sidney Dillon Ripley als Unterart des Beos klassifiziert. 1998 erhielt er von Chris Feare und Adrian Craig erneut Artstatus.
Der Niasbeo bewohnt feuchtes, immergrünes Waldland in Höhenlagen bis 100 m. Über seine Lebensweise ist kaum etwas bekannt. Die Art ist für ihre Fähigkeit bekannt, Geräusche zu imitieren, einschließlich der menschlichen Sprache.


