6. Zooreise 2018 – Tag 4: Bochum bei Nacht

Kerzenbeleuchtung im Tierpark Bochum

Kerzenbeleuchtung im Tierpark Bochum

Geplant waren Besuche im Kölner Zoo, im Aquamuseum Löbbecke, im Neanderthalmuseum in Mettmann
Abends stand dann die Nacht der Natur im Tierpark Bochum auf dem Programm.
Obwohl kein Regen angekündigt war, nieselte es etwas in Köln, so dass wir bei den Eulen kurzfristig Unterschlupf fanden. Eine große Beeinträchtigung war der Regen jedoch nicht und nachdem es aufgehört hatte, blieben wir auch für den Rest des Tages verschont.
Nach Köln fuhren wir weiter nach Düsseldorf, ins Löbbecke Museum. Dort waren wir zum ersten Mal und ich war durchaus angetan.
Nach den beiden Zoobesuchen machten wir uns auf ins Hotel in Wuppertal. Das Nenadertalmuseum haben wir uns gespart, irgenwann werden wir den Weg dorthin schon finden, wenn auch nicht während dieser Reise oder in diesem Jahr.
Das Alternativprogramm zum Museum sah einen Aufenthalt im Hotel vor, bevor das Abendprogramm beginnen sollte. Eine kleine Pause muss auch mal sein, zumal der morgige Tag auch etwas anstrengend sein könnte….
Bevor uns nach Bochum aufmachten aßen wir in der Karawane nebenan. Obwohl das Restaurant gerade erst geöffnet hatte, bestand bereits ein reger Andrang. Und die Mezze dort waren der Renner. Aber die Mezze waren auch der Grund, weshalb wir dort gegessen haben und immer wieder nach Wuppertal kommen. Man mag meinen, dass es die Zoos sind, die unsere Reiseziele bestimmen, tatsächlich sind aber manche Restaurants nicht unerheblich bei der Entscheidung der Übernachtungsmöglichkeiten. Und die Karawane ist ein guter Grund in Wuppertal zu übernachten. Zum einen liegt sie nicht weit vom IBIS entfernt (ein paar Meter), zum anderen ist man dort gut (nicht nur Mezze)

Danach ging es zur Nacht der Natur in Bochum.
Ich dachte eigentlich, dass sich nächtliche Zoobesuche grosser Beliebtheit erfreuen, aber für Bochum scheint das nicht zuzutreffen. Es waren kaum Besucher da, und ein Großteil davon nahm scheinbar nur an den Führungen teil. Von diesen gab es insgesamt vier, zwei öffentliche für jeden und zwei Tierpflegerführungen mit Voranmeldung. Ich hatte uns für die Aquarienführung angemeldet. Im Nachhinein hätte ich mich auch für die Führung davor anmelden können.
Von anderen Führungen bin ich es gewohnt, dass diese länger als geplant dauern können. Die Tierpflegerführungen waren für 45 Minuten angesetzt und waren kurz hintereinander. Aber der Zoo nahm Rücksicht auf seine Besucher und wir mussten warten, bis die andere Führung beendet war und wir unter der Führung von Sebastian Manickam das Aquarium betraten und irgendwann auch fast in kompletter Dunkelheit standen. Von den freilebenden Tokehs haben wir weder etwas gehört noch gesehen, aber wir durften trotzdem an einer kurzweiligen, spannenden Führung teilnehmen, deren Highlight die Fütterung der Rautenpython war. Eine Riesenschlange in Aktion zu sehen, erlebt man nicht oft. Nervig an sich waren nur Kinder, aber das ist oft der Fall.
Nach dem offiziellen Teil der Führung wollte ich Sebastian eigentlich noch ein paar Fragen stellen, die nicht unbedingt für jedermanns Ohren bestimmt waren und vielleicht auch etwas seltsam anmuten würden… Ich werde sie hier auch nicht wiedergeben. Leider war Sebastian nicht alleine und so konnte (und wollte) ich meine Fragen nicht stellen, wurde aber immerhin Zeuge eines spermienabgebenden Seeigels, auch kein alltägliches Erlebnis. Vielleicht hätten wir auch noch mehr gesehen und/oder mit Sebastian reden können, aber wir wollten auch der Fledermausführung durch den Bochumer Stadtpark beiwohnen.
Vor den Führungen gingen wir durch den fast leeren Zoo (und auch durchs Aquarium, was durchaus eine etwas gespenstische Atmosphäre verbreitet, wenn man alleine ist und sich von den Tieren beobachtet fühlt, bzw. auch tatsächlich beobachtet wird. Das ist einem bei größerem Besucherandrang tagsüber gar nicht bewusst und auch während der Führung fühlte man sich nicht ganz so beobachtet, aber vielleicht lag das auch daran, dass man nicht alleine ist).
Während der Fledermausführung sahen und hörten wir Wasser- und Zwergfledermäuse. Und es waren sehr viele Fledermäuse unterwegs. Irgendwann fing ich an nach Insekten zu suchen und diese zu beobachten. Nach kurzer Beobachtungszeit kam eine Fledermaus und das Insekt war weg. Das war zum einen lustig und ergiebiger als nach Fledermäusen Ausschau zu halten. Große Abendsegler sahen wir nicht.
Nach der Führung fuhren wir zurück ins Hotel nach Wupppertal und tranken noch ein Gläschen Wein bevor wir zu Bett gingen.
Die Nacht der Natur ist durchaus ausbaufähig, aber der Zoo hätte mehr Besucher verdient.

Zoo Köln
Aquazoo Löbbecke Museum
Tierpark Bochum

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