Cecilia Davidsson/Alex Haridi/Maya Jönsson: Die Mumins und der verbotene Park (Rezension)


Die Mumins sind nicht tot zu kriegen. Und das ist auch gut so. Ich habe sie schon in meiner Kindheit geliebt und irgendwie mag ich sie heute noch… Besonders die polnische Fernsehserie Ende der 70er hat es mir angetan. Ich fand die Machart schon sehr ungewöhnlich und manchmal auch beängstigend… und auch die Erzählweise (in der deutschen Fassung war es Hans Clarin, der die gesamten Folgen sprach). Irgendwie faszinierend, ebenso wie die Version der Augsburger Puppenkiste. Weniger beeindrucken konnten mich die anderen Versionen des Stoffs.
1945 erschien unter dem Titel Småtrollen och den stora översvämnigen (Der kleine Troll und die große Überschwemmung, als Mumins lange Reise erstmals 1992 auf Deutsch) das erste Buch der Mumin-Reihe. Das Buch war kommerziell nicht erfolgreich. Erst das dritte Buch Trollkarlens hat (Der Hut des Zauberers, dt. Die Mumins. Eine drollige Gesellschaft), 1948 veröffentlicht, machte Jansson als Schriftstellerin international bekannt. Den Durchbruch auf Finnisch verschaffte ihr erst das 1952 erschienene Bilderbuch Mumin, wie wird’s weiter gehen?.
Die ursprünglichen Mumin-Geschichten – Bücher, Bilderbücher und Comics – erlebten viele Adaptionen in Zeichentrick- und Puppenspiel-Serien sowie in Hörspielen. Die Mumin-Bücher erfreuen sich weltweit großer Popularität, wurden in über 30 Sprachen übersetzt und sichern Jansson einen Platz unter den bekanntesten skandinavischen Schriftstellern.
Aber auch nach ihrem Tod 2001 leben die Mumins weiter … auch in Buchform.

Die Mumins und der verbotene Park ist eine Liebenswerte Geschichte, die mich in meine Kindheit zurück versetzt hat. Auch wenn das mein erstes Muminbuch ist und ich bisher nur die Verfilmungen kannte, hat es mir gut gefallen.

Was kann spannender sein als das Verbotene? – Beim Blumenpflücken am Mittsommerabend entdecken Mumin, Schnupferich und die kleine Mü einen Park mitten im Wald. BETRETEN OHNE ERLAUBNIS VERBOTEN und viele andere Ermahnungen stehen auf den Warnschildern hinter dem hohen Zaun. Ein wütender Hemul passt genau darauf auf, dass niemand im Park Spaß hat. Was für ein Unsinn, findet Schnupferich, der jede Art von Verboten nicht mag. Der Wald gehört allen! Flammende Mittsommerfeuer, Hatifnatten und ein stacheliger Polizist sind nur einige der Zutaten für dieses magische Sommermärchen
Auch als Einstieg für junge Leser (oder Zuhörer … ist bestimmt sehr lustig selbst als Erzähler zu fungieren und dem Nachwuchs muminflair nahezubringen) ins Muminland geeignet, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wichtige Personen werden vorgestellt und was Hatifnatten sind wird in Text und Bild ersichtlich. Illustratorin Maya Jönsson unterstützt die Autoren in ihrer Arbeit und sorgt dafür, dass man die Mumins so bekommt, wie sie sein sollen: Eine schön gezeichnete Geschichte mit einer schönen (fast will man sagen niedliche) Handlung (die Hatifnatten sind aber auch … einfach nur süß). DIE MUMINS UND DER VERBOTETE PARK handelt von Zusammenhalt, Engstirnigkeit, Auflehnung und Einsicht und bietet natürlich ein Ende, das alle zufrieden stellt. MUMINS FOREVER!!!!

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(Rezensionsexemplar)

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