Zoopresseschau

23.02.2026, Zoo Augsburg
Aus dem Februar-Newsletter
Ein Plumplori wurde geboren.
Bei den Mähnenwölfen gab es ebenfalls den ersten Nachwuchs. Ein kleiner Mähnenwolf wurde geboren, und auch hier sieht es bei der Aufzucht bisher vielversprechend aus. Sehr erfreulich bei einem erstgebärenden Weibchen. Im Gegensatz zum kleinen Plumplori ist er auch schon für die Besucher zu sehen, wenn man Glück hat.
Auch die geschlüpften Rosapelikane sind im letzten Monat ordentlich gewachsen.
Sea Life München durfte die verbliebenen vier Nachzuchttiere von den Grünen Baumeidechsen übernehmen.
Verstorben ist ein Pfeilgiftfrosch, und ein männlicher Stirnlappenbasilisk musste krankheitsbedingt eingeschläfert werden. Im Vogelbestand verstarb eine Eiderente, vermutlich durch Raubzeug.
Auch an der Baustelle ist das Wetter nicht spurlos vorübergegangen – aktuell ist dort absolute Stille. Aber kaum sind mildere Temperaturen vorhergesagt, geht es auch schon weiter. In der nächsten Woche werden die ersten Stahlstützen für die Schneeleopardenanlage angeliefert und aufgebaut. Da sind man dann auch wieder einen Baufortschritt.
Vogelgrippe bedingt gibt es keine Einschränkungen mehr.
Die Frühaufsteherführungen waren auch in diesem Jahr wieder sehr gefragt, und die letzte dieser Saison ist bereits seit einer Woche ausgebucht. Die nächsten gibt es dann wieder ab Ende Oktober 2026 – aber alternativ wären da noch die Abendführungen in den Monaten April bis August.

Zoo Magdeburg 20.02.2026
Brillenpinguin-Küken wächst in Aufzucht durch Menschenhand heran
Vom Aussterben bedrohter Brillenpinguin-Bestand rasant rückläufig Flauschig-grau ist das Flaumkleid des jüngsten Nachwuchses im Zoo Magdeburg: ein Brillenpinguin. „Das Küken hatte keinen einfachen Start ins Leben. Durch die langanhaltenden Nachtfröste hat das Pinguinpärchen das Nest verlassen, das Ei wurde von den Tierpflegern gerettet und in den Brüter verbracht. Es schlüpfte am 20. Januar 2026 im Brutkasten und wird aktuell von der Revierleiterin Annett Schwabe aufgezogen. Seinen Artgenossen im südlichen Afrika hingegen stehen rasant am Abgrund des Aussterbens und kämpfe ums Überleben“, erklärt Zoodirektor David Pruß, Ph.D. Die Brillenpinguin-Population ist in den vergangenen drei Jahrzehnten um rund 80 Prozent eingebrochen auf 19.800 Brillenpinguine (Quelle: IUCN-Redlist, 4.7.2024). Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stufte diese Tierart im Jahr 2024 vom Bedrohungsstatus stark gefährdet auf vom Aussterben bedroht hoch. Steine statt Fische – problematische Nahrungsknappheit bei den Brillenpinguinen in Südafrika „Aufhorchen lässt eine aktuelle Meldung der Seevogelschutzstation Southern African Foundation fort he Conservation of Coastal Birds (SANCCOB) Anfang Februar 2026: Der Rückgang der Fischbestände aufgrund der Klimakrise und des kommerziellen Fischfangs hat fatale Folgen: Südafrikas Pinguinen fehlt die Nahrung“, erklärt Zoodirektor David Pruß, Ph.D. weiter. Inzwischen finden SANCCOB-Mitarbeiter in den Pinguin-Mägen kleine Steine. „Die Eltern waren so verzweifelt, ihre Babys zu füttern, dass sie ihnen Steine gaben“, sagt Robyn Fraser-Knowles von SANCCOB. Auch verlassene Küken fressen oft Steine oder Sand und sind immer häufiger auf sich allein gestellt aufgrund extremer Wetterbedingungen, Raubtiere und längere Wege bei der Nahrungssuche. Stirbt dabei ein Elternteil, muss der andere das Küken verlassen, um Futter zu suchen. Die Pinguine verfügen zunehmend über weniger Fettreserven durch das schrumpfende Nahrungsangebot infolge der Überfischung und haben Probleme die jährliche Mauserzeit, bei der Pinguine ihre Federn erneuern, zu überstehen. Die Pinguinkolonien in Südafrika sind geschwächt und leichte Beute für Robben und Haie. Ölverschmutzung, Plastikmüll und Krankheiten wie die Vogelgrippe und Malaria verschärfen die Situation weiter. Artenschutz weltweit vor Ort – Zoo Magdeburg unterstützt SANCCOB in Südafrika Der Zoo Magdeburg unterstützt mit einem Teil der Einnahmen aus dem Artenschutz- Euro die gemeinnützige Organisation SANCCOB (Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds) deren Hauptziel darin besteht, den Rückgang der Seevogelpopulationen, vor allem der Brillenpinguine, umzukehren. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Schutz, der Rettung und Rehabilitation kranker, verletzter, verwaister und verölter Seevögel und der Vorbereitung der Wiederauswilderung der Brillenpinguine einhergehend mit der Wiederherstellung ihres natürlichen Lebensraums. Erst wenn die Bedrohungsursachen beseitigt sind, kann nachhaltig die Wiederansiedlung mit größeren Populationen erfolgsversprechend sein. Ob dies beim Brillenpinguin gelingt, hängt von der Verhaltensänderung des Menschen ab: Fischkonsum aus nachhaltigem Fang, kein Dünger mit Guano nutzen, Klimaschutz erstnehmen ua. Der Zoo Magdeburg beteiligt sich seit 13 Jahren am Europäischen Erhaltungszucht-programm (EEP) für Brillenpinguine. Auf Empfehlungen des EEP’s erfolgt in Magdeburg koordiniert und gezielt die Vermehrung der Brillenpinguine. Damit ein gesunder Genpoool erhalten bleibt, werden Tiere aus der Pinguinkolonie getauscht mit anderen Zoos, die am EEP beteiligt sind. Gegenwärtig leben 22 Pinguinen in der Brillenpinguinkolonie.

Opel-Zoo Kronberg 20.02.2026
Der Elefant im Porzellanladen – Tierische Redewendungen
Nächste Öffentliche Führung im Opel-Zoo am Samstag, 28.02.2026, 15 Uhr Wenn sich jemand wie ein „Elefant im Porzellanladen“ verhält, dann beschreibt diese Redewendung grobes oder unbeholfenes Handeln in einer sensiblen Situation. Dabei kann – möglicherweise unbemerkt – viel zerstört oder gar Schaden angerichtet werden. Wenn man im Opel-Zoo die Elefanten beobachtet, wird man zwar feststellen, dass sie sehr umsichtig sind und bspw. nie auf Jungtier „Kaja“ treten, obwohl es unermüdlich in Höhe ihrer Beine und unter ihrem Bauch herumwuselt. Aber einen ausgewachsenen, riesigen Elefanten durch einen Laden voll zerbrechlichem Porzellan zu bewegen, würde dann doch trotz aller Umsicht unweigerlich zum Bruch desselben führen. „Ohren wie ein Luchs“, „ein alter Hase sein“, „Perlen vor die Säue werfen“… Diese und weitere tierische Redewendungen und Sprichwörter, die sich auf menschliches Verhalten beziehen, sowie Eigenschaften, die bestimmten Tierarten zugewiesen werden, sind Gegenstand der nächsten Öffentlichen Führung im Opel-Zoo. Vor Ort wird es den Teilnehmern an der Führung bestimmt schnell klar, warum diese Redewendungen entstanden sind, ob sie berechtigt sind oder ob der Volksmund übertreibt. Die Führung startet am Samstag, dem 28. Februar 2026 um 15 Uhr an der Statue des Zoogründers hinter dem Haupteingang. Sie ist kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis und es ist keine Anmeldung vonnöten, um an ihr teilzunehmen.

Tierpark Nordhorn 20.02.2026
Lammzeit kündigt den Frühling an
Niedliche Lämmer von drei verschiedenen Rassen blöken im Familienzoo Im Nordhorner Tierpark leben insgesamt vier verschiedene Schafrassen. Alle haben ihre Besonderheiten, aber eines ist allen Schafen gemein: sie bringen unglaublich niedlichen, wolligen Nachwuchs zur Welt. Die Lämmer der Nordhorner Schafrassen werden in der Regel ab Februar geboren. Einzig die kleinen Ouessantschafe bekommen den Nachwuchs erst kurz vor Ostern. Am bekanntesten im Familienzoo sind sicherlich die Bentheimer Landschafe. Die Grafschaft Bentheim war für diese Rasse namengebend. Das robuste, anspruchslose Bentheimer Schaf wurde bis in die 50er Jahre vor allem zur Beweidung von Heideflächen eingesetzt. Mit dem Verschwinden der Landschaften geriet auch das Schaf in Vergessenheit. 1970 gab es nur noch 50 eingetragene Herdbuchtiere. Der Tierpark beweidet ab etwa Mai mit dem Großteil seiner Herde die von ihm betreuten Naturschutzgebiete. Die meisten Lämmer kommen hier im Lammstall am Kloster Bardel zur Welt. Ein Teil der Muttertiere ist jedoch in einer Remise auf dem Vechtehof untergebracht. Hier sind bereits die ersten Lämmer zur Welt gekommen. Besonders hübsch sind die Lämmer der anderen beiden großen Schafrassen. Der Nachwuchs der Jakobschafe besticht durch seine hübsche gefleckte Fellzeichnung. Diese Rasse wird in England bereits seit Jahrhunderten gehalten. Interessant ist hier, dass sowohl die weiblichen als auch die männlichen Tiere zwei bis sechs (meistens aber 4) Hörner tragen. Ebenfalls besonders putzig sind die lockigen Zackelschaflämmer. Diese Schafrasse stammt ursprünglich aus Ungarn und ist heute als stark gefährdet eingestuft. Sowohl die weiblichen als auch die männlichen Tiere tragen V-förmige korkenzieherartige Hörner. Die Tiere gibt es in verschiedenen Farben. In Nordhorn sind vor allem schwarze und braune Tiere zu sehen. Die Lammzeit hat somit begonnen und es kommen noch regelmäßig weitere Lämmer dazu. Der Zoo ist im Februar täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Ab März gilt die Sommeröffnungszeit bis 19 Uhr. Mit einem online gekauften Ticket kann man den günstigsten Tarif bekommen und spart am Eingang Zeit. Hunde sind an der kurzen Leine willkommen und das Parken ist kostenlos. Mehr Informationen unter www.tierpark-nordhorn.de

Alpenzoo Innsbruck 20.02.2026
Alpenzoo Innsbruck: Bartgeierpaar brütet weiter – Ei wurde durch Attrappen ersetzt
Viele Besucherinnen und Besucher des Alpenzoos konnten in den vergangenen Wochen beobachten, wie fürsorglich unser Bartgeierpaar Romeo und Juliet sein Ei bebrütet hat. Umso bedauerlicher ist es, dass das Ei nach rund einem Monat Brutzeit zerbrach. Solche Verluste kommen bei Naturbruten jedoch immer wieder vor und sind Teil des natürlichen Brutgeschehens. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger reagierten schnell: Noch rechtzeitig konnten sie zwei Attrappen-Eier in den Horst legen, die von Romeo und Juliet sofort akzeptiert wurden. Damit bleibt das Paar im wichtigen „Brutmodus“ und kann – wenn alles gut läuft – in den kommenden Wochen als Ammenpaar für ein Bartgeierküken zur Verfügung stehen. Diese Methode ist ein wesentlicher Bestandteil der internationalen Erhaltungszucht für Bartgeier. In der Natur legen Bartgeier meist zwei Eier. Das später geschlüpfte Küken wird jedoch vom erstgeschlüpften Küken stets attackiert, bis es stirbt – ein Verhalten, das als obligatorischer Kainismus bezeichnet wird. Um diesen Verlust zu verhindern und gleichzeitig Handaufzuchten zu vermeiden, wird das zweite Küken in zoologischen Einrichtungen unmittelbar nach dem Schlupf aus dem Nest genommen und zu einem geeigneten Ammenpaar gesetzt. Voraussetzung dafür ist, dass die Ammentiere aktiv brüten und somit ein Küken problemlos annehmen. Ob Romeo und Juliet heuer ein Küken adoptieren dürfen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Die Voraussetzungen sind jedoch ausgezeichnet – Derzeit bebrüten innerhalb des Europäischen Bartgeierzuchtprojekts 41 Paare 62 Eier. Da könnte es gut sein, dass Romeo und Juliet als Ammenpaar gebraucht werden.

Tiergarten Kleve 19.02.2026
Frühlingserwachen im Tiergarten Kleve: Erste Lämmer des Jahres geboren
Im Tiergarten Kleve gibt es die ersten tierischen Frühlingsboten zu entdecken: Die ersten Lämmer des Jahres sind geboren. Bei den Jakobschafen freut sich das Tiergarten-Team seit dem 17. Februar 2026 über gesunden Nachwuchs. Bereits am 30. Januar 2026 sowie erneut am 16. Februar 2026 kamen zudem Lämmer bei den Ungarischen Zackelschafen zur Welt. Die jungen Tiere sind wohlauf und erkunden zunehmend neugierig ihre Anlage. Besucherinnen und Besucher können mit etwas Geduld beobachten, wie die Lämmer erste Sprünge wagen und eng an der Seite ihrer Mütter bleiben. Die im Tiergarten gehaltenen Jakobschafe zählen zu den ältesten und ursprünglichsten Schafrassen Europas. Charakteristisch sind ihre meist vier, manchmal sogar sechs Hörner sowie die auffällige schwarz-weiße Scheckung des Fells. Die robuste Rasse gilt als genügsam und widerstandsfähig. Jakobschafe werden heute vor allem zur Landschaftspflege und zur Erhaltung genetischer Vielfalt gehalten. Auch die Ungarischen Zackelschafe sind eine besondere und selten gewordene Hausschafrasse. Ihr markantestes Merkmal sind die langen, korkenzieherartig gedrehten Hörner, die sowohl Böcke als auch Mutterschafe tragen. Die Tiere stammen ursprünglich aus Ungarn und sind hervorragend an karge Lebensräume angepasst. Aufgrund moderner Hochleistungsrassen sind Zackelschafe in ihrem Bestand gefährdet und gelten als wichtige Erhaltungsrasse. „Die Geburt der ersten Lämmer ist für uns jedes Jahr ein ganz besonderer Moment“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Gerade bei alten und teils gefährdeten Nutztierrassen wie unseren Jakob- und Zackelschafen leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt genetischer Vielfalt. Gleichzeitig sind die Jungtiere für unsere Besucherinnen und Besucher ein wunderbares Naturerlebnis und ein toller Vorbote für den Frühling.“ Der Tiergarten Kleve lädt alle Interessierten herzlich ein, die jungen Lämmer in den kommenden Wochen zu besuchen und den Beginn des Tiergarten-Frühlings mitzuerleben.

Tierpark Hagenbeck 19.02.2026
Hagenbeck sucht Tropenforscher ab 6 Jahre
Neues Ferienprogramm startet in den Hamburger Frühjahrsferien Für alle kleinen Naturliebhaber, die tropische Temperaturen, Reptilien, Säugetiere und Haie lieben, ist das neue Ferienprogramm im Tropen-Aquarium Hagenbeck genau das Richtige. In einer 90-minütigen Führung durch die LI-Zooschule bei Hagenbeck können Kinder ab sechs Jahre spielerisch die Welt der Tiere entdecken und das mit allen Sinnen. Wie schaffen es Kattas, so flink und sicher zu balancieren? Was ist der Unterschied zwischen Schlangenhäutung und Schlangenleder? Wie schnell können Krokodile ihre Beute greifen und was ist ein Revolvergebiss? Bei dem neuen Ferienprogramm werden diese und andere Forschungsfragen beantwortet und der Geruchs- und Tastsinn werden auf die Probe gestellt sowie die Reaktionsfähigkeit getestet. „Mit unserem Ferienprogramm ‚Kleiner Tropenforscher‘ möchten wir Kindern die faszinierende Welt unseres Tropen-Aquariums auf ganz unmittelbare Weise näherbringen. Wenn Kinder Tiere nicht nur sehen, sondern mit allen Sinnen erleben und ausgewählte tierische Materialien anfassen dürfen, entsteht echte Begeisterung. Uns ist es wichtig, schon früh ein Bewusstsein für die Schönheit und Verletzlichkeit tropischer Lebensräume zu schaffen. Denn nur wer die Vielfalt der Natur kennt und schätzt, wird sich später auch für ihren Schutz und den Erhalt der Biodiversität einsetzen“, weiß Nadine Niestroj, stellvertretende Leitung der LI-Zooschule bei Hagenbeck. Die Führung kann für fünf Euro zusätzlich zum Eintritt für das Tropen-Aquarium im Hagenbeck-Onlineshop gebucht werden. Vom 02. bis 13. März findet der Kleine Tropenforscher von montags bis freitags um jeweils 11 Uhr statt. https://shop.hagenbeck.de/de/article/66 Auch in den Herbstferien wird das neue Ferienprogramm angeboten: 19. – 23. Oktober sowie vom 26. – 30. Oktober 2026.

Tiergarten Schönbrunn 19.02.2026
Neustart für das Regenwaldhaus: Tiergarten Schönbrunn baut gigantische Fledermausanlage
Während draußen eisige Kälte herrscht, wächst im Tiergarten Schönbrunn bereits ein Stück Regenwald heran. Nach 20 Jahren wird das Regenwaldhaus von Grund auf saniert und heuer mit einem völlig neuen Konzept wiedereröffnet. Es entsteht eine tropische Erlebniswelt, die die ökologische Bedeutung des Regenwaldes eindrucksvoll vermittelt. Zu den großen tierischen Neuheiten zählen die von der Ausrottung bedrohten Chinesischen Schuppentiere, die derzeit nur in zwei europäischen Zoos zu sehen sind. Gleich daneben erwartet die Besucherinnen und Besucher eine weitere spektakuläre Attraktion: eine gigantische, über acht Meter hohe Fledermausanlage. „Wir erleben hier den Regenwald bei Nacht. Im Mondlicht, umgeben von Nebelschwaden, blicken wir über ein Gewässer hinweg direkt in den Regenwald und können die faszinierenden Blumenfledermäuse beobachten“, erklärt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. In diesem Bereich des Regenwaldhauses sind Tag und Nacht bewusst umgekehrt, damit die nachtaktiven Tiere während der Besuchszeit aktiv erlebt werden können. Der Rohbau der Anlage aus Stahl und Beton lässt ihre beeindruckenden Dimensionen bereits erahnen. Aktuell sind die Blumenfledermäuse im Terrarienhaus untergebracht und gewissermaßen bereit für den Umzug. Im südamerikanischen Regenwald zählen sie zu den wichtigsten Bestäubern: Pro Nacht besuchen sie bis zu 1.000 Blüten, um Nektar und Pollen aufzunehmen, und bestäuben dabei zahlreiche Pflanzenarten. „Im Regenwaldhaus werden die Besucherinnen und Besucher dieses faszinierende Verhalten aus nächster Nähe beobachten können. Blumenfledermäuse sind nur etwa so groß wie Mäuse, doch ihre Zunge ist eineinhalbmal so lang wie ihr Körper. An speziellen Nektartränken werden sie – ähnlich wie Kolibris – in der Luft schwirren, Nahrung aufnehmen und anschließend wieder im Dunkel des Regenwaldes verschwinden“, erzählt Kurator Anton Weissenbacher. Spendenaktion: Jeder Spendeneuro hilft! Gegen eine Spende von 100 Euro besteht zudem die Möglichkeit, für fünf Jahre mit dem eigenen Namen an der Außenmauer des neuen Regenwaldhauses präsent zu sein. Damit wird ein Beitrag zur Fertigstellung des neuen Zuhauses für Fledermäuse, Schuppentiere & Co. geleistet. Eine Urkunde macht die Aktion auch zu einem besonderen Geschenk. Alle Infos unter: www.zoovienna.at/regenwaldhaus

Zoo Heidelberg 18.02.2026
Rarität im Zoo Heidelberg – Erstmals junge Yarrellzeisige geschlüpft
Aus dem Schatten ins Rampenlicht: Der südamerikanische Yarrellzeisig ist gefährdet, seine Bestände nehmen in der Natur weiter ab. Deshalb ist der Zoo Heidelberg im vergangenen Jahr als aktuell einziger Zoo außerhalb Südamerikas in die Haltung der Art eingestiegen. Inzwischen sind die ersten Jungvögel geschlüpft. Die Geschichte des Yarrellzeisigs steht stellvertretend für zahlreiche kleine, unscheinbare Vogelarten, denen der Zoo Heidelberg eine Plattform bieten möchte. Der Yarrellzeisig ist ein kleiner Singvogel aus Brasilien und Venezuela mit melodischem Gesang und auffälligem Gefieder, der unter anderem genau deshalb in der Natur zunehmend unter Druck steht: Intensive Wilderei und illegaler Handel, aber auch der Verlust geeigneter Lebensräume durch Abholzung und landwirtschaftliche Nutzung haben den Beständen stark zugesetzt. Nach aktuellen Schätzungen gibt es in der Natur nur noch zwischen etwa 6.000 und 15.000 Individuen – Tendenz fallend. Aufgrund dieser Entwicklung stuft die Weltnaturschutzunion (IUCN) die Art als „gefährdet“ ein. „Wir sind aktuell der einzige Zoo außerhalb Südamerikas, der diese Art hält“, erklärt Joshua Förg, Kurator für Vögel, Reptilien und Amphibien im Zoo Heidelberg. Im Frühjahr 2025 hat der Zoo zwei Paare von einem sachkundigen Privathalter übernommen. Mitte Dezember legte eines der Paare erstmals Eier – zum Jahreswechsel schlüpften die Jungvögel und wurden erfolgreich aufgezogen. Inzwischen fliegen die zwei jungen Zeisige, neue Eier sind bereits gelegt und damit weiterer Nachwuchs in Sicht. „Diese erfolgreiche Aufzucht ist das Ergebnis akribischer Vorbereitung durch die Tierpfleger: Angefangen bei der richtigen Ernährung über ein geeignetes Umfeld bis hin zur täglichen Beobachtung und Dokumentation aller Parameter“, berichtet Revierleiter Leonhard Aistleitner. „Für uns ist es ein Meilenstein, um für diese Art langfristig einen stabilen Bestand in menschlicher Obhut (ex situ) aufzubauen.“ Am erklärten Ziel, die ex situ Population des Yarrellzeisigs zu stabilisieren, arbeitet der Zoo Heidelberg künftig auch mit anderen Zoologischen Gärten und fachkundigen Privathaltern zusammen. „Es gibt zahlreiche unscheinbare Arten wie den Yarrellzeisig, die in der Natur unter Druck stehen und zukünftig eine größere Plattform brauchen“, so Förg. „Aber auch diese brauchen unseren Einsatz, um zukünftig nicht völlig von der Bildfläche zu verschwinden.“ Die Yarrellzeisige leben derzeit noch hinter den Kulissen. Ab März ist die südamerikanische Zeisigart aber auch in der Fasanerie zu sehen. Dort können Besucher sie zum Saisonstart erstmals beobachten und mit etwas Glück den melodischen Gesang des Männchens hören.

Zoo Magdeburg 18.02.2026
Spitzmaulnashörner bekommen orthopädische Matten Förderverein Zoofreunde Magdeburg e.V. unterstützt verbesserte Haltungsbedingungen
Der Förderverein Zoofreunde Magdeburg e.V. hat dem Zoo Magdeburg orthopädische Matten, die auch in der Pferdehaltung zum Einsatz kommen, für die Spitzmaulnashörner gespendet. „Gerade weil drei der Spitzmaulnashörner nicht mehr die jüngsten sind, ist diese Unterstützung besonders wichtig: Die speziellen Gummimatten entlasten Gelenke und Knochen, schonen den Bewegungsapparat und sorgen für deutlich mehr Liegekomfort. Das unterstützt das allgemeine Wohlbefinden der Tiere und ist genau das Richtige für ihre täglichen Ruhephasen“, erklärt Zoodirektor David Pruß. Das Zooteam freut sich über dieses Engagement des Fördervereins, das direkt bei den Spitzmaulnashörnern gut ankam, denn sie ziehen diese Matten dem Stroh- oder Heubett vor. „Wir setzen uns seit vielen Jahren für bessere Haltungsbedingungen, neue Projekte und Tierbeschäftigung im Zoo ein. Solche Spenden, wie denen der Pferdematten gehen direkt in die Verbesserung des Tierwohls. Die vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner profitieren damit von mehr Komfort in ihren Innenanlagen. Wir freuen uns jederzeit über neue Mitglieder, die unsere Begeisterung für den Zoo teilen und gemeinsam mit uns etwas bewegen möchten. Werden auch Sie Teil der Zoofreunde Magdeburg!“ bekräftigt Thomas Rolle, Vorsitzender des Fördervereins Zoofreunde Magdeburg e.V.

Zoo Landau in der Pfalz 18.02.2026
Neue Gesichter – Zoo Landau in der Pfalz stellt Zwergotterpaar vor
Der Zoo Landau in der Pfalz freut sich sehr, seinen Gästen in diesen Tagen zwei Zwergotter vorstellen zu können. Sie bilden ein neues potentielles Zuchtpärchen. Aus dem Zoo Mulhouse stammt das im November 2022 geborene Weibchen. Ihr noch etwas jüngerer, im Juli 2024 geborener Partner kommt aus dem Heidelberger Zoo. Der Koordinator des Europäischen Ex-situ-Programms (EEP) für diese Tierart hatte diese Verpaarung aufgrund genetischer Faktoren empfohlen. Zum Glück zeigte sich schnell, dass nicht nur die errechnete Genetik, sondern auch der „Otternasen“-Faktor stimmt. Die Vergesellschaftung klappte auf Anhieb. Nachzucht ist nun sehr erwünscht. Die Rolle eines EEP ist es, eine genetisch vielfältige und von der Altersstruktur stabile Reservepopulation in Menschenobhut aufzubauen. Denn Zwergotter, auch Asiatische Kurzkrallenotter genannt, sind in der Natur bedroht und auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „gefährdet“ gelistet. Ihre Wildbestände sind abnehmend. Dabei hatte die Art ursprünglich ein sehr großes Verbreitungsgebiet in Süd- und Südostasien. Sie ist an Seen, Flüssen, in Mangrovengebieten und Sümpfen, auch in der Nähe von Menschen, z.B. in Reisfeldern, zu finden. Fortschreitende Zerstörung des Lebensraums durch die Umwandlung in mehr Ackerland, intensive Aquakultur, der Einsatz von Pestiziden und die Verschlammung von Fließgewässern aufgrund von Entwaldung sind ihre Probleme. Außerdem wird die Art illegal gejagt. Einerseits wegen des dichten Pelzes, anderseits für den illegalen internationalen Heimtierhandel. Sie sind aktiv verspielt und gelehrig, und werden als besonders niedlich empfunden, da sie Kennzeichen des Kindchenschemas behalten, z.B. ihren rundlichen Kopf mit dunklen Knopfaugen. Doch die sehr sozial lebenden Zwergotter, die zu den Raubtieren zählen, sind keine Kuscheltiere! Sie haben besondere Ansprüche an Haltung und Fütterung in fachkundiger menschlicher Obhut. Die beiden jungen Otter sind nicht nur neue Gesichter im Zoo Landau, sondern sie zählen auch zu den Flaggschiffarten der aktuellen Artenschutzkampagne des Europäischen Zoo und Aquarienverbandes EAZA. In der durch den Zoo Landau unterstützten Kampagne „Wetlands for Life“ geht es darum, die Aufmerksamkeit auf die bedrohten Feuchtgebiete der Erde zu lenken. Tatsächlich sind sie die am stärksten bedrohten Ökosysteme der Welt. Für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, die Klimaresilienz sowie die Versorgung mit Trinkwasser und anderen wichtigen Lebensgrundlagen sind sie essentiell. Der Zoo Landau ist seit Jahrzehnten Unterstützer der jeweiligen EAZA-Kampagnen und möchte auch in diesem Jahr die Öffentlichkeit für die Bedeutung von Feuchtgebieten und die Komplexität ihres Schutzes sensibilisieren. Darüber hinaus werden Spenden gesammelt, um ausgewählte Projekte zum Schutz von Feuchtgebieten zu unterstützen.

Opel Zoo Kronberg 18.02.2026
Bildungskompetenz im Doppelpack
Dr. Tanja Spengler und Yannis König übernehmen Leitung der Zoopädagogik Die Zoopädagogik im Opel-Zoo hat eine neue Leitung: Die erfahrene Zoopädagogin und Biologin Dr. Tanja Spengler hat die Nachfolge von Dr. Martin Becker angetreten und leitet nun die Zoopädagogik im Opel-Zoo. Als ihr Stellvertreter verstärkt seit Jahresbeginn der Biologe Yannis König die Abteilung aus vier festen und einem guten Dutzend freien Mitarbeitenden. Über 25.000 Besucher nehmen jährlich an zoopädagogischen Veranstaltungen im Opel-Zoo teil und ergänzen so die Begegnung mit den Tieren. Damit ist der Erlebnisort Opel-Zoo zugleich einer der meistgenutzten außerschulischen Lernorte Hessens. Dr. Tanja Spengler hat die Entwicklung der Abteilung bereits seit 2015 als deren stellvertretende Leiterin aktiv mitgestaltet; in den fünf Jahren zuvor hatte sie als freie Mitarbeiterin schon zahllose Gruppen vom Kindergarten bis zum Seniorenalter durch den Opel-Zoo geführt. Mehrere Jahre als Lehrkraft an einer weiterführenden Schule und eine langjährige Tätigkeit in der Ausbildung Studierender und angehender Lehrkräfte ergänzen den Erfahrungsschatz der engagierten Biologin mit dem freundlichen Lächeln, die auch die komplexesten biologischen Zusammenhänge anschaulich zu erklären vermag. Impulse setzt sie auch in verschiedenen nationalen und internationalen Gremien wie beispielsweise dem ‚Conservation Education Committee‘ des Europäischen Zoo- und Aquarienverbands (EAZA), in denen Dr. Spengler aktiv an der Entwicklung zoopädagogischer Bildungsstandards beteiligt ist. Ihrem neuen Kollegen Yannis König sind die Aufgaben in der Zoopädagogik bereits bestens vertraut. Bereits als Kind von Tierbeobachtungen fasziniert, studierte er Biologie an der GoetheUniversität Frankfurt. In dieser Zeit entdeckte er seine Leidenschaft dafür, sein Wissen professionell weiterzugeben. So war er seit Abschluss seines Studiums mit einem Master of Science im Sommer 2024 in der Bildungs- und Vermittlungsarbeit verschiedener zoologischer und naturhistorischer Einrichtungen tätig. Auch das Team im Opel-Zoo hat der sportliche Biologe seither als freier Mitarbeiter verstärkt. Gemeinsam haben sich die beiden Zoopädagogen viel vorgenommen: Die zunehmende Komplexität und stete Veränderung relevanter Themen, wie beispielsweise Artensterben oder Klima- und Energiekrise, stellen die Zoopädagogik immer wieder vor neue Aufgaben. Zugleich sollen Angebote für weitere Zielgruppen ausgearbeitet, neue Tieranlagen stärker in die Bildungsarbeit integriert und die Zusammenarbeit mit Bildungsinstitutionen und Universitäten weiter ausgebaut werden. Auch digitale Zusatzangebote könnten zukünftig hinzukommen. Dabei scheint die Fülle der vielseitigen Aufgaben die beiden Pädagogen noch zu beflügeln. „Wir können bei alldem an die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre anknüpfen, haben eine Vielzahl neuer Ideen und kompetente Mitarbeiter und Partner wie die Opel-Zoo Stiftungsprofessur an der Goethe-Universität, mit denen wir sie umsetzen können“ freut sich Dr. Tanja Spengler. Doch eines werde sich dabei auch zukünftig nicht ändern: im Mittelpunkt bleibt immer die einzigartige Begegnung mit den Tieren im Opel-Zoo!

Zoo Osnabrück 18.02.2026
Nachwuchs bei bedrohten Primatenarten im Zoo Osnabrück
Bei Schimpansen und Dianameerkatzen Jungtiere zu sehen Im Rahmen zweier Europäischer Erhaltungszuchtprogramme gibt es im Zoo Osnabrück Grund zur Freude: Bei den Schimpansen und den Dianameerkatzen haben Jungtiere das Licht der Welt erblickt. In beiden Fällen ist der Nachwuchs wohlauf. Am Samstag, den 31. Januar wuchs die Schimpansenfamilie am Schölerberg: Nach rund acht Monaten Tragzeit brachte Weibchen Vakanga ein Jungtier zur Welt. „Die Geburt fand in den Nachmittagsstunden statt und konnte sowohl von uns Tierpflegern als auch von Besuchern beobachtet werden“, berichtet Benjamin Müller, Revierleiter im Zoo Osnabrück. „Vakanga kümmert sich aufmerksam um das Jungtier, dem es gut geht. Eine tierärztliche Untersuchung kann und sollte allerdings – wie immer bei den Schimpansen – nicht durchgeführt werden, um die enge Bindung zwischen Mutter und Jungtier nicht zu stören“, erklärt Laura Sieckmann, Veterinärin und Kuratorin im Zoo Osnabrück. Somit müssen sich Tierpfleger, Biologen und Veterinäre zunächst auf ihre Beobachtungen verlassen. Auch das Geschlecht des jüngsten Westafrikanischen Schimpansen wissen sie daher noch nicht. Die meiste Zeit klammert es sich bäuchlings am Bauch der Mutter fest. Meist sehen die Tierpfleger daher zufällig, welches Geschlecht das Jungtier hat, wenn die Mutter es einmal andersherum hält. Vakanga gilt unter Tierpflegern und Biologen am Schölerberg als erfahrene und routinierte Mutter. Schließlich ist es bereits ihr siebter Nachwuchs. Auch das elfjährige Schimpansenweibchen Tamika stammt von ihr ab. Im vergangenen November brachte Tamika selbst ein Jungtier im Zoo Osnabrück zur Welt: das Weibchen hat von seinen Tierpflegern den Namen Kalea bekommen. „Tamika hat sich sehr gut in ihre Mutterrolle eingefunden. Sie kümmert sich fürsorglich um Kalea und die Bindung zwischen Mutter und Jungtier ist sehr eng“, berichtet Sieckmann. Wie bei vielen weiteren Tierarten beteiligt sich der Zoo Osnabrück auch mit der Schimpansengruppe am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm – das sei wichtig, erklärt die Kuratorin weiter: „So können Zoos gemeinsam eine Population aufbauen, die unabhängig von der Wildbahn bestehen kann. Das große Ziel ist, einen Beitrag zum Erhalt dieser Tierart durch eine stabile Reservepopulation in Zoologischen Gärten zu leisten, aber auch durch Forschung und Edukation.“ Die Weltnaturschutzorganisation IUCN stuft Schimpansen als stark gefährdet und vom Aussterben bedroht ein, da diese Primatenart unter anderem durch Wilderei und Lebensraumverlust bedroht wird. Nachwuchs bei den Dianameerkatzen Grund zur Freude gibt es für den Zoo Osnabrück auch bei den Dianameerkatzen, mit denen er sich ebenfalls am Erhaltungszuchtprogramm beteiligt: Am 27. Januar kam auch hier ein Jungtier zur Welt. Der Neuankömmling im nunmehr fünfköpfigen Gruppenverband erfreut sich bester Gesundheit und hält sich ebenfalls gut am Bauch der Mutter fest. In der Tierwelt Takamanda bewohnen die Dianameerkatzen als Baumbewohner zusammen mit den Warzenschweinen eine Anlage. Charakteristisch für die Dianameerkatzen ist ihre kontrastreiche Fellfärbung. Die Westafrikanischen Primaten gelten als stark gefährdet, mit kontinuierlich abnehmenden Beständen. Das liegt vor allem daran, dass der Lebensraum dieser Art durch menschliche Einflüsse wie Abholzung und landwirtschaftliche Nutzung oder kommerzielle Jagd stark fragmentiert ist. Die IUCN schätzt, dass die freilebende Population dadurch innerhalb der letzten drei Generationen um mindestens 50% geschrumpft ist. Besonders bei Arten, deren Lebensräume bisher nicht gesichert sind, ist der Aufbau einer genetischen Reservepopulation in Zoologischen Gärten besonders wichtig.

Zoo Basel 18.02.2026
Vorbereitungen für die Brutsaison
Während der Wintermonate bereiten die Tierpfleger:innen im Zoo Basel die Vogelanlagen für die Brutsaison vor. Volieren werden neu eingerichtet, Nistkästen gereinigt und Pflanzen zurückgeschnitten. Aber auch neue Verpaarungen werden durchgeführt. Ausserdem erfolgt die Futterumstellung, welche die Brutaktivität der Vögel anregt, bevor Brut und Aufzucht beginnen. Im Winter brüten im Zolli nur wenige Vogelarten. Diese Zeit nutzen die Tierpfleger:innen für Arbeiten wie Rückschnitte an Bepflanzungen oder Reinigungen, die während der Brutsaison die Vögel stören könnten. Auch Nistkästen, die nach der Brutzeit abgehängt wurden, werden gereinigt, kontrolliert und bei Bedarf instand gestellt. Zudem richten sie Volieren und Anlagen neu ein. Nistplätze frisch hergerichtet Mit dem Abschluss der winterlichen Unterhaltsarbeiten richtet sich der Fokus im Zoo Basel auf die bevorstehende Brutsaison. In den kommenden Wochen werden in den Volieren des Vogelhauses wieder Nistkästen für Höhlenbrüter angebracht. Zusätzlich platzieren die Tierpfleger:innen gezielt kleine Körbe oder Gitterplattformen in der Bepflanzung. Einen Grossteil des benötigten Baumaterials finden die Vögel in ihren Anlagen selbst. Pflanzenfasern, kleine Zweige oder geschnittenes Schilf stehen zur Verfügung. Ergänzend stellen die Tierpfleger:innen weiteres Material bereit. Während viele Vogelarten ihre Nester eigenständig und ohne Hilfsmittel bauen, nehmen einige vorbereitete Nisthilfen gerne an. So erhalten Eselspinguine (Pygoscelis papua) beispielsweise kleine Steine für den Nestbau, während Visayas-Hornvögel (Penelopides panini) Lehm für den Verschluss ihrer Bruthöhlen bekommen. Neue Paarbildungen Die Wintermonate bringen nicht nur Arbeiten innerhalb der Anlagen, sondern auch Veränderungen bei den Vögeln mit sich. Paare, die nicht harmonieren oder keinen Bruterfolg gehabt haben, werden nach Möglichkeit neu verpaart. Dabei gibt es mehrere Vorgehensweisen: Bei Arten, von denen im Zoo Basel mehrere Paare gehalten werden, erfolgt die Neuverpaarung bevorzugt mit Tieren aus dem eigenen Bestand. Ist eine Neuverpaarung aus dem eigenen Bestand nicht möglich, tauscht der Zoo Basel Vögel mit anderen Zoos aus – insbesondere im Rahmen von Erhaltungszuchtprogrammen und auf Empfehlung der zuständigen Koordinatorinnen bzw. Koordinatoren. In manchen Fällen genügt es auch, Partnertiere in eine andere Voliere zu setzen. Ernährungsumstellung Zu Beginn des Frühlings passt der Zolli das Futter bei verschiedenen Vogelarten an. Viele Arten ziehen ihre Jungvögel mit Insekten auf oder benötigen während der Brutsaison mehr Protein als im restlichen Jahr. Die Futterumstellung signalisiert den Vögeln, dass ausreichend Nährstoffe für die Aufzucht von Küken vorhanden sind, was bei manchen Arten den Brutbeginn auslösen kann. Brutstimmung Ab März steigt bei den Zoo-Vögeln die Brutstimmung. Flamingos verbringen immer mehr Zeit mit ihrem ritualisierten Balztanz, Singvögel werben mit ihrem Gesang um Partner und eifrig wird Nistmaterial an geeignete Plätze getragen und verbaut. Danach heisst es für die Tierpfleger:innen zu beobachten, welche Arten in diesem Jahr erfolgreich aufziehen.

Tierpark Hellabrunn München 18.02.2026
Tierischer Familienzuwachs: Hellabrunn freut sich über Schimpansen-Baby
Spannende Neuigkeiten aus dem Urwaldhaus – am Samstagnachmittag ist bei den Schimpansen ein Jungtier zur Welt gekommen. Die Geburt verlief ruhig und komplikationslos. Mutter Zenta, 45 Jahre alt und selbst in Hellabrunn geboren, kümmert sich erfahren und aufmerksam um ihren Nachwuchs. Das Jungtier macht einen sehr guten Eindruck, das Geschlecht steht derzeit noch nicht fest. Die Geburt ist vor allem aus zoologischer Sicht von großer Bedeutung, denn Vater ist Schimpansenmann Jambo, der im vergangenen Jahr im Rahmen einer Zuchtempfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) nach Hellabrunn kam. Jambo sowie die beiden Hellabrunner Weibchen Zenta und Sophie gehören der stark bedrohten Unterart der Zentralafrikanischen Schimpansen an. Diese ist sowohl in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in Kongo, Gabun und Kamerun als auch in zoologischen Einrichtungen gefährdet. Aktuell leben lediglich 43 Individuen dieser Unterart in Zoos. „Die Erweiterung unserer seit 2003 bestehenden Schimpansen-Gruppe war eine klare Empfehlung des EEP für die Unterart der Zentralafrikanischen Schimpansen“, erklärt Kurator Dr. Hanspeter Steinmetz. „Nach der Eingewöhnung von Jambo Ende 2024 ist uns mit der Geburt nun ein wichtiger Meilenstein gelungen.“ Er ergänzt: „Als wissenschaftlich geführter Zoo tragen wir Verantwortung für den Erhalt bedrohter Arten. Mit dem Nachwuchs leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur Sicherung der Reservepopulation dieser Unterart.“ Neben ihrer Rolle im Zuchtprogramm sind die Schimpansen wichtige Botschafter für den Schutz ihrer wildlebenden Artgenossen. Laut dem Jane Goodall Institute ist die Zahl dieser Menschenaffenart in der Natur seit den 1950er Jahren um über 80 Prozent zurückgegangen. Lebensraumverlust, Wilderei, Klimawandel und die Abholzung der Regenwälder setzen den Beständen massiv zu. „Die Geburt des Schimpansen-Babys ist eine großartige Nachricht für München und ein starkes Zeichen für den engagierten Artenschutz in Hellabrunn. Der Tierpark zeigt, wie verantwortungsvolle Zuchtprogramme, wissenschaftliche Arbeit und emotionale Tiererlebnisse erfolgreich zusammenwirken.“, so Aufsichtsrätin und Bürgermeisterin Verena Dietl. „Ich bin mir sicher, dass das Schimpansen-Baby die Herzen der vielen Besucher*innen im Sturm erobern wird und sich die vielen Besucher*innen von Hellabrunn über das neue Mitglied in unserer Zoo-Familie freuen.“ „Wir sind überzeugt: Menschen schützen, was sie kennen“, so Tierparkdirektor Rasem Baban. „Gerade ein Jungtier schafft Nähe und Aufmerksamkeit. Wer im Urwaldhaus beobachtet, wie eng es sich an seine Mutter klammert, erste neugierige Blicke in die Gruppe wirft und behutsam seine Umwelt entdeckt, erlebt unmittelbar, wie komplex und sozial Schimpansen leben. Dieses Erleben schafft Verständnis – und Verständnis ist die Grundlage für wirksamen Artenschutz.“ Jambo, Zenta und das Jungtier sind für Besucherinnen und Besucher im Hellabrunner Urwaldhaus zu sehen. Gleichzeitig hat die Familie jederzeit die Möglichkeit, sich in rückwärtige, nicht einsehbare Bereiche zurückzuziehen. Der Tierpark legt großen Wert darauf, den Tieren ausreichend Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten zu gewährleisten. Zur Hellabrunner Schimpansen-Gruppe gehören neben den nun vier zentralafrikanischen Schimpansen die beiden Männchen Willi und Walter (Söhne von Sophie) sowie die Weibchen Hannerl und Annemarie. Das letzte in Hellabrunn geborene Jungtier war Walter im Jahr 2003.

Zoo Hannover 17.02.2026
TRAUER IM ZOO Giraffe „Jamila“ gestorben
Das Team des Erlebnis-Zoo Hannover trauert um Giraffenkuh „Jamila“. Die 12jährige Giraffe ist am gestrigen Montag, 16. Februar, in ihrer Innenanlage unglücklich gestürzt und gestorben. Trotz des sofortigen Eingreifens des Zoo-Teams konnte der Giraffe nicht mehr geholfen werden. „Wir sind sehr, sehr traurig“, so die Tierpflegenden. Die Nubische Giraffe „Jamila“ kam am 21. April 2013 im Erlebnis-Zoo zur Welt und lebte auf der Giraffenanlage gemeinsam mit Springböcken, Blessböcken, Pferdeantilopen und einer weiteren Giraffenkuh. „Jamila war eine liebenswerte, ruhige und zurückhaltende Giraffenkuh“, beschreiben die Tierpflegenden, „wir werden sie sehr vermissen.“ „So ein Unfall schockiert das ganze Team,“ erklärte Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff, „das müssen wir jetzt erst einmal verarbeiten.“ Giraffen (Giraffa camelopardalis) gelten laut der Internationalen Roten Liste als gefährdet. Es gibt in der Wildbahn noch etwa 70.000 Tiere, der Bestand sinkt. Der Erlebnis-Zoo Hannover und der WWF haben daher gemeinsam das Team Giraffe Hannover gegründet – eine Artenschutz-Kooperation zur Erhaltung der bedrohten Giraffen.

Zoo Magdeburg 17.02.2026
Auf den Spuren des Luchses Wappentier des Zoos bekam bisher insgesamt 53 Jungtiere
Der Luchs ist das Wappentier des Zoo Magdeburg. Grund genug, den Karpatenluchs stärker in den Fokus des Besucherinteresses zu rücken und auf die Nachwuchsstatistik sowie die aktuelle Situation zu schauen. Der Eurasische Luchs, zudem die Unterarten Nordluchs und Karpatenluchs gehören, war um 1900 in Europa nahezu ausgerottet. Er konnte durch Wiederansiedlungsprojekte ab 1970 schrittweise wieder angesiedelt werden. Um die Artenschutzprojekte zum Erfolg zu führen, waren nicht nur große, zusammenhängende Waldgebiete als Lebensraum notwendig. Der einzelgängerische Luchs benötigt je nach Wildbestand ein Revier zwischen 1.000 bis 10.000 Hektar. Gegen die Vorurteile des Menschen, die den Luchs lange Zeit als vermeintlichen Wilddieb und Viehräuber ansahen, hatte sich der Artenschutz mit der Fachexpertise der Zoos zu behaupten. Die Erkenntnis, dass Luchse helfen können, zu hohe Wildbestände in einigen europäischen Waldgebieten einzudämmen – beispielsweise damit Jungbäume erfolgreich aufwachsen können – hat sich erst in den letzten Jahrzehnten durchgesetzt. Vor unserer Haustür – im Harz – konnte der Luchs durch ein Wiederansiedlungsprojekt etabliert werden. Seit 2002 kommen dort regelmäßig Luchse zur Welt und der Bestand entwickelt sich positiv. Die Förderung der genetischen Diversität steht im Fokus, ebenso wie weitere Ansiedlung und Vernetzung von Tieren in anderen Regionen Deutschlands. Nachwuchs des Magdeburger Luchs Viorel ausgewildert in Baden-Württemberg Das Magdeburger Luchspärchen, Sedmicka und Viorel, bekam im Zoo Magdeburg reichlich Nachwuchs: insgesamt zwölf Jungtiere. Nachdem Sedmicka im Mai 2023 verstarb, sollte Viorel weiter für Nachwuchs sorgen und wurde mit dem Karlsruher Luchsweibchen Eva verpaart. Die europaweit geführte Gen-Bank für Luchse – die maßgeblich Zoo-Daten der Kartierung der Genetik der Luchse enthält – wies eine genetisch ideale Kombination für weiteren Luchsnachwuchs für dieses Pärchen aus. Schon im Juli 2024 kamen zwei männliche Jungtiere zur Welt namens Max und Moritz. Beide wurde 2025 im Koordinationsgehege im Tierpark Oberwald auf die Auswilderung vorbereitet. Eine Erfolgsgeschichte für den Artenschutz vor der Haustür begann: Nachdem sie einen Verhaltenscheck bestanden und an Gewicht ausreichend zugenommen hatten, konnten beide Jungtiere getrennt voneinander im August und September 2025 ausgewildert werden. Viorel ist auch der Vater von zwei weiteren Jungtieren im Zoo Karlsruhe, die im Mai 2025 geboren wurden. Das Zooteam in Magdeburg drückt fest die Daumen, das Viorel für weiteren Nachwuchs sorgen wird. Regelmäßiger Luchs-Nachwuchs im Zoo Magdeburg Ein Blick auf den Magdeburger Luchs-Nachwuchs: Der Zoo Magdeburg hat bei der Luchszucht eine langjährige Tradition. Schon 1954 gehörte ein Luchs namens Felix zum Tierbestand. Felix kam aus dem Moskauer Zuchtzentrum, entpuppte sich als Weibchen und erhielt den Namen Lixi. Ein weiterer Versuch für das partnerlose Luchsweibchen Lixi ein passendes Männchen zu finden schlug 1959 fehl, denn es kam wieder ein weiblicher Luchs aus der damaligen Sowjetunion. Zur gleichen Zeit hatte der Zoologische Garten Frankfurt am Main ein ähnliches Problem, denn dort waren zwei männliche Luchse der „Zucht-Hinderungsgrund“. Mit dem dortigen Direktor Prof. Dr. Grzimek wurde der Austausch vereinbart, und schließlich konnte sowohl in Magdeburg als auch in Frankfurt am Main mit der Luchszucht begonnen werden. Mit wenigen Zuchtunterbrechungen gab es fast jährlich Nachwuchs bei den Nordluchsen. Insgesamt wuchsen bei den Nordluchsen 29 Jungtiere erfolgreich in Magdeburg auf. Seit 2008 hat der Zoo Magdeburg den Karpatenluchs im Tierbestand. Der Karpatenluchs ist wie der Nordluchs eine Unterart des Eurasischen Luchses. Innerhalb der europäischen Zoodachverbandes EAZA werden beide Unterarten gefördert. 2010 erhielt die Karpatenluchs-Familie erstmals Zuwachs – ein Jungtier. Inzwischen wuchsen 24 Jungtiere bei den Karpatenluchsen im Zoo Magdeburg auf, die inzwischen im Rahmen des Aufbaus einer stabilen Reservepopulationen an andere, akkreditierte Einrichtungen abgegeben wurden. Der Zoo Magdeburg ist am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für den Karpatenluchs beteiligt.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 17.02.2026
Zweimal mehr Muh – neue Kuhgesichter im Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec
Frischer Wind auf der Kuhkoppel: Die zehn Monate alten Jungrinder Alma und Gerda tollen ausgelassen über die Anlage des Lausitzer Bauernhofes im Naturschutz-Tierpark Görlitz, neugierig beobachtet von Kuhseniorin Gretel. Gerda und Alma gehören zu den bedrohten Nutztierrassen Altdeutsches Schwarzbuntes Niederungsrind und Rotes Höhenvieh, deren Erhalt sich der Tierpark durch Zucht verschrieben hat. Nach dem krankheitsbedingten Abschied von Kuh Heidi ist nun die Nachfolgegeneration eingezogen. Alma und Gerda haben ihre mehrwöchige Quarantänezeit bereits gemeinsam gemeistert – eine Art „Kuh-Internat auf Zeit“. Das schweißt zusammen. Entsprechend selbstbewusst und eingespielt präsentieren sie sich nun den Besuchern. Ganz ohne klassischen Kuhhandel geht es dennoch nicht: „Da im Tierpark dauerhaft nur zwei erwachsene Kühe leben können, wird Alma demnächst weiterziehen – in den Tierpark Chemnitz. Gerda hingegen darf in Görlitz bleiben und hier hoffentlich ein langes, fruchtbares Kuh- Leben führen“, berichtet Tierpark Inspektorin Steffi Späthe. Der Görlitzer Tierpark freut sich über den agilen Nachwuchs auf der Kuhkoppel und lädt alle Besucherinnen und Besucher ein, Alma und Gerda beim gemeinsamen Toben zu beobachten – bevor sich ihre Wege trennen.

Opel Zoo Kronberg 16.02.2026
Elefanten-Einsatz im Opel-Zoo – Erfolgreiche Amtshilfe der Feuerwehr Kronberg
Als die Tierpfleger am Rosenmontag früh bei Dienstbeginn ins Elefantenhaus kamen, war die Sorge groß: Die fast 55-jährige Elefantenkuh Lilak lag am Boden und konnte aus eigener Kraft nicht wieder auf die Beine kommen. Wie die Aufzeichnungen der Überwachungskameras zeigten, war sie bereits um 5.20 Uhr einfach auf die Seite gefallen und seitdem nicht mehr aufgestanden. Auch gutes Zureden und Leckereien von Pflegern und Tierärztin konnten wenig ausrichten – und Eile war geboten: Elefanten liegen in der Regel auch im Schlaf nur wenige Stunden, da sonst die Funktion Ihrer Organe durch das hohe Eigengewicht eingeschränkt werden kann. Die rettende Unterstützung kam von der Feuerwehr der Stadt Kronberg, die wenig später im Elefantenhaus eintraf. Mit großen Luftkissen wurde die liegende Elefantenkuh zunächst stabilisiert. Anschließend halfen vorsichtig umgelegte Löschwasser-Schläuche ihr dabei, sich wieder aufzurichten. Mit ihren fast 55 Jahren ist „Lilak“ nicht mehr jung, doch das Ereignis kam für die Zooverantwortlichen völlig unerwartet. Noch am Vortag war die Leitkuh „Lilak“ wie gewohnt mit ihrer Ziehtochter „Kariba“ und deren Kalb „Kaja“ auf der Lauffläche im Elefantenhaus unterwegs, kümmerte sich ausführlich um das Jungtier und es war auch darüber hinaus nichts Ungewöhnliches an ihrem Verhalten zu erkennen. „Für diese schnelle, unkomplizierte Unterstützung sind wir sehr dankbar. Ohne die technischen Möglichkeiten und die Erfahrung der Feuerwehr wäre eine solche Herausforderung für uns nur schwer zu meistern“ sagte der sichtlich erleichterte Zoodirektor Dr. Thomas Kauffels nach dem Einsatz, und er ergänzt: „Nun hoffen wir, dass sich „Lilak“ schnell wieder erholt“.

Zoo Hannover 16.02.2026
Neuer Lebensabschnitt für Kater „Suresh“ – Nordchinesischer Leopard reist im Rahmen des Erhaltungsprogramms zu Partnerin in Dänemark
Für den jungen Nordchinesischen Leoparden „Suresh“ beginnt ein neuer Lebensabschnitt: In Kürze reist der Kater im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) aus dem Erlebnis-Zoo Hannover in den Ree Park Ebeltoft nach Dänemark. Im Ree Park trifft „Suresh“ auf seine ebenfalls noch junge, zweijährige Partnerin – Folgen dringend erwünscht. Der Nordchinesische Leopard (Panthera pardus japonensis) war einst in ganz China verbreitet – heute ist der Bestand auf nur noch knapp 500 Tiere zurückgegangen. Zoos erhalten diese seltene Unterart des Amurleoparden mit einem Erhaltungszuchtprogramm, das die genetisch passenden Tiere aus ganz Europa zueinander bringt. „Suresh“ kam im November 2024 aus dem Tierpark Hagenbeck nach Hannover und konnte hier erwachsen werden, sich im Klettern und Anschleichen üben. „Wir freuen uns sehr, dass für Suresh im Rahmen des EEP jetzt eine sehr gute neue Heimat gefunden wurde, in der er eine wichtige Rolle für die Zukunft seiner Art übernehmen kann“, erklärt Fabian Krause, Kurator im Erlebnis-Zoo Hannover. Neue Tierart im Dschungelpalast Nach der Abreise von „Suresh“ wird die Anlage im Dschungelpalast des Erlebnis-Zoo für eine Tierart umgebaut, die vor über 40 Jahren zuletzt im Zoo Hannover gezeigt wurde: Binturongs. Die etwa 1 m großen Tiere sehen aus wie eine Mischung aus Katze und Bär, haben zotteliges schwarzes Fell, große Ohren mit hellem Rand, lange Schnurrhaare und einen buschigen Greifschwanz, mit dem sie in den Bäumen hangeln. „Mit der neuen Tierart setzen wir unser Engagement für den Erhalt gefährdeter Arten aus dem asiatischen Raum fort“, erklärt Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff, „und wir freuen uns schon jetzt darauf, sie unseren Gästen bald präsentieren zu können.“ Die Tiere werden im Laufe des Frühjahrs vorgestellt.

Zoo Hof 16.02.2026
Rekord Zoo Hof
Der Zoo Hof freut sich über ein historisches Ergebnis: Mit 85.201 Besucherinnen und Besuchern im Jahr 2025 wurde ein neuer Rekord erreicht – so viele Gäste wie nie zuvor. Bereits im vierten Jahr in Folge steigen die Besucherzahlen deutlich und unterstreichen die wachsende Bedeutung des Zoos als Freizeit- und Bildungsort für die gesamte Region. „Wir bedanken uns von Herzen bei allen Hoferinnen und Hofern. Dieser Rekord zeigt, wie gerne die Menschen in Hof ihren Zoo besuchen. Die hohe Besucherzahl macht deutlich, wie wichtig der Zoo als Begegnungsort, Naherholungsraum für unsere Stadt ist“, so Zooleiter Michel Vollprich. „Ganz herzlich möchten wir uns auch bei allen Mitgliedern unseres Vereins bedanken – ohne deren Engagement wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen. Außerdem gilt unser Dank den Tierpatinnen und Tierpaten.“ Dieses Ergebnis ist besonders bemerkenswert, da der Zoo im vergangenen Jahr trotz für den Zoo massiver städtischer Kürzungen wirtschaftlich haushalten musste. Der Blick auf die Besucherzahlen zeigt klar, welchen Stellenwert der Zoo als meistbesuchte Freizeiteinrichtung der Stadt einnimmt. Für das laufende Jahr setzt der Zoo darauf, dass der vertraglich vereinbarte Zuschuss in Höhe von 140.000 Euro wie vorgesehen zur Verfügung steht, um Planungssicherheit zu gewährleisten und die positive Entwicklung fortzuführen – ein Betrag, der im Vergleich zu anderen Freizeiteinrichtungen wie dem Theater, die deutlich geringere Besucherzahlen bei zugleich höheren Zuschüssen verzeichnen, moderat erscheint.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 16.02.2026
Neuzugang bei den Raubkatzen im Zoologisch-Botanischen Garten – Stuttgart Persischer Leopard Khal neu in der Wilhelma
Ende Januar 2026 ist wieder ein Persischer Leopard in der Wilhelma eingezogen. Nachdem er sich mittlerweile eingewöhnt hat, ist der sieben Jahre alte Kater, der aus einem Zoo in Spanien stammt, immer häufiger auf seiner Außenanlage zu sehen. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin erläutert dazu: „Das natürliche Verbreitungsgebiet des Persischen Leoparden liegt in Vorderasien, heute schwerpunktmäßig im Iran. Die Unterart gilt in der Natur als stark gefährdet, zumal der Großteil seines Bestands in zahlreiche, nicht mehr miteinander zusammenhängende Teilpopulationen zersplittert ist. Wir als Zoos engagieren uns daher für die Nachzucht des Persischen Leoparden in menschlicher Obhut. Nicht immer findet man dabei für jedes Tier auf Anhieb den richtigen Partner oder die richtige Partnerin.wilhel Dennoch muss jedes Individuum der einzelgängerisch lebenden Art bis dahin tiergerecht untergebracht werden. In Abstimmung mit dem Koordinator des Ex Situ-Programms für Persische Leoparden wurde daher entschieden, Khal ein neues Zuhause bei uns in Stuttgart zu geben.“ Kuratorin Dr. Ulrike Rademacher ergänzt: „Im Frühjahr 2025 ist unser Leoparden-Senior Datis – ebenfalls ein Persischer Leopard – im stattlichen Alter von 19 Jahren verstorben. Seine Anlage war zeitweise nicht besetzt. Wir sind daher sehr froh über unseren Neuzugang aus Spanien.“

Tierpark Gotha 16.02.2026
Wickelbären erstmals im Tierpark Gotha – Seltene nachtaktive Kleinbären seit Februar zu erleben
Der Tierpark Gotha hat tierischen Zuwachs erhalten: Seit dem 7. Februar 2026 leben mit Apad, Ayus und Esus drei Wickelbären im Park. Die nachtaktiven Tiere stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und bereichern nun den Bestand des Tierparks. Der Wickelbär (Potos flavus), auch Honigbär oder Kinkajou genannt, gehört zur Familie der Kleinbären und ist eng mit Wasch- und Nasenbären verwandt. Charakteristisch ist sein langer Greifschwanz, den er als geschickter Kletterer einsetzt. In freier Wildbahn ernähren sich Wickelbären überwiegend von reifen Früchten, nehmen aber auch Insekten und kleinere Wirbeltiere zu sich. Obwohl sie meist einzeln auf Nahrungssuche gehen, zeigen sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten und bilden bei ausreichendem Nahrungsangebot oder geeigneten Schlafplätzen kleinere Gruppen. In menschlicher Obhut können Wickelbären ein Alter von über 30 Jahren erreichen. Die drei Tiere kamen über eine internationale Tierschutzorganisation nach Gotha. Ziel war es, ihnen eine artgerechte und sichere Unterbringung zu ermöglichen. Einer der Wickelbären, Apad, trägt eine ältere Verletzung an der Nase, deren Folgen weiterhin sichtbar sind. Nach Angaben des Tierparks kommt er jedoch gut damit zurecht und steht unter regelmäßiger veterinärmedizinischer Kontrolle. Mit dem Einzug der Wickelbären erweitert der Tierpark Gotha sein tierisches Angebot um eine in deutschen Tierparks eher selten gehaltene Art. Besucherinnen und Besucher haben nun die Möglichkeit, die geschickten Kletterer kennenzulernen. Zur Unterstützung der Versorgung und Pflege der Tiere bietet der Tierpark zudem die Möglichkeit von Tierpatenschaften an, die in Abstimmung mit dem Förderverein des Tierparks Gotha vereinbart werden können.

Tierpark Hellabrunn München 16.02.2026
Tierische Neuigkeiten unter Wasser: Ein Besuch im Hellabrunn Aquarium lohnt sich besonders im Winter
Während draußen die Temperaturen noch auf Winter eingestellt sind, gibt es im Tierpark Hellabrunn einen besonders angenehmen Ort für Entdeckungen: die Meerwasseraquarien. Denn dort ist es warm, trocken und es warten spannende Neuigkeiten und neue tierische Bewohner darauf, von Besucherinnen und Besuchern entdeckt zu werden. Im Riffbecken des Urwaldhauses ist ein Pärchen Golddemoisellen eingezogen. Die beiden haben sich eine rosafarbene Montipora-Koralle im vorderen Bereich des Beckens ausgesucht und zeigen dort aktuell ein besonders interessantes Verhalten: Sie pflegen ihre unter der Koralle abgelegten Eier sehr aufmerksam. Das etwas kleinere Weibchen ist an schwarzen Streifen gut zu erkennen – mit etwas Geduld lassen sich die Tiere hervorragend bei der Brutpflege beobachten. Auch bei den Seepferdchen im Aquarium gibt es regelmäßig Nachwuchs. Zwischen dem Seegras sind die Jungtiere mit einem guten Auge zu entdecken. Eine Besonderheit: Bei Seepferdchen übernehmen die Männchen die Brutpflege. Sie tragen die Eier in einer Bruttasche am Bauch, die an gelblichen Falten gut zu erkennen ist. Neu in den Meerwasseraquarien sind zudem Prachtröhrenaale. Die etwa 25 Zentimeter langen Fische graben sich Röhren in den Sandboden, aus denen meist nur Kopf und Hals herausragen – ein faszinierender Anblick, besonders für aufmerksame Beobachter. Ebenfalls neu ist der Paddelbarsch, der nun gemeinsam mit den Epaulettenhaien lebt. Seine auffällige Fleckenzeichnung wirkt auf den ersten Blick kontrastreich, dient ihm als Lauerjäger jedoch als perfekte Tarnung in Höhlen und unter Felsvorsprüngen. Für zusätzliche Bewegung sorgt seit Kurzem ein Pärchen Paletten-Doktorfische im Haibecken. Die auch als „Dories“ bekannten Fische sind im gesamten Becken unterwegs und lassen sich sehr gut bei der Futtersuche beobachten. Gerade in der kalten Jahreszeit bieten das Aquarium – übrigens eines der ältesten Gebäude im Tierpark – sowie das Urwaldhaus eine ideale Möglichkeit, den Zoobesuch wetterunabhängig zu genießen. Sie laden dazu ein, in die faszinierende Unterwasserwelt einzutauchen und dabei Neues zu entdecken.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert