Stell dir vor, du erwachst nach tausendjährigem Schlaf und bist bereit, die Welt zu retten.
Doch keiner kennt dich und du hast keinen Schimmer, wo du bist.
Feuerdrachin Y-Jaen’ffyr ist not amused, als sie feststellen muss, dass ihr Kokon sich in ein Gefängnis verwandelt hat und ihre eingeschworene Dienerschaft es gewagt hat, auszusterben.
Meritan Llewellyn dachte, sie würde nur zu einer Beerdigung nach Wales zurückkehren. Stattdessen erbt sie ein tausendjähriges Geheimnis: Eine im Gestein unter dem Stammsitz ihrer Familie gefangene, übellaunige Drachendame. Zusammen mit ihrer Nichte Eluned beginnt Meritan eine verzweifelte Ausgrabung, die eine beispiellose Verbindung erschafft.
Während Drachin und Menschen einen gemeinsamen Weg zwischen Unwissenheit und Ungeduld zu finden suchen, spinnt ein uraltes Übel weiterhin sein Netz, um die Welt dem Untergang zu weihen. Denn nur wenn alle vier Drachen sich vereinen, können sie es stoppen.
Die Geschichte um die Drachen und dem Ordo Draconis geht in die dritte Runde, das Ende ist nah. Und auch wenn die Geschichte durchaus spannend und kreativ zu nennen ist (ich finde es sehr unterhaltsam, wie sich die Drachen an die moderne Technik heranwagen und diese auch entsprechenden nutzen … das macht vieles einfacher), so hatte ich mit AUFRUHR leichte Probleme. Das lag aber an den Protagonisten, mit denen ich nicht wirklich warm geworden bin. Die menschlichen Charaktere sind mir entweder zu blass (im Falle der MI6-Agentin Meritan wäre noch mehr gegangen), zu unsympathisch (Jane, was mich aber nicht unbedingt stört, niemand verlangt dass ich alle Drachen mögen muss) oder uninteressant (Eluned, das einzige, was ich an ihr mag ist ihre Liebe zum Rollenspiel). Die Handlung selbst ist okay, zumindest am Anfang, und wenn man die anderen Teile kennt (was man sollte), dann ist das spannendste auch das Warten auf bekannte Personen. Man könnte sagen, dass die Handlung fröhlich vor sich hin plätschert, ohne langweilig zu werden (aber das gewisse Etwas, das ich in den Vorgängern verspürt habe, hat mir gefehlt). Allerdings ändert sich das gegen Ende, wenn es wirklich spannend (und sehr dramatisch) wird, und das entschädigt für alles was davor nicht ganz so überzeugend war. Man muss den Roman lesen, wenn man die anderen Teile kennt, und sowieso wenn man Drachen mag (und sich wie ich darüber amüsieren kann wie diese mit der modernen Technik umgehen, aber das hatte ich ja schon), aber, im Vergleich zu den beiden Vorgängern ist es derjenige, der (wenn man den Vergleich zieht) am wenigsten überzeugen kann. Was aber immer noch heißt, dass es ein lesenswertes Vergnügen ist. C. C. Ravenmiller schreibt flüssig und authentisch (mit einer gewissen Prise Humor), Wales wird regelrecht lebendig (auch wenn man beim Lesen über manche Worte stolpert, aber … walisisch halt, da muss man durch) und das Ende macht neugierig auf Teil vier.
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(Rezensionsexemplar)

