8. Zooreise – Tag 2: Bismarcktürme und anderes …

Geplant waren Besuche in Kassel (Bismarckturm, Ottoneum und Zoo am Rammelsberg) und Hildesheim (Bismarckturm und Roemermuseum).
Nach einem sehr übersichtlichen Frühstück ging es Richtung Kassel, aber irgendwann bietet sich bestimmt auch die Möglichkeit Fulda näher zu erkunden (auch in Form einer Stadtführung).

Bismarckturm Kassel

Erster Halt, Bismarckturm Kassel. Unterwegs hatten wir eine kleine Panne, die wir nicht beheben konnten, die uns aber auch nicht fahruntüchtig zurück ließ. Aber dafür müssen wir am morgigen Tag das Auto in der Werkstatt anschauen lassen. Ich hoffe ja, dass das nicht zu lange dauert. Bis zum Bismarckturm mussten wir auch noch einige Meter, angeblich fast 2000, zurücklegen … und die Aussicht auf Kassel und Umgebung war auch nicht berauschend.
Der Bismarckturm in Kassel ist ein 1903 bis 1904 erbauter Aussichtsturm auf dem Brasselsberg im Hohen Habichtswald und mit 25,5 m Höhe der höchste von 47 Bismarcktürmen nach dem Entwurf „Götterdämmerung“ (zu dem auch der Turm in Augsburg gehört).


Der Ausblick nach Kassel war allerdings nicht so schön wie in die hessischen Wälder. Über der Stadt lag eine Dunsthaube, nichts, was man als schönes Fotomotiv bezeichnen könnte.
Danach fuhren wir weiter zum Zoo am Rammelsberg.
Der Zoo war wie erwartet, klein und nichts Besonderes, vielleicht etwas sehr überwachen und manchen Tieren hätte ich eine andere Anlage gewünscht.
Ziel drei in Kassel war das Ottoneum, das Kasseler Naturkundemuseum.

Es wurde unter Landgraf Moritz in der Zeit von 1603 bis 1606 durch den Architekten Wilhelm Vernukken errichtet und nach Otto, dem Lieblingssohn des Landgrafen, „Ottoneum“ genannt. Die Grundfläche des Gebäudes ist durch ihre Trapez-Form ein Beleg für das erste massiv ausgeführte Gebäude, das die Bauaufgabe eines neuzeitlichen Theaters zu interpretieren sucht. Das Ottoneum steht in der Innenstadt von Kassel, am Steinweg, in unmittelbarer Nähe des Friedrichsplatzes direkt neben dem heutigen Staatstheater Kassel. Das Gebäude wurde ab 1690 von dem Hofbaumeister Johann Conrad Giesler umgebaut und diente zur Aufbewahrung der landgräflichen Kunst- und Naturaliensammlung. Einige Jahre später wurde das Kunsthaus dem von Landgraf Karl gegründeten Collegium Carolinum angegliedert. Das Collegium war als Ergänzung zu den Lateinschulen gedacht und lehrte vorwiegend Naturwissenschaften.
1888 kamen naturkundliche Objekte, die sich zuvor im Museum Fridericianum befanden, ins Ottoneum, da der Platz im Fridericianum nicht mehr ausreichte.
In der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober 1943 wurde das Gebäude durch Brand- und Sprengbomben stark beschädigt; viele der Exponate, die nicht vorher ausgelagert worden waren, gingen dabei verloren.
Bereits 1929 hatte die Stadt Kassel das „Königlich preußische Naturalienmuseum“ übernommen. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum von der Stadt wiederaufgebaut und diente als Naturkundemuseum der Stadt Kassel. In den Jahren 1994–1997 wurde das Gebäude erneut saniert und umgestaltet. Die noch leerstehenden Räume wurden kurz nach der Sanierung als zusätzliche Ausstellungsfläche für die documenta X genutzt.
Heute finden sich auf drei Geschossen Dauerausstellungen zum „Wandel im Verständnis der Natur im Laufe von Jahrhunderten“, wobei die Exponate zum Teil aus der 400-jährigen Sammlungsgeschichte stammen. Außerdem werden in „Lebensrauminszenierungen“ aus dem geografischen Bereich des heutigen Nordhessens Situationen vom Erdaltertum bis zur Jetztzeit nachgebildet. Hinzu kommen Wechselausstellungen und besondere Programme für Kinder.
Zu den bedeutendsten Ausstellungsstücken gehört das 400 Jahre alte Herbarium Ratzenberger, das als ältestes systematisch zusammengestelltes Herbarium Europas gilt, die von Carl Schildbach angelegte, weltweit erste Holzbibliothek sowie der Goethe-Elefant, eines der ältesten präparierten Großsäugetierskelette in einem deutschen Naturkundemuseum.
Die Sonderausstellung Tierkinder hat mich positiv überrascht. Informativ und gut gestaltet. Und größer als erwartet.
Aber auch der Rest des Museums war sehenswert.

Bismarckturm Hildesheim

Danach ging es weiter nach Hildesheim, wo wir auch übernachten würden. Aber vielleicht werde ich mir Kassel bei einer weiteren Reise genauer anschauen. Hessen ist bestimmt genauso entdeckenswert wie Thüringen.
Das erste Ziel in Hildesheim war der Bismarckturm dort, der, wie diverse andere Bismarcktürme auf dieser (und vergangener und bestimmt noch kommender) Reise (n) vom Typ Götterdämmerung war.
Der Turm ist nur begehbar, wenn an sich den Schlüssel beim entsprechenden Turmbeauftragten besorgt. Hatten wir aber nicht getan, weshalb wir die Aussicht vom Turm nicht genießen konnten.
Aber es gibt unweit des Bismarckturms eine Aussichtsplattform die Bratpfanne. Erbaut wie eine Pfanne war die Aussicht durch hochgewachsene dichte Bäume eingeschränkt. Viel hat man nicht gesehen.

Blick von der Bratpfanne Hildesheim

Danach ging es weiter ins Roemer – Pelizaeus Museum. Hätte ich mich im Vorfeld besser informiert hätte ich gewusst was Pelizen sind, oder wie auch immer die Mehrzahl lauten würde wenn es sich um Gegenstände handeln würde. Aber Pelizaeus ist ein Eigenname, ebenso wie Roemer.

Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim

Das Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim ist ein durch seine bedeutende Altägyptensammlung weltweit bekanntes Museum in Hildesheim, das nach Hermann Roemer und Wilhelm Pelizaeus benannt ist. Daneben verfügt dieses Museum über eine beachtliche Altperusammlung, die zweitgrößte Sammlung chinesischen Porzellans in Europa sowie eine umfangreiche naturkundliche Sammlung mit über 300.000 Objekten.
Das Roemer-Museum Hildesheim wurde 1844 von einem Verein ins Leben gerufen; seitdem gilt der Jurist, Senator und Geologe Hermann Roemer als Museumsgründer. Als erste museale Bauten dienten die umgenutzte Martinikirche und das Waisenhaus.
Der rund vierzig Jahre in Kairo lebende Kaufmann, Bankier und Konsul Wilhelm Pelizaeus stiftete 1907 seine Sammlung ägyptischer Funde seiner Heimatstadt. Am 29. Juli 1911 wurde das Pelizaeus-Museum eröffnet. Die Alt-Ägypten-Sammlung des Roemer- und Pelizaeus-Museums umfasst heute etwa 9.000 Objekte aus allen Epochen, von der Vorgeschichte bis in die römische und christliche Zeit Ägyptens, umspannt damit also einen Zeitraum von über 5.000 Jahren. Den wichtigsten und größten Schwerpunkt bilden die Objekte des Alten Reiches (um 2707–2170 v. Chr.), die fast ausnahmslos aus den Grabungen auf dem Pyramidenfriedhof von Gizeh stammen. Daher gehört das Museum zu den wichtigsten Orten neben den Museen in Kairo und Boston, an denen man die Zeugnisse der Pyramidenzeit studieren kann.
Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts nutzte das Museum die Künste der Firma Metallkunst Herrenhausen, um Nachgüsse für fehlende oder beschädigte Teile der Altägyptischen Sammlung anfertigen zu lassen.
Die Sammlung verfügt über weitere sehenswerte Schwerpunkte von hohem internationalem Rang; dazu zählen etwa die Stelen aus der Ramessidenzeit (13. Jh. v. Chr.), auf denen die Verehrung Ramses II. in Gestalt seiner Statuen dargestellt ist, die Kultkapelle des Gottes Osiris-Pavian aus Tuna el-Gebel (um 300 v. Chr.) sowie der Sarkophagdeckel des Nachtnebef.
Die Sammlung chinesischen Porzellans ging 1927 nach dem Tode von Ernst Ohlmer auf das Museum über. Die Sammlungen und das Museum sind zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Besitz der Stadt übergeben worden. Seit 1992 befinden sich 150 Gemälde der Künstlerin Waltraute Macke-Brüggemann und ein Großteil ihres grafischen und zeichnerischen Werkes als Waltraute-Macke-Brüggemann-Stiftung im Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim.
In den Jahren 1998 bis 2000 konnte, auch durch breite Unterstützung von Hildesheimer Initiativen und Vereinen, ein Neubau für das Museum umgesetzt werden. Im Zuge des Neubaus wurde das Museum aus der Stadtverwaltung ausgegliedert, so dass es seit 2000 als gGmbH unabhängiger agieren kann. Das Museum erhält weiterhin einen jährlichen finanziellen Zuschuss von der Stadt Hildesheim.
Insbesondere zur Zeit des Neubaus wurden ausgewählte Stücke der altägyptischen Sammlung zu sehr erfolgreichen Sonderausstellungen nach Amerika und Asien verliehen. Neben den sehenswerten Dauerausstellungen ist das Museum besonders durch seine Sonderausstellungen bekannt geworden. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Reputation gelang es dem Museum auch immer wieder, außergewöhnliche internationale Ausstellungen nach Hildesheim zu holen. Eng mit diesen Leistungen verknüpft ist der Name des langjährigen Museumsdirektors Arne Eggebrecht.
Das Museum an sich war interessant, aber ich gebe zu dass die Voodoo-Sonderausstellung nicht das war, was ich erwartet habe, wobei ich aber auch nicht weiß, was ich erwartet habe. Was ich aus der Ausstellung mitgenommen habe ist auf jeden Fall, dass es eher als eine Art Voodoo gibt. Und dass manche Altäre doch sehr modern und kitschig sind.

Danach ging es weiter ins Hotel und dann mexikanisch essen.. im Mexcal, wie so oft wenn wir nach Hildesheim kommen. Nachdem wir zum Abschluss noch einen Cocktail getrunken hatten, machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, um uns noch ein Eis im Venezia zu holen. Unterwegs kamen wir an einer kleinen Pinseria vorbei, WE ARE PINSA, haben uns eine Speisekarte geben lassen und waren durchaus geneigt der Hildesheimer Pinsa eine Chance zu geben. Morgen …

Zoo am Rammelsberg, Kassel
Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim

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