Portrait: Beo

Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Stare (Sturnidae)
Unterfamilie: Mainatinae
Gattung: Beos (Gracula)
Art: Beo  (Gracula religiosa)

Beo (Thüringer Zoopark)

Der Beo erreicht eine Körperlänge von 28 bis 30 Zentimeter, eine Flügelspannweite von 35 bis 40 Zentimeter sowie ein Gewicht von 220 bis 250 Gramm. Die Geschlechter weisen keinen Geschlechtsdismorphismus auf. Das Gefieder ist durchweg schwarz, schimmert aber je nach Lichteinfall leicht metallisch grün. Markant sind die gelblichen Hautlappen an den Kopfseiten. Der kräftige Schnabel weist eine gelbliche bis leicht orangene Färbung auf. Beine und Zehen sind gelblich.
Es werden drei Unterarten unterschieden:
Großer Beo (G. religiosa religiosa)
Mittelbeo (G. religiosa intermedia)
Kleiner Beo (G. religiosa indica)

Beos sind ausgesprochen gesellige Vögel, die meist in größeren Familiengruppen leben. Nicht selten leben bis zu 100 Vögeln zusammen. Nur zur Paarungszeit ziehen sie sich paarweise zurück. Abends suchen sie angestammte Schlafplätze hoch oben in den Böumen auf. Sie weisen dabei eine ausgesprochen gute Sprachbegabung auf, die vor allem bei den Weibchen ausgeprägt ist.

Beos sind über weite Teile Südostasien verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die tropischen und subtropischen Regenwälder von Indien, Burma, Thailand und China. Sie bevorzugen meist geschlossene Wäldern, sind aber selten auch in der Nähe menschlicher Siedlungen auf Obstplantage zu finden. Sie halten sich fast ausschließlich in den Baumkronen auf. In Höhenlagen ist der Beo bis in Höhen von 2.000 Metern beheimatet.

Beos ernähren sich sich von Früchten, Beeren, Insekten, Würmer und anderen Kleinen Lebewesen. Gelegentlich fressen sie auch kleinere Wirbeltiere wie Reptilien. Auf Nahrungssuche gehen sie am Tage meist in größeren Gruppen. Sie finden ihre Nahrung in den Baumkronen hoher Bäume.

Beo (Vogelpark Bobenheim-Roxheim)

Die Paarungszeit erstreckt sich in ihren natürlichen Verbreitungsgebieten von April bis Juni. Während der Paarungszeit sondern sich die Vögel paarweise ab und leben in monogamer Einehe. Sie nisten in Baumhöhlen, meist weit oben in den Bäumen. Die Höhlen werden selten selbst gebaut, sondern meist von anderen Vögeln übernommen. Das Weibchen legt zwei bis drei Eier, die eine bläuliche Färbung und eine feine bräunliche Sprenkelung aufweisen. Sie werden von Weibchen gut zwei Wochen bebrütet. Während dieser Zeit wird sie vom Männchen mit Nahrung versorgt. Die geschlüpften Jungvögel sind anfangs noch nackt und blind. Sie wachsen aber aufgrund der tierischen Nahrung in Form von Insekten sehr schnell heran. Bereits nach rund 30 Tagen sind sie flügge, werden aber noch einige Wochen von den Eltern versorgt.

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