Nachtzoo Salzburg – Die letzten Jahre(Archiv)

Am 11. August war ich in Salzburg, beim jährlich stattfindenden Nachtzoo (siehe hier).
Dieser findet seit einigen Jahren jährlich von August bis Anfang September immer Freitags und Samstags statt. An diesen Tagen ist der Zoo bis 22.30 Uhr geöffnet.
2014, 2015 und 2016 habe ich den Nachtzoo besucht.
Nachfolgend meine Eindrücke dieser Jahre.

2014 (Erstveröffentlichung am 11. August 2014)
Am Wochenende war Nachtzoo im Salzburger Zoo und wir haben es tatsächlich geschafft hinzufahren. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall und im Vergleich zu den mir bekannten Nachtzoos (Hamburg, Augsburg), muss ich sagen, dass dies der bisher interessanteste war. Auf diversen Schnickschnack zur Erheiterung der Besucher (wie in Hamburg oder Augsburg) wird verzichtet, im Vordergrund stehen die Tiere. Für das leibliche Wohl der Besucher bietet das Zoo-Restaurant „Mahlzeit im Zoo“ bei schönem Wetter alles vom Grill an! Für ausgewählte Tierarten (an jedem Wochenende sind es andere) gibt es kommentierte Fütterungen. Wir wurden Zeugen, wie die Flachlandtapire Obst in einem Baumnstamm serviert bekamen und erfuhren nebenbei auch einiges über die Tiere selbst. Uninteressant war das nicht und ich gehe davon aus, dass auch die anderen kommentierten Fütterungen ebenso interessant und unterhaltsam sind.
Man merkt vor allem in der Dämmerung den Unterschied zu einem Besuch zu den normalen Zooöffnungszeiten. Die Raubkatzen sind aktiver und auch bei den anderen Tieren kann man Verhaltensweisen sehen, die man sonst nicht oft zu Gesicht bekommt und die dem Bild des faulen, herumlungernden Zootiers widersprechen: Schwimmende und tauchende Wasserschweine, rennende Tapire …
Der Besuch des Salzburger Nachtzoos lohnt sich nicht nur wegen der Zootiere. Vor allem in der Dämmerung kann man freilebende Tiere sehen, die nicht zum Tierbestand des Zoos gehören: Fledermäuse und Uhus zum Beispiel.

Löwin während des Nachtzoos (Zoo Salzburg)

Löwin während des Nachtzoos (Zoo Salzburg)

2015 (Erstveröffentlichung am 24. August 2015)
Wie im letzten Jahr auch, haben wir den Salzburger Zoo auch während des Nachtzoos besucht. Das erschwert das Fotografieren ab einem gewissen Zeitpunkt, aber man kann auch mit den eigenen Augen außergewöhnliche Beobachtungen machen. Darauf bin ich ja bei meinem letzten Besuch eingegangen. Zur Fütterung der Tapire kamen wir zu spät und auch von der Nasenbärenfütterung haben wir nur de Schluss mitbekommen. Der Pekari-Fütterung konnten wir ganz beiwohnen, aber die Tiere reagierten nicht so wie gewünscht. Es gab eine Melone auf der Anlage und sie wurde auch begutachtet, aber gefressen hat sie während unserer Anwesenheit keines der Nabelschweine. Den Uhu vom letzten Jahr haben wir nicht gesehen und auch von Fledermäusen hat man nichts gesehen.

Feuersalamanderanlage (Zoo Salzburg)

Feuersalamanderanlage (Zoo Salzburg)

2016 (Erstveröffentlichung am 29. August 2016)
Vom 5. August bis 10. September 2016 ist der Zoo Salzburg jeden Freitag und Samstag bis 22.30 Uhr (letzter Einlass 21 Uhr) für Besucher geöffnet. Wie in den beiden Jahren davor haben wir auch diesmal den Nachtzoo zu einem Besuch genutzt (allerdings bedeutet das auch, dass es nur wenige Fotos gibt, da mir die Dunkelheit jedes Mal einen Strich durch die Rechnung macht…
In den letzten beiden Jahren waren wir immer Freitags im Zoo, dieses Jahr waren wir an einem Samstag. Und es war anders. Ich weiß nicht ob es am Wetter lag (Temperaturen um die 30 Grad), oder am Tag, aber es war weniger los, als wir es gewohnt waren. Teilweise waren wir alleine auf weiter Flur (sieht man von den Tieren ab).
Die Zebramangusten waren äußerst aktiv und zeigten, dass sie ihre gesamte Anlage nutzen können (den Boden, die Bäume und die Wände), wir hatten fast den Eindruck, sie wollten ausbrechen, aber das taten sie nicht, sie sind sich ihrer Grenzen bewusst, machten aber von ihrer Gehegegestaltung Gebrauch. Eine Besucherin hat die Mangusten in den Sträuchern auch für Kattas gehalten (die aber den Nachtzoo im Nashornhaus verschlafen und dort ein lustiges Bild abgeben…an die Decke gequetscht, aneinander gekuschelt … nur die langen Schwänze hängen zu Boden).
Von den kommentierten Fütterungen haben wir nur die der Tapire besucht.
Neu im Zoo ist die begehbare Wellensittichanlage (die ehemalige Luchsanlage, die jedoch während des Nachtzoos geschlossen ist) und das Feuersalamanderterrarium (als wir den Zoo betraten und es noch hell war haben wir keine Salamander gesehen, kurz vor Verlassen aber, bei totaler Dunkelheit konnte man einige erahnen, die gelbschwarze Färbung war schon sehr auffällig … Feuersalamander würden sich also eher als Bewohner in Nachttierhäusern eignen, dann würde man sie häufiger sehen und nicht immer mehr oder weniger vergeblich suchen müssen).

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