Portrait: Großer Bambuslemur

Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Feuchtnasenprimaten (Strepsirrhini)
Teilordnung: Lemuren (Lemuriformes)
Familie: Gewöhnliche Makis (Lemuridae)
Gattung: Prolemur
Art: Großer Bambuslemur (Prolemur simus)
Großer Bambuslemur (Zoo Köln)

Großer Bambuslemur (Zoo Köln)

Große Bambuslemuren erreichen eine Kopfrumpflänge von 40 bis 42 Zentimetern, der Schwanz ist mit 45 bis 48 Zentimetern etwas länger als der Rumpf. Das Gewicht beträgt 2,2 bis 2,5 Kilogramm. Ihr Fell ist kurz und dicht, es ist überwiegend graubraun gefärbt, wobei die Unterseite etwas heller ist. Der Kopf, die Schultern und die Oberarme sind mehr rötlich braun. Der rundliche Kopf ist ebenfalls graubraun gefärbt, die Schnauze ist kurz und breit. Charakteristisch sind die weißgrauen Ohrbüschel. Die Population des Andringitra-Berglands ist durch ein rötlicheres Fell und die fehlenden Ohrbüschel gekennzeichnet.

Große Bambuslemuren kommen wie alle Lemuren nur auf Madagaskar vor. Ihr heutiges Verbreitungsgebiet umfasst nur mehr eine kleine Region an der Ostküste der Insel, so leben sie im Gebiet des Nationalpark Ranomafana und des Andringitra-Berglands. 2007 wurde eine weitere Population im Torotorofotsy-Feuchtgebiet, ebenfalls im Osten der Insel, entdeckt. Ihr Lebensraum sind mit Bambus bestandene Regenwälder vom Meeresspiegel bis in 1600 Meter Seehöhe.

Große Bambuslemuren sind überwiegend tagaktiv, zeigen aber immer wieder auch nachtaktive Phase. Ihre Fortbewegung ist ein senkrechtes Klettern und Springen, sie halten sich in stärkerem Ausmaß als andere Lemurenarten am Boden auf. Sie leben in Gruppen von vier bis sieben (manchmal bis zu elf) Tieren, die Gruppen bestehen aus einem Männchen, einem oder zwei Weibchen und den dazugehörigen Jungtieren. Die Streifgebiete sind mit 40 bis 60 Hektar relativ groß.

Die Nahrung besteht fast ausschließlich aus Bambusschösslingen und -blättern. Der Riesenbambus Cathariostachys madagascariensis macht bis zu 95 % der Nahrung aus.

Nach rund 140- bis 150-tägiger Tragzeit kommt im Oktober oder November meist ein einzelnes Jungtier zur Welt. Dieses wird mit sieben bis acht Monaten entwöhnt und verlässt die elterliche Gruppe mit drei bis vier Jahren.

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