Aquilagus pelagicus ist natürlich keine Neuentdeckung. Meereskaninchen gibt es nicht (oder man hat sie tatsächlich noch nicht entdeckt, wer kann das schon sagen) und ihre Existenz ist wohl eher unwahrscheinlich und nur meiner Fantasie entsprungen (wobei ich nicht ausschließen will, dass nicht irgendein Fantasyautor auf eine ähnliche Idee gekommen ist). Aber auch wenn es Meereskaninchen wie Aquilagus nicht gibt … es gibt durchaus Kaninchen, die sich in der Nähe des Wassers aufhalten.
Das Sumpfkaninchen aus der Gattung der Baumwollschwanzkaninchen (Sylvilagus) ist besonders an das Wasserleben angepasst. Es ist ein ausgezeichneter Schwimmer und verbirgt sich auch vor Feinden, indem es bewegungslos im Wasser liegt, wobei nur die Nasenspitze herausschaut. Auch das verwandte Marschkaninchen kann als Wasserkaninchen bezeichnet werden. Es bewohnt Küstensumpfgebiete, die häufig von Brackwasser bestimmt sind. In der Vergangenheit war es zudem häufig auch in Süßwassersümpfen zu finden, die jedoch heute weitestgehend trockengelegt sind. Die Tiere verbringen die meiste Zeit im Wasser und sind sehr gute Schwimmer.
Es gibt aber Tiere, die man unter der Bezeichnung „Seehase“ kennt, allerdings sind das keine Hasen, nicht einmal Säugetiere, aber davon gibt es viele andere Beispiele auch:
Seepferchen sind keine Pferde
Seeanemonen sind keine Anemonen
Seegurken sind keine Gurken
Seekühe sind keine Kühe
(Seeadler sind Adler … das nur nebenbei)
aber … zurück zu den „echten“ Seehasen
Die Seehasen der Gattung Aplysia sind große, weichkörperige Meeresschnecken, die vor allem in Küstengewässern leben. Charakteristisch sind ihre paarigen Rhinophoren, die wie Hasenohren wirken und chemische Reize wahrnehmen. Sie besitzen seitliche Hautlappen (Parapodien), mit denen sie schwimmen können. Ihre Ernährung besteht hauptsächlich aus Algen, deren Pigmente oft ihre Körperfarbe beeinflussen. Bei Bedrohung stoßen sie eine violette Tintenwolke aus, die Fressfeinde verwirrt. Seehasen sind wichtige Modellorganismen in der Neurobiologie, da ihr einfaches Nervensystem grundlegende Lern- und Gedächtnisprozesse verständlich macht. Sie zeigen zudem eine bemerkenswerte Regenerationsfähigkeit nach Verletzungen und Anpassung an Umweltveränderungen.
Der Seehase Cyclopterus lumpus (auch Lumpfisch genannt) ist ein rundlicher Knochenfisch des Nordatlantiks, bekannt für seinen gedrungenen Körper und die umgebildeten Bauchflossen, die eine Saugscheibe bilden. Mit dieser haftet er an Felsen oder Algen, um Strömungen zu widerstehen. Seine Haut ist dick und mit knorpeligen Höckern bedeckt. Männchen zeigen zur Fortpflanzungszeit auffällige Färbungen und bewachen die Eier aktiv. Der Seehase ernährt sich von kleinen Wirbellosen. Wirtschaftlich bedeutsam ist sein Rogen, der als günstiger Kaviarersatz verwendet wird. Zudem wird er in der Aquakultur eingesetzt, etwa zur biologischen Kontrolle von Parasiten wie Lachslaus in Zuchtanlagen.





