Zoopresseschau


Mehr zu den Berliner Bambusbären gibt es in dieser Zoopresseschau, hier und auf dem Pandablog des Berliner Zoos.

Tierpark Chemnitz 13.09.2019
Nachwuchs im Tierpark: Neuer Bewohner aus der Familie der Hunde I Nachwuchs bei den Katzen
Im Tierpark gibt es eine neue Tierart zu bestaunen. Seit kurzem wohnt ein weiblicher Korsak oder Steppenfuchs in der Anlage. Die fünfjährige Fähe kam aus dem tschechischen Zoo Brno. Ein männliches Tier soll bald folgen. Die recht zierlich wirkenden Steppenfüchse kommen in Mittel- und Ostasien sowie im südöstlichen Osteuropa vor. Dort bewohnen sie vornehmlich – wie der Name schon erahnen lässt – Steppenlandschaften und Halbwüsten. Bei den Manulen gibt es Neuigkeiten. Ende Juni kam hier Nachwuchs zur Welt. Die ersten Wochen verbrachten die Jungtiere zusammen mit ihrer Mutter ausschließlich in der Wurfbox. Mittlerweile können die drei – zwei Kätzinnen und ein Kater – mit etwas Glück auch im Außengehege beobachtet werden – vor allem morgens oder am späten Nachmittag. Auch der Vater hat Zugang zur Familie.
Steppenfüchse und Manule bewohnen teilweise denselben Lebensraum und sind gut an extreme Witterungen angepasst. Große winterliche Kälte und sommerliche Trockenheit verkraften sie u. a. durch einen Fellwechsel. Gerade das weiche und seidig wirkende Winterfell des Korsaks wird der Art oft zum Verhängnis, da es als Pelz sehr begehrt ist und die Tiere deshalb bejagt werden.

Zoo Berlin 13.09.2019
Ganz die Mama – Doppelter Panda-Nachwuchs im Zoo Berlin entwickelt sich prächtig
Mit pelzigen schwarzen Ohren, charakteristischen Augenringen und wohlgenährtem Bauch sehen die kleinen Pandas im Alter von zwei Wochen langsam nach richtigen Pandas aus. Während das eine Jungtier den schweren Kopf quietschend auf der Suche nach Mamas Zitze hebt, hat das zweite Jungtier im Inkubator im tiefen Schlaf alle Viere von sich gestreckt. Neben schwarzen Puschelohren und dunklen Ringen um die Augen ist seit kurzem auch an den Schultern der rosa schimmernden Baby-Pandas ein dunkler Gürtel zu erkennen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung der beiden Mini-Pandas. Wie man an der allmählichen Schwarz-Weiß-Färbung der Zwillinge sieht, kommen sie – nun auch optisch – ganz nach Mama“, erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Warum Große Pandas in diesem charakteristischen Muster gefärbt sind, gibt seit jeher Rätsel auf. Ob der schwarz-weiße Pelz zur Tarnung, Wärmeregulation oder Kommunikation mit Artgenossen von Vorteil ist, konnten Wissenschaftler nie vollständig klären. Noch unterstützt das Panda-Team Meng Meng bei der Aufzucht rund um die Uhr. Das Geburtsgewicht haben die beiden mittlerweile mehr als verdoppelt: Aktuell bringen sie 431 g bzw. 343 g auf die Waage. Neben der Gewichtskontrolle messen sie die Körpertemperatur der Panda-Babys und unterstützen deren Verdauung mit regelmäßigen Bauchmassagen. Derzeit trinken die beiden – im Wechsel eins nach dem anderen – so ausgiebig bei ihrer Panda-Mama, sodass das Fläschchen aktuell gar nicht zum Einsatz kommt. Hintergrund: Im Zoo Berlin leben seit Sommer 2017 Deutschlands einzige Große Pandas. Am 31. August 2019 hat Panda-Dame Meng Meng zwei Baby-Pandas (Gewicht: 186 g und 136 g) zur Welt gebracht. Der Vater Jiao Qing (9) ist an der Aufzucht – wie für Große Pandas typisch – nicht beteiligt. Nach der letzten Zählung des weltweiten Bestandes geht man von nur noch etwa 1.864 ausgewachsenen Großen Pandas im natürlichen Lebensraum aus. Daher wird der Panda auf der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft. Der Zoo Berlin zahlt eine jährliche Leihgebühr für die seltenen Bambusbären, welche zu 100 Prozent in den Artenschutz fließt. Mit dem Beitrag wird Zucht, Schutzmaßnahmen und Wiederauswilderung der Großen Pandas finanziert. Pate der beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing ist die Berliner Volksbank.

Zoo Salzburg 13.09.2019
Freudige Nachrichten aus dem Zoo Salzburg anlässlich des Welt-Nashorn-Tages am 22. September!
„Aktiver Artenschutz zählt zu den wichtigen Aufgaben des Salzburger Zoos!“ berichtet Zoo-Geschäftsführerin Sabine Grebner. „Unsere Freude ist riesengroß! Die dreizehnjährige Breitmaulnashorn-Kuh Tamu ist wieder trächtig. Sie wurde heuer im Jänner 2019 mit den Samen unseres Bullen Athos künstlich besamt. Noch müssen wir uns in Geduld üben: Denn erst im Frühsommer 2020 wird das Jungtier hoffentlich zur Welt kommen“. Am Sonntag, 22. September ist der Welt-Nashorn-Tag. Ein Tag, der weltweit auf die Gefährdung dieser „sanften Riesen“ aufmerksam macht. An diesem Tag wird das Zoo Salzburg-Team von 11 bis 16 Uhr ein ganz besonderes Erlebnisprogramm für die ganze Familie anbieten:Kleine und große Nashorn-Freunde sind eingeladen, in der Zooschule Nashorn-Masken zu basteln und ein Mandala in Form eines Nashornfußes auszumalen. Wie gut können Nashörner sehen? Wie dick ist ihre Haut? Wer sind ihre nächsten Verwandten? Was und wieviel frisst ein Nashorn? Diese und viele weitere Fragen werden am Info-Stand in der Nähe des Nashorn-Hauses beantwortet. Hier gibt es auch aktuelle Informationen über die Organisation „Save the Rhino“, die für den Erhalt der fünf Nashorn-Arten unermüdlich arbeitet. Bei Kurzführungen wird in die Schlafräume der Dickhäuter geschaut und es werden die einzelnen Mitglieder der vierköpfigen Salzburger Herde vorgestellt. Keine Anmeldung erforderlich.Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt.

Zoo Vivarium Darmstadt 13.09.2019
Sonntags-Matinee im Zoo Vivarium Darmstadt am 22. September
Am Sonntag, den 22. September 2019, können Besucherinnen und Besucher des Zoo Vivarium ihren Tiergarten-Ausflug bei einer musikalischen Mischung aus Pop, Rock, Swing und Blues genießen.Zwanzig Musikerinnen und Musiker des Orchesters Horschemol (l) vom Musikverein 1914 Münster geben an diesem Vormittag ein Konzert mit verschiedenen Stück en auf Querflöte, Alt- und Tenorsaxophon, Klarinette, Trompete, Horn, Tuba und Schlagzeug. Das Konzert startet um 11 Uhr auf der Piazza im Eingangsbereich des Zoo Vivarium. Es gelten die regulären Eintrittspreise.

Zoo Hoyerswerda 13.09.2019
Exklusive Futterführung beim Zootag im Zoo Hoyerswerda – Deutscher Zootag am 22. September 2019 / Flugshow mit Adlern, Eulen und Falken
Tiere hautnah erleben, beim Füttern dabei sein und Tierpflegern bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen – das können Besucher am Sonntag, den 22. September 2019. Ab 14 Uhr findet im Zoo Hoyerswerda der Zootag statt. Anlässlich des 60.-jährigen Jubiläums wird es eine exklusive zweistündige Futterführung geben. Zooschulpädagogin Silke Kühn geht mit den Besuchern auf gemeinsame Futtertour. Treffpunkt und Start der Führung ist 14:00 Uhr vor dem Tropenhaus. Interessierte können sich aber auch jederzeit später der Führung anschließen. Insgesamt wird es acht Schaufütterungen geben. Sieben davon gibt es nur an diesem Tag für die Besucher zu erleben. Highlights der Führung sind die Fütterungen der Bären, Erdmännchen und Trampeltiere. Unterstützung der Besucher benötigt Silke Kühn bei den Fütterungen der Schafe, Esel und Emu-Dame Hilde. Zusätzlich zu der Futterführung bieten die verschiedenen Reviere des Zoos besondere Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Im Tropenhaus können die Besucher beispielsweise bei den Tierpflegern des Vogelreviers ihr Wissen beim Futterquiz auf die Probe stellen und mit einigen Zoobewohnern auf Tuchfühlungen gehen. Mit dem Huftierrevier können Kinder sich aus der Wolle von Trampeltier oder Lama ein Zootier für Zuhause basteln. Interessantes haben auch die Auszubildenden und Freiwilligendienstleistenden des Zoos an ihrem Stand zu berichten. Sie zeigen wie eine Ausbildung im Zoo Hoyerswerda abläuft und was in der Berufsschule auf dem Lehrplan steht. Wer ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Zoo Hoyerswerda absolvieren möchte, kann sich auch darüber zum Zootag informieren. Erstmalig präsentiert sich die Zoo-AG des Zoos Hoyerswerda und wird mit den Besuchern Tierbeschäftigung und kleine Nistkästen für nützliche Insekten herstellen. HundeLehrer Torsten Kurz gibt Tipps für den Umgang mit tierischen WG-Bewohnern und Falkner Hans-Peter Schaaf zeigt ab 16:00 Uhr das imposante Flugverhalten von Adlern, Eulen und Falken bei seiner Flugshow auf der Zoowiese. Deutscher Zootag Wann: 22. September 2019, 14 – 17 Uhr, Wo: Zoo Hoyerswerda Eintritt: 5 Euro (ermäßigt) / 8 Euro (Erwachsene), Familien: ab 14 Euro

Thüringer Zoopark Erfurt 13.09.2019
Jede Menge Moos(frösche)
Die neuen Zooparkbewohner sind auf den ersten Blick unscheinbar. Wer sie entdeckt, kommt aus dem Staunen nicht mehr raus: Perfekt getarnt sitzt völlig offen im Paludarium ein Moosfrosch. Die grüne Farbe und zottelige Hautanhänge lassen den Moosfrosch wie ein Stückchen Moos aussehen. Im Wasser oder vor dunklem Hintergrund färben sich die Frösche dagegen dunkel. Gleich fünf Moosfrösche gilt es im Terrarium bzw. im Wasserteil zu entdecken. Am ehesten findet man sie, wenn man ihnen tief in die glitzernden Augen sieht. Moos mit Augen: der Frosch ist entdeckt. Das Paludarium mit den Vietnamesischen Moosfröschen befindet sich auf der unteren Ebene des MausoEleums, dem alten Elefantenhaus. Die Frösche können in der Saison täglich von 9 bis 18 Uhr beobachtet werden. Noch etwas „Moos“ übrig? Die netten kleinen grünen Männchen (und ein Weibchen) suchen noch einen Tierpaten. Infos dazu gibt es unter www.zoopark-erfurt.de.

Tierpark Nordhorn 13.09.2019
Fast 1000 km für das perfekte Ja-Wort
Birgit Taxböck und Markus Müller aus Österreich heiraten im Familienzoo Bei einer Reise in die Niederlande sahen die beiden Österreicher aus dem mehr als 900 km entfernten Moorbad-Harbach das Hinweisschild des Nordhorner Tierparks an der Autobahn zum ersten Mal. Da noch Zeit bis zu einem Termin in unserem Nachbarland war, besuchten die beiden im vergangenen Jahr spontan den Familienzoo und landeten bei Kaffee und Kuchen im Gasthaus „MalleJan“. Zudem war gerade Weihnachtsmarkt im Tierpark und alles erstrahlte in einem ganz besonderen Licht. Der Zoo mit seinem historischen Bereich rund um die Vechtebauernhöfe und der atmosphärisch besonders schöne Weihnachtsmarkt haben die beiden überzeugt. Noch während ihres Besuches haben sie auf der Website des Zoos einen Aufenthalt in einer der Zoo-Ferienwohnungen für Mai dieses Jahres gebucht. In Österreich führen sie selber eine Gastwirtschaft mit Pferdehof und sind daher den Umgang mit Gästen und Besuchern gewöhnt. Die Freundlichkeit der Zoomitarbeiter und das gelungene Gesamtkonzept des Parks haben dazu geführt, dass sie sich im Tierpark von Anfang an „daheim“ fühlten. Und so reifte nach und nach die Idee in den Köpfen der beiden ihre Hochzeit im Tierpark zu feiern. Bewusst wollten Birgit Taxböck und Markus Müller eine Hochzeit im kleinen Rahmen. Zu Hause sind sie mit einem eigenen Betrieb ständig „im Dienst“ und das Zuhause-Gefühl im Familienzoo hat sie den weiten Weg von Österreich in die Grafschaft Bentheim in Kauf nehmen lassen. Ein weiteres Argument war die Begegnung mit dem neuen Vechtehofbauern Hinnerk. Sie haben sich direkt gut mit ihm verstanden und haben ihn daher kurzerhand gefragt, ob er bei ihrer Hochzeit als Trauzeuge fungieren würde. Ganz so wie er im Zoo ist – in Tracht als „Bauer Hinnerk“. Da sich die Österreicher in traditioneller Tracht das Ja- Wort geben wollten, passte der Zoobauer perfekt in das Gesamtbild. Zu guter Letzt wurde „Tante Lisbeth“ noch unbekannterweise als zweite Trauzeugin engagiert. Die Planungen fügten sich nach und nach zu einem perfekten Gesamtbild. Mit ihren beiden Kindern Lilith (6) und Noah (5) reisten die beiden Ende August im Familienzoo an. Nach einer perfekten Zeremonie im gemütlichen Vechtehof und einem Sektempfang ging es zum Mittagessen in das Gasthaus. Hier legten die frisch Vermählten zur Freude der anderen Gäste noch einen flotten Walzer auf das Parkett. Markus Müller wirbelte seine Birgit zu den traditionellen Klängen der „Dorfschwalbe“ durch den „MalleJan“. Zu einer österreichischen Hochzeit gehört der Walzer einfach unabdingbar dazu. Der bis dahin schon perfekte Tag klang für die Familie mit einer Kutschfahrt mit den beiden Trauzeugen aus dem Familienzoo aus. Zur ihrem Leidwesen konnten sie jetzt keinen längeren Aufenthalt machen, sondern mussten zurück an die Arbeit. Aber sie werden sicherlich noch oft zurückkommen, um ihr besonderes „Daheim-Gefühl“ in der Grafschaft Bentheim zu genießen.

Zoo Landau in der Pfalz 13.09.2019
Veranstaltungshinweis – „Keine Angst vor dem Einwintern – die richtige Winter-Vorbereitung für mediterrane Landschildkröten“ – DGHT-Schildkrötenstammtisch im Zoo Landau in der Pfalz am 25. September 2019, 19.30 Uhr
„Keine Angst vor dem Einwintern – die richtige Winter-Vorbereitung für mediterrane Landschildkröten“ ist das Thema des nächsten Schildkrötenstammtisches, den die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) in Kooperation mit dem Zoo Landau vierteljährlich im Zoo anbietet. Für mediterrane Landschildkröten ist der jährlich im Herbst stattfindende Rückzug in die Winterstarre die einzige Möglichkeit, die kalte und nahrungsarme Zeit in ihrem natürlichen Lebensraum zu überleben. Für diese Tiere ist es auch in Menschenobhut sehr wichtig für die Gesundheit und Langlebigkeit, dass diese winterliche Ruhephase eingelegt wird. So werden auch die Breitrandschildkröten des Zoo Landau in Kürze nicht mehr für die Besucher zu sehen sein. Welche Formen der Überwinterung es gibt, welche Vorbereitungen zu treffen sind und unter welchen Umständen Tiere keine Winterruhe einlegen sollten, wird Ihnen Herr Peter Buchert, Schildkrötenexperte der DGHT, in einem kurzen Vortrag näher bringen. Im Anschluss ist wie immer noch Zeit und Gelegenheit, sich mit dem Experten und gleichgesinnten Hobbyhaltern über das Thema auszutauschen. Die Veranstaltung findet am 25. September um 19.30 Uhr in der Zooschule des Zoo Landau, Hindenburgstraße 12, 76829 Landau, statt. Es handelt sich um eine kostenlose Veranstaltung! Bitte betreten Sie den Zoo an diesem Abend über den Nebeneingang an der Zooverwaltung (Zebrastreifen).

Alpenzoo-Innsbruck 12.09.2019
Große Flügel werfen ihre Schatten voraus
Es war eine spannende Woche im Alpenzoo. Im Laufe der letzten Tage konnten wir die ersten Tiere für die Zogg-Troller-Voliere für Gänsegeier, Schmutzgeier und Alpenkrähen in Empfang nehmen. Je ein Gänsegeier und ein Schmutzgeier aus den Zoos in Görlitz und Prag kamen wohlbehalten im Alpenzoo an und befinden sich derzeit in der Quarantänestation des Zoos. In den nächsten Tagen erwarten wir dann 2 weitere Vögel, und zwar aus Szeged/Ungarn und Dresden. Am 25. September wird die bis zu 14 m hohe und über 1000 m2 große Geiervoliere feierlich eröffnet, in der neben Gänse- und Schmutzgeiern, auch ein paar Alpenkrähen gezeigt werden. Gänsegeier rangieren übrigens mit ihrer beachtlichen Flügelspannweite von 2,3 m im absoluten Spitzenfeld im Alpenraum. Mit dieser weiteren begehbaren Anlage bietet der Alpenzoo den Besuchern mit Sicherheit ein Tiererlebnis der besonderen Art. Wir freuen uns auf den Tag der Eröffnung, für den sich alle Gewerke noch mit vollem Einsatz einbringen und dem somit nichts mehr im Wege steht.

Zoo Heidelberg 12.09.2019
Wir sehen uns im Frühjahr wieder! Weißstörche aus dem Zoo Heidelberg sind nach Süden gezogen
In den letzten Wochen versammelten sich die Weißstörche, die im Zoo Heidelberg ihre Jungen erfolgreich aufzogen, in großen Gruppen auf den umliegenden Feldern. Alle Störche hatten ein gemeinsames Ziel: Gemeinsam mit dem Nachwuchs zu den Winterquartieren in Frankreich, Spanien oder Afrika zu fliegen. 2019 schlüpften rund 60 Jungtiere im Zoo Heidelberg, davon traten rund 35 Stück die Reise nach Süden an. 2018 kamen etwa 50 junge Störche in den Nestern im Zoo Heidelberg zur Welt. „Wir spüren deutlich, dass jedes Jahr mehr Störche in den Zoo Heidelberg und in die Umgebung kommen, um ihren Nachwuchs großzuziehen. Mit 60 Jungtieren sind dieses Jahr besonders viele Küken geschlüpft“, berichtet Dr. Eric Diener, Vogelkurator im Zoo Heidelberg. Der Zoo Heidelberg unterstützt die Arbeit für den Schutz der Weißstörche in Deutschland bereits seit vielen Jahren. Inzwischen tragen die Maßnahmen Früchte: Die Zahl der Störche steigt jedes Jahr weiter an. Dennoch gelten die Vögel weiterhin als bedroht. Im Zoo Heidelberg finden die Weißstörche sehr gute Voraussetzungen für die Jungenaufzucht: Vor Fressfeinden geschützte Nester auf den hohen Bäumen, Nisthilfen auf Masten und Dächern und ausreichend Futter auf den umliegenden Feldern. Die Versorgung der Küken und deren Aufzucht müssen die Storcheneltern jedoch selbst meistern. Von den 60 geschlüpften Küken haben die Brutpaare in diesem Jahr rund 35 Stück erfolgreich großgezogen. Dass gegen Ende des Sommers nur knapp über die Hälfte der Storchenküken die Reise gen Süden antreten konnte, hat einen Grund: Die Unwetter und Hitzewellen im Frühsommer trafen die Brutpaare mitten in der Jungenaufzucht und sorgten für einige Verluste. Starke Windböen während der Unwetter wehten sogar ein ganzes Storchennest von einem der Bäume. „Natürlich sind wir traurig über die Verluste in diesem Jahr. Allerdings sind die Störche im Zoo Wildtiere. Es ist wichtig, möglichst wenig in den natürlichen Ablauf einzugreifen. Die Störche zeigen sich zunehmend kreativ darin, neue Niststandorte zu akzeptieren und nehmen neue Alternativen sehr gut an“, erklärt Diener. Nistplätz für die Störche sind in der ganzen Region willkommen, nicht nur im Zoo. Geeignet sind beispielsweise Dächer, Masten oder hohe Bäume. Wir wünschen unseren Sommergästen eine gute Reise und sagen: Wir sehen uns im nächsten Frühjahr wieder im Zoo!

Kölner Zoo 12.09.2019
Kölner Zoo transportiert drei seiner Elefanten erfolgreich nach Kopenhagen
Erfolgreicher Elefantentransport des Kölner Zoos: Heute Morgen sind drei Kölner Elefanten – „Thi Ha Phyu“, „Maha Kumari“ und „Jung Bul Kne“ – wohlbehalten im Zoo Kopenhagen angekommen. Dort werden sie dauerhaft leben. Mitarbeiter des Kölner Zoos hatten die Tiere über Nacht mit Sattelschleppern in eigens dafür angefertigten Transportkisten nach Skandinavien gefahren. „Alles verlief dank der sehr guten Vorbereitungen reibungslos. Die drei Elefanten sind etwas müde, aber ansonsten fit und entspannt“, berichtet Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel, der den Transport leitete, aus Kopenhagen. Die Herde im Kölner Zoo war in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. Allein seit 2016 vergrößerte sich die Gruppe um vier Jungtiere. „Thi Ha Phyu“, „Maha Kumari“ und „Jung Bul Kne“ bildeten innerhalb des Kölner Herdenverbands eine eigene „Kleinfamilie“: „Thi Ha Phyu“ ist die Mutter von „Maha Kumari“, dem zweiten jemals in Köln geborenen Elefanten. „Maha Kumari“ wiederum brachte 2017 „Jung Bul Kne“ zur Welt. Durch die enge Verbindung der drei Elefanten untereinander ist gemäß der Vorgaben modernen Elefanten-Managements sichergestellt, dass sich alle drei schnell in ihrer neuen Umgebung zu Recht finden werden. Zudem bleiben zwei Kölner Elefantenpfleger für die erste Zeit der Eingewöhnung in Kopenhagen, um die Eingliederung in die neue Herde begleiten zu können. Der Umzug macht gleich in mehrfacher Hinsicht Sinn. Auf der einen Seite kann der Zoo Kopenhagen mithilfe der Kölner Elefanten sein Erhaltungszuchtprogramm ausbauen. Der Kölner Zoo seinerseits rechnet in den kommenden zwei Jahren mit neuen Elefantenjungtieren. Mit der zeitweisen Verkleinerung auf nun 13 Tiere verhindert der Kölner Zoo, dass der Platz auf der Anlage zukünftig knapp werden könnte. Der Kölner Elefantenpark ist einer der größten Europas. Er ist rund 2 Hektar groß und war Vorbild für viele weitere neukonzipierte Elefantenanlagen in aller Welt. Insgesamt zehn Jungtiere wurden hier seit der Eröffnung im Jahr 2004 bereits geboren.

Kölner Zoo 12.09.2019
Vierfacher Nachwuchs bei den Erdmännchen im Kölner Zoo
Wuselige Neubewohner im Kölner Zoo: Erdmännchen-Weibchen „Pebbles“ hat vor wenigen Wochen vier Junge geboren. Zur Welt brachte sie diese in einer selbstgegrabenen Höhle. „Pebbles“ war erst im Frühjahr zusammen mit zwei weiteren Erdmännchen-Damen aus den Niederlanden nach Köln gekommen. Akklimatisierungsschwierigkeiten hat sie also keine. Neben den drei Weibchen und vier Jungtieren leben noch sieben Männer auf der Kölner Anlage. „Pebbles“ war als Zuchtweibchen nur in den ersten Tagen nach der Geburt ständig bei ihren Neugeborenen. Schon bald darauf verließ sie den Bau, um auf Nahrungssuche zu gehen. Eine gute Ernährung ist wichtig für sie, da sie die Jungtiere säugt. In der Zeit ihrer Abwesenheit bleibt immer ein erwachsenes Erdmännchen, der Babysitter, bei den Kleinen. In ihrem natürlichen Lebensraum, den trockenen Steppen und Halbwüsten im südlichen Afrika, suchen Erdmännchen vor allem nach Insekten und Spinnentieren, die ausgegraben werden müssen. Seltener stehen Vogeleier, Kleinsäuger oder saftige Früchte auf dem Speiseplan. Dieses Futter wird auch den Jungen bei Verlassen der Wurfhöhle von den Babysittern angeboten. Seit ungefähr drei Wochen begleiten die Jungtiere ihre Babysitter auf ihren Streifzügen durch die Anlage im Kölner Zoo. Die erwachsenen Tiere übernehmen das Wärmen und Hüten. Bei feuchtem Wetter kuscheln sie sich in den Tontöpfen und mit Heu gefüllten Körben unter den Wärmelampen aneinander. Die Schirme bieten Schutz vor Regen. Zwar können die Erdmännchen im Kölner Zoo jederzeit ihr Innengehege aufsuchen, jedoch bevorzugen sie den Aufenthalt unter freiem Himmel, den immer mindestens ein Wächter auf erhöhtem Posten sitzend nach Feinden aus der Luft absucht. Dieses Verhalten ist angeboren, ebenso wie das Graben größerer Schlaf- und Wurfhöhlen sowie kleinerer Fluchtburgen, in die sie sich bei Gefahr, angezeigt durch bestimmte Rufe des Wächters, zurückziehen. Anhand der Warnlaute des Wächters können die Erdmännchen erkennen, ob es sich um einen Feind aus der Luft handelt, sie also ganz schnell in die Bauten fliehen müssen, oder um einen Bodenfeind, den man gegebenenfalls durch Zusammenrotten und Mobben vertreiben kann. In Menschenobhut müssen den Tieren die Requisiten des Lebensraums geboten werden, die Wachen und Graben möglich machen – also erhöhte Ausgucke und einen Untergrund, der das Anlegen von Höhlen erlaubt. Das Futter ist vielfältig und muss den Nährstoffansprüchen und Nahrungsaufnahmeverhalten der Erdmännchen entsprechen. Grillen stehen ebenso auf dem Speiseplan wie gelegentlich Garnelen. An anderen Tagen gibt es Stücke von Muskel- und Herzfleisch, aber auch Hackfleisch, Mäuse oder Obst. Vielfach wird das Futter in Säcken mit Heu oder Rindenmulch angeboten, sodass das Such- und Scharrverhalten stimuliert wird. Darüber hinaus graben unsere Erdmännchen bei gutem Wetter ausgiebig zwischen den Grasbüscheln und Büschen der Anlage nach Insekten und Würmern.

Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 12.09.2019
Nachwuchs im Südamerikahaus – Gemeinsame Jungtieraufzucht bei den Springtamarinen
Noch behält Springtamarin-Weibchen Brava das kleine Bündel, das sich fest an ihren Rücken klammert, ganz für sich. Erst vier Wochen alt ist ihr Jungtier, mit dem sie im Südamerikahaus der Wilhelma in Stuttgart flink von Ast und zu Ast hüpft. Seine Geschwister beobachten den Winzling allerdings schon mit großem Interesse. Unter den wachsamen Augen von Brava dürfen dessen ältere Schwestern den Familienzuwachs beschnuppern und ihm vorsichtig das Fell kraulen. Das gegenseitige Kennenlernen ist wichtig, denn die Aufzucht ist bei den Krallenaffen Gemeinschaftssache. Die ersten Wochen klammert sich das Jungtier zunächst nur an seine Mutter. Wenn es dann allein etwas sicherer auf den Beinen ist, wird das Kleine auch dem Vater und den Geschwistern anvertraut. „Für Brava ist es jetzt schon der dritte Nachwuchs“, erklärt Tierpflegerin Christina Keiper. „Je erfahrener die Mutter ist, desto eher gibt sie ihr Jungtier auch zeitweise ab. Es kann aber ebenso passieren, dass ein anderer aus der Gruppe sich das Kleine einfach holt und das Weibchen dann erst merkt, wie schön es ohne das zusätzliche Gewicht sein kann.“ Dabei wiegen neugeborene Springtamarine nur etwa 60 Gramm, die ausgewachsenen Tiere bringen selbst kaum ein halbes Kilo auf die Waage. Das ermöglicht den kleinen Krallenaffen, in Bambusdickicht und Unterholz schnell und leichtfüßig voranzukommen. Beheimatet sind diese schwarzen Primaten in den Tieflandregenwäldern des westlichen Amazonasbeckens. Sie sind nicht nur geschickte Kletterer, sondern können mit einem Sprung auch Distanzen von bis zu vier Metern überwinden. Ihr natürlicher Lebensraum schrumpft jedoch durch Brandrodungen und Abholzung immer mehr, wodurch die Art als gefährdet gilt. Dazu kommt, dass die Springtamarine in ihrer Heimat ohnehin wenig verbreitet sind, da sie weiträumige Reviere für sich beanspruchen und zu ihren Artgenossen in benachbarten Territorien großen Abstand halten. Einzelne Gruppen begegnen sich daher nur selten. Sie bestehen in der Regel aus höchstens acht Tieren, wobei meist ein Paar mit seinem Nachwuchs zusammenlebt. Sie halten untereinander engen Kontakt, widmen sich intensiv der gegenseitigen Fellpflege und schlafen dicht beieinander. Den Tag über durchstreifen die Springtamarine ihr Revier auf der Suche nach Früchten, Pilzen und Insekten. Auch der Neuzugang im Zoologisch-Botanischen Garten interessiert sich langsam für den Inhalt der Futterschalen, obwohl er im Moment noch hauptsächlich gesäugt wird. „Was genau man fressen kann, bekommt der Nachwuchs von seiner Mutter aus erster Hand mit, indem er von ihrer Nahrung probiert“, berichtet Christina Keiper. „Das merkt man auch den erwachsenen Jungtieren an, wenn man ihnen ungewohntes Futter anbietet. Weil sie es nicht kennen, können sie damit erstmal nichts anfangen.“ Meist siegt dann doch Neugier und die Kleinen folgen dem Beispiel ihrer erfahrenen Eltern. Besonders gut lässt sich das in der Wilhelma täglich um 13.30 Uhr beobachten, wenn bei den Springtamarinen die Fütterung ansteht. Dann ist auch Bravas jüngster Schützling hellwach und reckt neugierig sein kleines Köpfchen aus ihrem dunklen Haarkleid hervor.

Tiergarten Schönbrunn 12.09.2019
Neues Kinderbuch für alle Kibali-Fans
Das Elefantenbaby Kibali im Tiergarten Schönbrunn ist eine wahre Wasserratte. Die Kleine liebt es, geduscht zu werden, den Wasserstrahl mit ihrem Rüssel zu fangen und sich in der Lacke zu wälzen. Warum Duschen für Elefanten eine wichtige Hautpflege ist und vieles mehr, erklärt der vierte, soeben erschienene Band der Kinderbuch-Reihe „Der kleine Zoo-Entdecker“ von Fotograf Daniel Zupanc und Tiergarten-Pressesprecherin Johanna Bukovsky. „Unsere jungen Besucher haben Kibali sehr ins Herz geschlossen. In diesem Buch möchten wir all ihre Fragen beantworten. So erfahren sie zum Beispiel, dass Elefantenbabys bei der Geburt schon rund 100 Kilogramm wiegen, etwa vier Jahre lang gesäugt werden, sehr verspielt sind und gerne die älteren Tiere ärgern“, so Bukovsky. Auf 64 Seiten stellt das Kinderbuch Afrikanische Elefanten und ihre Lebensweise vor. Natürlich finden sich darin auch viele herzige Fotos von Kibali und der Schönbrunner Elefantenherde. Erklärt wird unter anderem, dass der biegsame Rüssel der Elefanten aus tausenden Muskeln besteht, Elefantenkot ein guter Dünger für Blumen ist und die Dickhäuter nur rund vier Stunden schlafen und das nicht am Stück. Außerdem bietet „Der kleine Zoo-Entdecker“ knifflige Rätsel. Die Kinder können einen Rüssel-Wirrwarr entknoten, ein Fehlerrätsel lösen und einen kunterbunten Elefanten malen. Natürlich wird im Buch auch thematisiert, warum Elefanten in ihrer Heimat Afrika bedroht sind. Kindgerecht wird die Problematik rund um den Elfenbeinhandel und den Verlust ihres Lebensraumes erklärt. „Der kleine Zoo-Entdecker. Afrikanischer Elefant“ ist ab sofort im Buchhandel, im Tiergarten und im Onlineshop des Zoos um 5,99 Euro in deutscher und englischer Sprache erhältlich.

Tiergarten Kleve 12.09.2019
18. Herbstfest am Sonntag, den 6. Oktober 2019 mit der 14. Wahl zum Lieblingstier – Motto: Zeigt her Eure Füße!
Die sommerlichen Temperaturen haben uns allerorts viel nackte Haut beschert, und die Damen präsentierten ihre apart lackierten Zehennägel. Auch die 2- und 4-Beiner im Tiergarten Kleve sind eifrig dabei, ihre Pfoten, Krallen, Hufe, Flossen… auf Vordermann zu bringen, denn die diesjährige Wahl zum Lieblingstier anlässlich des Herbstfestes steht unter dem Motto: Zeigt her Eure Füße! Hier die diesjährigen Kandidaten: Die Schnee-Eulen-Dame Charlotte […], die Erdmännchen […], Seehundmädchen Elektra […], Pandapärchen Xena + Spike […], Zwergotter Rina und Leo […], Lamafohlen Pedro, Eselfohlen Sissi […], Bunte Bentheimer Ferkel […], Bulgarischer schraubenhörniger Langhaarziegenbock Pucky & Walliser Schwarzhalsziege Dora. Getreu dem Motto „Die Karawane“ zieht weiter“ ist Trampeltiermädchen Jasmin jetzt eine Attraktion in einem niederländischem Tierpark (bevor ihr Papa sich ernsthaft für sie interessiert hätte). Das Polarfuchstrio kann erst im Winter mit richtig schön behaarten Pfoten dienen und möchte sich daher erst im nächsten Jahr wieder zur Wahl stellen. An der Wahl teilnehmen kann jeder, der das Herbstfest im Tiergarten Kleve am 6. Oktober 2019 von 10.00 h – 17.00 Uhr besucht. Auch alle anderen Tiere des Tiergartens stehen natürlich zur Wahl und können auf dem Wahlzettel unter „Mein Kandidat“ gewählt werden. Sie werden sich alle Mühe geben mit den Spitzenkandidaten mitzuhalten, um möglichst viele Wählerstimmer zu ergattern. Die Stimmzettel gibt es an der Kasse und an den Imbissständen. Wer alle Kandidaten besucht, hat die Chance, eine Familienjahreskarte für den Tiergarten Kleve zu gewinnen. An den entsprechenden Gehegen sind Buchstaben angebracht, die in der richtigen Reihenfolge ein Lösungswort ergeben, das sich auf das Motto der diesjährigen Wahl bezieht (kleiner Tipp: es hat etwas damit zu tun, wodurch die Kamele sich von allen anderen Kandidaten unterscheiden). Des Weiteren gibt es an diesem Tag natürlich wieder Außergewöhnliches zu sehen und zu erleben, denn viele Helfer werden dafür sorgen, dass das Fest für alle zu einem Erlebnis wird.  Um 13.30 Uhr und 15.30 Uhr präsentiert die Greifvogelstation De Valkenhof zwei große Greifvogelshows im Tiergarten Kleve (auf der Festwiese) mit Adlern, Bussarden, Falken und Eulen. Sämtliche Flugvorführungen werden mit Greifvögeln von den Berufsfalknern Marga und Frans Hueben aus Aalten / Holland durchgeführt. Die Falkner bieten nicht nur eine reine Demonstration, sondern eine interaktive Vorführung, so dass die Tiere wirklich hautnah erlebt werden können. Der Tiergarten Kleve bietet seinen Besuchern damit ein wahres Highlight. Es wird ein unvergessliches Erlebnis werden, diese majestätischen Vögel aus nächster Nähe zu sehen und sie im atemberaubenden Flug zu beobachten. Die Rollende Waldschule der Kreisjägerschaft Kleve ist seit dem ersten Fest dabei und entführt erneut mit Präparaten und Infos in unsere heimischen Wälder. Selbstverständlich ist auch die Waldjugend Kleve wieder dabei, die mit den Kindern das beliebte Stockbrot backt, ihre Aktivitäten mit den Kids vorstellt und natürlich die heimische Natur erklärt. Der Kellener Imkerverein informiert rund um die Honigbiene. Die Imker bieten Wildbienenhotels, Bienenbäume (beste bekannte Trachtpflanze für Honigbienen), Honig, Bienenwachscremes und Propolis, das sog. Bienenkitharz an. Das Erzähltheater Kutschkultur aus Goch-Asperden ist wieder zu Gast im Tiergarten. Herr Jürgen Bosbach erzählt Märchen für Menschen ab fünf bis hundert und entführt sie dabei in eine zauberhafte Welt. Selbstverständlich kommt bei all diesen Attraktionen auch das leibliche Wohl nicht zu kurz: Wer sich zwischendurch stärken möchte, kann dies an unserem beliebten Imbiss tun, der seine Gäste direkt vorne an der Kasse und dem Spielplatz verwöhnt.

Zoo Landau in der Pfalz 11.09.2019
„Streichelzooführerschein“ für Kinder von 6 – 8 Jahren im Zoo Landau in der Pfalz am 12. Oktober 2019, 14 -17 Uhr
Die Zwergziegen und Zwergschafe im Streichelzoo des Zoo Landau in der Pfalz gehören sicherlich zu den ganz besonderen Lieblingen gerade unter den ganz jungen Gästen. Der direkte Kontakt, das Füttern und Streicheln macht vielen Kindern Freude. Doch im Umgang mit den Tieren machen sie oft unwissentlich Manches falsch. Deshalb können die kleinen Tierfreunde jetzt einen Streichelzoo-Führerschein machen. In der Zooschule lernen Kinder zwischen 6 und 8 Jahren im Rahmen eines Workshops wie man auf Ziegen und Schafe zugeht, ohne sie zu erschrecken, wie man diese Tiere fachgerecht streichelt, striegelt und füttert. Sie lernen die Körpersprache der Tiere richtig zu deuten und erfahren, was Jungtieren vielleicht Angst bereitet. Darüber hinaus lernen die Kinder Interessantes zum Umgang mit Kaninchen, Minischweinen und Hühnern. Die besondere Veranstaltung wird anlässlich des Welttierschutztages, der international am 4. Oktober begangen wird, durchgeführt

Zoo Magdeburg 11.09.2019
Zoo Magdeburg beteiligt sich am Welt-Nashorntag 2019
Weltweit gehen die Bestände an Spitzmaulnashörnern bedrohlich zurück – nur noch etwa 740 Östliche Spitzmaulnashörner leben im Freiland Afrikas. In den letzten Jahrzehnten ging der Bestand dieser imposanten Nashornart um 90 Prozent zurück. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft das Östliche Spitzmaulnashorn als unmittelbar vom Aussterben bedroht ein. Grund genug, die in Magdeburg lebenden Östlichen Spitzmaulnashörner näher in den Fokus zu rücken und auf den erforderlichen Artenschutz aufmerksam zu machen. Der Welt-Nashorntag am 22. September 2019 bietet dazu eine gute Gelegenheit. Partner des Welt-Nashorntages im Zoo Magdeburg ist die Stadtsparkasse Magdeburg. An diesem Tag haben Zoobesucher die Chance, einmal hinter die Kulissen des Magdeburger Nashornhauses zu schauen. Wie reisen Nashörner, welchen Bedrohungsstatus haben Spitzmaulnashörner und wie ist es um den Artenschutz bestellt? Am Infostand erklärt der Zooguide anschaulich die Themen und beantwortet gern alle Fragen rund um die Rhinos. Es finden halbstündige Führungen hinter die Kulissen des Nashornhauses statt. Auch der kleine Nashornbulle Malte, der am 28. April 2019 geboren wurde, macht als Botschafter seiner Art auf den dringend notwendigen Artenschutz aufmerksam. Das Internationale Zuchtbuch für das Östliche Spitzmaulnashorn wird im Zoo Berlin geführt. Die Stadtsparkasse Magdeburg hat als Partner des Zoos für den Welt-Nashorntag zusätzliche Aktivitäten vorbereitet. Bei der Sparkassen-Nashorn-Rallye hat jeder Teilnehmer die Chance auf einen Sofortgewinn und das Sport- und Spielmobil inklusive Hüpfburg bietet zusätzlichen Spaß.

Zoo Basel 11.09.2019
Neuer Somali-Wildesel im Zoo Basel angekommen
Am 22. August kam die Somali-Wildesel-Stute Mwana im Zoo Basel an. Mwana ist Teil eines internationalen Zuchtprogrammes, welches der Zoo Basel koordiniert. Die Situation der Somali-Wildesel in der Natur ist dramatisch. Der Zoo Basel unterstützt deshalb Projekte in Eritrea, deren Ziel es ist, diese seltene Eselart zu erforschen und Schutzgebiete zu etablieren. Eineinhalb Jahrzehnte warten: Nachwuchs bei den Klippschliefern Nach 16 Jahren Pause gab es im Zoo Basel Nachwuchs bei den Klippschliefern. Vier Jungtiere sind jetzt auf der grossen Innenanlage im Etoschahaus zu sehen. Die Nutria-Gruppe zieht um Die Nutria-Gruppe wird demnächst von ihrem Gehege neben dem Affenhaus in die ehemalige Wolf-Anlage ziehen. Die auch Biberratten genannten, schwimmenden Nager sind sehr aktiv und entsprechend spannend zu beobachten. Die Anlage wird in den nächsten Wochen für die Haltung von Nutrias angepasst.

Opel-Zoo Kronberg 11.09.2019
Erneut Giraffe im Opel-Zoo geboren – Reicher Kindersegen im Freigehege
Dieses Jahr gab es aus dem Opel-Zoo sehr viele Meldungen „Jungtier geboren“, so zuletzt bei den Trampeltieren, den Guanakos, den Erdmännchen, den Ponys, den Nandus und als besondere Attraktion die Erstgeburt der sechs Geparde. Am 1. Mai 2019 wurde die männliche Rothschildgiraffe Madiba geboren, die sich sehr gut entwickelt hat und inzwischen von den anfänglichen 1,80 m auf die stattliche Größe von ca. 2,10 m gewachsen ist. Madiba hat nun einen Halbbruder bekommen. In der Nacht vom 5. auf den 6. September 2019 brachte Giraffenmutter Katharina ihr 9. Jungtier zur Welt, gewohnt komplikationslos und ohne die Notwendigkeit menschlicher Hilfe. Wie jedes andere Giraffen-Neugeborene auch gleitete der Nachwuchs aus 2 m Höhe auf den Boden. Bei Arbeitsbeginn der Tierpfleger stand er schon und trank. Es ist ein gesundes männliches Tier, das den Namen „Kiano“ erhalten hat – frischer Wind, Wirbelwind, voller Freude. Kiano wird nun in den ersten Tagen im Giraffenhaus zu sehen sein, wo er – zunächst mit seiner Mutter allein – gut beobachtet werden kann. Bei günstigem Wetter geht es dann bald auch auf die Außenanlage und es erfolgt die Gewöhnung an die anderen Giraffen und schließlich an die weiteren Tierarten Gnus, Zebras und Impalas, mit denen die Giraffen auf der Außenanlage vergesellschaftet sind. Kiano ist der 17. Nachkomme von Giraffenbulle „Gregor“. Er selbst wurde auch im Opel-Zoo geboren und ist nun 13 Jahre alt. Die Giraffen im Opel-Zoo gehören zu der stark bedrohten Unterart der Rothschildgiraffe, von denen es in ihrem Verbreitungsgebiet südlich der Sahara schätzungsweise nur noch 1.100 Tiere gibt. Für die Rothschild-Giraffen wird ein sogenanntes Europäisches Ex-Situ Programm (EEP) geführt, in dem die Zucht innerhalb der europäischen Zoologischen Gärten koordiniert wird. Der Zuchtbuchführer wird für den kleinen Giraffenbullen eine Haltung bestimmen, in die der Jungbulle, wenn er mit 2 bis 2,5 Jahren geschlechtsreif wird, abgegeben wird. Dort wird er dann hoffentlich selbst zur Erhaltung seiner Unterart beitragen.

Biosphaerium Elbtalaue 11.09.2019
Eine neue Biberburg für Meister Bockert im Biosphaerium
Nicht nur am Nordflügel des Schlosses Bleckede wird fleißig gearbeitet, auch die Biberburg im Biosphaerium Elbtalaue benötigte eine Runderneuerung. Acht Jahre lang trotzte diese Wind und Wetter. Nun war es an der Zeit, die alten verrotteten Baumstämme und Äste durch neues Holz zu ersetzen. Der städtische Bauhof in Bleckede übernahm diese Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit dem Tierpfleger des Biosphaeriums. Eine niedrige Bruchsteinmauer als Uferbegrenzung entstand. Anschließend wurde der Kessel der Biberburg mit einer dicken Schicht aus zerkleinertem Wurzelholz, größeren Ästen und Holzstämmen abgedeckt. Kessel nennt sich die Schlafstätte der Biber im Inneren ihrer Burg. Dessen Zugang liegt unterhalb der Wasseroberfläche, um sich vor dem Eindringen möglicher Feinde zu schützen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs war das ein ungewöhnliches Projekt in ihrem Arbeitsalltag und eine echte Herausforderung, denn der Spezialist bei einer solchen Konstruktion bleibt nun mal Baumeister Bockert. „Die Burg sollte wieder für einige Jahre halten“, ist sich Alexandra Hoyer, Mitarbeiterin des Bauhofs, sicher. „Wir lernen dabei auch immer mehr dazu. Es ist schon eine beachtliche Leistung, was diese Tiere in der freien Natur vollbringen können und das ganz ohne Motorsäge, Bagger und andere Hilfsmittel.“ Beim Bau der Burg wurden typische Baumarten des Auewaldes verwendet, wie Pappeln und Hasel. Mehr als sieben Kubikmeter Holz wurden verbaut. Die Stämme sind bis zu vier Meter lang. Wer sich ein Bild von der funkelnagelneuen Außenansicht der Biberburg machen möchte, steigt dafür am besten auf den 20 m hohen Aussichtsturm. Aber auch von der angrenzenden Dachterrasse hat man einen großartigen Blick auf die Außenanlage mit der Burg.

Zoo Landau in der Pfalz 11.09.2019
Zoo-Safari für Ferienkinder im Zoo Landau in der Pfalz am 10. Oktober 2019, 14 Uhr
Auf geht’s zur spannenden Zoo-Safari für Ferienkinder im Zoo Landau in der Pfalz! Am 10. Oktober 2019 bietet die Zooschule Landau in Kooperation mit dem Büro für Tourismus der Stadt Landau in der Pfalz für Kinder von 6 bis 12 Jahren, die in Landau und in der Region ihre Ferien verbringen, wieder einen tollen Erlebnisrundgang mit vielen Informationen rund um die Landauer Zootiere an. Ein hautnaher Tierkontakt gehört ebenso zum Programm wie die vielen Materialien zu den Tieren, wie z.B. Eier, Felle, Federn, Schädel und Ähnliches, die die Zoopädagogen auf ihrer Runde dabei haben werden. Das zweieinhalbstündige Programm bietet interessante Einblicke in das Leben der Zootiere und die Arbeit eines modernen Zoologischen Gartens. Wofür sind Zoos heute da? Was ist ein Zuchtprogramm? Wo kommen die Zootiere her? Was fressen sie und was brauchen sie, um sich wohlzufühlen? Natürlich können die Kinder auch ihre ganz eigenen Fragen stellen!

Zoo Leipzig 10.09.2019
Bildung zum Anfassen, Riechen, Staunen: 50 Jahre Zooschule im Zoo Leipzig
Moderne Zoos im 21. Jahrhunderts sind zu bedeutenden Orten des außerschulischen Lernens geworden, die das öffentliche Bewusstsein für die Natur und Umwelt fördern, schärfen und sensibilisieren. Mehr als 96 Prozent der deutschsprachigen Zoos verfügen inzwischen über Zooschulen und entsprechen somit ihrem gesetzlichen Bildungsauftrag. Im Zoo Leipzig seit dem 1. September 1969. Mehr als 11.500 Schüler aller Klassenstufen nutzen jährlich im Zoo Leipzig das vielschichtige und an den Hauptfächern Biologie und Sachkunde orientierte Unterrichtsangebot. Das Ziel ist klar: Die Schüler sollen Erfahrungen mit der Vielfalt und Einzigartigkeit der Natur sammeln und ein Bewusstsein für die Notwendigkeit ihres Schutzes entwickeln. “Wir müssen den jungen Generationen Bildung zum Anfassen, Riechen, Hören und Erleben bieten, um für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt zu sensibilisieren. Wer den Tiger gerochen, die Mimik der Schimpansen entschlüsselt oder den Zahn eines Elefanten gehalten hat, wird das Wissen für immer mit sich tragen. Insbesondere in der Anschaulichkeit und im Erlebnisgehalt begründet sich für mich der Wert einer Zooschule“, fasst Zoodirektor Jörg Junhold das Anliegen der Leipziger Zooschule zusammen. Das 50-jährige Zooschuljubiläum wurde heute im Beisein des Bürgermeisters für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule, Herr Prof. Dr. Thomas Fabian und des Präsidenten des Sächsischen Landesamtes für Schule und Bildung, Herr Ralf Berger, feierlich begangen. Im Rahmen des Festaktes wurde nicht nur die Arbeit, sondern vor allem auch die Bedeutung der Bildungseinrichtung angemessen gewürdigt. Herr Prof. Dr. Thomas Fabian fasst die Wichtigkeit der Zooschule für die Stadt wie folgt zusammen: „Die Zooschule spielt als attraktiver und lebendiger Lernort neben den zahlreichen außerschulischen Angeboten der Stadt Leipzig eine herausragende Rolle.“ Ralf Berger stellte die Synergie zwischen dem Lehrplan und den vertiefenden Möglichkeiten einer Zooschule heraus: „Wenn wir ein Ranking über ausgezeichnete außerschulische Lernorte führen würden, wäre die Zooschule im Spitzenfeld. Sie ist für Kinder nicht nur eine einfache Erweiterung der Zoobesuche. Vielmehr verbindet sie mit ihren speziell für Kinder konzipierten Programmangeboten die aktuellen Lehrplaninhalte mit den Möglichkeiten dieses wunderbaren Zoos. Das ist eine Bereicherung für die Schulen sowie auch gelebte Nachhaltigkeit in der Bildung.“

Tierpark Nordhorn 09.09.2019
25 Jahre Förderverein Tierpark Nordhorn – Aktiver Verein zählt inzwischen mehr als 400 Mitgliedschaften!
Seit 25 Jahren ist der Förderverein eine große Stütze für den Tierpark Nordhorn. Nun wurde dieses Jubiläum mit einem großen Mitgliederfest und einem Treffen der Gründungsmitglieder gefeiert. Anlässlich des 25jährigen Jubiläums überreichte der Förderverein mit 250.000 Euro zudem die größte Einzelspende in der Geschichte des Familienzoos. „Über eine Million Euro konnte der Förderverein in den 25 Jahren an den Tierpark spenden!“ so die Vorsitzende Lilo Hilkenbach. „Wir konnten damit ganz maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung des Zoos beitragen!“ Nach dem Ende des Tierparks in der Trägerschaft des ehemaligen „Tierparkvereins“ und dem Neubeginn in seiner heutigen Gesellschaftsform als gemeinnützige GmbH vor nunmehr 25 Jahren galt es, weitere Freunde und Förderer für den noch kleinen Park zu finden. „Der Tierpark hatte damals nur rund 70.000 Besucher und 4,5 Mitarbeiter!“ erinnert sich der damalige Tierparkleiter und heutige Nordhorner Bürgermeister Thomas Berling. „Wir wollten einen echten Förderverein, der den Tierpark ehrenamtlich, ideell und finanziell unterstützt!“ Mit nur einer Hand voll interessierter Menschen wurde das Projekt gestartet Zur eigentlichen Gründungsmitgliederversammlung kamen dann schon deutlich mehr. Für den frisch gewählten damaligen Vorsitzenden und mittlerweile verstorbenen Nordhorner Unternehmer Bernhard Schleper aber noch nicht genug. Nachdem so viele Nordhorner in den Krisenzeiten für den Erhalt des Tierparks gekämpft hatten, müsste es noch weit mehr Freunde und Förderer geben, war Schleper überzeugt. Und er sollte Recht behalten. Bei diesen wenigen Leuten blieb es zum Glück nicht lange. Mittlerweile hat der Förderverein des Tierpark Nordhorn über 400 Mitgliedschaften. „Dahinter verbergen sich weit mehr als 1000 Menschen!“ so Tierparkleiter Dr. Nils Kramer. „Wir sind froh, so ein Netzwerk hinter dem Tierpark zu wissen!“ Neben vielen Familienmitgliedschaften sind auch über 70 Firmen aus der Region Teil des Netzwerks. „Sie alle tragen zu der positiven Entwicklung des Tierparks bei und sind wichtige Freunde, Förderer und Multiplikatoren unserer Arbeit!“ Mittlerweile hat der Familienzoo fast eine halbe Million Besucher im Jahr und mehr als 150 Mitarbeiter. Er ist damit nicht nur das mit Abstand größte Tagesausflugsziel der Region, sondern auch zu einem wichtigen Arbeitgeber geworden. Bei einem Treffen mit den Gründungsmitgliedern, von denen einige sogar auch nach 25 Jahren immer noch im Vorstand aktiv sind, wurde der Entwicklung des Fördervereins gedacht. Erster Kreisrat Uwe Fietzek brachte darüber hinaus auch den Dank der Gesellschafter Stadt Nordhorn und Landkreis Grafschaft Bentheim zum Ausdruck. „Eine tolle Truppe, die seit 25 Jahren wertvolle Unterstützung für den Tierpark leistet und ohne die der Tierpark heute sicher nicht so gut dastünde!“ Ein ganz besonderer Moment für die Vorsitzende Lilo Hilkenbach war die jüngste Spendenübergabe an den Tierpark. Sage und schreibe 250.000 Euro und damit die größte Einzelspende überhaupt, konnte der Tierpark für den Neubau der Leopardenanlage zusammentragen. „Eine tolle Unterstützung durch die Mitglieder!“ so die Vorsitzende. „Wir freuen uns auf die Entwicklung in den nächsten Jahren!“ Und natürlich kann der Förderverein weitere Mitstreiter gebrauchen. Wer Interesse an der Mitarbeit im Verein hat, kann sich gerne unter foederverein@tierparknordhorn. de oder bei einer der Veranstaltungen direkt bei den Mitgliedern melden.

Tierpark Gotha 06.09.2019
Neues Gehege für die Gothaer Kaninchen – Tierpark Gotha erhöht Platzangebot durch großzügige Außenanlage.
Dank der Unterstützung des Förderverein Tierpark Gotha e.V. konnte ein neues Gehege für die Kaninchen im Tierpark realisiert werden. Dieses wurde zum Tierparkfest am vergangenen Wochenende eingeweiht und die drei Bewohner – zwei Thüringer Rexe und ein Röhnkaninchen – fühlen sich seither in ihrem neuen Zuhause sichtlich wohl. Zuvor wurden die in die Jahre gekommenen Kaninchenställe abgerissen und durch ein geräumiges Holzhaus ersetzt, welches durch eine begrünte Außenfläche ergänzt wird. Die Kaninchen haben nun das ganze Jahr über die Wahl, ob sie sich drinnen oder draußen aufhalten möchten. Als Erinnerung an die ehemaligen Ställe wurden einige Türen aufgehoben und nun als Sichtfenster eingebaut, um einerseits die Entwicklung der Kaninchenhaltung zu verdeutlichen und den Besuchern andererseits einen Blick in den neuen Innenbereich zu ermöglichen. Verschiedene Bodengründe in der Außenanlage fördern zudem das natürliche Verhalten der Nagetiere, beispielsweise das Baden im Sand zur Fellpflege. Die Freifläche lädt zum Toben und Herumhoppeln, das frische Gras zum Knabbern, die Erde zum Buddeln und die Büsche zum Verstecken ein. Die Ernährung der Kaninchen im Tierpark Gotha ist ausgewogen und besteht aus Heu, frischen Gräsern und Kräutern, frischem Gemüse sowie speziellen Nagetierpellets. Der Tierpark Gotha befindet sich am Töpfleber Weg 2, in 99867 Gotha und hat in den Sommermonaten täglich von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Der letzte Einlass ist 45 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten. Der Eintritt in den Tierpark kostet 6,00 €, ermäßigt 3,00 €. Weitere Informationen sind unter www.tierpark-gotha.de nachlesbar.

Zoo Osnabrück 06.09.2019
Leuchtende Giraffen, Elefanten und Affen ab dem 14. September im Zoo Osnabrück – Aufbau für „Geheimnisvolle Lichterwelten – Zoo-Lights Osnabrück“ inklusive LED-Boden gestartet
Wenn Giraffen und Bären gemeinsam auf dem Anhänger durch den Zoo Osnabrück gefahren werden, dann kündigen sich die „Zoo-Lights“ an. Aktuell ziehen über 160 leuchtende Tierfiguren am Schölerberg ein und 8 Kilometer Kabel werden verlegt, damit ab dem 14. September die „Geheimnisvollen Lichterwelten – Zoo-Lights Osnabrück“ beginnen können. E-Tickets für die Veranstaltung sind ab sofort mit 25 Prozent Rabatt erhältlich. „Das schwierigste sind nicht unbedingt die großen Exponate, sondern die vielen, vielen kleinen – wie die 40 Seesterne, die wir auf zehn Bäumen verteilt haben“, berichtet Hans-Jürgen Klumpe, Geschäftsführer von HK Medien, der mit Geschäftspartner Jörg Herzog zurzeit die 160 Tierfiguren im Zoo Osnabrück aufbaut. „Wir mussten in jeden Baum reinklettern und die Seesterne hier einzeln befestigen, damit sie auch sicher in den Ästen hängen.“ Vom 14. September bis zum 10. November können Besucher jeden Freitag-, Samstag- und Sonntagabend die „Geheimnisvollen Lichterwelten“ entlang einer festgelegten Route erkunden. Damit die neuen „Tiere“ sicher an ihren Ort im 23,5 Hektar großen Zoo kommen, nutzen Klumpe und Herzog einen 4 Meter langen und 2 Meter breiten Spezialanhänger. Damit fährt er Bison, Tapir & Co. durch den Zoo. „Ein Junge sah dies und sagte zu seinen Großeltern: Schau mal, hier fahren sie die Tiere auch spazieren“, schmunzelt Klumpe. Tiere beobachten den Aufbau – Mit Rücksicht auf die Tiere und auf die Arbeitsabläufe der Tierpfleger haben Klumpe und Herzog bereits vier Wochen vor der Eröffnung mit dem Aufbau begonnen: „Wir bringen die Leuchtkörper am frühen Morgen und am späten Nachmittag nach und nach an, sodass keiner gestört wird. Das führte allerdings schon dazu, dass eine Tierpflegerin morgens einen gehörigen Schrecken bekam, weil sie dachte, dass die Bisons ihr Gehege verlassen haben. Die neuen Exponate sehen nämlich sehr naturnah aus und einen Bison hatten wir ins Gebüsch neben die Anlage der lebendigen Artgenossen gestellt“, lacht Klumpe. Die Tiere selbst zeigen sich relativ unbeeindruckt von den neuen Zoobewohnern: „Viele waren sehr neugierig, so kamen die Wölfe an, als wir ihre leuchtenden Artgenossen aufgestellt haben und auch die Giraffen schauten interessiert. Elefantenjungtier Minh-Tan hatte dagegen ein Auge auf den Schraubenzieher geworfen“, berichtet Jörg Herzog. Mit guten Absprachen und genügend Zeit könne man den Aufbau sehr tiergerecht vornehmen. Neben den vielen Tierfiguren erleuchten 130 farbige LED-Scheinwerfer den nächtlichen Wald und im „Magic Forest“ findet ein geheimnisvolles wechselndes Farbspiel statt. Die zusätzlichen Einnahmen durch derartige Events benötigt der Zoo für den Umbau von Tiergehegen, wie Geschäftsführer Andreas Busemann berichtet. Rundweg erstmals durch „Manitoba“ – Den festgelegten Rundweg hat die Firma HK Medien gemeinsam mit dem Zoo-Team erarbeitet, wie Diana Reuvekamp, Veranstaltungskauffrau im Zoo, berichtet: „Wir haben den Rundweg aus den Erfahrungswerten der letzten zwei Jahre festgelegt und neue Bereiche mit dazu genommen, um den Besuchern ein neues Erlebnis bieten zu können.“ So ist erstmals auch die komplette, 2018 eröffnete Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“ mit eingebunden. „Den Weg sind wir gemeinsam mit unserem Elektriker und Zooinspektor abgelaufen, damit die technischen Gegebenheiten passen. Zusätzlich haben wir dann mit unseren wissenschaftlichen Kuratoren die Standorte besprochen, damit die Tiere nicht gestört werden“, erklärt Reuvekamp. Die neuen schon aufgestellten Exponate kommen bereits so gut an, dass die Zoomitarbeiter einige Besucher bereits ausbremsen mussten: „So manche Kinder und auch Erwachsene wollten für Fotos auf Exponate klettern – diese sind zwar wetterbeständig, aber das halten sie nicht aus. Deswegen die Bitte: Sie können sehr gerne Fotos von den Leuchttieren machen, aber nicht draufklettern oder anfassen“, betont Reuvekamp. Mit neuester Technik über das Wasser laufen Die Lichtinstallationen hatte der Zoo erstmals mit Hilfe des Zoo-Sponsors DIGILED selbst produzieren lassen. Die Figuren sind nicht nur im Osnabrücker Zoo zu sehen, sondern werden auch an andere Zoos und Einrichtungen ausgeliehen, wie an den Zoo Rostock oder den Zoo Heidelberg. Der Zoo-Sponsor sorgt noch für weitere Neuigkeiten bei den „Zoo-Lights“: „Wir stellen dem Zoo eine LED-Wand in der Größe von 3,50 Meter mal 2 Meter und einen interaktiven LED-Boden mit der Größe von 3 Meter mal 2 Meter kostenlos zur Verfügung. Besonders spektakulär ist der LED Boden im ‚Tetra-Aqiarium‘: Hier sieht man im Film Fische im Wasser schwimmen und wenn Besucher über den Boden laufen, reagiert die Wasseroberfläche im Film mit Wellenbewegungen“, erklärt Joachim Fiedler, Geschäftsführer von DIGILED. Zusätzlich präsentiert der Zoo am Löwenrondell auf der großen LED Wand Tierbilder und -filme. Beide Techniken werden von Mitarbeitern von DIGILED installiert und betreut. Zusätzliche Events an jedem zweiten Wochenende – Wer die besonderen Lichtinstallationen im Zoo Osnabrück bewundern möchte, kann dies ab dem 14. September jeden Freitag-, Samstag- und Sonntagabend ab 18 Uhr bis 22 Uhr. Ab dem 3. November beginnen die „Zoo-Lights“ täglich bereits um 16:30 Uhr. Zusätzlich locken verschiedene Veranstaltungen an den Wochenenden in den herbstlichen Zoo: Den Auftakt machen die „Tierischen Comedy Nights“ am 20. und 21. September mit zahlreichen Comedians auf der Bühne. Darauf folgt das Mittelalter Spectaculum vom 3. bis 6. Oktober mit mittelalterlichem Lagerplatz, Musik, Handwerk und Gaumenschmaus. Vom 19. bis 20. Oktober findet der „Indian Summer“ vor allem in der nordamerikanischen Tierwelt „Manitoba“ statt mit Aktivstationen und Musik. Gänsehaut und Gruselspaß für Groß und Klein gibt es beim „Halloween-Festival“ vom 30. Oktober bis 2. November. Anschließend wartet auf die kleinen Tierfreunde noch die „Laternenwoche“ vom 3. bis 10. November. Ab sofort bietet der Zoo auch E-Tickets für die Zoo-Lights mit 25 Prozent Online-Rabatt im Internet unter shop.zoo-osnabrueck.de an. Zusätzlich liegen Rabattflyer bei verschiedenen Zoopartnern wie der Sparkasse Osnabrück, Bäckerei Brinkhege oder beim Zoo-Shop in der Krahnstraße aus. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und den Preisen stehen auf der Internetseite des Zoos: www.zoo-osnabrueck.de „Geheimnisvolle Lichterwelten – Zoo-Lights Osnabrück“ im Überblick: 14. September bis 10. November, Freitags bis sonntags 18 bis 22 Uhr, Ab dem 3. November bereits ab 16:30 Uhr täglich, Einlass zu den „Zoo-Lights“ ist jeweils erst ab 18 bzw. 16:30 Uhr, 160 große Lichtfiguren, inkl LED-Boden und LED-Wand, Preis regulär: Erwachsene: 25 Euro, Kinder (7-16 Jahre): 18 Euro, Kinder (3-6 Jahre): 15 Euro. Rabatte über Zoopartner erhältlich. Kombiticket für zwei Abende: Erwachsene: 30 Euro, Kinder (7-16 Jahre): 22 Euro, Kinder (3-6 Jahre): 17,50 Euro. Nicht mit weiteren Rabatten kombinierbar. Preise Jahreskartenbesitzer: Erwachsene: 9,50 Euro, Kinder (7-16 Jahre): 6,50 Euro, Kinder (3-6 Jahre): 5 Euro. Nicht mit weiteren Rabatten kombinierbar. Tickets unter: shop.zoo-osnabrueck.de (25% Rabatt auf Zoo-Light-E-Tickets) oder an der Zookasse, Zoo-Lights Eventwochenenden: 20./21.09.: Tierische Comedy Nights, 3.-6.10.: Mittelalter Spectaculum, 19./20.10.: Indian Summer, 30.10. bis 2.11.: Halloween-Festival, 3.-10.11.: Laternenwoche (ab 16:30 Uhr)

Zoo Berlin 06.09.2019
Kuschelnd durch die erste Woche – Panda-Mama im Zoo Berlin kuschelt rührend mit Nachwuchs
Draußen kündigt sich langsam der frische Herbst an, drinnen wird so viel gekuschelt, dass garantiert niemand friert! Immer tiefer vergräbt sich der noch fast nackte Panda-Nachwuchs in dem dichten Fell von Mama Meng Meng (6) – perfekt für ein Nickerchen. Und kommt nach dem Schläfchen der kleine Hunger, ist die Milchbar nicht weit. Zufrieden grunzt der junge Pandabär! Manche nennen es eintönig, andere Luxus: Der Tagesablauf der Panda-Zwillinge im Zoo Berlin gestaltet sich bisher noch nicht sehr vielseitig. Neben Trinken und Schlafen, steht hauptsächlich Kuscheln auf dem Programm. Dazu lädt das dichte Fell von Mutter Meng Meng aber auch förmlich ein. Behutsam stützt sie mit ihrer Tatze den noch unbeholfenen Nachwuchs. „Auch, wenn ich in meiner Tätigkeit als Tierarzt schon viele Tiergeburten und -Aufzuchten miterleben durfte, fasziniert mich die Mutter-Kind-Beziehung bei Bären immer wieder aufs Neue“, berichtet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. „Die wuchtigsten Großbären werden bei ihrem Nachwuchs zu liebevollen, einfühlsamen Müttern. Das zeigt unsere Meng Meng derzeit in Perfektion.“ Seit der Erstuntersuchung sind die beiden Panda-Zwillinge immer in einem Rhythmus von etwa zwei bis drei Stunden abwechselnd bei Mutter Meng Meng. So können beide Jungtiere des seltenen Nachwuchses überleben. Große Pandas haben in der Regel nur die Energie, um ein Jungtier von Anfang an aufzuziehen. Dank des guten Trainings vorab und ein wenig Honig, lässt Meng Meng den Tausch der Jungtiere problemlos zu. Mittlerweile ist auch der Appetit der Pandabärin zurückgekehrt und sie erfreut sich wieder an frischem Bambus und ihren geliebten Panda-Keksen. Bestens gestärkt startet sie also in ihre zweite Woche als Panda-Mama. Hintergrund: Im Zoo Berlin leben seit Sommer 2017 Deutschlands einzige Große Pandas. Am 31. August 2019 hat Panda-Dame Meng Meng zwei Baby-Pandas (Gewicht: 186 g und 136 g) zur Welt gebracht. Der Vater Jiao Qing (9) ist an der Aufzucht – wie für Große Pandas typisch – nicht beteiligt. Nach der letzten Zählung des weltweiten Bestandes geht man von nur noch etwa 1.864 ausgewachsenen Großen Pandas im natürlichen Lebensraum aus. Daher wird der Panda auf der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft. Der Zoo Berlin zahlt eine jährliche Leihgebühr für die seltenen Bambusbären, welche zu 100 Prozent in den Artenschutz fließt. Mit dem Beitrag wird Zucht, Schutzmaßnahmen und Wiederauswilderung der Großen Pandas finanziert. Pate der beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing ist die Berliner Volksbank.

Naturschutz Tierpark Görlitz- Zgorzelec 06.09.2019
Otter Yourek’s unglaubliche Rückkehr – Nach viermonatiger Auszeit, kehrt Ottermann Yourek freiwillig in den Naturschutz Tierpark Görlitz- Zgorzelec zurück.
Ein Sturm im März veränderte jäh das Leben von Yourek und seinen sechs Waschbär – Gehegegenossen. Über einen auf den Zaun gestürzten Baum konnten alle Sieben aus dem Gehege entweichen. Während die Waschbären mit Hilfe von Lebendfallen, Leckerlis und selbstlosen, nächtlichen Einsätzen der Mitarbeiter nach fünf Tagen wieder im Gehege mit repariertem Zaun saßen, tummelte sich Otter Yourek im benachbarten Schwanenteich. Alle Versuche das Tier zu fangen scheiterten kläglich. Der Teich verlor nach kurzer Zeit seinen Reiz und so verabschiedete sich Yourek gänzlich aus dem Tierpark. Um nicht dauerhaft otterlos zu bleiben, wurde über das Europäische Otter Zuchtprogramm ein neues Tier gefunden und so zog der einjährige Otterrüde „Marek“ aus dem Warschauer Zoo im Görlitzer Tierpark ein. Was nun kommt ist kurios! Keine Woche nach Mareks Ankunft, gab es plötzlich Aufregung auf dem Schwanenteich: Die Vögel drängten panisch ans Land. Ein klares Indiz für die Präsenz eines Wasserraubtieres. Konnte es wirklich Yourek sein? Die Tierparkmitarbeiter rüsteten mit allen zur Verfügung stehenden Lebendfallen auf und tatsächlich nach drei Tagen saß ein Otter in der Falle. Die Kontrolle des Microchips bestätigte, dass es sich hier um Yourek handelte. Abgenommen hatte er während seiner abenteuerlichen Auszeit in Görlitzern Gewässern, aber sonst war er kerngesund und quietschfidel. Nach einer Woche unter Beobachtung in der Quarantänestation können ihn unsere Besucher jetzt wieder in seinem Gehege beobachten. Wo er sich aufhielt und was er erlebte, bleibt wohl ein Geheimnis. Zurückgekehrt ist er allerdings aus freien Stücken. Zuhause ist’s halt doch am Schönsten…

Wilhelma – Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 05.09.2019
Deutschlands größtes Krokodil trifft auf Partnerin – Perfekte Harmonie beim ersten Zusammentreffen der Krokodile
Frederick und Tong heißt das neue Traumpaar der Wilhelma. Dabei war die Spannung vor dessen erstem Treffen riesig: Deutschlands größtes Krokodil, das am 1. März in den Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart eingezogen ist, durfte heute das erste Mal zu seinem Weibchen. Erstmals durfte der 520 Kilo-Koloss Frederick auf Tuchfühlung gehen zu der dagegen lediglich rund 100 Kilo „leichten“ Tong. „Noch vor Parköffnung hatten wir die Abtrennung zwischen den beiden Becken geöffnet, damit sich die Tiere in Ruhe begegnen können“, berichtet Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Bei Krokodilen weiß man nie, wie sie aufeinander reagieren. Aber es hätte nicht besser laufen können.“ Dabei zeigten sich beide Leistenkrokodile zunächst zurückhaltend. Letztlich lief es bei dieser Premiere auf „Damenwahl“ hinaus. Als die Tierpfleger den Schieber um 7.30 Uhr öffneten, passierte zunächst nichts. Rund anderthalb Stunden lang kam kaum Bewegung auf. Tong und Frederick näherten sich mal dem Durchlass von beiden Seiten und entfernten sich dann wieder. So nah waren sie sich in den vergangenen Monaten schon oft. Am Zwischennetz hatten sie sich bereits beschnuppern und beäugen können. „Letztlich teilten sie sich auch schon das Wasser im Becken“, sagt die Reptilien-Kuratorin Isabel Koch. „Sie hatten also keinen Überraschungsgast zu erwarten. Wir wissen zwar aus der Vergangenheit, dass Tong sich mit anderen Weibchen anlegt. Bei dem großen Bullen waren wir aber zuversichtlich, dass sie nicht die kühne Idee hat, es darauf ankommen zu lassen.“ Im Gegenteil: Während der 4,31 Meter lange Frederick weiter abwartete, war es schließlich das rund drei Meter lange Weibchen, das sich ein Herz fasste und zu ihm hinüberschwamm. „Sie hat dann sogar direkt den Kontakt gesucht und ihn angestubst“, berichtet Harry Aberle, Revierleiter im Terrarium. „Mit ihren Lauten und dem Wasserblubbern haben beide Interesse aneinander gezeigt. Dem ersten Eindruck nach harmonieren sie gut.“ Für die erste ungeschützte Zusammenkunft hatte sich die Wilhelma Zeit gelassen. Die 19-jährige Tong lebt schon seit der Umgestaltung der Krokodilhalle zur australischen Landschaft 2006 hier. Der Neuankömmling von Downunder sollte sich dagegen erst einmal in Ruhe an seine neue Umgebung gewöhnen können. Dass der auf 50 Jahre geschätzte Frederick sich nur noch selten unter den Besuchersteg zurückzieht, zeigt, dass er sich inzwischen gut eingefunden hat und für den nächsten Schritt bereit ist. „Für die Tiere ist es eine echte Bereicherung, zusammen zu sein und die beiden Becken gemeinsam nutzen zu können. Jetzt ist auch die immense Größe von Frederick noch beeindruckender zu sehen, wenn er in voller Länge durch das Wasser gleitet“, sagt die Kuratorin Koch. Ob alles weiter so harmonisch verläuft, beobachten tagsüber die Pflegerinnen und Pfleger im Wechsel. Nachts hat eine Wildkamera das Geschehen im Fokus. Gibt es keinen Streit, bleiben die Leistenkrokodile ab jetzt zusammen.

Kölner Zoo 05.09.2019
Die Nacht zum Tag gemacht: „Kleines Nachthaus“ mit Mausmakis, Tenreks & Co. öffnet – Kölner Zoo zeigt Bambuslemuren-Jungtier
In den vergangenen Wochen ist im traditionsreichen Madagaskarhaus im Kölner Zoo ein neuer Bereich entstanden: das „Kleine Nachthaus“. Die Tierpfleger haben dafür eine der Schauanlagen mit einem Holzvorbau abgedunkelt und in liebevoller Detailarbeit eine Dschungellandschaft für seltene nachtaktive madagassische Tiere entstehen lassen. Hier leben u.a. Mausmakis, die kleinste Affenart der Welt, Igeltenreks, Strahlenschildkröten, Geckos und Schildechsen. Durch die Abdunkelung haben die Tiere ihren Rhythmus umgestellt. Sie sind nun ab dem frühen Nachmittag in ihrer aktiven Phase zu beobachten. Um den Besuchern trotz Verdunkelung einen guten Einblick auf die springenden, laufenden und kriechenden Bewohner zu geben, leuchten Infrarotlichter die Dschungellandschaft aus. Die Tiere nehmen das Rotlicht nicht wahr – für sie herrscht Dunkelheit. Der neue Bereich wurde von den Tierpflegern des Madagaskarhauses „Kely Alinatrano“ getauft. Das bedeutet auf Madagassisch so viel wie „Kleines Nachthaus“. Auch in direkter Nachbarschaft gibt es im Madagaskarhaus Neues zu entdecken. Bei den Großen Bambuslemuren wuselt Jungtier „Nivo“ durch die Anlage. Das Männchen kam am 13. Mai dieses Jahres zur Welt. Mutter „Izy“ ist ebenfalls gebürtige Kölnerin. Vater „Woody“ kam vor einigen Jahren aus dem Zoo in Besançon, Frankreich, an den Rhein. Gemeinsam haben sie bereits mehrfach Nachwuchs aufgezogen. Bambuslemuren erreichen eine Kopfrumpflänge von 40 bis 42 Zentimetern. Ihr Schwanz ist mit 45 bis 48 Zentimetern etwas länger als der Rumpf. Das Gewicht beträgt 2 bis 2,5 Kilogramm. Die Hinterbeine sind als Anpassung an die springende Fortbewegung leicht verlängert. Das Fell ist relativ unauffällig in Braun- oder Grautönen gefärbt. Der Kopf ist rundlich, die Ohren sind klein und abgerundet. Die Primaten leben ausschließlich in zwei kleinen Regenwaldgebieten mit Bambusbestand im Norden und Osten Madagaskars. Sie sind dämmerungsaktiv, leben zumeist in Bäumen, können aber auch auf den Boden kommen. Durch die Zerstörung ihrer Lebensräume sind die Großen Bambuslemuren auf nur noch wenige 100 Tiere zusammengeschrumpft. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art als „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered) ein. In Deutschland ist der Kölner Zoo der einzige Zoo, der diese Art hält und erfolgreich züchtet. Insgesamt leben derzeit nur 24 Tiere in sieben europäischen Zoos.

Zoo Vivarium Darmstadt 05.09.2019
Vikunjas – eine neue Tierart im Zoo Vivarium Darmstadt
Seit Kurzem gibt es mit dem Vikunja eine neue Tierart im Zoo Vivarium Darmstadt. Diese Tierart repräsentiert die kleinste Form aus der Gruppe der Kamele und gilt nach neuesten Erkenntnissen als Stammform der Haustierrasse Alpaka. Wie alle südamerikanischen Kleinkamele haben auch diese Tiere keinen Höcker. Einst stark von der Ausrottung bedroht, haben sich die Bestände des Vikunjas in seiner Heimat, den Höhenlagen der Anden in Chile, Peru und Boli vien, durch strikte Schutzmaßnahmen wieder gut erholt. Dennoch werden die Tiere dieser Art in den europäischen Zoos im Rahmen eines Zuchtprogrammes (EEP) koordiniert gehalten und vermehrt, sozusagen als Back – up – Population für die wild lebenden Bestände, an dem sich nun auch der Zoo Vivarium beteiligt. Zurzeit leben zwei Stuten, die aus dem Zoo Prag gekommen sind, in Darmstadts Tiergarten. Aus einem anderen deutschen Zoo wird bald noch ein Hengst dazukommen.

Tierpark Hellabrunn 05.09.2019
Vier gewinnt: zweimal Zwillinge bei den Nilgauantilopen in Hellabrunn!
Die Nilgauantilopen im Tierpark Hellabrunn haben vor kurzem zahlreichen Nachwuchs bekommen. Die kleine Tanja bereichert mit den drei Jungbullen Tango, Tusker und Token die großzügig gestaltete Anlage. Erst vor wenigen Tagen geboren, mischen sich die vier Jungtiere bereits ganz selbstverständlich unter ihre Artgenossen. Diese größte asiatische Antilopenart wird bereits seit vielen Jahrzehnten in Hellabrunn gehalten – vergesellschaftet mit passenden Spezies des indischen Subkontinents wie z.B. Saruskraniche, Axishirsche oder Hirschziegenantilopen. Die Tiere zeichnen sich durch ihre klar strukturierten Rangordnungen aus, die in ihrem natürlichen Lebensraum in Indien insbesondere unter den ausgewachsenen männlichen Tieren während der Brunftzeit regelmäßig zu ritualisierten Rangkämpfen führt. Die Kühe hingegen sind in den ansonsten eingeschlechtlich lebenden Gruppen eher friedlicherer Natur – aber auch sie kämpfen um ihren Platz in der jeweiligen Gruppe. Der Name „Nilgau“ kommt aus dem Hindi und bedeutet „blaues Rind“. Nachdem Kühe den Hindus heilig sind, wird die Art in Indien selten zur Fleischgewinnung gejagt, war aber früher ein beliebtes Objekt der Sportjagd des indischen Adels, der die Tiere auch oft in Parks hielt. Die Geschlechter lassen sich leicht unterscheiden: Die Männchen sind etwas größer und haben im Gegensatz zu den Weibchen Hörner. Zudem ist ihr Fell blaugrau, das der Weibchen hingegen ist hellbraun, versehen mit weißen Flecken am Kopf, Hals und unteren Bauch. Beiden gemeinsam sind die schwarz-weißen Ringe an ihren Knöcheln, die den Eindruck erwecken, die Tiere trügen Socken. Tierpark-Direktor Rasem Baban freut sich über die beiden Zwillingspaare: „Diese weiteren Jungtiere auf der Indien-Anlage sind ein klares Indiz dafür, dass es den in unserer Obhut gehaltenen Nilgauantilopen gut geht. Man sollte sich beeilen, die vier kleinen Neuankömmlinge in Augenschein zu nehmen, denn diese Hornträgerart wächst sehr schnell heran. Das Geburtsgewicht von ca. 7 kg verdoppelt sich bereits innerhalb weniger Wochen und ehe man sich versieht, sind die Kleinen kaum noch von ihren Eltern zu unterscheiden.“

Tiergarten Schönbrunn 05.09.2019
Erstmals in Europa: Nachzucht des „Japanischen Kaisers“
Die Raupen sind nur etwa einen Zentimeter groß, sehen aus als hätten sie ein Geweih auf dem Kopf und sind eine große Sensation: Dem Tiergarten Schönbrunn ist es als erstem Zoo in Europa gelungen, den japanischen Nationalfalter „Japanischer Kaiser“ zu züchten. Möglich war dies durch die Partnerschaft des Bezirkes Hietzing mit der Stadt Tamba im Süden der japanischen Halbinsel Honschu, die mehrfach Eier und Raupen des Falters als Gastgeschenke mitgebracht und an den Tiergarten übergeben hat. „Die Nachzucht war eine große Herausforderung. Die Tiere reagieren sehr sensibel auf Temperaturschwankungen. Außerdem fressen die Raupen ausschließlich die Blätter des asiatischen Zürgelbaumes, den wir aus Holland organisieren konnten“, so Rupert Kainradl, Schmetterlingsexperte im Tiergarten. Der „Japanische Kaiser“ gilt als Nationalfalter Japans. Sein kräftiger Flügelschlag symbolisiert die Macht des Kaisers. Die Männchen sind an der Flügeloberseite strahlend blau. Die Weibchen sind zwar deutlich größer, aber unscheinbar braun. Bis die hübschen Schmetterlinge zu sehen sein werden, muss man sich gedulden. Die Raupen verpuppen sich erst nächstes Jahr im Juni. Im Juli schlüpfen die Schmetterlinge. Kainradl: „In Japan hat der Schmetterling dasselbe Schicksal wie viele unserer heimischen Falter: Er ist bedroht. Im Tamba Forest werden deshalb Zürgelbäume gepflanzt, Japanische Kaiser gezüchtet und freigelassen.“ Über den Zuchterfolg in Österreich wird in Japan in vielen Medien berichtet. Kein Wunder, passt er doch perfekt zum heurigen 150-Jahr-Jubiläum der österreichisch-japanischen Beziehungen.

Tiergarten Worms 05.09.2019.
Tiergarten Worms empfängt Oberbürgermeister Adolf Kessel zu einem informativen Rundgang
Beigeordneter Uwe Franz hieß gemeinsam mit Tiergartenleiter Wilfried Adelfinger und seinem Team den neuen Oberbürgermeister Adolf Kessel im Tiergarten Worms herzlich willkommen. Der Antrittsbesuch, der zum gegenseitigem Kennenlernen organisiert wurde, sorgte für Aufregung, galt es doch den Tiergarten von seiner besten Seite zu präsentieren. Und dies gelang dem Tiergarten-Team, das bei sonnigem Wetter und gut gelaunt den neuen Oberbürgermeister in Empfang nahm. Beigeordneter Franz brachte es dann sogleich auf den Punkt: „Der Tiergarten Worms ist eine der wichtigsten Freizeiteinrichtungen der Stadt Worms. Und wie es aussieht, werden wir in diesem Jahr den Besucherrekord aus dem letzten Jahr mit 254.663 Besuchern noch überbieten können. Ohne zu übertreiben ist der Tiergarten Worms ein Besuchermagnet in Rheinhessen und der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar und aus Worms nicht wegzudenken.“ Die Gruppe startete daraufhin mit dem Besuch der einzelnen Reviere. Der erste Stopp auf dem Bauernhof, in dem die alten und gefährdeten Haustierrassen gehalten werden, offenbarte sogleich das große Knowhow des Stadtoberhaupts, der selbst mit Haus- und Nutztieren aufwuchs und sich unmittelbar in einem Fachgespräch mit den Tierpflegern wiederfand. Eine Biografie, die viele der heutigen Kinder nicht mehr teilen, weiß Dipl. Biologin Sandy Gass zu berichten. Insbesondere Kinder sozialschwacher Familien haben in ihrem Alltag kaum mehr Kontakt zu Tieren oder Nutztieren und das Wissen über sie, über wichtige Nahrungsketten geht verloren. „Für die pädagogische Arbeit im Tiergarten spielt dabei die Tiergartenschule eine wichtige Rolle. Das hautnahe Erleben der Tiere ist für die Mehrzahl der Besucher ein außergewöhnliches und nicht alltägliches Erlebnis“, so Gass. Dies sei unter anderem bei Veranstaltungen, Kindergeburtstagen und Schulklassenausflügen möglich. Der Weg führte weiter durch das Revier Eurasien. Bei den Wölfen lud man den beeindruckten Oberbürgermeister spontan zu den beliebten Wolfnächten ein, die auch im kommenden Jahr stattfinden werden – Kessel sagte sofort zu. Danach ging es weiter zu den Exoten: Die Fütterung der zutraulichen Lemuren, den Katjas und Varis, die ursprünglich aus Madagaskar stammen, sorgte für Begeisterung und einen weiteren Tiergarten-Fan. Der Rundgang fand in der Tiergartenschule, dem zoopädagogischen Zentrum des Tiergartens und zugleich beliebter Seminar- und Tagungsort, bei erfrischenden Getränken einen gemütlichen Ausklang. Oberbürgermeister Kessel bedankte sich für den überaus interessanten Einblick, auch hinter die Kulissen des Tiergartens, und verabschiedete sich daraufhin in die Wormser Sportbäder.

Tierpark Cottbus 05.09.2019
5 auf einen Streich
Erneut ist dem Cottbuser Tierpark mit der Brut und Aufzucht von Sattelstörchen ein außergewöhnlicher Zuchterfolg gelungen. Nicht weniger als fünf junge Riesenstörche kamen zum Schlupf und werden unter der Obhut ihrer Eltern aufgezogen. Der Sattelstorch ist neben dem Indischen Riesenstorch der größte Vertreter der Storchenvögel und mit den Farben schwarz, weiß, rot und gelb überaus prachtvoll gefärbt. Obgleich der Sattelstorch mindestens seit 1871 in europäischen Tiergärten gehalten wird, gelang die Zucht in Europa erstmals 2012 in Cottbus. Seitdem sind bei uns 31 Sattelstörche geschlüpft. Sattelstörche legen wie die meisten Störche meist 4 Eier, von den geschlüpften Küken werden in der Regel nur die kräftigsten groß. Die Cottbuser Vogelpfleger haben hier mit einem Trick geholfen und die beiden schwächsten Küken zwischenzeitlich aus dem Nest genommen, separat gefüttert und gepflegt und nach ausreichender Kräftigung wieder zurückgesetzt. So konnten – wie schon 2018! – fünf junge Sattelstörche im Nest groß werden.

Tierpark Cottbus 05.09.2019
Fotos aus dem Tierpark Cottbus 05.09.2019
Im Jahr des 65. Bestehens des Cottbuser Tierparks laden wir zur Eröffnung der Fotoausstellung „Tiere aus dem Tierpark Cottbus“ herzlich ein. Elfi Weichert ist langjährige Tierpflegerin und ebenso langjährige und gute Fotografin. Aus ihrem riesigen Fundus von Tieraufnahmen aus dem Tierpark Cottbus hat sie nun besonders bemerkenswerte, schöne und besondere ausgesucht und eine Fotoausstellung zusammengestellt

Zoo Magdeburg 05.09.2019
Tierausbruch im Zoo Magdeburg: Schimpansen auf Abwegen
Heute gegen 10:45 Uhr überwanden die Schimpansen Sambala und Sokoto die Sicherheitseinrichtungen der Außenanlage und hielten sich zeitweise auf den Holzpalisaden, den Übernetzungen der Außenanlage und dem Dach des Schimpansenhauses auf. Der Ausbruch der Schimpansen wurde sofort festgestellt und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Die Zoomitarbeiter konnten gemeinsam mit dem Tierarzt Dr. Niels Mensing den betroffenen Bereich absichern, während die anderen Mitarbeiter die im Zoo befindlichen Besucher vorsorglich in die Tierhäuser und in das Zooeingangsgebäude in Sicherheit brachten. Es gelang den Mitarbeitern mit viel Fingerspitzengefühl die beiden Schimpansen in den Innenbereich des Schimpansenhauses zu locken, sodass keine Betäubungen erforderlich waren. Der Zoo war während der „Einfangaktion“ geschlossen. Es kam niemand zu Schaden und es konnte schließlich um 11:43 Entwarnung im Zoo geben werden. Die Besucher konnten ihren geplanten Zoobesuch fortsetzen. Indes ist auch im Schimpansenhaus wieder Ruhe eingekehrt und die zwei Schimpansen sind nach dem auch für sie aufregenden Vormittags- Ausflug gemeinsam mit der Schimpansengruppe zur mittäglichen Ruhezeit übergegangen. Vorerst bleibt die Schimpansen-Außenanlage geschlossen. An den Palisaden wird eine zwei Meter breite Blechschürze zusätzlich angebracht, die vergleichbare Kletteraktivitäten ausschließt.

Zoo Berlin 05.09.2019
Panda-Winzlinge haben Bärenhunger – Kleine Bären im Zoo Berlin entwickeln sich prächtig
Die Panda-Zwillinge haben die ersten Tage mit kuschelnd, trinkend und schlafend gut überstanden und werden nun – dank äußerst nahrhafter Muttermilch – rasant wachsen. Nachdem der Nachwuchs die ersten zwei Tage nach der Geburt etwas an Gewicht verloren hatte, nehmen die Zwillinge nun wieder zu. Gerade das größere, erstgeborene Jungtier zeigt großen Appetit und wird von Meng Meng an allen vier Zitzen angelegt. Sein Geburtsgewicht hat der kleine Panda schon erreicht. Die Erstmilch der Mutter, das sogenannte Kolostrum – welches neben u.a. Enzymen, Vitaminen und Mineralien auch von der Mutter gebildete Antikörper enthält – unterstützt die Immunabwehr der Jungtiere. Zusätzlich zu Mamas Milchbar wird der kleinere der Zwillinge regelmäßig im Inkubator mit abgepumpter Milch von Meng Meng versorgt. Mit gekonnten Griffen bietet die chinesische Tierpflegerin dem Baby-Panda die kleine Trinkflasche an, worauf der Mini-Panda die Zunge zusammenrollt und die noch zahnlose Schnauze öffnet. Ungefähr alle zwei Stunden trinkt der kleine Panda, dessen Gewicht zeitweise auf 109 g gefallen war, rund 4-6 ml Milch. Mittlerweile bringt er schon wieder 130 g auf die Waage. „Ich möchte mich herzlich bei den Kollegen von der Charité für die Inkubatoren bedanken, so können wir Meng Meng in der Anfangszeit unterstützen und unseren Zwillingen einen guten Start in ihr Panda-Leben ermöglichen“, verkündet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. In den Inkubatoren kommen normalerweise kleine menschliche Neugeborene, nach einem eher schwierigen Start in das Leben, wieder zu Kräften. Noch haben die Panda-Zwillinge noch nicht viel Ähnlichkeit mit ihrem ausgewachsenen Artgenossen, dies wird sich aber in Kürze ändern. „In rund zwei Wochen werden sich langsam die ersten Bereiche dunkel färben – dann sehen die kleinen auch etwas mehr nach Pandas aus“, berichtet Knieriem. Hintergrund: Im Zoo Berlin leben seit Sommer 2017 Deutschlands einzige Große Pandas. Am 31. August 2019 hat Panda-Dame Meng Meng zwei Baby-Pandas (Gewicht: 186 g und 136 g) zur Welt gebracht. Der Vater der beiden Jiao Qing ist der Aufzucht – wie auch im natürlichen Lebensraum – nicht beteiligt. Nach der letzten Zählung des weltweiten Bestandes an Großen Pandas geht von nur noch etwa 1.864 ausgewachsene Große Pandas im natürlichen Lebensraum aus, daher wird der Große Panda auf der Roten Liste für bedrohte Arten der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet eingestuft. Der Zoo Berlin zahlt eine jährliche Leihgebühr, welche zu 100 Prozent in den Artenschutz fließt. Mit dem Beitrag wird Zucht, Schutzmaßnahmen und Wiederauswilderung der beliebten Bambusbären finanziert. Pate der beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing ist die Berliner Volksbank.

Zoo Leipzig 04.09.2019
Traurige Nachricht: Lama Horst ist tot – Mehrtägige Behandlung nicht erfolgreich
Im Zoo Leipzig musste heute eine schwere Entscheidung getroffen werden: Nach mehrtägiger intensiver tiermedizinischer Behandlung wurde Lama Horst heute erlöst. Der 17 Jahre alte Sympathieträger und Botschafter des Zoos war in der vergangenen Woche schwer erkrankt. Eine schwerwiegende Schwellung im Kopfbereich, für die keine Ursache gefunden werden konnte, führte zu Beeinträchtigungen bei der Futteraufnahme sowie im Bewegungsablauf. Die intensive Behandlung hatte zunächst kurzzeitig für Besserung gesorgt. Seit gestern verschlechterte sich der Allgemeinzustand jedoch dramatisch, so dass keine erfolgversprechenden Therapien mehr zur Verfügung standen, die ein Leiden des Tieres verhindert hätten. „Wir haben alle unsere zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft und mussten im Sinne des Tieres die schwere Entscheidung treffen, um ihn nicht unnötig leiden zu lassen“, erklärt Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard. Horst war bereits in der vergangenen Woche aus der Lamaherde herausgenommen und zur intensiven Betreuung separat untergebracht worden. Mit Sancho, Flax und Krümel leben noch drei Lamas im Zoo Leipzig.

Tierpark Bern 03.09.2019
Der Bär ist los – Volksfest 10 Jahre BärenPark
Am 19. und 20. Oktober 2019 «tanzt der Bär»: Der BärenPark in Bern feiert sein 10-jähriges Jubiläum. Mitten drin: Die Mutzen «Björk», «Finn» und «Ursina», Bernerinnen und Berner sowie Gäste aus dem In- und Ausland. Die 5’000 m² grosse, artgemässe Anlage, die dem Motto des Tierpark Bern «Mehr Platz für weniger Tiere» gerecht wird, lockt jedes Jahr 1,8 Millionen Gäste an. Der BärenPark mitten im Unesco-Welterbe der Bundesstadt ist ein Publikumsmagnet und die moderne Fortführung einer über 500 Jahre alten Tradition von Bären in der Hauptstadt der Schweiz. Das Wappentier des Kantons Bern steht Mitte Oktober im Zentrum der Feierlichkeiten rund um das 10-Jahre-Jubiläum des BärenParks. Meister Petz heisst Berns Bevölkerung im Naherholungsraum an der Aare willkommen. Für die Familien mit ihren Kindern wird am Samstag, 19. Oktober 2019, im Bereich des alten Bärengrabens ein attraktives Rahmenprogramm auf die Tatzen gestellt. Nach dem offiziellen Festakt mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft warten ein bunter Street-Food-Markt, Handwerkskunst rund um den Bären, Gesichter-Schminken und ein musikalisches Programm – angeführt von der Berner Allstar-Band – auf die Besucherinnen und Besucher. Ein bärenstarker Parcours mit acht verschiedenen Posten, bei denen Geschicklichkeit, Ausdauer und Wissen getestet werden, halten Alt und Jung auf Trab. Die Feierlichkeiten zum Jubiläum werden am Sonntag, 20. Oktober 2019, im Kultur Casino mit einem Bärensymposium abgerundet. Ab 11 Uhr vormittags können Interessierte nach der Begrüssung durch Gemeinderat Reto Nause, Präsident der Tierparkkommission, spannenden Vorträgen von Experten zuhören. Einen Höhepunkt stellt das Referat von Reno Sommerhalder «Grenzwerte der Toleranz zwischen Mensch und Bär» dar – der Zürcher, der in Banff in den kanadischen Rocky Mountains unter Bären lebt, nimmt die Teilnehmenden mit auf eine tierische Reise. Wer Lust hat, kann sich bei der abschliessenden Podiumsdiskussion selbst einbringen. Die Spezialisten stehen Red’ und Antwort.

Zoo Frankfurt am Main 03.09.2019
Husarenaffen – neue Bewohner im Menschenaffen-Haus
Willkommen zurück! Nachdem 2006 der letzte Husarenaffe den Frankfurter Zoo verlassen hat, ist jetzt wieder eine Gruppe der flinken Primaten eingezogen. Im Borgori-Wald sollen sie den Gorillas auf der großen Außenanlage Gesellschaft leisten. Bis 2006 waren Husarenaffen ein vertrauter Anblick im Frankfurter Zoo. Jetzt sind wieder vier der Primaten, die in die zoologische Familie der Meerkatzenverwandten gehören, im Menschenaffen-Haus Borgori-Wald eingezogen. Alle vier kommen aus dem Zoo von Barcelona: die 13 Jahre alte MORA, die 25 Jahre alte ANTONIA, der 17-jährige CASCABELES und ALONSO, ein zwölfjähriges Männchen. Allerdings sind zunächst nur die beiden Männchen für die Besucherinnen und Besucher zu sehen. Sobald sie sich eingewöhnt haben, folgen die beiden Weibchen. „Ich freue mich, dass nach 13 Jahren wieder Husarenaffen im Zoo eingezogen sind. Die vier Tiere sollen sich nach der Eingewöhnung die Außenanlage mit den Gorillas teilen. Es wird für die Besucherinnen und Besucher bestimmt aufregend zu beobachten, ob und wie Gorillas und Husarenaffen miteinander interagieren“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. Die Entscheidung, Husarenaffen wieder nach Frankfurt zu holen, traf der Zoo aufgrund einer Empfehlung der Taxon Advisory Group (TAG) des europäischen Zooverbandes (European Association of Zoos & Aquariums, EAZA). Die Mitglieder dieser Expertengruppen der EAZA, von denen es über 40 verschiedene (z.B. für Altweltaffen, Pinguine, Amphibien und viele andere Tiergruppen) gibt, erarbeiten Empfehlungen für die Mitgliedszoos, welche Tierarten vorzugsweise gehalten werden sollten. Ziel ist es sicherzustellen, dass langfristig gesunde und stabile Zoopopulationen etabliert werden können und die zoologische Vielfalt der in den Zoos gehaltenen Tierarten effizient zu managen. „Dazu“, erklärt Zoodirektor Dr. Miguel Casares, „kann es auch nötig sein, dass ein Zoo Tiere hält, aber nicht mit ihnen züchtet. Wir unterstützen das Erhaltungszuchtprogramm der Husarenaffen, indem wir zunächst vier Tiere zu uns nehmen. So wird in anderen Zoos Platz für Zuchtgruppen geschaffen. Für uns passt das gut, denn die Husarenaffen werden mit den Gorillas vergesellschaftet. Hier haben wir eine tolle züchtende Gruppe. Bei Vergesellschaftungen ist es häufig so, dass nur eine Tierart züchtet, denn Jungtiere können das Sozialverhalten stark ändern. Dies kann zur Folge haben, dass es zu Konflikten zwischen den Tierarten kommt.“ Husarenaffen (Erythrocebus patas) sind in Afrika in einem breiten Streifen vom Senegal bis Tansania heimisch. Dort leben sie bevorzugt in baumbestandenen Savannen und offenem Grasland. Sie ernähren sich vor allem vegetarisch von Früchten, Samen und Baumsäften. Gelegentlich erbeuten sie aber auch Insekten, Eier und kleine Wirbeltiere. Auffällig ist, dass die Männchen annähernd doppelt so groß werden wie die Weibchen. Die schlanken, bis zu 90 cm großen Husarenaffen sind unter den Primaten die schnellsten. Auf bis zu 50 km/h können sie beim Laufen beschleunigen. Vor Feinden flüchten sie in der Regel nicht auf Bäume, sondern rennen weg. Husarenaffen verbringen die meiste Zeit auf dem Boden. Sie leben in Gruppen von durchschnittlich 15 Tieren. Nachts verteilt sich die Gruppe manchmal über ein sehr großes Gebiet; so werden im Falle eines Angriffs durch Raubtiere die Verluste in der gesamten Gruppe gering gehalten. Die Art gilt bisher als nicht gefährdet, der Populationstrend ist allerdings rückläufig. In manchen Regionen wird ihr Fleisch als Delikatesse geschätzt. Aber es ist vor allem der Verlust und die Durchschneidung ihrer Lebensräume durch Straßen oder landwirtschaftliche Nutzung, die die Tierart unter Druck setzen.

Tiergarten Schönbrunn Wien 03.09.2019
Schönbrunn goes China
Gemeinsam mit dem Tiergarten Schönbrunn setzt das Schloß Schönbrunn in den kommenden Jahren einen China-Schwerpunkt und ist erstmals auf WeChat – der wichtigsten und größten Online-Plattform Chinas mit mehr als einer Milliarde NutzerInnen – vertreten. Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Österreich ist mit rund vier Millionen Eintritten das Schloß Schönbrunn. Auf Platz zwei liegt der Tiergarten Schönbrunn mit rund zwei Millionen BesucherInnen. Das BesucherInnen-Ranking im Schloss führen asiatische Gäste an – dicht gefolgt von Gästen aus Deutschland, Südkorea und den USA. „Auch wenn uns die steigenden BesucherInnenzahlen freuen, ist uns die größtmögliche Schonung der historischen Substanz Schönbrunns und die sanfte Integration moderner touristischer Infrastrukturen ein Anliegen“, erklärt Mag. Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. (SKB). „Neben Maßnahmen, die den originalen Charakter der imperialen Anlagen erhalten bzw. wiederherstellen, setzen wir auch auf Kooperationen sowie neue Initiativen und Angebote, um weltweit die Menschen für das imperiale Erbe und die Welt der Habsburger zu begeistern.“ Flaggschiffe der Österreich-Sehenswürdigkeiten präsentieren sich auf WeCha – Eine dieser Initiativen ist der Einstieg in WeChat, mit mehr als einer Milliarde NutzerInnen die am meisten ge- und benutze App in China, dem mit rund 350.000 (2018) Gästen auch für das Schloß Schönbrunn wichtigsten asiatischen Herkunftsmarkt. Auf dieser Universal-App für den chinesischen Reisenden startet die SKB nun erstmals im Rahmen einer gemeinsamen Marktinitiative mit dem Tiergarten Schönbrunn sowie der Österreich Werbung gezielte Werbemaßnahmen. Wichtig hierbei ist ein auf den chinesischen Herkunftsmarkt maßgeschneidertes digitales Marketing, wobei die Ansprache der Zielgruppe der FITs (Free Independent Travellers) in den Vordergrund rückt. „Österreichs meistbesuchte Sehenswürdigkeiten nehmen nun auch im chinesischen Social-Media-Kanal WeChat unter Österreichs Attraktionen die Vorreiterrolle ein“, erklärt Mag. Emanuel Lehner-Telič, Region Manager Asien der Österreich Werbung. „Durch die intensive und direkte Zusammenarbeit mit Tencent konnten wir als Österreich Werbung bei der Umsetzung der Marketingstrategie sehr gut unterstützen“, so Lehner-Telič. In China sind digitale Services, die in Österreich noch nach ferner Zukunftsmusik klingen bzw. gerade in Umsetzung sind, bereits gelebte Realität. „Um sich in China bemerkbar zu machen, braucht es ganz andere Kommunikationszugänge und Kompetenzen und einen für uns völlig neuen Denkansatz“, weiß Dr.in Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung. „Unsere ÖW-KollegInnen in Peking kennen sich dabei aus, unterstützen und begleiten die Branche dabei optimal. Schön, dass wir gemeinsam mit den Flaggschiffen der Österreich-Sehenswürdigkeiten eine spannende digitale Kooperation in China umsetzen.“ Auch der Tiergarten Schönbrunn möchte gezielt BesucherInnen aus China begeistern. Immerhin leben im Tiergarten seit 2003 die seltenen Großen Pandas, der Nationalstolz Chinas und ein Symbol der freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und Österreich. Derzeit liegt der Anteil chinesischer Gäste im Zoo bei nur rund 0,5 Prozent. „Als ältester Zoo der Welt mit einer Kombination aus imperialem Charme und moderner Tierhaltung haben wir ein attraktives Alleinstellungsmerkmal“, so Prof.in Dr.in Dagmar Schratter, Direktorin des Tiergarten Schönbrunn. „Bei über 700 Tierarten ist immer etwas los und wir freuen uns darauf, unsere tierischen Neuigkeiten nun auch über WeChat in China zu verbreiten.“ Neues Leitsystem für ein nachhaltiges BesucherInnen-Management – Um auch in Zukunft die Position Schönbrunns als Publikumsmagnet zu halten und weiter auszubauen, ist es notwendig, den Gästen ein einzigartiges Erlebnis zu bieten und das tut die SKB sehr erfolgreich, unter anderem auch unter Nutzung digitaler Technologien. Gerade als Tourismus-Ziel Nummer eins sind die Bereiche Orientierung und BesucherInnen-Strom-Management auf allen Ebenen ganz zentral. Die SKB arbeitet mit dem Austrian Institute of Technology (AIT) am innovativen Projekt der BesucherInnen-Strom-Lenkung und ist damit zu einem Vorreiter in diesem Bereich geworden. Zusätzlich wird seitens der SKB für das gesamte Schloß Schönbrunn-Areal ein neues Leitsystem gestaltet, sodass auf allen Ebenen eine stimmige Lösung gefunden wird. Bis Ende 2020 wird das neue Leitsystem umgesetzt sein und den Gästen am gesamten Areal optimale Orientierung ermöglichen sowie ein wesentliches Element der BesucherInnen-Strom-Lenkung sein – mit der Zielsetzung ein zielgenaues und nachhaltiges BesucherInnen-Management zu implementieren, um den Erlebniswert und die Sicherheit der Gäste auch zukünftig auf einem sehr hohen Niveau zu halten. Um die BesucherInnen-Zufriedenheit zusätzlich zu steigern, wurde auch die Online-Ticket-Plattform Imperial Austria optimiert. Mit dem Kauf eines Online-Tickets lassen sich lange Wartezeiten an der Kassa vermeiden und einem entspannten Besuch steht nichts mehr im Wege. Schönbrunn-Erlebnis pur versprechen zwei neue Kombitickets in Kooperation mit dem Tiergarten Schönbrunn. Der Classic Pass Plus vereint sechs Attraktionen am Schönbrunn-Areal in nur einem Ticket: Es können das Schloss, der Kronprinzen- und Orangeriegarten, der Irrgarten & das Labyrinth, die Gloriette-Aussichtsterrasse sowie der Tiergarten besucht werden. Des Weiteren wurde ein neues Kombiticket speziell für Familien entwickelt: Mit diesem Ticket kann das Kindermuseum Schloss Schönbrunn, der Irrgarten, das Labyrinth und der Labyrinthikon Spielplatz sowie der Tiergarten besucht werden. Beide Kombitickets sind in der Sommersaison erhältlich.

Zoo Berlin 03.09.2019
Schwarz-weißes Glück² Erster Panda-Nachwuchs Deutschlands im Zoo Berlin geboren – Zwillinge!
Eine ausgewachsene Pandabärin umsorgt ein rosarotes, winzig kleines Lebewesen ganz liebevoll mit ihren starken Pranken und wärmt es an dem weichen Fell ihrer Wangen. Es sind rührende und gleichzeitig faszinierende Szenen, die sich aktuell hinter den Kulissen des Panda Garden im Zoo Berlin abspielen. Dort erblickte am Samstagabend Deutschlands erster Panda-Nachwuchs das Licht der Welt. Und das gleich doppelt: Berlin freut sich über Panda-Zwillinge! Nach einigen aufregenden Wochen mit langer Ungewissheit war es am 31. August um 18:54 Uhr tatsächlich soweit: Panda-Dame Meng Meng (6) wurde zum ersten Mal Mutter und brachte – nach einer Tragzeit von 147 Tagen – (zunächst) ein Jungtier zur Welt. Erst eine Woche zuvor konnten die Experten des Zoo Berlin sowie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) die tatsächliche Trächtigkeit von Meng Meng per Ultraschall sicher feststellen. Die frischgebackene Mutter wusste unmittelbar nach der Geburt, was zu tun ist: Sofort legte sie das Jungtier behutsam auf ihren Bauch und begann es mit ihren großen Tatzen, ihrem warmen Atem und dem weichen Fell ihrer Wangen liebevoll zu wärmen. Dabei blieb Mutter und Kind nicht viel Zeit zum Ausruhen – eine knappe Stunde später, um 19:42 Uhr, bekam der kleine Neuberliner ein Zwillingsgeschwisterchen und das zweite Jungtier wurde geboren. „Meng Meng und ihre beiden Jungtiere haben die Geburt gut überstanden und sind wohlauf“, verkündet Tierarzt und Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem erleichtert. „Obwohl es der erste Nachwuchs für unsere junge Panda-Dame ist, kümmert sie sich vorbildlich. Anfangs müssen die Jungtiere ungefähr alle zwei bis drei Stunden trinken, die wärmende Nähe der Mutter ist wichtig damit die Kleinen nicht auskühlen.“ Optisch ähnelt der Nachwuchs seinen Eltern noch gar nicht. Rosarot gefärbt mit feinem weißen Flaum und einem überproportionierten Schwanz wurden die deutschlandweit ersten beiden Panda-Babys geboren. Dafür stellen die beiden sonst noch unbeholfenen Jungtiere bereits ein unüberhörbares Organ unter Beweis und machen von Geburt an mit lautem Quietschen auf sich aufmerksam. Vorsichtig führt Meng Meng die Winzlinge dann zum Trinken an eine ihrer Zitzen. Da Große Pandas bei Zwillingsgeburten in der Regel nur ein Jungtier aufziehen, hat sich der Zoo Berlin in enger Abstimmung mit den chinesischen Experten der Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding dazu entschlossen, Meng Meng aktiv bei der Aufzucht zu unterstützen. „Nur noch 1.864 ausgewachsene Große Pandas gibt es im natürlichen Lebensraum. Damit trägt jedes einzelne Jungtier bedeutend zur Erhaltung der gesamten Tierart bei“, erklärt Knieriem. Die Jungtiere sind somit in einem Rhythmus von etwa zwei bis drei Stunden abwechselnd bei der Mutter und werden sonst in einem kuschelig-warmen Inkubator von den angereisten chinesischen Aufzuchtexperten umsorgt. Auch eine Erstuntersuchung war dadurch bereits möglich – mit hoffnungsvollem Ergebnis: Vergleichsweise propere 186 bzw. 136 Gramm bringt der seltene Nachwuchs auf die Waage und macht auch sonst einen munteren Eindruck. Die Geschlechter konnten bisher allerdings noch nicht bestimmt werden. Dass sich ganz Berlin gemeinsam mit dem Zoo über den schwarz-weißen Nachwuchs freut, verdeutlicht auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller: „Was für eine großartige Nachricht! Ganz Berlin freut sich über diese beiden Neuankömmlinge und ich gratuliere Andreas Knieriem und seinem Zoo-Team ausdrücklich. Dass die Berlinerinnen und Berliner bald die schwarz-weißen Zwillinge besuchen können, ist ohne hochprofessionelle Arbeit und viel Leidenschaft nicht denkbar. Ein großes Dankeschön dafür und: Herzlichen Glückwunsch!“ Die junge Panda-Familie wird sich nun erst einmal hinter den Kulissen kennenlernen und ist bis auf Weiteres nicht für die Zoo-Besucher zu sehen. Panda-Papa Jiao Qing (9) hingegen ist bambusfressend und grundgelassen – wie gewohnt – auf seiner Anlage im Panda Garden zu sehen. Panda-Männchen sind bei der Aufzucht der Jungtiere nicht involviert. Pate der beiden Pandas Meng Meng und Jiao Qing ist die Berliner Volksbank.

Dieser Beitrag wurde unter Zoopresseschau veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.