Magischer Tigerwald (Rezension)

»Es ist ein magischer Ort, an dem einfach alles möglich ist.«
Seit einer Weile schon können die Tiere des Raubtier- und Exotenasyls Ansbach/Wallersdorf ihre Käfige verlassen und das angrenzende Wäldchen betreten. Bis heute wussten ihre Pfleger nichts davon.
Jetzt werden sie es erfahren.
Und auch ihr werdet lesen können, welche spannenden Abenteuer die Raubtiere dort erlebt haben.
Selbst der Waldwächter, der in Form eines kleinen, schillernden Tannenbaums dieses Waldgebiet beschützt, wird vorgestellt. Seit jeher verhindert er, dass Menschen jenes magische Fleckchen Erde betreten können. Manchmal macht er aber auch Ausnahmen …
Genau deshalb dürft ihr unserem Luchspärchen Anubis und Rokko folgen, die euch humorvoll durch die Anthologie leiten werden.
»Magischer Tigerwald« ist eine Kurzgeschichtensammlung, deren Erlöse dem Raubtier- und Exotenasyl
Ansbach/Wallersdorf zugute kommen. Sie enthält spannende, aber auch lustige Geschichten für
die jüngere Leserschaft sowie Erzählungen in Erinnerung an die Pumadame Pünktchen und den Tigervater Tiger.



Der Erlös dieses Buches geht direkt an das Raubtierasyl in Ansbach/Wallersdorf.
Das Buch enthält schöne Bilder der Bewohner.
Und leider ist das auch schon das positive, das ich zu diesem Buch sagen kann.
Das Lesen kann man sich sparen, da hat man tatsächlich mehr wenn man sich das Asyl an einem der besuchsoffenen Tage anschaut und die 15 Euro (oder mehr) direkt vor Ort zurück lässt (oder auf das Soendenkonto direkt überweist).
13 (mir) unbekannte Autoren (und Autorinnen) erzählen (magische) Geschichten über das Raubtierasyl und seine Bewohner.
Ich mag Anthologien, die Kürze der Geschichten ist angenehm und es ist interessant wie verschiedene Autoren ein bestimmtes Thema umsetzen (wenn es eine Anthologie mit mehreren Autoren ist natürlich). Und auch wenn mir nicht immer alle Geschichten gefallen, so finde ich immer gute und sehr gute Geschichten, so dass ich die Anschaffung der Kurzgeschichtensammlung nicht bereuen muss.
Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass ich jemals eine unbefriedigende Anthologie in Händen hatte.
Aber es gibt immer ein erstes Mal.
So sehr ich den Zweck dieser Anthologie auch schätze so muss ich sagen, dass ich die Geschichten durchwegs für langweilig, inspirationslos und schlecht umgesetzt halte. Es gibt einige gute Ideen, aber dann sind die Geschichten zu kurz und lieblos heruntergeschrieben.
Die Geschichten sind das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt wurden und so sehr das Raubtierasyl auch unterstützt werden sollte, so vertan ist die Gelegenheit für wirklich unterhaltende Stories.
Schade.
Nebenbei bemerkt, die Einleitungen zu den einzelnen Geschichten durch die Luchse Rokko und Anubis hätte man sich auch sparen können. Und eine gewisse Chronologie der Geschichten wäre wünschenswert gewesen, so wirkt das Verhalten des Wächters doch sehr wankelmütig (aber eigentlich ist das auch schon egal)

Ich hätte mich wirklich gerne positiv über die Anthologie geäußert, aber das ist mir nicht gelungen. Das positive am Buch hat fast nichts mit dem Inhalt zu tun.

Mehr über das Raubtierasyl findet man hier (die Seite des Asyls) und hier (mein Beitrag im Blog)

Die Anthologie bei Amazon

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