Edgar Dahmen: Skurriles aus tierärztlichen Praxen (Rezension)

Was haben ein kondomfressender Hund, ein fliegender Hamster und ein ermordeter Tiger gemeinsam?
Sie sind neben der Zombiekatze Taiga, der Henne Lisbeth, dem Wellensittich Hansi-Bubi sowie vielen anderen Zwei- und Vierbeinern die Hauptakteure der unglaublichen Geschichten, die Tierarzt Dr. Edgar Dahmen selbst erlebt oder von seiner Kollegenschaft erzählt bekam.
In 68 skurrilen Geschichten wird der Leser mitgenommen in die oftmals verrückte Welt der Veterinärmediziner.

Ich bin ein großer Freund skurriler Geschichten und ich kann mir durchaus vorstellen, welch seltsame Dinge sich in einer Tierarztpraxis zutragen können.
ich war also sehr gespannt auf dieses Buch, allerdings erlebte ich eine große Enttäuschung. Erst auf den letzten Seiten wurde ich wirklich unterhalten, das waren kleine nicht großartig ausgeführte Stilblüten (so wie man sie u. a. hier auch im Beutelwolf-Blog findet). Über diese habe ich mich köstlich amüsiert und ich hätte gerne mehr davon gelesen.
Der Hauptteil des Buches, eben jene 68 Geschichten … nun ja…
Mir haben die Geschichten nicht gefallen. Oder anders gesagt: Die Geschichten hätten (von einem professionelleren Autor) durchaus unterhalten können, aber so wirkten sie nur heruntergetippt und die Seele fehlt. Ich fühlte mich etwas an Schulaufsätze erinnert und auch wenn die Ereignisse durchaus skurril und witzig sein könnten, ist es dem Autor nicht gelungen dies auch nur Ansatzweise in schöne Geschichten umzuwandeln.
Schade eigentlich. Weniger Geschichten, dafür ausführlicher und wirklich mitreißend erzählt, das hätte dem Buch gut getan.

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