Pablo Salvaje: Vom Leben der Tiere (Rezension)

Buchtrailer angesehen? Wenn nicht: Nachholen!
Denn dieser Trailer zeigt den  Spaß, der beim Entstehen des Buchs herrschte.
Und das merkt man dem Buch an. Die Bilder sind liebevoll in Szene gesetzt worden. Zum Anschauen ist das Buch wunderbar. In sieben Kapiteln über Liebe, Rhythmen, Überleben, Wandlung, Lebensraum, Wasser und Schätze werden Tiere unterschiedlicher Art (von groß bis klein) gezeigt. Jedes Kapitel wird mit wenigen Worten eingeleitet und genau das ist auch der Schwachpunkt von Vom Leben der Tiere. Statt Wissenswertes aus dem Leben der Tiere zu erfahren wird man mit belanglosem Blabla und philosophischen Gedanken eingelullt.
Ein Beispiel gefällig?
Kapitel 1: Liebe
„Die Liebe ist die Farbe, die eine Seele erfüllt, das, was einem jeden Wesen Struktur gibt und Form. Ohne Seele empfinden wir die Liebe nicht, und ohne Liebe wären wir heute nicht hier.“
Und vom tatsächlichen Leben der Tiere erfährt man kaum etwas, meist nur eher Allgemein gehaltenes, nicht wirklich brauchbares (Kapitel Rythmen: „Die Faultiere und Koalas erwachen bei Sonnenaufgang und genießen jede bedächtige Bewegung im Laubgelage“)
Wenn man den Text außer acht lässt, hat man ein schönes Buch mit liebevollen Kunstdrucken.
Buchtrailer ansehen! Da passt alles, beim Buch selber … nun ja, ich hätte vielleicht doch gerne etwas mehr vom Leben der Tiere erfahren, weniger Philosophie, Halbwahrheiten und Zeilenfüller.
Gerade aber, weil der Text so belanglos ist und die Bilder so verzaubernd sind, weiß ich nicht was ich vom Buch halten soll. Zum Anschauen perfekt, zum Lesen uninteressant. Vielleicht liest man seine Kinder damit in den Schlaf.

(Rezensionsexemplar)

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