Zoopresseschau

Zoo Berlin 29.05.2026
Premiere nach über 180 Jahren
Erstmals Margay-Jungtier im Zoo Berlin geboren
Wildkamera filmt historischen Moment im Reich der Jäger
Im Zoo Berlin gibt es seltenen Nachwuchs. Am 13. Mai wurde im Reich der Jäger ein Margay-Jungtier geboren. Besonders außergewöhnlich dabei ist, dass die ersten Lebensminuten des kleinen Kletterkünstlers von einer Wildkamera aufgezeichnet wurden. Nach einer Tragzeit von rund 82 Tagen wurde das Jungtier am 13. Mai geboren. Wie für Margays typisch, brachte Mutter Açailândia nur ein einzelnes Jungtier zur Welt. Zwillinge sind bei dieser Art äußerst selten. Anders als beispielsweise Hauskatzen besitzen Margays lediglich zwei Zitzen, wodurch größere Würfe kaum Überlebenschancen hätten. Mutter Açailândia wurde 2020 im französischen Zoo Parc des Félins geboren und kam Ende 2021 nach Berlin. Vater Sammi stammt aus dem britischen Shaldon Wildlife Trust und lebt seit 2022 im Zoo Berlin. Gemeinsam sorgt das Paar nun für einen historischen Moment. Bei dem Jungtier handelt es sich um den ersten Margay-Nachwuchs in der über 180-jährigen Geschichte des Zoo Berlin. „Die Geburt dieses Jungtieres ist für uns etwas ganz Besonderes“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Margays werden nur selten in zoologischen Einrichtungen gehalten und noch seltener erfolgreich gezüchtet. Dass wir nun erstmals Nachwuchs bei dieser faszinierenden Wildkatzenart verzeichnen können, ist ein großartiger Erfolg für die Tierpflegerinnen und Tierpfleger im Reich der Jäger.“ Diese haben über zweieinhalb Jahre mit Wildkameras und speziellen Wildtiermikrofonen das Verhalten der streng nachtaktiven und somit schwer zu beobachtenden Margays aufgezeichnet und in stundenlanger Kleinarbeit ausgewertet. „Unser Ziel war es, die Paarungsrufe des Weibchens zu belauschen, um die beiden streng einzelgängerisch lebenden Individuen zum exakt richtigen Zeitpunkt zusammenzubringen. Dass die Mutter ihr Jungtier nun so souverän aufzieht, ist ein mehr als toller Lohn für die vielen Extrastunden und nächtlichen Beobachtungen“, freut sich Dr. Florian Sicks, Säugetier-Kurator im Zoo Berlin. Die Margay, auch Baumozelot oder Langschwanzkatze genannt, zählt zu den kleineren Wildkatzen Mittel- und Südamerikas und gilt laut der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als potenziell gefährdet („Near Threatened“). Die nachtaktiven Tiere leben überwiegend verborgen in tropischen Regenwäldern von Südmexiko bis Argentinien und verbringen einen Großteil ihres Lebens in den Baumwipfeln. Dort jagen sie unter anderem Vögel, kleine Säugetiere, Eidechsen und Insekten. Mit ihrem langen Schwanz balancieren sie geschickt zwischen den Ästen. Dank ihrer besonders beweglichen Fußgelenke können sie sogar kopfüber Bäume hinabsteigen oder sich elegant von Ast zu Ast hangeln. Eine Fähigkeit, die unter Katzen äußerst selten ist. Zu den größten Bedrohungen zählen Lebensraumverlust durch die Zerstörung der Regenwälder, Straßenverkehr, illegale Jagd und Wildtierhandel. Doch die gute Nachricht ist: Sorgsam umgesetzte internationale Schutzmaßnahmen greifen. Zwischen 1977 und 1989 wurden im internationalen Handel noch 121.189 Felle des Baumozelots erfasst. Nachdem der Margay im Jahr 1990 in den höchsten Schutzstatus aufgenommen wurde, wurden bis 2008 nur noch 26 und seitdem sogar gar keine Felle mehr registriert. In europäischen Zoos leben derzeit lediglich 56 Margays in 24 Einrichtungen. In Deutschland ist die seltene Wildkatze neben Berlin nur in zwei weiteren Zoos zu sehen. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sieht in den kommenden Jahren dringenden Handlungsbedarf: Um die Population langfristig stabil zu halten, werden weitere erfolgreiche Nachzuchten benötigt. Das aktuelle Berliner Jungtier leistet hierbei einen wichtigen Beitrag.

Zoo Frankfurt 29.05.2026
„Tierische Erlebnisse“ – Ferienprogramm im Zoo Jeden Dienstag und Donnerstag, 30. Juni bis 6. August 2026, jeweils von 10 bis 12 Uhr
In den Sommerferien bietet die Abteilung Bildung und Vermittlung ein abwechslungsreiches Ferienprogramm an, dienstags für Kinder zwischen 8 und 10 Jahren und donnerstags für Kinder zwischen 11 und 14 Jahren. Jede Woche steht ein anderes Thema im Mittelpunkt, wie etwa Affenbanden, Bären und andere Raubtiere oder die Nachttiere im Grzimekhaus. Die Kinder lernen, Tiere genau zu beobachten und Zusammenhänge in der Natur zu erkennen. Themen im Überblick Dienstag, 30.06.2026 und Donnerstag, 2.07.2026 Affenbanden Affen leben in großen Gruppen oder in Kleinfamilien. Oft sehen die Männchen anders aus als die Weibchen und die Jungen haben Narrenfreiheit. Doch Affe ist nicht gleich Affe! Besonders bei den Menschenaffen handelt es sich bei jedem einzelnen Tier um eine einzigartige Persönlichkeit mit einer individuellen Geschichte, ähnlich uns Menschen. Dienstag, 07.07.2026 und Donnerstag, 9.07.2026 Von Bären und anderen Raubtieren Brillenbär und Waldhund, Löwe und Tiger, Zwergotter und Erdmännchen – obwohl unterschiedlich groß, verbindet sie doch alle eine Gemeinsamkeit: Das Leben als Jäger. Aber fressen wirklich alle Raubtiere Fleisch? Und warum leuchten ihre Augen in der Dunkelheit? Spielerisch werden die Fähigkeiten von Raubtieren im Hinblick auf ihre Ernährungsweise erklärt. Dienstag, 14.07.2026 und Donnerstag, 16.07.2026 Safari durch Afrika Afrika ist berühmt für seine großen Säugetiere. Giraffe oder Okapi, Zebra oder Flusspferd, Bongo oder Addax, sie alle leben in Afrika, bewohnen jedoch unterschiedliche Lebensräume – von der Wüste bis zum tropischen Regenwald. Gemeinsam begeben wir uns auf eine Reise durch Afrika und betrachten den Körperbau der Tiere im Hinblick auf deren Lebensraum und beobachten ihre verschiedenen Verhaltensweisen. Dienstag, 21.07.2026 und Donnerstag, 23.07.2026 Regenwalderlebnisse – ein Lebensraum für viele Tiere Bevor man im Regenwald Tiere sieht, hört man sie meistens zuerst einmal. So werden auch wir mit verbundenen Augen in der Freiflughalle den Geräuschen lauschen und versuchen herauszufinden, zu wem diese Geräusche gehören. Warum der Tropische Regenwald von allen Klimaräumen den zahlenmäßig meisten Arten einen Lebensraum bieten kann, lässt sich auch im Zoo anschaulich an so manchem Gehege nachvollziehen – und das ohne Impfpass und Tropenhelm! Dienstag, 28.07.2026 und Donnerstag, 30.07.2026 Nachttiere – bei ihnen wird die Nacht zum Tag Nicht alle Tiere sind am Tag aktiv. Viele Arten wie etwa Fledermäuse, Erdferkel und Fingertiere kann man nur nachts beobachten. Sie sind perfekt an das Leben im Dunkeln angepasst. Bei einer Tour durch das Nachttierhaus erfahren wir, welche Vorteile es für die Tiere hat, die Nacht zum Tag zu machen. Dienstag, 04.08.2026 und Donnerstag, 6.08.2026 Lebensraum Ozean Die Ozeane der Welt bieten unzähligen Arten Lebensraum. Aber was müssen die Tiere können, um im Element Wasser leben zu können? Durch viele spannende Beobachtungen versuchen wir diese und viele andere Geheimnisse zu lüften. Dabei erfahren wir, welche Auswirkungen die Verschmutzung der Meere auf die Tiere und letztendlich auch auf uns Menschen hat. Teilnahmebedingungen: Alter: 8 bis 10 Jahre (Dienstag) und 11 bis 14 Jahre (Donnerstag) Kosten: 10 € pro Termin zuzüglich Zooeintritt Treffpunkt: vor der Zooschule Anmeldung und Information: Abteilung Bildung und Vermittlung, Telefon: 069 212-36952 E-Mail: amt77.paedagogik@stadt-frankfurt.de Plätze für die Teilnahme sind begrenzt.

Erlebnis-Zoo Hannover 29.05.2026
EUROPAS ÄLTESTER BRILLENPINGUIN WIRD 40
Fischbüffet zum Schlupf-Tag am 30. Mai Ein ganz besonderer Geburtstag im Erlebnis-Zoo Hannover: Brillenpinguin „Evi“ wird am 30. Mai 40 Jahre alt. Das Pinguin-Weibchen ist damit aktuell der älteste Brillenpinguin in Europa. An ihrem Schlupf-Tag bekommt „Evi“ um 11 Uhr ein kleines Büffet aus Heringen und Makrelen. „Die mag sie besonders gern“, wissen ihre Tierpflegenden. In der Natur – Brillenpinguine leben an den Küsten Südafrikas und Namibias – werden die Vögel zwischen 10-20 Jahre alt. Dank der guten Pflege im Zoo ist „Evi“ also ein Methusalem unter den Pinguinen. Das Alter sieht man dem Pinguin-Weibchen nicht. Das Gefieder ist immer noch tiefschwarz-weiß, es trägt vier dunkle Punkte auf dem weißen Bauch und zartrosa Federn über der Augenpartie. „Sie ist vielleicht etwas langsamer als die anderen Pinguine, und der Schnabel ist nicht mehr so formschön, ansonsten aber ist sie absolut fit“, so die Tierpflegenden. Brillenpinguine leben monogam. Als „Evi“ im Laufe ihres langen Lebens ihren Partner verlor, fand sie später mit dem jüngeren „Fred“ eine neue Hälfte. „Fred hatte auch gerade seine Partnerin verloren, zusammen sind die beiden ein gutes Team“, so die Tierpflegenden. Die beiden brüten auch genauso emsig wie der Rest der Kolonie, „aber für Nachwuchs sind sie dann leider doch zu alt.“ Tipp: Wer die 40-Jährige unter den 34 Brillenpinguinen erkennen möchte, suche einfach nach einer lila Markierung an einem rechten Flügel. Vom Aussterben bedroht Der Brillenpinguin wird von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als vom Aussterben bedroht eingestuft. Die Bestände sind in den vergangenen Jahrzehnten drastisch zurückgegangen – vor allem durch Überfischung, Umweltverschmutzung und Veränderungen der Meeresökosysteme. Der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligt sich daher im Rahmen eines internationalen Erhaltungszuchtprogramms aktiv am Schutz dieser Art.

Alpenzoo Innsbruck 29.05.2026
Kleine Schnäbel, große Freude: Seltene Fichtenkreuzschnäbel erstmals seit 13 Jahren wieder im Alpenzoo geschlüpft
Im Alpenzoo gibt es erfreuliche Nachrichten aus der Vogelwelt: Erstmals seit 13 Jahren konnten bei den Fichtenkreuzschnäbeln wieder Jungvögel erfolgreich aufgezogen werden. Drei Küken sind in den vergangenen Wochen geschlüpft und vor wenigen Tagen bereits ausgeflogen. Das Fichtenkreuzschnabel-Paar lebt seit einiger Zeit im Alpenzoo und stammt ursprünglich von einem Privatzüchter. Das Weibchen ist drei Jahre alt, das Männchen zwei Jahre. Von Beginn an zeigte sich das Paar außergewöhnlich harmonisch – keine Selbstverständlichkeit bei dieser Vogelart. Umso größer ist die Freude über den aktuellen Bruterfolg. Die Aufzucht der Jungvögel gilt als besonderer Erfolg in der Haltung dieser spezialisierten Finkenvögel, die vor allem durch ihren gekreuzten Schnabel bekannt sind. Mit diesem Werkzeug können sie geschickt Samen aus Fichtenzapfen herauslösen – daher auch ihr Name. „Dass wir nach so vielen Jahren wieder Nachwuchs bei den Fichtenkreuzschnäbeln verzeichnen können, freut uns ganz besonders“, betont Zoodirektor Dr. André Stadler. Die drei Jungvögel entwickeln sich gut und können ab sofort gemeinsam mit ihren Eltern in einer Kleinvogelvoliere im Auwald beobachtet werden. Der Alpenzoo setzt sich seit vielen Jahren für die Haltung, Erforschung und den Schutz alpiner Tierarten ein und freut sich, Besucherinnen und Besuchern diesen besonderen Nachwuchs präsentieren zu können.

ZOOM Gelsenkirchen 28.05.2026
ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen wildert erneut Feldhamster aus
Nach dem Zuchterfolg aus dem vergangenen Jahr wildert die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen erneut Feldhamster aus. Am Mittwoch, 27. Mai, wurden drei Männchen und fünf Weibchen auf einer dafür vorbereiteten Fläche in Göttingen ausgewildert. Die Auswilderung der bedrohten Tiere ist Teil eines Artenschutzprojekts der AG Feldhamsterschutz Niedersachsen, die sich um den Schutz und die Nachzucht sowie die Wiederansiedlung des Feldhamsters kümmert. Die Gründertiere, auf die auch die Tiere aus der ZOOM Erlebniswelt zurückgehen, stammen aus dem Gebiet in Göttingen, in dem nun die Auswilderung stattgefunden hat. Ursprünglich war der Feldhamster dort eine weit verbreitete und häufige Art. In den vergangenen Jahrzehnten sind die Bestände des Feldhamsters dramatisch zurückgegangen. Ursachen dafür sind vor allem die intensive Landwirtschaft, moderne Erntemethoden, der Einsatz von Pestiziden sowie der Verlust an Lebensraum und Nahrung. Zudem galt die Art lange Zeit als Ernteschädling, weshalb sie stark bejagt wurde. Inzwischen sind Feldhamster in der Natur vom Aussterben bedroht. Da der Feldhamster zum Anlegen seines Baus bestimmte Bodentypen, wie zum Beispiel Lössböden, benötigt, kommt er nicht überall in Deutschland vor. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Landwirten wurden in den ursprünglichen Verbreitungsgebieten Maßnahmen ergriffen, um wieder einen geeigneten Lebensraum für diese bedrohte Art zu schaffen, in dem genügend Deckung und Nahrung zur Verfügung steht. Die Auswilderung der Feldhamster ist ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Sicherung der Population in Deutschland. Bereits im vergangenen Jahr wurden einige Tiere aus Gelsenkirchen erfolgreich in Göttingen ausgewildert.

Tierpark Bern 28.05.2026
Wolfswelpen, Elche, Wisente: Zahlreiche Jungtiere im Tierpark Bern
Vorwitzige Wolfswelpen, langbeinige Elchkälber, Wisentnachwuchs im Wald, flinke Zieseljunge und noch graue Flamingojungtiere: Der Frühling 2026 bringt im Tierpark Bern aussergewöhnlich viel Leben. Ein Forschungsprojekt bringt zudem wichtige Erkenntnisse zum Sozialleben der Wölfe. Wolfswelpen – Forschung im zweiten Jahr Zum zweiten Mal dokumentiert die Universität Neuchâtel Wolfswelpen im Tierpark Bern – mit Livekameras und Mikrofonen in allen vier Wolfshöhlen. Die weltweit einzigartigen Aufnahmen liefern erstmals Vergleichsdaten über mehrere Jahre über die Geburt und das Sozialverhalten des Rudels in den ersten Wochen und Monaten. Die Wölfin zieht sich kurz vor der Geburt in die Wurfhöhle zurück und säugt die Welpen dort in den ersten Lebenswochen – die Jungtiere kommen blind und mit geschlossenen Ohren zur Welt. Die Zucht im Tierpark Bern erfolgt im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP). Elche, Wisente und Ziesel Elchkälber (Alces alces) stehen wenige Minuten nach der Geburt auf eigenen Beinen. Die erste Zeit verbringen die Zwillinge mit der Mutter abgeschottet, um ihnen etwas Ruhe zu ermöglichen, sie werden wahrscheinlich ab nächster Woche zu sehen sein. Im Wisentwald ist ebenfalls Nachwuchs zu erleben – in über 50 Jahren hat der Tierpark Bern mehr als 100 Wisente im Rahmen des EEPs gezüchtet, 22 davon konnten ausgewildert werden. Auch bei den Europäischen Ziesel (Spermophilus citellus, IUCN Endangered) wieselt der Nachwuchs emsig durch die Anlage, Im Tierpark Bern aufgezogene Jungtiere, sowie erwachsene Tiere sind auch dieses Jahr Kandidaten für die Auswilderung in der Tschechischen Republik. Steinkäuze, Steinböcke, Bezoarziegen und Flamingos Auch bei den Steinkäuzen (Athene noctua), den imposanten Alpensteinböcken (Capra ibex, EEP), den wildtypischen Bezoarziegen (Capra aegagrus, EEP) und den Rosa-Flamingos (Phoenicopterus roseus) freut sich der Tierpark über Nachwuchs. Noch im Brutgeschäft Auerhühner, Birkhühner und Bienenfresser (je EEP), Rothühner und Raufusskäuze brüten noch – die Zahl der Neuankömmlinge im Berner Tierpark wächst weiter

Opel-Zoo Kronberg 28.05.2026
Aktionstage „Biologische Vielfalt im Opel-Zoo erleben“ für Schulklassen und Einzelbesucher am 9. und 10. Juni 2026, 9 bis 13 Uhr
Im Opel-Zoo finden kurz vor den Sommerferien wieder die Aktionstage „Biologische Vielfalt im Opel-Zoo erleben“ statt. Am Dienstag, dem 9. Juni 2026, und Mittwoch, 10. Juni 2026, jeweils von 9 bis 13 Uhr bieten die Zoopädagogen gemeinsam mit Mitarbeitenden und Studierenden der Didaktik der Biowissenschaften und der Opel-Zoo-Stiftungsprofessur für Zootierbiologie an der Goethe-Universität diese Aktionstage an. Schülerinnen und Schüler, aber auch interessierte Einzelpersonen erfahren dann an zahlreichen Info- und Mitmachstationen auf dem gesamten Zoogelände, dass die biologische Vielfalt des Lebens auf der Erde, die Biodiversität, Lebensgrundlage für den Menschen und andere Organismen ist. Bei den Stationen werden die Zoobesucher zur Beobachtung bedrohter Tierarten angeleitet, können den Tierforschern über die Schulter blicken und spielerisch erkennen, wie und was jeder Einzelne dazu beitragen kann, diese Vielfalt zu schützen und durch nachhaltiges Handeln zu bewahren. Alle Besucher erhalten an diesem Tag am Haupteingang altersdifferenziert gestaltete Laufzettel, die sie durch das Zoogelände zu den insgesamt sieben Stationen führen. Die Teilnahme an den Aktionstagen am 9. und 10. Juni 2026 ist kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Kölner Zoo 28.05.2026
Rarität im Doppelpack: Zwei Jungtiere bei den Madagaskar-Springratten im Kölner Zoo
Gleich doppelter Nachwuchs bei einer stark bedrohten Tierart: Im Madagaskarhaus des Kölner Zoo sind zwei Jungtiere bei den sehr seltenen Madagaskar-Springratten (Hypogeomys antimena) zur Welt gekommen. Die Geburt erfolgte Mitte April unterirdisch im hinteren Bereich der Anlage. Nach einigen Wochen zeigten sich beide Junge, deren Geschlechter noch nicht bestimmt sind, erstmals oberirdisch. Namen hat das Zoo-Team noch nicht vergeben. Vater ist der zweieinhalbjährige „Ako“, der 2024 aus dem Zoo im tschechischen Plzen nach Köln kam. Die fast zweijährige Mutter „MJ“ ist ebenfalls 2024 nach Köln gezogen. Sie stammt aus dem Zoo der britischen Kanalinsel Jersey. Ziel des Zusammenzugs war die Nachzucht bei dieser vom Aussterben bedrohten Art. Dies ist rund um den Jahreswechsel mit dem Jungtier „Noely“ erfreulicherweise zum ersten Mal passiert. Nun haben „Ako“ und „MJ“ direkt nachgelegt. Madagaskar-Springratten sind die größten Nager, die auf der vor Ostafrika gelegenen Insel vorkommen. Ihr Lebensraum sind Trockenwälder. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 30 bis 34 cm, die Ohren sind mit 6 cm sehr lang. Das Gewicht kann 1,2 kg betragen. Die Tiere sind Vegetarier. Sie ernähren sich überwiegend von Früchten, Samen, Blättern, Wurzeln und Sprösslingen. Sie sind nachtaktiv und bewohnen ein System aus unterirdischen Höhlen und Gängen. Madagaskar-Springratten leben in einer obligaten Monogamie. Das bedeutet, dass die Partner ihr Leben lang zusammenbleiben. Die Weibchen gebären in der Wildnis nur ein oder zwei Jungtiere pro Jahr in der Regenzeit. Der Aufbau von Haltungen in Zoos ist aufgrund ihrer starken Bedrohung und der langsamen Fortpflanzung wichtig, um den grundsätzlichen Bestand der Art zu sichern und Erhaltungszuchten starten zu können. Die Haltung in Zoos ist auch von Bedeutung, um mehr über die Tiere und ihre Bedürfnisse zu lernen. So sind über die Madagaskar-Springratten im Kölner Zoo bereits zwei Bachelor-Arbeiten angefertigt worden. Unterstützt wurden diese Projekte jeweils durch die Biologinnen und Tierpfleger des Zoos. Schließlich lässt sich nur schützen, was man kennt. Experten konnten bereits herausfinden, dass die Madagaskar-Springratte in der Wildbahn eine wichtige ökologische Rolle als Beutetiere für Schlangen, Greifvögel und das bekannteste madagassische Raubtier, die Fossa, spielt. Ihr Aussterben bedroht also viele weitere Arten des Ökosystems. Madagaskar ist einer der weltweiten Hotspots der Artenvielfalt. 90 Prozent der Wirbeltiere, die auf der Insel leben, sind nur hier zu finden. Dieser Artenschatz ist massiv bedroht. Grund ist vor allem der Lebensraumverlust durch Abholzung und Brandrodung für die lokale Landwirtschaft oder kommerzielle Plantagen. Hinzukommen die immer stärker spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, die die Insel besonders heftig betreffen, sowie die Bejagung von Tieren durch die bitterarme und oft hungernde madagassische Bevölkerung. Auftrag Arche: Der Kölner Zoo setzt sich nachhaltig für die Bewahrung der madagassischen Artenvielfalt ein: In seinem traditionsreichen Madagaskarhaus hält, züchtet und erforscht der Kölner Zoo viele hochbedrohte Tiere dieser Insel – so neben den Springratten auch verschiedene Lemurenarten, Tenrek und Gecko. Im Aquarium betreibt der Kölner Zoo Erhaltungszuchtprogramme für hochbedrohte madagassische Tierarten, darunter für das Grüne Marmorkrötchen oder den Mangarahara-Buntbarsch. Letzterer zählt zu den seltentesten Fischen der Erde. Den Kölner Aquariums-Experten gelang erstmals die Nachzucht. Auf dieser Basis konnte inzwischen Nachwuchs an andere Zoos in Deutschland und Europa abgegeben werden, um weitere Reservepopulationen aufzubauen. Der Kölner Zoo ist Mitglied der „Madagaskar Fauna & Flora Group“. In diesem Zusammenschluss sitzen Experten renommierter Zoos, Botanischer Gärten, Repräsentanten der madagassischen Regierung sowie Vertreter von Naturschutzbehörden und ortsansässigen NGOs, um gemeinsam Schutzkonzepte für die madagassische Flora und Fauna zu entwickeln und umzusetzen. Mit dem Projektpartner „Tropical Biodiversity Social Enterprise“ im Süden Madagaskars hat der Kölner Zoo eine Forschungsstation und eine Bildungsstation für die lokale Bevölkerung aufgebaut und unterstützt Ranger-Patrouillen, die den Wald schützen. Weitere Infos und konkrete Spendenmöglichkeiten hier: https://foerdern.koelnerzoo.de/spenden/artenschutz/schutz-der-flora-und-fauna-auf-madagaskars

Tiergarten Kleve 28.05.2026
Tierischer Veranstaltungssommer im Tiergarten Kleve
Neue Events, besondere Führungen und erstmals „Tierische Sommerabende“ im Familienzoo am Niederrhein Im Tiergarten Kleve erwartet die Besucherinnen und Besucher in den kommenden Wochen ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm für alle Altersgruppen. Neben neuen Führungsformaten, Ferienaktionen und Mitmachangeboten startet in diesem Sommer erstmals auch die neue Großveranstaltung „Tierische Sommerabende“, bei der der Tiergarten an ausgewählten Abenden bis in die späten Abendstunden geöffnet bleibt. „Wir möchten unseren Gästen nicht nur einen klassischen Tiergartenbesuch bieten, sondern immer wieder neue Erlebnisse schaffen, die Tiererlebnis, Bildung und Freizeit miteinander verbinden“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Gerade die Mischung aus spannenden Veranstaltungen, direktem Tierkontakt und besonderen Themenführungen macht den Tiergarten Kleve für viele Familien zu einem beliebten Ausflugsziel.“ Den Auftakt macht am 10. Juni 2026 der nächste Seniorennachmittag unter dem Motto „Tierische Generationen“. Dabei erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein gemütlicher Nachmittag, der zu Beginn um 14 Uhr mit spannenden Einblicken in das Sozialleben verschiedener Tierarten und einem besonderen Blick auf generationsübergreifendes Zusammenleben im Tierreich beginnt, und mit gemeinsamen Kaffee und Kuchen-Essen ausklingt. Am 18. Juni 2026 findet erstmals die neue Fotosafari „Clevere Tiere vor der Kamera“ statt. Bei dem exklusiven Fotospaziergang mit dem langjährigen Tiergartenmitarbeiter und Hobbyfotograf Dietmar Cornelissen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer außerhalb der normalen Öffnungszeiten besondere Einblicke in den Tiergarten und haben die Möglichkeit, Tiere aus außergewöhnlichen Perspektiven zu fotografieren. Das neue Format richtet sich vor allem an Hobbyfotografinnen und Hobbyfotografen. Ein weiteres besonderes Veranstaltungsformat folgt am 21. Juni 2026 mit der traditionellen Pride-Führung „Homosexualität im Tierreich“. Dabei erfahren die Gäste Spannendes über gleichgeschlechtliches Verhalten bei Tieren und die enorme Vielfalt natürlicher Lebens- und Sozialformen im Tierreich. „Zoos sind heute moderne Bildungsorte und möchten gesellschaftliche Themen verständlich und wissenschaftlich fundiert vermitteln“, erläutert Dr. Polotzek. „Gerade Führungen wie unsere Pride-Tour zeigen, wie faszinierend und vielfältig die Natur tatsächlich ist. Viele Menschen wissen nämlich gar nicht, dass homosexuelles Verhalten mittlerweile bei über 1.500 Tierarten wissenschaftlich beschrieben ist.“ Auch für Kinder bietet der Tiergarten in den Sommerferien ein neues Erlebnisangebot: Vom 20. bis 31. Juli 2026 findet erstmals die Sommerferienaktion „Junior Tierpfleger“ statt. Dabei können Kinder einen Blick hinter die Kulissen werfen, Tierpflegerinnen und Tierpfleger bei ihrer Arbeit begleiten und viele spannende Aufgaben rund um die Versorgung der Tiere kennenlernen. Ein besonderes Highlight des Veranstaltungssommers sind außerdem die neuen „Tierischen Sommerabende“, die vom 2. Juli bis zum 23. August 2026 stattfinden: Immer donnerstags bis sonntags bleibt der Tiergarten bis in die Abendstunden um 21 Uhr geöffnet und bietet den Gästen eine ganz besondere Atmosphäre mit einem täglich wechselnden Live-Programm, zusätzlichen gastronomischen Angeboten und der Möglichkeit, viele Tiere zu einer besonders aktiven Tageszeit zu erleben. „Gerade an warmen Sommerabenden entsteht im Tiergarten eine ganz besondere Stimmung“, so Dr. Polotzek weiter. „Mit der Premiere der Tierischen Sommerabenden möchten wir unseren Gästen ein neues Freizeiterlebnis mitten in der Natur bieten und ein neues Veranstaltungshighlight am Niederrhein schaffen, was es so bisher noch nicht gegeben hat.“ Für den Seniorennachmittag, die Fotosafari, die Pride-Führung sowie die Sommerferienaktion „Junior Tierpfleger“ ist aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlen eine vorherige Ticketbuchung erforderlich. Tickets sind am einfachsten und bequemsten über den Onlineshop des Tiergartens erhältlich. Bereits jetzt startet außerdem der Vorverkauf für die Neuauflage des beliebten Halloweenfests im Tiergarten Kleve, das auch in diesem Jahr wieder mit aufwendig dekorierten Themenwelten, zahlreichen Aktionen und besonderer Atmosphäre für kleine und große Gäste stattfinden wird. Außerdem findet am 14.6.26 wieder das beliebte Klever Kinderfest im Tiergarten Kleve statt, bei dem der Tiergarten Kleve ausnahmsweise nur von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist, der Eintritt aber an diesem besonderen Tag für alle Gäste kostenlos ist. Passend zum Sommer erweitert der Tiergarten Kleve zudem sein gastronomisches Angebot: An Schönwettertagen gibt es ab sofort am Eiskiosk neben dem Kükenhaus verschiedene Sorten Kugeleis. Besonderes Highlight ist dabei ein exklusiv für den Tiergarten Kleve entwickeltes Panda-Eis. Eine Übersicht über alle bevorstehenden Veranstaltungen gibt es unter: https://tiergarten-kleve.de/veranstaltungen/Liste/

Zoo Basel 28.05.2026
Neue Elefantengruppe im Zolli angekommen
Gestern Abend ist die neue Gruppe Afrikanischer Elefanten (Loxodonta africana) aus dem Grünen Zoo Wuppertal im Zoo Basel eingetroffen. Leitkuh Tika (18) sowie ihre beiden Töchter Kimana (6) und Mali (3) erhalten nun die Gelegenheit, ihre neue Umgebung in Ruhe zu erkunden. Das Elefantenhaus Tembea bleibt bis einschliesslich Sonntag, 31. Mai 2026, geschlossen. Mit etwas Glück sind die Tiere derweil auf der Aussenanlage zu sehen. Die Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) Tika (18), Kimana (6) und Mali (3) sind am Mittwochabend, 27. Mai 2026, gut im Zoo Basel angekommen. Die neue Gruppe stammt aus dem Grünen Zoo Wuppertal und macht sich schrittweise mit ihrem neuen Zuhause vertraut. Die Eingewöhnung der Tiere wird von zwei den Elefanten eng vertrauten Tierpflegenden aus Wuppertal begleitet. Starke Charaktere Tierpfleger Martin Burri, im Zolli hauptverantwortlich für die Elefanten, hat die Gruppe im Vorfeld kennengelernt. Gemäss seiner Einschätzung bringt Tika gute Voraussetzungen als Leitkuh mit. Sie gilt als charakterstark und temperamentvoll und ist gegenüber fremden Betreuerinnen und Betreuern zunächst zurückhaltend, aber neugierig. Im Training zeigt sie sich kooperativ, setzt jedoch klare Grenzen. Kimana arbeitet gerne und zuverlässig mit. Geht es ihr zu langsam, reagiert sie ungeduldig und macht auf sich aufmerksam. Die jüngste, Mali, beteiligt sich ebenfalls gut am Training. Ihre Aufmerksamkeitsspanne ist jedoch noch begrenzt. Beim Fressen äussert sie Zufriedenheit durch Grunzen. Trennung einer Matrilinie Im Rahmen des Umbaus der Anlage im Grünen Zoo Wuppertal wurde eine Trennung der sechs Tiere zählenden Herde erforderlich. Der Entscheid zur Zusammensetzung der neuen Gruppen erfolgte nach sozialen und verhaltensbedingten Kriterien, wie sie auch in der Natur vorkommen können: Elefantenkuh Tika zeigte in der Vergangenheit ein ausgeprägtes Dominanzverhalten und beanspruchte zunehmend die Rolle der Leitkuh, was zu Konflikten mit ihrer Mutter, der aktuellen Leitkuh in Wuppertal, führte. Vor diesem Hintergrund lag die Entscheidung nahe, eine Matrilinie – eine mütterliche Verwandtschaftslinie aus eng miteinander verbundenen weiblichen Tieren – von der Gruppe zu trennen und abzugeben. In Abstimmung mit dem EAZA Ex-situ-Programm (EEP, Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria) fiel der Entscheid, dass Tika und ihre beiden Töchter in den Zoo Basel wechseln. Neues Kapitel für die Elefantenhaltung Das Elefantenteam des Zolli freut sich auf seine neue Aufgabe. Tika, Kimana und Mali werden schrittweise an ihre neue Umgebung, den Tagesablauf und das Training in Basel gewöhnt. Eine Zucht ist perspektivisch vorgesehen, steht aktuell jedoch nicht im Fokus. Frühestens ab Frühjahr 2027 könnte ein Bulle zur Gruppe stossen. Der Zoo Basel ist mit dem EEP bereits in entsprechenden Gesprächen. Tusker bleibt präsent in Basel Besonders ist die Herkunft der Tiere: Tikas Vater, Tusker, lebte einst selbst im Zoo Basel und ist den Besucherinnen und Besuchern als Balancekünstler und Social-Media-Persönlichkeit in Erinnerung geblieben. Ihre Mutter stammt aus dem Kruger Nationalpark in Südafrika. Tikas Töchter Kimana und Mali haben verschiedene Väter und sind somit Halbgeschwister. Elefantenhaus aktuell geschlossen Die Zolli-Besucher:innen müssen sich eventuell noch etwas gedulden, bis sie die Elefanten zu Gesicht bekommen: Das Elefantenhaus Tembea bleibt bis einschliesslich Sonntag, dem 31. Mai 2026, geschlossen. Sollten sich die Tiere ins Freie begeben, können sie mit etwas Glück jedoch bereits auf der Aussenanlage beobachtet werden. Ab Montag, 1. Juni 2026, ist das Elefantenhaus wieder offen, was ermöglicht, Tika und ihre Töchter aus nächster Nähe zu beobachten.

Zoo Heidelberg 27.05.2026
Nachwuchs im Zoo Heidelberg
Der Zoo freut sich über Jungtiere bei den Rindern und Schopfhirschen
Zwei neugierige Kälbchen und ein vorsichtiger Schopfhirsch: Im Zoo Heidelberg können Besucher derzeit wieder einige Jungtiere entdecken. Pünktlich zu den Pfingstferien sorgt Nachwuchs in verschiedenen Revieren für lebhafte Szenen auf den Anlagen. Noch etwas wackelig stehen die beiden jungen Hinterwälder Kälber in ihren Boxen im Bauernhofrevier und beobachten aufmerksam ihre Umgebung. Die beiden männlichen Jungtiere wurden Mitte Mai geboren und entwickeln sich sehr gut. Besucher können sie derzeit aus nächster Nähe beobachten. „Die beiden sind fit, neugierig und trinken wunderbar bei ihren Müttern“, berichtet Tierpflegerin Katharina Thiel. „Es ist schön zu sehen, wie schnell sie kräftiger und sicherer werden.“ Hinterwälder Rinder zählen zu den ältesten Rinderrassen Deutschlands und stammen ursprünglich aus dem Schwarzwald. Typisch für die robuste und vergleichsweise kleine Rasse: Sowohl männliche als auch weibliche Tiere tragen Hörner. Auf der Anlage der Schopfhirsche wächst seit Anfang Mai ebenfalls ein Jungtier heran. Wer bei Hirschen jedoch an große Tiere denkt, wird überrascht sein: Erwachsene Schopfhirsche erreichen nur 50 bis 70 Zentimeter Schulterhöhe und wiegen etwa 20 bis 25 Kilogramm. Jungtiere bringen bei der Geburt gerade einmal ein bis zwei Kilogramm auf die Waage. Die Elterntiere haben bereits Erfahrung: Ihr Nachwuchs vom letzten Jahr lebt gemeinsam mit ihnen auf der Anlage. Schopfhirsche gehören zu den sogenannten „Abliegern“. In den ersten Lebenswochen bleibt der Nachwuchs meist gut versteckt an einem sicheren Ort liegen, während das Muttertier auf Nahrungssuche geht. Der kleine männliche Schopfhirsch erkundet inzwischen immer häufiger die Umgebung. Charakteristisch für die seltene Hirschart ist der namensgebende Haarbüschel auf Stirn und Oberkopf, unter dem die Männchen ein kleines Geweih tragen.

Zoo Hannover 27.05.2026
SCHOKOBRAUNER NACHWUCHS IM ERLEBNIS-ZOO
Rentierkalb erkundet neugierig seine Anlage im Erlebnis-Zoo Hannover Noch etwas vorsichtig, aber schon voller Neugier erkundet das am 13. Mai geborene Rentierkalb im Erlebnis-Zoo Hannover seine Anlage in Yukon Bay. Sein dichtes, schokobraunes Fell schützt den kleinen Nordland-Bewohner vor Wind und Wetter – und hebt sich deutlich vom helleren Fell seiner Mutter ab, an deren Seite es die Welt entdeckt. Wie bei vielen Wildtieren verändert sich auch das Fell junger Rentiere im Laufe der Entwicklung. Kälber werden mit einem dichten, isolierenden Fell geboren, das sie auch bei niedrigen Temperaturen schützt. Im ersten Lebensjahr passt sich die Fellstruktur mehrfach an die Jahreszeiten an – ein wichtiger Überlebensvorteil in den oft extremen Lebensräumen der Art. Schon bald ist der Nachwuchs so hell wie seine Mutter. Bei der Geburt wiegt ein Rentierkalb etwa 5 bis 7 Kilogramm. Bereits kurz nach der Geburt steht es auf eigenen Beinen und folgt seiner Mutter meist schon innerhalb weniger Stunden. Diese frühe Mobilität ist entscheidend, da Rentierherden in der Natur weite Strecken zurücklegen. Auch im Zoo bleibt das Jungtier in den ersten Tagen eng an der Seite seiner Mutter, gewinnt aber täglich an Sicherheit und erkundet zunehmend seine Umgebung. Anpassungskünstler der Kälte Rentiere sind perfekt an das Leben in kalten Regionen angepasst. Ihre breiten Hufe ermöglichen sicheren Halt auf Schnee und sumpfigem Untergrund, während das dichte Fell eine hervorragende Isolation bietet. Charakteristisch ist zudem, dass sowohl männliche als auch weibliche Tiere ein Geweih tragen – eine Besonderheit unter den Hirscharten. Gefährdungsstatus Das Rentier (Rangifer tarandus) wird weltweit von der Weltnaturschutzunion IUCN derzeit zwar insgesamt als „nicht gefährdet“ eingestuft. Allerdings gelten einige Unterarten und Populationen – insbesondere in bestimmten Regionen Europas und Nordamerikas – als stark gefährdet oder bedroht. Ursachen sind unter anderem Klimawandel, Lebensraumverlust, menschliche Eingriffe sowie Störungen durch Infrastruktur und Industrie. Der Schutz der Lebensräume spielt daher eine zentrale Rolle für den langfristigen Erhalt der Art.

Tierpark Hellabrunn München 27.05.2026
Mantelpaviane von Hellabrunn nach Algerien und Bosnien umgezogen
Vergangene Woche war es soweit: Die Mantelpaviane aus dem Tierpark sind umgezogen. Der Tiertransport nach Algerien beziehungsweise Bosnien verlief unkompliziert, alle Tiere sind wohlauf. Der Umzug der Paviane ist zugleich ein erster wichtiger Meilenstein für das Großprojekt Panda, denn die bisherige Paviananlage wird künftig Teil der neuen Panda-Anlage sein. Bis zum offiziellen Spatenstich der Anlage für die Großen Pandas werden noch einige Monate vergehen. Mit dem Wegzug der Paviane wurde jedoch bereits ein Teil des zukünftigen Panda-Areals freigeräumt. Die zweite Hälfte der großzügig geplanten Anlage entsteht auf dem Gelände der bisherigen Lama-Anlage. Die dort lebenden Tiere werden im Laufe des Jahres in das Hellabrunner Mühlendorf umziehen. Die insgesamt 23 Mantelpaviane wurden nach ausführlichen Gesundheitschecks in zwei Gruppen aufgeteilt und in der vergangenen Woche mit einem professionellen Tiertransport-Unternehmen per Flugzeug nach Algerien beziehungsweise über den Landweg nach Bosnien transportiert. „Beide zoologischen Einrichtungen sind für die Mantelpaviane eine sehr gute Alternative zum Tierpark Hellabrunn“, erklärt Direktor Rasem Baban. „Die Abgabe erfolgte in enger Abstimmung mit dem Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Mantelpaviane und die Zoos in Algerien und Bosnien haben in den letzten Monaten komplett neue Anlagen für die Primaten errichtet.“ Mit dem geplanten Bau der Anlage für Große Pandas verfolgt der Tierpark Hellabrunn das Ziel, moderne Tierhaltung, internationalen Artenschutz und neue Bildungsangebote für Besucherinnen und Besucher miteinander zu verbinden. Die Fertigstellung und Eröffnung sind für 2028 geplant. Weitere Informationen zum Zeitplan und zur Gestaltung der neuen Anlage sollen in den kommenden Monaten vorgestellt werden.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 26.05.2026
Weibliches Yak zieht im Asiatischen Dorf im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart ein
Zotteliger Neuzugang in der Wilhelma
Aufmerksame Besucherinnen und Besuchern der Wilhelma mögen es bereits bemerkt haben: Seit dem 19. Mai 2026 steht bei den Hausyaks im Asiatischen Dorf ein neues Tier auf der Weide. Im Gegensatz zu seinen dunkelbraun gefärbten Artgenossen fällt es neben seiner geringeren Größe und den noch eher zierlichen Hörnern vor allem durch den breiten weißen Streifen auf, der sich von der Stirn über den Rücken, den buschigen Schwanz bis zu den Hinterbeinen zieht. Kuratorin Kerstin Ludmann erklärt: „Bei unserem Neuzugang handelt es sich um eine einjährige Yak-Kuh, die wir aus dem Thüringer Zoopark Erfurt erhalten haben. Nachdem das Tier zunächst vorschriftsmäßig in Quarantäne war, durfte es nun erstmals auf seine neue Anlage. Noch ist es etwas zurückhaltend gegenüber seinen Artgenossen, wird sich aber sicher schnell in die Gruppe einleben.“ Das Hausyak ist ein in den Gebirgsregionen Zentralasiens sehr verbreitetes Nutztier, besonders in Teilen Chinas und der Mongolei. Sein Vorfahre, das Wildyak, wurde bereits vor mehreren tausend Jahren domestiziert. Im Gegensatz zum dunkelbraun bis schwarz gefärbten Wildyak sind bei Hausyaks durch Züchtung auch andere Farbschläge entstanden. Hausyaks dienen als Lasttier sowie als Lieferant für Fleisch, Milch und Fell. Außerdem wird der Kot der Yaks in getrockneter Form als Brenn- und Heizmaterial verwendet, vor allem in baumarmen Hochgebirgslagen. Während das Hausyak in Teilen Asiens millionenfach gehalten wird, gilt das Wildyak laut Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet. Nachdem die Wilderei, die zeitweise die größte Bedrohung für die Art darstellte, mittlerweile in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes eingedämmt wurde, sind heute der Verlust von Lebensräumen und die Konkurrenz um Weideflächen mit vom Menschen gehaltenen Viehherden die größten Gefahren für den Fortbestand der Wildform. Die Hausyaks in der Wilhelma wohnen in direkter Nachbarschaft zu den Trampeltieren, welche den Neuzugang bereits über den Zaun hinweg neugierig beäugen. Wenige Schritte entfernt befindet sich der Asiatische Schaubauernhof mit Kaschmirziegen, Romanovschafen, Vietnamesischen Hängebauchschweinen und Ayam-Cemani-Hühnern. Der Bereich präsentiert damit eine kleine Auswahl von Nutztierrassen des asiatischen Kontinents, ergänzt durch typische Nutzpflanzen wie Reis und Bananen. Auf diese Weise werden nicht nur ausgewählte Formen der traditionellen Landwirtschaft in Asien exemplarisch dargestellt. Ebenfalls im Fokus steht der Mensch-Tier-Konflikt, der – nicht nur in Asien – überall dort entsteht, wo sich menschlicher Siedlungsraum und die Lebensräume von Wildtieren treffen oder sogar überschneiden.

Opel Zoo Kronberg 26.05.2026
355 kg übermütige Lebenslust: 1. Geburtstag von Elefantenkalb „Kaja“ am 27. Mai 2026
Es war im letzten Jahr am 27. Mai eine besondere Freude, dass nach fast 57 Jahren im Opel-Zoo wieder ein Elefantenkalb zur Welt kam. Nach 21 Monaten Tragzeit brachte die Afrikanische Elefantenkuh „Kariba“ ihr erstes Jungtier zur Welt. Vater ist Elefantenbulle „Tamo“ und auch für ihn ist es der erste Nachwuchs. Wir erinnern uns: Die Elefantenpfleger gaben dem Kalb den Namen „Kaja“. Es dauerte einige Tage bis die unerfahrene, aber fürsorgliche Mutter und der Nachwuchs so zueinander fanden, dass das Säugen problemlos klappte. Besonders hilfreich war dabei die Hilfe der über 50jährigen Elefantenkuh „Lilak“, die bereits die Geburt von „Kariba“ miterlebt, sie quasi als Ersatzmutter nach dem Tod der leiblichen Mutter betreut hatte und mit ihr gemeinsam vom Tierpark Berlin nach Kronberg gekommen war. Geduldig und in aller Ruhe half sie Mutter und Kind, und so dauerte es nicht lange und „Kaja“ legte mit ausreichend Muttermilch schnell kräftig von 97 kg Geburtsgewicht auf 355 kg im Mai 2026 zu, wie die Tabelle zeigt. Bis heute kümmert sich neben „Kariba“ auch „Lilak“ weiterhin um den Nachwuchs. Inzwischen ist „Kaja“ kräftig gewachsen, hat nach dem Elefantenhaus schnell die große Außenanlage mit Schlamm- und Sandkuhle erkundet und vor allem mit dem fünfjährigen „Neco“ Freundschaft geschlossen. Übermütig toben die beiden nun durch das Gehege, laufen spielerisch hintereinander her, berüsseln sich unermüdlich und stellen – aus Sicht der erwachsenen Elefantenkühe – sicherlich auch so einiges an. Dabei sind sie gut bewacht und beschützt von den Herdenmitgliedern. Alles Gute zum 1. Geburtstag, „Kaja“!

Tiergarten Worms 26.05.2026
Mittsommernacht im Tiergarten Worms: Tierische Begegnungen bei Sonnenuntergang
Am Freitag, den 19. Juni um 19:30 Uhr, lädt der Tiergarten Worms zur stimmungsvollen Mittsommernachtsführung ein – ein ganz besonderes Erlebnis, wenn die Sonne den Tiergarten in ein warmes Abendlicht taucht und der längste Tag des Jahres beginnt. Die Besucher begeben sich auf eine faszinierende Entdeckungsreise durch den Tiergarten. Unter fachkundiger Leitung entdecken sie den Tiergarten in der Dämmerung – ganz ohne den Trubel des Tages. Beobachten, wie die Tiere auf den Sonnenuntergang reagieren, wie sich das Verhalten der tag- und nachtaktiven Arten verändert und wie sich die Atmosphäre im Tiergarten langsam verwandelt. Dabei tauchen die Teilnehmer nicht nur in die nächtliche Tierwelt ein, sondern erfahren viele interessante Details über das Verhalten und die Gewohnheiten der Tiergartenbewohner. Welche Anpassungen sind erforderlich, um nachts beziehungsweise in der Dämmerung leben zu können – und warum hat die Natur es genauso eingerichtet, zu dieser Zeit aktiv zu sein? Diese und viele weitere Fragen werden im Rahmen der Mittsommernachtsführung aufgegriffen und beantwortet. „Die besondere Abendstimmung und unsere Tiere im Dämmerlicht machen diese Führung zu einem unvergesslichen Erlebnis für die ganze Familie“, beschreibt Tiergarten-Geschäftsführerin Lisa Hauk die Sonderführung. Sie lädt ein, viel Wissenswertes und Unterhaltsames über die Lieblingstiere zu erfahren und freut sich gemeinsam mit dem Tiergartenteam auf einen Höhepunkt des Abends: die besondere Begegnung mit einem der tierischen Stars. Das Tiergarten-Team freut sich darauf, mit den Besuchern die sonst verborgenen Seiten der Tierwelt nach den regulären Öffnungszeiten zu entdecken. Da die Führung zu späterer Stunde stattfindet und tiefe Einblicke bietet, liegt die Altersempfehlung bei 10 Jahren. Einlass ist ab 19:15 Uhr mit einem Begrüßungsumtrunk, die Führung startet um 19:30 Uhr. Die Teilnahme kostet im Vorverkauf 22 € und 25 € an der Abendkasse inkl. Eintritt & Begrüßungsgetränk. Bitte beachten Sie: Jahreskarten haben für diese Sonderveranstaltung keine Gültigkeit und Hunde dürfen nicht mitgeführt werden. Wer noch mehr erleben möchte, markiert sich am besten direkt den nächsten großen Termin: Das Sommerfest des Tiergartens findet am 28. Juni statt.

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