Portrait: Kaspi-Königshuhn

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Gattung: Königshühner (Tetraogallus)
Art: Kaspi-Königshuhn (Tetraogallus caspius)

Kaspi-Königshuhn (John Gould)

Das Kaspische Königshuhn erreicht eine Körperlänge von 56 bis 63 Zentimeter. Die Flügelspanne beträgt 95 bis 105 Zentimeter und das Gewicht variiert zwischen 1,8 und 2,9 Kilogramm.
Das ausgewachsene Männchen ist auf der Körperoberseite schiefergrau, nur der Vorderrücken ist cremegelb. Die Kehle ist weiß, ebenso der vordere Hals und die Halsseiten, die vom Vorderhals jeweils durch ein breites, graubraunes Längsband getrennt sind. Die Brust ist blaugrau und weist bei zahlreichen Individuen einzelne schwarze, rundliche Flecken auf. Die Unterbrust und der Bauch sind einfarbig braun. Der Oberschwanz und die untere Schwanzdecke sind weiß. Die Schwanzfedern sind schwarzbraun mit einer rötlichen Spitze.
Das Weibchen gleicht dem Männchen, weist aber gewöhnlich auf der Brust mehr schwarze Flecken auf.

Kaspi-Königshühner haben ein vielseitiges Stimmrepertoire. Am häufigsten vernehmbar sind die Rufe der Männchen, bei dem es sich um einen langgezogenen, melodischen Pfiff handelt, der mit einer tiefen Note beginnt und am Ende schnell höher wird. Er ist ganzjährig zu hören, besonders häufig und laut jedoch während der Balzzeit. Weibchen sind etwas schweigsamer als die Männchen, geben aber ähnliche Pfeiflaute von sich.

Das Verbreitungsgebiet des Kaspi-Königshuhns sind kleine isolierte Teilareale einzelner Hochgebirgsmassive von den Gebirgen Taur und denen der Osttürkei bis in den Kleinen Kaukasus und den Gebirgen Sagros und Elburs. Das Verbreitungsgebiet ist dabei rückläufig. So kam das Kaspi-Königshuhn noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts beispielsweise im Talysch-Gebirge vor.

Das Kaspi-Königshuhn ist ein ausgesprochener Hochgebirgsvogel. Es ist ganzjährig in den subalpinen und alpinen Gürtel anzutreffen. Im Kleinen Kaukasus bewohnt es beispielsweise den Höhenbereich zwischen 2400 und 4000 Metern. Es bevorzugt stark zerklüftete Hänge mit Felsen und Geröllfeldern, Wiesen und kleineren ständigen Schneefeldern. Auf Grund der nur geringen Schneemenge ist das Kaspi-Königshuhn in der Lage, ganzjährig sich in etwa derselben Höhe aufzuhalten. Im Winter werden allerdings Südhänge bevorzugt.

Die Nahrung während des Sommerhalbjahres besteht überwiegend aus den Blättern, Blütenständen und Schoten von Leguminosen sowie Glockenblumen. Insekten scheinen keine Rolle zu spielen. Die Zusammensetzung der Nahrung im Winterhalbjahr ist bislang nicht untersucht.

Kaspi-Königshühner sind monogame Vögel. Der Höhepunkt der Balz fällt in die zweite Aprilhälfte, in der sich die Paare von den Wintertrupps absondern und ihre Brutreviere besetzen. Das Nest ist eine flache Bodenmulde, die mit trockenen Blättern und Grashalmen sowie einigen Bauchfedern der Henne ausgelegt ist. Das Vollgelege besteht aus fünf bis zwölf Eiern. Die Brutzeit beträgt 28 bis 29 Tage.

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