Benjamin Tomkins: Tote Bauern melken nicht (Rezension)


Als Bauernhofratte Ede ein ADAC-Spielzeugmotorrad findet, befördert er sich kurzerhand selbst zum Pannenfahrer. Der erste Einsatz führt ausgerechnet in den Stall, in dem der tote Bauer liegt. Mord ist zwar keine Panne, doch die ehrgeizige Ratte übernimmt sofort die Beweisaufnahme und stürzt sich in ein actionreiches Abenteuer. Die schicksalhafte Begegnung mit dem haschischrauchenden Punk Theo aus der Pathologie führt die beiden zu krummen Immobiliengeschäften mit mafiösen Möwen und fulminanten Verfolgungsjagden, bevor Kommissar Ratte den verzwickten Fall aufklären kann.

Das Cover hat mich angesprochen und auch der Klappentext war vielversprechend. Ich hatte einen witzigen Krimi erwartet und vielleicht ist er das auch, aber … entweder ist er doch nicht witzig, oder es ist nicht die Art von Humor, die mir zum Zeitpunkt des Lesens zugesagt hat.
Der Anfang ist recht witzig und mir gefallen die Möwen im Buch. Aber es ist ein Rattenkrimi und so sind die Ratten (und Theo, der Punk, der Ratten versteht …) nur Beiwerk zu einem Kriminalfall, der teilweise lustige Verfolgungsjagden beinhaltete, die mich aber auf Dauer nicht erheitern konnten und einer Hauptperson (der Ratte), die mir einfach unsympathisch war.
Leider wird der Roman aus Rattensicht erzählt (wobei man sich von der gewöhnlichen Haus- oder Wanderratte verabschieden muss, realistisch ist dieser Krimi nicht, aber das hat bestimmt auch niemand erwartet).
Der eigentliche Kriminalfall war zum einen Nebensache, zum anderen nicht wirklich interessant (und selbst wenn manche Tierkrimis eher ein einfaches Verbrechen zu klären haben, so kann man hier nicht unbedingt davon reden, dass Ede 100% als Ermittler tätig ist. Manchen mag das gefallen, mir war das für einen Krimi zu wenig).

Schade, ich hatte wohl zu viel erwartet. Aber bekommen habe ich nichts davon.
Immerhin kann ich sagen dass Tote Bauern melken nicht nicht schlecht geschrieben ist, aber … meinen Geschmack hat es nicht getroffen. Es gab Ansätze (wie gesagt, der Anfang war vielversprechend), aber … es hätte besser sein können.

(Rezensionsexemplar)

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