Kim Forrester: Clans von Cavallon – Der Zorn des Pegasus (Rezension)

Die erbitterten Feindschaften zwischen den Clans von Cavallon kennt Sam Quicksilver nur aus alten Legenden. Mit seinen Einhorn- und Zentaurenfreunden lebt er friedlich in der Freien Stadt. Kriegerische Einhornherden oder gar einen blutrünstigen Pegasus hat er noch nie gesehen. Unvorstellbar, dass sich die Einhörner der Schwarzhornwälder Menschen als Sklaven halten! Doch am Jubiläumstag des Friedenspakts kommt es zur Katastrophe: Albtraumhafte Kreaturen attackieren die Stadt! Sie sehen aus wie Pegasus – dabei gelten diese als ausgestorben! Sam bleibt nur die Flucht und er muss erkennen, dass all die Gefahren und düsteren Legenden über Cavallon wahr sind …
Pferde und Menschen (mehr oder weniger) gleichberechtigt in (mehr oder weniger) friedlicher Koexistenz? Das erinnerte mich etwas an die Dinosaurier/Mensch-Konstellation von Dinotopia. Am Anfang fand ich es auch etwas befremdlich mich in die Pferdewesen hinein zu versetzen. Bei den Zentauren klappte es ganz gut, aber diese haben noch menschliche Züge. Aber es gibt ja noch andere „Clans“: Einhörner, Kelpie, Pegasus …
Der Zorn des Pegasus ist der Auftakt einer neuen Reihe und beginnt sehr vielversprechend. Pferdefreunde werden sicher ihren Spaß an den unterschiedlichen Clans haben. Gut geschrieben ist die Geschichte auch, aber ich war letzt endlich doch ein bisschen enttäuscht.
Die Geschichte um Cavallon finde ich interessant, aber die aktuellen Ereignisse (wie sie im Buch beschrieben werden) konnten mich nicht fesseln. Auch wenn die Charaktere (Pferde und Menschen) gut beschrieben wurden, fehlte mir der Zugang. Einzig Lysanders Geschichte fand ich interessant, der Zentaur der als Chronist ausgebildet werden soll, aber doch lieber zeichnet statt zu schreiben.
Kim Forrester gibt sich Mühe, sie beschreibt eine interessante Welt und haucht unterschiedlichen Kreaturen Leben ein.
Nur … es gibt zu viele handelnde Personen, die dem ganzen Roman etwas unübersichtlich erscheinen lassen, da die Kapitel recht kurz sind (und die Schrift etwas größer ist, so dass die 300 Seiten schnell gelesen werden können).
Es passiert viel, man erfährt viel, aber ich habe den Eindruck, dass weniger mehr gewesen wäre. Eine Konzentration auf weniger Hauptpersonen hätte dem Buch nicht geschadet.
Mag sein, dass die Zielgruppe (Leser zwischen 10 und 12) ihren Spaß daran haben werden, aber es gibt spannendere, fesselndere Bücher für diese Lesegruppe.

Aber … wer Pferde (Einhörner, Zentauren, Pegasus) mag, der wird seine Freude an diesem Buch haben.
Band 2 erscheint bald, aber ich werde dieser Reihe nicht weiter folgen.

(Rezensionsexemplar)

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2 Antworten zu Kim Forrester: Clans von Cavallon – Der Zorn des Pegasus (Rezension)

  1. Tinette sagt:

    Hallo Martin,
    das klingt ja nicht so begeistert. Die Reihe habe ich vorher auch nicht gekannt. Pegasus hat mich aber doch neugierig gemacht. Ich bin zwar kein Pferde-Mensch, finde die griechische Mythologie aber sehr interessant und kann mich deshalb für Zentauren und Pegasus begeistern.
    Kurze Kapitel und große Schrift hört sich für mich gut an. Ich mag lange Kapitel nicht so, und mir ist es auch lieber, wenn die Schrift nicht so klein ist.
    Vielleicht versuche ich es ja irgendwann mal mit dem Buch. Die Person, die mir das Buch geschenkt hat, erwartet sicher eine Rückmeldung, wie es mir gefallen hat. 🙂
    Liebe Grüße
    Tinette

    • Martin sagt:

      Halllo Tinette,
      ich bin auch kein Pferdefreund (zumindest was Reiten anbelangt), aber ich mag fliegende Pferde. Einhörner (in Maßen) und viele andere mythischen Pferdekreaturen (aber das liegt wohl wie bei dir eher am Interesse an der Mythologie). Deswegen habe ich mich auch bei VORABLESEN für das Buch beworben und durfte es lesen. Konnte man ja nicht wissen, dass es nicht mein Fall ist.
      LG
      M

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