Nicola Förg: Wütende Wölfe (Rezension)

Eigentlich sollte Kommissarin Irmi Mangold abgehärtet sein gegen Tod und Verdammnis, aber drei bizarre Fälle – darunter ein toter Mann gefangen in den Schlageisen einer so genannten »Wolfsgrube« – erschüttern sie tief. Ihr Sabbatical als Almhirtin hin oder her: Sie muss nun doch Tatorte erfühlen, unbequeme Fragen stellen, denn schließlich geht es hier um »ihre« Kühe und »ihre« Alm!
Band 10 der Alpenkrimireihe und der erste der Reihe, den ich gelesen habe. Man kann sich natürlich denken, dass mich der Titel angesprochen hat.
Und tatsächlich geht es um Wölfe (echte und falsche), Hunde und Kühe … und Käse und bayrische Landluft, Schweizer (unverständlicher) Dialekt und sympathische Protagonisten.
Leichte Krimiunterhaltung wird geboten, aber für zwischendurch ist das auch nicht verkehrt.
Am Anfang war ich skeptisch, regionale Krimis können gut sein, im Moment scheint aber der Boom auch viel Müll zu produzieren. Aber, Wütende Wölfe gehört definitv nicht dazu. Bayrisches Alpenidyll trifft auf die Untiefen der menschlichen Seele. Urige Bergbewohner, sympathische Wissenschaftler treffen auf Mord und Totschlag.
Neben dem eigentlichen Kriminalfall erfährt der Leser auch einiges über das bayrische Wolfsmanagment und die Situation der Wölfe in Deutschland.
Man wird gut unterhalten und es zeigt sich, dass auch ältere Frauen gute Kriminalisten sein können.
Und auch wenn man es erwarten könnte: Kitschig wird es nie. Aber hin und wieder blitzt etwas Humoriges durch.

Leichte Unterhaltung mit ernstem Hintergrund, nicht nur für Alpenfans.

(Rezensionsexemplar)

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