Zoopresseschau

Tiergarten Kleve 11.04.2026
Zoo viel los im April
Tiergarten Kleve lädt zu Frühlingsfest (19.4.) und Kindertrödelmarkt (26.4.) ein, jetzt noch schnell letzte Standplätze für Kindertrödelmarkt sichern Der Tiergarten Kleve startet mit zwei besonderen Veranstaltungen in die Frühjahrssaison und lädt Besucherinnen und Besucher zu einem erlebnisreichen April ein. Als eine der neuen Veranstaltungen in 2026 können sich alle Tiergartengäste erstmals auf ein Frühlingsfest mit Live-Schafschur am Sonntag, 19.4.26 freuen. Familien erwartet ein abwechslungsreicher Tag mit zahlreichen Mitmach-Aktionen wie einem Spielmobil, Bastelecke und einer Woll-Herstellungsstation. Ein besonderes Highlight ist die Live-Schafschur, bei der Gäste hautnah erleben können, wie die Tiere geschoren werden. Fachkundig begleitet wird die Vorführung durch Erläuterungen zur Wollverarbeitung – von der frischen Wolle bis zum fertigen Produkt. Ergänzend informiert die Zoopädagogik über verschiedene Schafrassen und deren Besonderheiten. „Das Frühlingsfest ist für uns ein besonderer Auftakt in die warme Jahreszeit. Wir möchten unseren Besucherinnen und Besuchern nicht nur ein schönes Erlebnis bieten, sondern auch Einblicke in die Arbeit mit unseren Tieren und in traditionelle Handwerksprozesse geben“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. Die Mitmachaktionen am Frühlingsfest am Sonntag, 19.4., sind kostenlos – es ist lediglich der normale Tiergarteneintritt zu entrichten. Eine Woche später, am 26.4.26, steht der Tiergarten Kleve ganz im Zeichen des nachhaltigen Stöberns: Beim beliebten Kindertrödelmarkt „Tier & Trödel“ dürfen Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ihre gebrauchten Schätze anbieten. Ob Spielzeug, Bücher oder Kleidung – hier wird nach Herzenslust gehandelt, getauscht und entdeckt. Der Markt bietet jungen Verkäuferinnen und Verkäufern die Möglichkeit, erste eigene Verkaufserfahrungen zu sammeln und gleichzeitig anderen Kindern eine Freude zu machen. Wer am Kindertrödelmarkt selbst verkaufen möchte, muss sich im Vorfeld zur Veranstaltung entweder über den Onlineshop des Tiergartens oder an der Tiergartenkasse anmelden. Die Standgebühr beträgt 9,90 €. Die Standplätze sind begrenzt, eine frühzeitige Anmeldung wird daher empfohlen. Am Kindertrödelmarkt am 26.4.26 ist der Tiergarten Kleve regulär von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Für alle, die einen Stand gebucht haben, öffnet der Tiergarten bereits um 8.30 Uhr, sodass ausreichend Zeit für den Aufbau bleibt. Am 26.4.26 gilt für alle BesucherInnen des Kindertrödelmarkts der reguläre Tiergarteneintritt. Der Kindertrödel ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Veranstaltungsprogramms und erfreut sich großer Beliebtheit bei Familien aus der Region. „Mit Veranstaltungen wie dem Frühlingsfest und dem Kindertrödelmarkt schaffen wir Begegnungsräume für Familien und stärken gleichzeitig das Bewusstsein für Natur- und Artenschutz“, betont Dr. Martin Polotzek. „Der Tiergarten ist nicht nur ein Ort zum Entdecken, sondern auch zum gemeinsamen Erleben.“

Zoo Schwerin 11.04.2026
Erster Nachwuchs bei den Flachlandtapiren im Zoo Schwerin seit elf Jahren
Der Zoo Schwerin freut sich über Nachwuchs bei den gefährdeten Flachlandtapiren. In der Nacht zum Ostermontag hat Flachlandtapir-Dame „Chimera“ ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht. Das letzte Mal Nachwuchs bei den Flachlandtapiren in Schwerin gab es vor elf Jahren im Jahr 2015. In Europa gilt die Geburt des kleinen Tapirs somit durchaus als etwas Besonderes, da es in den vergangenen Jahren nur noch wenige Nachzuchten gegeben hat. Grund hierfür sind in erster Linie Einschränkungen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EAZA Ex-Situ-Programm, kurz EEP) zur Sicherung der genetischen Vielfalt, das nur für ausgewählte Paare Nachzuchten genehmigt. Die beiden Tapire im Schweriner Zoo sind vor zwei Jahren in der Hoffnung auf Nachwuchs im Zoo zusammengeführt worden. Schweriner Flachlandtapire stammen aus unterschiedlichen Regionen der Welt Der männliche Tapir „Rio“ ist aus einem südamerikanischen Zoo in Französisch-Guayana im November 2023 nach Schwerin gekommen. Ziel seines Einzugs: Mit einer Nachzucht soll die genetische Vielfalt gestärkt werden. Zuvor wurde hauptsächlich mit Tieren gezüchtet, die in Europa geboren wurden. Mit seinen rund vier Jahren ist Vater „Rio“ erst seit einem Jahr geschlechtsreif. Es ist demnach auch das erste Jungtier, das er gezeugt hat. Mutter „Chimera“ kam ebenfalls im Jahr 2023 aus einem französischen Zoo nach Schwerin. Mit ihren 14 Jahren ist sie zwar deutlich älter als das Männchen, aber in einem geeigneten gebärfähigen Alter. Es ist bereits ihr zweites Jungtier, allerdings das erste im Schweriner Zoo. Dr. Tim Schikora, Zoodirektor: „Wir sind sehr froh darüber, dass die ‚Chemie‘ zwischen Rio und Chimera passt und nun sogar ein Jungtier geboren wurde. Die Mutter kümmert sich zudem sehr gut um das Jungtier. Für uns als Zoo und das gesamte Zuchtprogramm ist die Geburt ein Erfolg.“

Opel-Zoo Kronberg 10.06.2026
Forschung im Zoo: Hör mal wer da spricht – Kommunikation im Tierreich
Öffentliche Führung im Opel-Zoo am 18.4.2026, 15 Uhr Wie kommunizieren eigentlich Tiere? Um die spannende Frage, wie verschiedene Tierarten untereinander Informationen austauschen, geht es bei der Führung „Hör mal wer da spricht – Kommunikation im Tierreich“ am Samstag, dem 18. April 2026 m 15 Uhr im Opel-Zoo. Dr. Sebastian Schneider, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Universität Frankfurt, stellt bei dieser Führung vor, wie unterschiedlich Tiere miteinander „sprechen“ oder andere Signale zur Verständigung aussenden. Die Teilnehmer können beispielsweise miterleben, wie Savannentiere auf den Ruf eines fremden Artgenossen reagieren oder bei den Erdmännchen und Lemuren viel zur Kommunikation innerhalb der jeweiligen Gruppe erfahren. Doch die Forschung im Zoo dient auch noch einem ganz anderen Zweck: in Madagaskar, woher die Kattas und Roten Varis stammen, gelten die Lemuren als stark bedroht; ihre Lebensräume schrumpfen zusehends. Wie die Untersuchungen im Zoo dazu beitragen können, vor Ort in Madagaskar geeignete Areale für Schutzgebiete zu finden, auch darum wird es in der Führung gehen. Währenddessen können die Besucher die quirligen Kattas und Roten Varis im Opel-Zoo beobachten und vielleicht ein wenig besser verstehen lernen, was vor sich geht, wenn die Gruppe einmal wieder wie aus dem Nichts in lautes Kreischen ausbricht. Die Führung startet am Samstag, dem 18. April 2026 um 15 Uhr an der Statue des Zoogründers hinter dem Haupteingang. Sie ist kostenfrei, ohne Zuschlag zum Eintrittspreis und eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Zoo Landau in der Pfalz 10.04.2026
Veranstaltungshinweis Pinguin-Aktionstag im Zoo Landau am Sonntag, 26. April, ab 11 Uhr
Zoo Landau in der Pfalz und Sphenisco-Schutz des Humboldt-Pinguins e.V. rufen zum Weltpinguintag zum Schutz für die Humboldt-Pinguine auf Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – momentan sind im Zoo Landau acht Paare der Humboldt-Pinguine fleißig mit dem Brüten beschäftigt. Beide Partner halten ca. 38 bis 41 Tage lang abwechselnd die Eier warm, und das Zooteam rechnet noch im April mit den ersten Küken. Im Zoo finden die Pinguine ja auch die besten Bedingungen vor – ausreichend Fisch, sauberes Wasser, sichere Bruthöhlen, Schutz vor Feinden.Im natürlichen Lebensraum sieht es für den Humboldt-Pinguin allerdings ganz anders aus, und sein größter Feind ist der Mensch. In seinem Verbreitungsgebiet, das sich von Peru bis Südchile an der südamerikanischen Westküste erstreckt, lauern fast unzählige, menschengemachte Gefahren. Beim Jagen verenden Humboldt-Pinguine in Fischernetzen als unerwünschter Beifang, die industrielle Fischerei fängt ihnen die Nahrungsgrundlage quasi vor dem Schnabel weg, auf den Brutinseln wird der Bruterfolg durch illegalen Guanoabbau, unkontrollierten Tourismus und Menschen, die Eier absammeln, verringert. Verschmutztes Wasser und Plastikabfall im Meer stellen weitere Gefahrenquellen dar, und der Klimawandel sowie Tierseuchen wie die Vogelgrippe verschärfen die Situation zudem. Fast weltweit werden Humboldt-Pinguine in Zoos gehalten und gezielt nachgezüchtet, um eine stabile und gesunde Reservepopulation in Menschenobhut zu erhalten. Auch der Zoo Landau ist Teil des Europäischen Ex-situ-Programms (EEP) für die Art. Doch der Ex-situ-Schutz ist nicht der einzige Weg, auf dem sich Zoos für den Arterhalt einsetzen. Besonders wichtig ist das gleichzeitige Engagement vor Ort im natürlichen Verbreitungsgebiet, um den Lebensraum zu schützen. Hier engagiert sich der Zoo Landau als aktives Mitglied der Landauer Artenschutzorganisation „Sphenisco-Schutz des Humboldt-Pinguin e.V.“. Sphenisco setzt sich mit Unterstützung europäischer Zoos, von Privatmitgliedern und Institutionen in Chile und Peru für den Schutz der Brutinseln und des umgebenden Meeres, für die wichtige Umweltbildung der lokalen Bevölkerung und von Touristen ein und unterstützt Forschungsvorhaben, die zum Erhalt der Art und des Lebensraums beitragen. Am 25. April wird international der Weltpinguintag begangen. Am Sonntag, 26. April, laden Zoo, Zooschule und Sphenisco deswegen herzlich zum großen Pinguin-Aktionstag in den Zoo Landau ein. Ab 11 Uhr wird es direkt an der Pinguinanlage ein tolles Programm mit Informationen und Mitmachaktionen für kleine und große Gäste geben. Das Team von Sphenisco wird mit einem Infostand vertreten sein, um über die Arbeit des Vereins zu informieren. Die Zooschule Landau bietet faszinierende Einblicke ins Leben der Humboldt-Pinguine und viele spannende Infos und Materialien sowie tolle Experimente – im wahrsten Sinne des Wortes „zum Begreifen“. Unter dem Motto „Mit Weingenuss Gutes tun“ wird das Weingut Ramsel aus Kirrweiler mit dem eigens kreierten „Pinguinwein“ ebenfalls den Aktionstag unterstützen und mit einem Probier- und Verkaufsstand vor Ort an der Pinguinanlage sein. Pro verkaufter Flasche erhält Sphenisco 1 Euro als Unterstützung. Übrigens: Seinen Ursprung hat der Gedenktag einem kuriosen Umstand zu verdanken: Wissenschaftler auf der amerikanischen McMurdo-Station in der Antarktis bemerkten, dass jedes Jahr am 25. April die Adéliepinguine nach vielen Monaten auf See in ihre Brutkolonie an Land zurückkehren – zuverlässig jährlich am gleichen Tag zur selben Stelle. Der Tag des Erscheinens der Pinguine wurde für die Forscher zu einem eigenen Feiertag, der sich nach und nach weltweit etablierte (Quelle: Pressestelle Umweltbundesamt).

Alpenzoo Innsbruck 10.04.2026
Zusammenarbeit bei Wildtierfindlingen in Tirol für das Jahr 2026
Der Alpenzoo und die Wildtierauffangstation des Tierschutzvereins für Tirol 1881 Mentlberg verstärken ihre Zusammenarbeit bei der Versorgung von Wildtierfindlingen. Im Mittelpunkt steht das Tierwohl: Dank klar definierter Anlaufstellen kommen hilfsbedürftige Wildtiere schnell und fachgerecht in sichere Hände. Ab jetzt übernimmt der Alpenzoo die Erstaufnahme und spezialisierte Betreuung von Fledermäusen. Für aufgefundene Jungvögel sowie Säugetiere wie u.a. Marder, Igel und Eichhörnchen ist die Wildtierauffangstation Mentlberg die erste Anlaufstelle. Der Alpenzoo und die Wildtierauffangstation appellieren an die Bevölkerung, vor dem Einsammeln vermeintlich hilfsbedürftiger Wildtiere umsichtig zu handeln und sich vorab zu informieren. Denn nicht jedes allein gefundene Jungtier ist tatsächlich verlassen oder in Not – häufig halten sich die Elterntiere in unmittelbarer Nähe auf. Ausführliche Informationen und Entscheidungshilfen bieten Alpenzoo und Wildtierstation auf deren Websites unter www.alpenzoo.at/Wildtierfindlinge und https://www.tierschutzverein-tirol.at/hilfe/. „Unsere wichtigste Aufgabe ist es, dass jedes Tier die bestmögliche Versorgung erhält. Durch die klare Aufgabenteilung und die enge Zusammenarbeit mit der Wildtierauffangstation Mentlberg können wir rasch und fachgerecht helfen“, erklärt Dr. André Stadler, Direktor des Alpenzoo. Der Alpenzoo wird damit neben seinen Artenschutzprojekten weiterhin eine aktive Rolle im Tierschutz übernehmen. „Die Kooperation mit dem Alpenzoo ermöglicht es uns, unsere begrenzten Ressourcen effizienter einzusetzen und gleichzeitig den heimischen Wildtieren eine schnelle und fachgerechte Betreuung zu garantieren“, betont Magdalena Schwaiger, Geschäftsführung des Tierschutzvereins.

Tierpark Hellabrunn 10.04.2026
Nach der Ostereiersuche kommt die Gürteltiersuche: Nachwuchs bei den Südlichen Kugelgürteltieren in Hellabrunn
Wer nach Ostern noch nicht genug vom Suchen hat, ist in Hellabrunn genau richtig: Im Tierhaus „Welt der kleinen Affen“ gibt es tierisch runden Nachwuchs bei den Südlichen Kugelgürteltieren. Die beiden Elterntiere Gustav und Gerlinde sind bereits zum dritten Mal Eltern geworden. Das Jungtier entwickelt sich gut, eine Geschlechtsbestimmung ist derzeit jedoch noch nicht möglich. Die Freude über den Nachwuchs ist groß in Hellabrunn, auch wenn Besucherinnen und Besucher für eine Sichtung etwas Geduld und einen wachen Blick mitbringen sollten. Denn Kugelgürteltiere sind wahre Meister des Versteckens: Sie nutzen hohle Baumstämme, dichte Vegetation oder weichen Boden um sich einzugraben als Unterschlupf. So wird der Tierparkbesuch derzeit ein wenig zur Fortsetzung der Ostereiersuche, nur eben auf Hellabrunner Art: Die Suche bleibt rund und wird tierisch. Die Südlichen Kugelgürteltiere leben in Hellabrunn in der „Welt der kleinen Affen“, wo sie gemeinsam mit Zweifarbentamarinen in einer neugestalteten Anlage zu entdecken sind. Die Tierart wurde in Hellabrunn im August 2024 erstmals vorgestellt. Kugelgürteltiere zählen zu den wenigen Säugetieren mit einem knöchernen Außenpanzer und sind die einzigen Gürteltiere, die sich bei Gefahr vollständig zu einer Kugel zusammenrollen können. Die Hellabrunner Aufsichtsratsvorsitzende und Münchner Bürgermeisterin Verena Dietl ist begeistert über die freudigen Nachrichten: „Tierischer Nachwuchs ist immer ein ganz besonderer Moment, gerade wenn er so charmant und zugleich so geheimnisvoll daherkommt wie bei den Kugelgürteltieren. Dass es in Hellabrunn erneut Nachwuchs bei dieser besonderen Tierart gibt, ist eine wunderbare Nachricht für unseren Tierpark und für die Stadt München. Diese kleinen Erfolgsgeschichten zeigen, wie lebendig, vielfältig und liebenswert Hellabrunn als Ort des Artenschutzes und der unnachahmlichen Tierbegegnung ist.“ Tierparkdirektor Dr. h.c. Rasem Baban erklärt: „Jede erfolgreiche Nachzucht ist ein wertvoller Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten und zugleich ein starkes Zeichen für die Bedeutung moderner zoologischer Gärten. Zoos wie Hellabrunn schaffen Bewusstsein für bedrohte Arten, vermitteln Wissen und leisten mit ihrer Expertise in Haltung, Forschung und Zucht einen wichtigen Beitrag zum internationalen Artenschutz.“ Gerade dieser Artenschutzgedanke macht den Nachwuchs besonders bedeutsam: Das in Hellabrunn gepflegte Südliche Kugelgürteltier (Tolypeutes matacus) wird auf der Roten Liste der IUCN derzeit als ‚Near Threatened‘ (potenziell gefährdet) geführt, der Populationstrend gilt als abnehmend. Die Erhaltungszucht des Südlichen Kugelgürteltiers wird durch ein Europäisches Ex-situ-Programm (EEP) koordiniert. Zu den wichtigsten Bedrohungen zählen vor allem Lebensraumverlust und Jagd.

Tiergarten Kleve 10.04.2026
Seltener Nachwuchs mit 30.000 Stacheln
Nordamerikanischer Baumstachler im Tiergarten Kleve geboren Große Freude im Tiergarten Kleve: Am 23. März 2026 ist ein Nordamerikanischer Baumstachler zur Welt gekommen. Die Eltern des Jungtieres sind das Paar Bruce und Birgit, die seit 2023 gemeinsam mit Streifenskunks in der beliebten „Nordamerika-WG“ des Tiergartens leben. „Die Geburt dieses Jungtieres ist für uns ein ganz besonderer Erfolg“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Baumstachler gelten als anspruchsvoll in der Haltung und insbesondere in der Zucht. Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun bereits im zweiten Jahr in Folge Nachwuchs verzeichnen können.“ Bereits im vergangenen Jahr konnte der Tiergarten Kleve erstmals ein Jungtier bei den Baumstachlern aufziehen. Dieses lebt inzwischen im Aachener Tierpark. Der erneute Zuchterfolg unterstreicht die hohe Qualität der Tierhaltung und das Engagement des gesamten Teams. „In den letzten Jahren konnten wir die Qualität unserer Tierhaltung deutlich steigern“, so Dr. Polotzek weiter. „Die Zuchterfolge bei so anspruchsvollen Arten ist daher eine schöne Anerkennung für unsere Arbeit der letzten Jahre und insbesondere ein voller Erfolg für unsere TierpflegerInnen, die tagtäglich alles geben, damit es unseren über 300 Tieren gut geht.“ Nordamerikanische Baumstachler gehören zu den größten Nagetieren Nordamerikas. Sie sind vor allem für ihr dichtes Fell mit den charakteristischen, bis zu 30.000 Stacheln bekannt, die ihnen als effektiver Schutz vor Fressfeinden dienen. Trotz ihres wehrhaften Aussehens sind Baumstachler eher ruhige Tiere, die sich hauptsächlich von Rinde, Blättern und Knospen ernähren. In Deutschland werden Baumstachler derzeit in 29 zoologischen Einrichtungen gehalten. Dennoch sind Zuchterfolge vergleichsweise selten: „Im Schnitt werden deutschlandweit nur etwa fünf Jungtiere pro Jahr geboren“, erläutert Dr. Polotzek. „Das macht unseren aktuellen Nachwuchs umso bedeutender – sowohl für uns als auch für die Reservepopulation in europäischen Zoos.“ Das Jungtier entwickelt sich bislang gut und bleibt zunächst noch im geschützten Bereich der Anlage, wo es eng von den Tierpflegerinnen und Tierpflegern beobachtet wird. Besucherinnen und Besucher können mit etwas Glück bereits erste Blicke auf den Nachwuchs erhaschen, der von Tag zu Tag mehr Kletterversuche unternimmt und vermutlich in den kommenden Tagen das erste Mal die große Außenanlage erkunden wird.

Kölner Zoo 09.04.2026
Goldige „Aurea“ – Weiblicher Prinz-Alfred-Hirsch im Kölner Zoo geboren
Bedeutender Nachzucht-Erfolg im Kölner Zoo: Hier kam am 6. Februar 2026 ein weiblicher Prinz-Alfred-Hirsch (Rusa alfredi) zur Welt. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger gaben dem kleinen Hirsch den Namen „Aurea“, auf Lateinisch „Die Goldene“. Ihre Geburt ist deshalb so wichtig, weil von dieser Art im Freiland nur noch rd. 1.400 Tiere leben und Zoos daher Erhaltungszucht betreiben. So groß wie Rehe, aber schwerer gebaut Zu sehen sind die Prinz-Alfred-Hirsche auf der Südostasienanlage im Zoo. Die Hirsche leben hier mit Java-Bantengs (auch Asiatische Wildrinder genannt) und Sulawesi-Hirschebern zusammen. Prinz Alfred-Hirsche stammen ursprünglich von den Philippinen. Sie sind etwa rehgroß, aber massiver und schwerer gebaut. Der Kopf ist vergleichsweise schmal, die Ohren sind kurz. Das bis zu 25 Zentimeter lange Geweih bildet an jeder Stange maximal drei Enden aus. Ihr Fell ist kurz, weich und dicht sowie mit Fleck- und Strichmustern gezeichnet. Laut Weltnaturschutzunion seltenster Hirsch der Erde Früher kam der Prinz-Alfred-Hirsch in Primär- und Sekundärwäldern sowie Grasflächen in Flach- und Hochlandlagen vor. Heute ist sein Habitat auf unzugängliche, mit Flügelnussbäumen bestandene Berghänge beschränkt. Laut Weltnaturschutzunion (IUCN) ist es die seltenste Hirschart der Erde. Die Tiere fressen überwiegend Knospen und Blätter von Bäumen und Sträuchern. Heute werden Prinz Alfred-Hirsche mehrheitlich als Einzeltiere oder in Gruppen von bis zu drei Tieren angetroffen. Ob dies ihre natürliche Sozialstruktur ist oder sie früher Rudel gebildet haben, ist nicht bekannt. Das Brunftgeschehen erreicht seine Spitze von November bis Dezember. Kälber werden nach einer Tragzeit von rund 240 Tagen gesetzt. Prinz Alfred-Hirsche sind gebietsweise ausgerottet. Grund ist die massive Lebensraumzerstörung durch Waldrodung und Bejagung der Tiere zur Fleischgewinnung. Da, wo sie noch vorkommen, umfasst ihr Bestand nur noch rd. 1.400 Tiere – Tendenz weiter fallend. Benannt wurden sie nach dem Sohn von Queen Victoria, Prinz Alfred. Zoos sind aktive Artenschützer Gemeinsam mit anderen Zoos forciert der Kölner Zoo die Erhaltungszucht-Anstrengungen bei dieser Art. Für den Fortbestand der Prinz-Alfred-Hirsche waren Zoos seit jeher wichtig. Anfang der 1980er Jahre schienen sie bereits ausgestorben. Dann wurden auf den philippinischen Inseln Panay und Negros noch einige wenige Tiere entdeckt. Sie bildeten die Gründerpopulation zweier erfolgreicher Erhaltungszuchtprogramme. Heute beläuft sich der Bestand von Prinz-Alfred-Hirschen in Menschenobhut wieder auf rund 170 Tiere. An ihnen konnten Zoologen z.B. das Fortpflanzungsverhalten dokumentieren. Auch die Ansprüche, die die Tiere an ihren Lebensraum stellen, konnten erfasst und das Wissen Verantwortlichen von Schutzprojekten auf den Philippinen zur Verfügung gestellt werden. Zudem sind die in Zoos lebenden Tiere Botschafter für wildlebende Artgenossen, anhand derer man z.B. auf die Gefährdungssituation aufmerksam machen und Fundraising-Aktionen starten kann. Dinos im Zoo Geöffnet im Zoo ist wieder die große Dinoworld-Sonderschau. 24 originalgetreue Dino-Figuren – vom T-Rex mit Riesenzähnen bis zum 35 m langen Argentinosaurus – sorgen für große Augen bei Jung und Alt. Die detailgetreu gestalteten XXL-Figuren des weltweit führenden Dino-Austellers „DinoDon“ entführen die Gäste in die Zeit der Urzeitreisen. Die lebensechten Exponate sind jetzt aus der Winterruhe erwacht und bieten wieder Bewegungs- und Soundeffekte. Nicht weniger packend ist das „Dino VR Erlebnis“ der VR-Experten von „TimeRide“. Gäste gehen dabei im Alten Nashornhaus des Kölner Zoos auf eine rd. 10-minütige Virtual Reality-Zeitreise in die ferne Vergangenheit. Die Expedition führt mittels VR-Brille viele Millionen Jahre vor unsere Zeit mitten unter die Dinosaurier. Erzähler ist der Kölner Erfolgsautor Frank Schätzing. Zusätzlich bietet der Kölner Zoo im Zoo Shop das exklusive Panini Stickerheft (inkl. 6 Gratis-Stickern) an. Das Album hat auf 48 Seiten Platz für 260 Sammelsticker rund um die tierischen Stars. Zusätzlich enthalten sind drei Sonderseiten „Dinoworld Köln“. Wer das Dino-Ticket kauft, sichert sich zusätzlich zu Besuch von Zoo und Aquarium auch VR Erlebnis und Panini Album www.koelnerzoo.de/dinoworld-koeln/ Online-Tickets kaufen – Vorteile sichern: Der Kölner Zoo hat durchgehend von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Tickets und Infos unter www.koelnerzoo.de. Tipp: Dort online gekaufte Tages-Tickets oder Kombi-Tickets gelten als VRS-Fahrausweis – keine Parkplatzsuche, kein Anstehen an der Kasse

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen 09.04.2026
ZOOM Erlebniswelt freut sich über Baumstachler-Nachwuchs
Gelsenkirchen. Freude in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen: In der Erlebniswelt Alaska hat das Baumstachler-Paar Bernd und Zoe erstmals Nachwuchs bekommen. Die Geburt ist ein besonderer Zuchterfolg, denn Baumstachler-Weibchen sind nur für eine sehr kurze Zeit im Jahr empfängnisbereit. Das Jungtier kam bereits weit entwickelt zur Welt – mit Fell und zunächst noch weichen Stacheln, die innerhalb weniger Stunden aushärten. Schon unmittelbar nach der Geburt ist der Nachwuchs in der Lage zu klettern. Neben der Muttermilch beginnt das Jungtier bereits nach ein bis zwei Wochen damit, erste feste Nahrung aufzunehmen. Bis die charakteristische Färbung und das vollständige Stachelkleid ausgebildet sind, werden allerdings noch einige Monate vergehen. Aktuell hält sich das Kleine im Gehege meist gut verborgen am Boden unter einer Tanne auf, stets in sicherer Nähe seiner Mutter. Mit etwas Glück können Besucherinnen und Besucher das Jungtier, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, bereits bei seinen ersten vorsichtigen Kletterversuchen entdecken. Die ZOOM Erlebniswelt ist täglich von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet.

Neunkircher Zoo 09.04.2026
Trampeltierjungtier im Neunkircher Zoo geboren
Erster Trampeltier-Nachwuchs seit 2009 – holpriger Start ins Leben Das Team des Neunkircher Zoos freut sich über tierischen Zuwachs: Am 4. März 2026 brachte
Trampeltierstute Hope ein gesundes Jungtier zur Welt. Bei dem Nachwuchs handelt es sich um eine Stute, die derzeit noch keinen Namen trägt. Für die vierjährige „Hope“, die 2023 aus dem Zoo Münster nach Neunkirchen kam, ist es das erste Jungtier. Unerfahren und vielleicht auch ein bisschen kitzelig, ließ „Hope“ ihr Fohlen nicht ans Euter, zeigt darüber hinaus jedoch intensive Muttergefühle. Daher wird die kleine Stute mehrmals täglich von den Tierpflegern mit der Flasche gefüttert. Diese wird von ihr sehr gut angenommen, und nach gewissen Startschwierigkeiten-so mußte sich das Verdauungssystem erst auf die Ersatzmilch einstellen- entwickelt sich das Jungtier nun zufriedenstellend. Hope zeigt sich aufmerksam und fürsorglich im Umgang mit ihrem Nachwuchs. Während der Fütterungen sind beide entspannt, und das Jungtier fordert die Tierpflegerinnen und Tierpfleger immer wieder zu kleinen Spiel- und Schmuseeinheiten auf. Vater Mojo (9 Jahre) beobachtet das Geschehen derzeit noch mit etwas Abstand. Die Anlage wurde vorübergehend so angepasst, dass Mutter und Jungtier einen eigenen Bereich haben. Auch Trampeltierstute Joanna, die ebenfalls auf der Anlage lebt, zeigt sich bislang freundlich und interessiert an dem neuen Herdenmitglied. Für den Neunkircher Zoo ist es zwar nicht die erste Trampeltiergeburt, doch liegt die letzte bereits 17 Jahre zurück. Entsprechend groß ist die Freude bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über dieses besondere Ereignis. Aufgrund der außergewöhnlich intensiven Betreuung ist die kleine Tierpersönlichkeit unseren Kollegen ausgesprochen ans Herz gewachsen und soll nun auch einen Namen erhalten.

Tiergarten Schönbrunn 09.04.2026
Zwischen Bambus und Baumwipfeln: Tiergarten Schönbrunn begrüßt neues Rotes Panda-Weibchen
Im Tiergarten Schönbrunn gibt es seit Ende März einen vierbeinigen Neuzugang: Bei den Roten Pandas ist im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes ein neues Weibchen eingezogen. Das neun Monate alte Tier stammt aus dem Parco Faunistico La Torbiera in Italien. „Das Rote Panda-Weibchen machte von Anfang an einen entspannten Eindruck. Nach seiner Ankunft hat es sich rasch eingelebt und schon bald Bambus gefressen. Das Zusammenleben mit unserem Männchen wirkt sehr harmonisch. Wir hoffen nun natürlich, dass die beiden künftig für Nachwuchs sorgen werden“, so Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck. Wer den Neuzugang beobachten möchte, muss meist hoch nach oben schauen: Ähnlich wie sein männlicher Artgenosse, hält sich das Weibchen besonders gerne in den Bäumen auf. Dort klettern und ruhen die beiden Roten Pandas regelmäßig. Hering-Hagenbeck: „Rote Pandas sind ausgezeichnete Kletterer. Ihre scharfen Krallen und behaarten Sohlen geben den Tieren sicheren Halt, während der buschige Schwanz ihnen dabei hilft, das Gleichgewicht zu halten.“ Rote Pandas bewohnen Gebirgs- und Bambuswälder im östlichen Himalaya und im Südwesten Chinas. Dort herrschen teils eisige Temperaturen. Rote Pandas sind mit ihrem dichten Fell jedoch bestens an kühles Wetter angepasst. Die Tiere kommen daher auch mit dem derzeitig wechselhaften Frühlingswetter in Wien sehr gut zurecht. „Das Männchen und das Weibchen sind einfach zu unterscheiden, das Weibchen hat eine deutlich hellere Gesichtszeichnung. Rote Pandas gelten leider als stark gefährdet. Besonders die Abholzung von Wäldern und Wilderei sind für den Rückgang dieser Tierart verantwortlich“, erläutert Rupert Kainradl, MSc., zuständiger Kurator im Tiergarten. Mit dem Großen Panda sind Rote Pandas trotz ihres Namens nicht näher verwandt. Sie bilden ihre eigene Familie: die Katzenbären. Näher sind Rote Pandas etwa mit den Waschbären oder den Nasenbären verwandt, die wiederum zur Familie der Kleinbären gehören.

Zoo Heidelberg 09.04.2026
Wertvoller Goldkatzen-Nachwuchs geboren
Der Zoo Heidelberg verzeichnet damit einen sensationellen Zuchterfolg Im Zoo Heidelberg sind zwei Jungtiere der gefährdeten Asiatischen Goldkatze zur Welt gekommen. Die Aufzucht ist ein bedeutender Meilenstein für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm, welches für diese bedrohte Tierart in Heidelberg von Sandra Reichler koordiniert wird. In europäischen Zoos sind Goldkatzen eine absolute Seltenheit, seltener als beispielsweise Große Pandas. Im Zoo Heidelberg gibt es einzigartigen Nachwuchs: Die Asiatische Goldkatze hat Anfang März zwei männliche Jungtiere geboren. Die beiden kleinen Kater sind für den internationalen Artenschutz von großer Bedeutung – der Bestand dieser scheuen Katzenart in europäischen Zoos ist mit nur sechs erwachsenen Tieren extrem gering. In Deutschland ist der Zoo Heidelberg neben dem Tierpark Berlin die einzige zoologische Einrichtung, die aktuell Goldkatzen hält. „Nun leben insgesamt acht Goldkatzen in den Zoos Europas,“ freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Selbst Große Pandas sind im Vergleich zu den Goldkatzen weit häufiger in Zoos anzutreffen und werden wesentlich öfter gezüchtet.“ Die Geburt stellte das Zoo-Team vor eine schwierige Entscheidung: Da die Jungtiere in der Nacht auf den 1. März im Außengehege geboren wurden und die Temperaturen noch sehr niedrig waren, bestand die Gefahr, dass die beiden nachts unterkühlen. „Normalerweise vermeiden wir eine Handaufzucht unbedingt, um eine Prägung auf den Menschen zu verhindern“, erklärt Kuratorin Sandra Reichler. „In diesem Fall war es jedoch die einzige Möglichkeit, das Überleben und die erfolgreiche Aufzucht der Jungtiere zu sichern.“ Die Aufzucht erforderte in den ersten Wochen großen Einsatz: Rund um die Uhr versorgte ein Team aus Tierpflegern, Tierärztin und Kuratorin die Jungtiere, anfangs im Zwei-Stunden-Takt – auch nachts. Die Tiere hatten kurz nach der Geburt ein Gewicht von rund 150 Gramm, die Augen waren die ersten zwei Wochen noch geschlossen. „Inzwischen haben die kleinen Goldkatzen die Augen geöffnet und beide fressen bereits Fleisch.“, erklärt Bianca Weißbart, Leiterin des Raubtierreviers. Der Kontakt zum Menschen wird bewusst auf ein Minimum reduziert, um Fehlprägungen zu vermeiden. Auch deshalb ist es sehr wichtig, dass die beiden Jungtiere gemeinsam aufwachsen und so wichtigen Sozialkontakt untereinander haben. Für den Zoo Heidelberg ist die Geburt ein besonderer Erfolg. Seit 1976 engagiert sich der Zoo in der Haltung und Zucht Asiatischer Goldkatzen und zählt mit insgesamt 26 erfolgreich aufgezogenen Jungtieren zu den erfahrensten Einrichtungen Europas. Dennoch liegt der letzte Zuchterfolg mehr als 20 Jahre zurück. „Die Population in europäischen Zoos ist stark zurückgegangen. Es fehlt an genetisch geeigneten Tieren für die Zucht“, so Reichler. „Die Mutter der Jungtiere stammt aus dem Tierpark Berlin, der sich sehr für die Goldkatzen engagiert und sie aus einem Zoo in Südostasien importiert hat. Wir bedanken uns bei den Kollegen in Berlin ganz herzlich und freuen uns, dass unsere Kooperation so schnell Früchte getragen hat“, erläutert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Die Haltung gilt als anspruchsvoll, da über die scheuen Tiere nur sehr wenig bekannt ist. Umso wichtiger ist die Forschung im Zoo: Mithilfe von Kameraüberwachung und Verhaltensstudien sammeln die Tierpfleger und Kuratorin Reichler kontinuierlich neue Erkenntnisse über die Tiere. Perspektivisch soll die Zusammenarbeit mit Zoos in Asien weiter ausgebaut werden, da die Art außerhalb Europas nur dort gehalten wird. Die Asiatische Goldkatze ist in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet von Nepal bis Sumatra zunehmend bedroht. Lebensraumverlust, Wilderei und illegaler Handel setzen den Beständen stark zu. Der Zoo Heidelberg unterstützt daher auch Artenschutzprojekte vor Ort. Bei diesen Projekten werden unter anderem Anti-Wilderer-Einheiten gebildet, die Fallen im Lebensraum der Goldkatze einsammeln. Um Konflikte zwischen Bauern und Goldkatzen zu reduzieren, bauen die Artenschützer darüber hinaus raubtiersichere Hühner- und Ziegenställe. Durch Aufklärungsarbeit wird die Bevölkerung vor Ort über die Goldkatze informiert werden. Der aktuelle Nachwuchs ist für die weitere Zucht von besonderer Bedeutung: Samin und Mirza, wie die beiden Kater getauft wurden, stärken die kleine Population in Europa und leisten einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Art. „Jedes Jungtier zählt“, betont Reichler. „Ohne erfolgreiche Nachzuchten wird es in einigen Jahren keine Goldkatzen mehr in europäischen Zoos geben.“ Mit etwas Glück können Besucher die jungen Goldkatzen in den kommenden Wochen im Gehege neben den Alpakas beobachten – ein seltener Anblick: In den letzten zehn Jahren wurden in allen europäischen Zoos nur vier Goldkatzen geboren.

Alpenzoo Innsbruck 08.04.2026
Alpenzoo Innsbruck: Wirtschaftsmotor mit internationaler Strahlkraft
Erstmalig Wertschöpfungskette in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Tirol erstellt. Der Alpenzoo Innsbruck-Tirol ist weit mehr als eine Freizeiteinrichtung – er ist ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor für Tirol und ein global vernetzter Player im Natur- und Artenschutz. Eine aktuelle Wertschöpfungsanalyse der Wirtschaftskammer Tirol zeigt eindrucksvoll, welche Effekte der Zoo für Standort, Tourismus und Beschäftigung tatsächlich hat. Im Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024 verzeichnete der Alpenzoo jährlich rund 310.000 Tagesgäste. Daraus resultiert eine Gesamtwertschöpfung von 23,6 Millionen Euro in Tirol, österreichweit sogar 33,5 Millionen Euro. Zählt man das Konsumverhalten der Tagesgäste hinzu, ergibt sich eine gesamtwirtschaftliche Wirkung von rund 46 Millionen Euro. Gleichzeitig sichert der laufende Betrieb 142 Arbeitsplätze in Tirol beziehungsweise 269 in ganz Österreich. Diese Zahlen zeichnen ein klares Bild: Der Alpenzoo ist längst kein „kleiner Dorftierpark“, sondern ein zentraler Bestandteil der regionalen Wirtschaftsstruktur. WK-Präsidentin Barbara Thaler hat sich vor Ort selbst ein Bild gemacht und mit Direktor André Stadler gesprochen. Ihr Eindruck ist eindeutig: „Der Alpenzoo zeigt exemplarisch, wie stark Tourismus, Bildung, Forschung und regionale Wertschöpfung ineinandergreifen. Viele Gäste kommen gezielt nach Innsbruck, um diesen einzigartigen Zoo zu erleben – das ist ein echter Standortvorteil für Tirol.“ Tatsächlich ist der Alpenzoo ein Besuchermagnet weit über die Landesgrenzen hinaus. Zahlreiche Gäste reisen gezielt nach Innsbruck, um die weltweit einzigartige Sammlung alpiner Tierarten zu sehen. Damit generiert der Zoo nicht nur direkte Einnahmen, sondern sorgt auch für zusätzliche Nächtigungen, Gastronomieumsätze und Wertschöpfung in der gesamten Region. Direktor André Stadler sieht die Analyse als Bestätigung für die jahrelange Arbeit seines Teams: „Diese Zahlen machen sichtbar, was wir täglich leisten. Es macht mich stolz zu sehen, dass der Alpenzoo als das wahrgenommen wird, was er ist: kein kleiner Tierpark, sondern ein Zoo als relevanter wirtschaftlicher Motor für Tirol mit internationaler Bedeutung.“ Diese internationale Bedeutung zeigt sich auch in der starken globalen Vernetzung. Der Alpenzoo steht im laufenden Austausch mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Zoos weltweit – von Europa über die USA bis nach Australien. Zudem ist der Alpenzoo Mitglied bei der Weltnaturschutzunion (IUCN) und bringt sich in den Gremien aller führenden globalen Zoovereinigungen ein. Dieses Netzwerk und der Austausch ist entscheidend für die Zucht- und Artenschutzprogramme und den Erhalt bedrohter Arten. Der Zoo verfolgt dabei konsequent vier zentrale Aufgaben: Artenschutz, Forschung, Bildung und Erholung. Gerade die Kombination dieser Bereiche macht den Alpenzoo zu einer einzigartigen Institution. Projekte im Bereich des Artenschutzes, internationale Kooperationen und wissenschaftliche Arbeit tragen dazu bei, alpine Tierarten langfristig zu sichern. Gleichzeitig bleibt der Alpenzoo ein niederschwelliger Zugang zur Natur – mitten in Innsbruck. Diese Verbindung aus regionaler Verankerung und globaler Ausrichtung macht ihn zu einem Leuchtturmprojekt für den Standort Tirol. Die aktuelle Analyse unterstreicht damit klar: Der Alpenzoo ist nicht nur ein Ort der Begegnung mit der alpinen Tierwelt, sondern ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, ein touristischer Anziehungspunkt und ein international vernetztes Kompetenzzentrum im Bereich Natur- und Artenschutz.

Wildpark Lüneburger Heide 08.04.2026
Flauschiger Nachwuchs im Wildpark: Dachsbabys läuten die Jungtierzeit ein
Premieren-Einsatz für erste festangestellte Tierärztin im Wildpark Lüneburger Heide Im Schutz ihres Baus, verborgen unter dichtem Stroh, hat sich leise neues Leben angekündigt: Im Wildpark Lüneburger Heide haben vor knapp vier Wochen zwei kleine Dachsbabys das Licht der Welt erblickt – und sorgen seitdem für große Freude im gesamten Team. Noch ist die Welt für die beiden Jungtiere klein und geborgen. Mit geschlossenen Augen kuscheln sie sich eng an ihre Eltern und ihre Tante, denn im Dachsbau gilt vor allem eines: Wärme, Nähe und Zusammenhalt. Die erwachsenen Tiere verstehen sich ausgesprochen gut, Konkurrenz zwischen den Weibchen gibt es nicht – stattdessen wird gemeinsam umsorgt, gewärmt und beschützt. Erste Jungtier-Untersuchung für die neue Tierärztin Vor kurzem stand für die beiden kleinen Dachse ein besonderer Moment an: ihre erste Untersuchung. Gleichzeitig war es auch ein Premieren-Einsatz für Tierärztin Nina Vöcks, die seit dem 1. März als erste fest angestellte Tierärztin in der Geschichte des Wildparks das Team verstärkt. Die 34-Jährige aus dem Raum Lüneburg arbeitete nach ihrem Studium fünf Jahre in einer renommierten Pferdeklinik, bevor sie in Elternzeit ging. Sie besitzt den Jagdschein, kennt sich also bestens mit dem Wildtier-Einmaleins aus. „Ich kannte den Park von privaten Besuchen natürlich schon länger. Dass ich die Stelle hier bekommen habe, ist für mich wie ein Sechser im Lotto“, erzählt sie begeistert. Aktuell kümmert sich Nina Vöcks vor allem vormittags um die tierischen Bewohner des Parks – dann, wenn ihre Kinder im Kindergarten sind. Noch ist vieles neu: „Natürlich gibt es für mich erstmal viel Neues und Spannendes zu lernen.“ Schritt für Schritt macht sie sich mit allen Tierarten vertraut, be- gleitet die erfahrenen Tierpfleger auf ihren Touren und taucht in die Abläufe des Wildparks ein. Neben der Arbeit am Tier gehören auch organisatorische Aufgaben zu ihrem Alltag: die Dokumentation des Tierbe- stands, die Erstellung von Impf- und Entwurmungsplänen sowie die Kommunikation mit Behörden. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und vor allem darüber, dass ich vom Team im Park so freundlich aufgenommen worden bin.“ „Daumen hoch“ für den Nachwuchs Bei der Untersuchung der Dachsbabys prüfte Nina Vöcks unter anderem den Ernährungszustand, den Mundraum so- wie die Entwicklung der sichtbaren Organe. Ihr Fazit fällt rundum positiv aus: „Daumen hoch – alles dran, was dran sein muss.“ Nur bei der Geschlechterbestimmung bleibt noch ein kleines Fragezeichen: In diesem frühen Alter ist sie schwierig. Sicher ist bislang nur, dass beide Jungtiere gleichgeschlechtlich sind – vermutlich handelt es sich um zwei kleine Weibchen. Geborgen im Bau – und bald auf Entdeckungstour Die ersten Lebensmonate verbringen junge Dachse fast ausschließlich im Bau. Mindestens drei Monate werden sie ge- säugt und wagen sich in dieser Zeit noch nicht allein ins Freie. Erst danach beginnt langsam die spannende Phase der ersten Ausflüge. Bis sie vollständig ausgewachsen sind, vergehen etwa neun Monate – bis zur Geschlechtsreife dauert es noch deutlich länger. Im Wildpark gibt es regelmäßig Nachwuchs: Zuletzt im November vergangenen Jahres, jährlich kommen hier ein bis drei Jungtiere zur Welt. Mit den beiden Dachsbabys zeigt sich der Frühling im Wildpark von seiner besonders niedlichen Seite. Wer derzeit aufmerksam durch das Gelände streift, kann mit etwas Glück einen Blick auf das junge Leben im Bau erhaschen – und miterleben, wie zwei kleine Waldbewohner Schritt für Schritt die große Welt entdecken.

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