Melisa Schwermer: Düsterhof (Rezension)

Er will Macht über sie – und er entscheidet sich für ihren Tod!
Eine junge Frau wird in ihrer Wohnung überfallen und bestialisch ermordet. In scheinbar blinder Wut hat der Täter unzählige Male auf sie eingestochen. Schnell fällt der Verdacht auf ihren Ex-Freund, der die Trennung offenbar nicht überwunden hat.
Doch seine Anwältin Annabelle Hart glaubt nicht, dass er der Täter ist, auch wenn alles auf ihn hindeutet. Gemeinsam mit dem Privatdetektiv Felix Hertzlich macht Annabelle sich daran, die Unschuld ihres Mandanten zu beweisen und stößt dabei auf einen kranken Killer, der eine Frau nach der anderen hinrichtet.
Als Annabell und Felix dem Täter auf einem düsteren Hof schließlich näher kommen, als sie es jemals hätten tun sollen, beginnt für sie ein Spiel um Leben und Tod…

Hart und Hertzlich – die Namen erinnern etwas an die Fernsehserie „Hart, aber herzlich“ aus den Achtzigern – bilden ein sehr unterschiedliches, aber doch harmonisches Team. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken authentisch, ebenso wie die Nebenfiguren. Ein bisschen fühlt man sich an deutsche Vorabendkrimis der ARD erinnert, manchmal wirkt alles sehr harmonisch, doch dann … zeigt sich dass es sich tatsächlich um einen Thriller handelt, der auch einige etwas härtere Szenen zu bieten hat.
Auch wenn der Spannungsbogen gut aufgebaut ist, gibt es eine kleine Durststrecke in der Mitte des Buches, aber die Autorin schafft es durch überraschende Wendungen die Spannung erneut aufzubauen und das Buch mit einem spannenden Showdown zu beenden, so dass der Leser bereit ist das ungleiche, aber doch zusammen passende Team in hoffentlich weiteren Fällen zu begleiten.
Was mir persönlich auch gefallen hat ist der Schauplatz der Handlung. Ich rede jetzt nicht von den Pferdehöfen (die eine wichtige Rolle in Düsterhof spielen), damit kann ich persönlich weniger anfangen, aber ich bin im Fürstenfeldbrucker Landkreis aufgewachsen und es ist schön durch dieses Buch auch in die eigene Kindheit zurückversetzt worden zu sein. Und in der Umgebung gibt es wirklich viele Pferdehöfe.

Düsterhof ist ein spannender Thriller mit einem interessanten Ermittlerteam. Spannend (fast) von der ersten bis zur letzten Seite. Für Thriller- und Pferdefans (auch wenn man nicht unbedingt ein Pferdefan sein muss um Gefallen an Düsterhof zu finden.

(Rezensionsexemplar)

Dieser Beitrag wurde unter Rezension veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.