Zoopresseschau

Tierpark + Fossilium Bochum 21.08.2020
Schweinisches Babyglück Die Kune Kune im Tierpark + Fossilium Bochum haben Nachwuchs
Auf kurzen Beinen und mit ihren kleinen Rüsseln voran erkunden die beiden Jungtiere der Kune Kune-Schweine im Tierpark + Fossilium Bochum ihre Umgebung. Für die Elterntiere „Carne“ und „Bocca“, die im Sommer 2018 in den Tierpark kamen, ist es der erste Nachwuchs. „Unsere Kune Kune-Schweine waren von Anfang an ein harmonisches Paar. Als Mitglied des Europäischen Zuchtverbands EKKPS (European Kune Kune Pig Society) freuen wir uns natürlich besonders über diesen Zuchterfolg und hoffen, dass auch unser Kune Kune-Nachwuchs durch die Koordination des Verbandes zukünftig neue Zuchtgruppen bereichern wird“, berichtet Zoodirektor Ralf Slabik. Die ersten Tage nach der Geburt verbrachten Sau und Ferkel im warmen Stroh des Stalls. Mittlerweile sind die kleinen Eber bereits vier Wochen alt und unternehmen regelmäßig gemeinsam mit ihrer Mutter „Bocca“ Ausflüge auf dem Auslauf der Schweine. Noch werden sie gesäugt, doch die Jungtiere nehmen auch bereits erste feste Nahrung zu sich. Schweine sind Allesfresser, im Tierpark bekommen die Kune Kune aber vor allem viel vitaminreiches Gemüse. An der Fellzeichnung der Ferkel lassen sich deutlich die Einflüsse der Elterntiere erkennen. Während Eber „Carne“ vor allem das gefleckte Muster an seinen Nachwuchs vererbt hat, konnte sich zumindest bei einem Jungtier auch das rote Fell von Sau „Bocca“ durchsetzen. Die Rasse der Kune Kune stammt aus Neuseeland, wo sie von den Ureinwohnern, den Maoris, ihren Namen erhielten, der übersetzt „fett und rund“ bedeutet. Man geht davon aus, dass sie polynesischen Seefahrern auf ihren Reisen als Nahrung dienten und so nach Neuseeland eingeführt wurden. Bei den Maoris waren die Schweine aufgrund ihres ruhigen Wesens sowie der Fleisch- und Fettqualität ebenfalls sehr beliebt. Ein charakteristisches Merkmal der Rasse sind die beiden Troddeln – zwei kleine Hautlappen – unter dem Kinn, die die Maori „Piri Piri“ nennen. Mit der Ausbreitung der europäischen Siedler nahm der Bestand der Kune Kune in der Vergangenheit jedoch immer weiter ab, sodass die Rasse in den 1970er Jahren nahezu ausgerottet war. Es ist den Bemühungen einiger Züchter und Wildparkbesitzer zu verdanken, dass ein kleiner Restbestand reinrassiger Tiere schließlich den Fortbestand der Kune Kune sichern konnte. Der Zuchtverband, ein Zusammenschluss aus Privathaltern und Zoos, setzt sich bis heute für den Erhalt der Kune Kune und somit für eine größere Diversität alter und seltener Haus- und Nutztierrassen ein.

Zoo Osnabrück 21.08.2020
„Zoo-Lights – Geheimnisvolle Lichterwelten“ ab dem 12.9. im Zoo Osnabrück
Reinerlös geht an „Rüssel voraus!“ Ab dem 12. September tauchen leuchtende Tierfiguren den abendlichen Zoo Osnabrück in magisches Licht. Eine neue Route durch den Zoo, Musikinseln und ein Magic Forest erwarten die Zoobesucher freitags und samstags, in den Schulferien sogar täglich. An einigen Abenden überraschen Walking Acts die Besucher. Metergroße Erdmännchen, schaurige Kobras oder gemütlich in den Bäumen hängende Faultiere: Bekannte und neue „Zoo-Lights“ erwarten die Besucher des abendlichen Zoo Osnabrück vom 12. September bis 10. Oktober sowie am 30. und 31. Oktober immer freitags und samstags, vom 11. bis 24. Oktober sogar täglich immer ab 17:30 Uhr. „In diesem Jahr führt der Weg durch den abendlichen Zoo erstmals durch die Afrika-Tierwelt ‚Takamanda‘ – die bietet sich perfekt an, denn die Figuren fügen sich dort toll in die Vegetation ein und durch die verschlungenen Wege hat man hat das Gefühl, auf Entdeckungstour zu gehen“, berichtet Veranstaltungskauffrau Margarita Weißbäcker. Die Atmosphäre im abendlichen Zoo sei eine sehr besondere, wenn einige Tiere in den Abendstunden aktiver werden: „Besonders spannend ist es, wenn zum Beispiel die Tüpfelhyänen zu späterer Stunde neugieriger werden, die Vielfraße über ihre Anlage flitzen oder die Hudson Bay-Wölfe anfangen zu heulen“, so Weißbäcker. Nach der „Zoo-Lights“-Safari durch „Takamanda“ geht es weiter durch die Nordamerika-Tierwelt „Manitoba“: Dort verzaubert der „Magic Forest“ mit schillernden Tierfiguren und Lichtinstallationen. „Natürlich wurden auch im Zoozentrum wieder leuchtenden Tierfiguren aufgebaut: Wer genau hinschaut, entdeckt Faultiere in den Bäumen, Rote Pandas über den Köpfen und die meterhohen Erdmännchen am Tigertempelgarten sind kaum zu übersehen. Außerdem warten Elefanten, Pinguine oder Seelöwen als schillernde Lichtfiguren“, so Weißbäcker weiter. Am Affentempel hat die Gastronomie geöffnet und Besucher können so ihr Abendessen in den Zoo verlegen. Neu in diesem Jahr sind außerdem sogenannte „Musikinseln“, wie die Veranstaltungskauffrau berichtet: „Wir werden an verschiedenen Stellen im Zoo leise Musik oder Geräusche laufen lassen, die eine ganz neue Atmosphäre schaffen. Wichtig dabei ist für uns natürlich immer, dass die Tiere damit nicht gestört werden.“ Auch werden an einigen Abenden Walking Acts durch den Zoo ziehen und Groß und Klein unterhalten. Die Tickets für die „Zoo-Lights“ sind als E-Tickets erhältlich, können aber auch an der Abendkasse erworben werden. E-Tickets enthalten einen Online-Rabatt. Auch in diesem Jahr sind 50%-Rabattgutscheine wieder bei vielen Zoopartnern wie der Bäckerei Brinkhege, der Sparkasse Osnabrück oder Marktkauf Osnabrück-Nahne erhältlich. Reinerlös für die Elefantenherde – Der Reinerlös der „Zoo-Lights – Geheimnisvolle Lichterwelten“ geht an die Spendenaktion „Rüssel voraus!“ und damit an den Umbau und die Vergrößerung der Elefantenanlage. „Der Umbau der Elefantenanlage ist eines der letzten großen Bauprojekte in unserem Masterplan“, erklärt Zoogeschäftsführer Andreas Busemann. „Die Investitionen belaufen sich auf voraussichtlich 12 Millionen Euro – für uns eine ganze Menge Geld, da wir uns größtenteils selbst finanzieren. Daher brauchen wir einen gewissen Vorlauf, um die finanziellen Mittel zu generieren.“ Wann der Umbau der Anlage für die Asiatischen Elefanten starte, stehe daher noch nicht fest. Die aktuell 3.100 Quadratmeter große Anlage teilen sich derzeit die vier Elefanten Luka, Douanita, Sita und Minh-Tan. Die beiden Kühe Douanita und Sita sind tragend und bringen ihre Jungtiere voraussichtlich um den Jahreswechsel zur Welt. „Zoo-Lights – Geheimnisvolle Lichterwelten“ im Überblick: 12.9.-10.10. sowie 30./31.10. freitags/samstags, 11.-24.10. täglich, Immer 17:30 Uhr – 22:30 Uhr, Kassenschluss: 21 Uhr, Tickets: E-Tickets oder Abendkasse, E-Tickets mit 50% Online-Rabatt unter shop.zoo-osnabrueck.de, Gastronomie am Affentempel bis 21 Uhr geöffnet, Reinerlös geht an „Rüssel voraus!“, 50%-Rabattgutscheine bei Zoopartnern wie Bäckerei Brinkhege, Sparkasse Osnabrück, Marktkauf Osnabrück-Nahne und vielen weiteren, Rabatte nicht mit anderen Vergünstigungen kombinierbar, Preise: Erwachsener: 19 Euro, mit Rabatt: 9,50 Euro, Kind (7-16 J.): 15 Euro, mit Rabatt: 7,50 Euro, Kind (3-6 J.): 10 Euro, mit Rabatt: 5 Euro, Jahreskarteninhaber: Erwachsene 5 Euro, Kinder 2,50 Euro, Mitglieder der Zoogesellschaft Osnabrück e.V. zahlen soviel sie möchten

Zoo Landau in der Pfalz 21.08.2020
Ein „glücklicher“ Neuzugang im Huftierrevier – Zoo Landau in der Pfalz begrüßt neuen Dromedarhengst „SAID“
Vielen Dauergästen des Zoos und auch Anwohnern*innen des der Dromedarwiese gegenüber gelegenen Fliegerviertels in Landau war der Dromedarhengst BATU, der durch seine auffallend weiße Färbung aus der Landauer Dromedargruppe herausstach, besonders gut bekannt. BATU war von seinem Besitzer mehrfach zu Zuchtzwecken monatsweise in Landau eingestellt worden, seine 2017 geborene Tochter JUMANA lebt hier im Zoo. Jetzt gibt es einen neuen Dromedarhengst, der dem Zoo gehört, dauerhaft hier leben und mittelfristig auch für Nachwuchs sorgen soll. Auch er sticht durch seine Farbe hervor. SAID (=der Glückliche) ist tiefdunkelbraun und unterscheidet sich damit auf den ersten Blick auffallend von den hellbraunen Stuten JUMANA und ihrer Mutter JAQUELINE. SAID wurde im Januar 2019 im belgischen Zoo Pairi Daiza in Brugelette geboren und kam am 14. August hier in Landau an. Die Vergesellschaftung mit den beiden Stuten verlief erfreulicherweise reibungslos. Bereits am zweiten Tag erkundete er mit den Stuten die große Außenanlage und lernte die Gehegenachbarn, die Kropfgazellen, kennen. SAID ist ein ausgeglichenes, freundliches Tier, und das Zoo-Team ist sehr glücklich über diesen Neuzugang. Am 21. August stellte Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel den Neuzugang bei einem Vor-Ort-Termin der Presse vor.

Zoo Heidelberg 21.08.2020
Kleiner Blessbock auf der Außenanlage unterwegs – Herde im Zoo Heidelberg vergrößert sich
Die Tierpfleger und Besucher im Zoo Heidelberg dürfen sich freuen: Anfang August kam auf der Afrika-Anlage ein gesundes Blessbock-Kalb zur Welt. Bei der ersten tiermedizinischen Untersuchung, die im Zoo Heidelberg alle jungen Blessböcke in ihren ersten drei Lebenstagen durchlaufen, konnte auch das Geschlecht festgestellt werden: Es ist ein Weibchen! Inzwischen zeigt sich die Kleine fit und munter und erkundet mit ihrer Herde die weitläufige Afrika-Anlage. Seit Mitte der Siebziger Jahre kommen im Zoo Heidelberg regelmäßig Blessböcke zur Welt. Das jüngst geborene Kalb ist das insgesamt 65. Jungtier für den Zoo, der sich damit aktiv am europäischen Zuchtprogramm für Blessböcke beteiligt. Am Morgen des 7. August war es soweit: Die Tierpfleger entdeckten den neuen Herdenzuwachs im Gehege. „Wir vermuten, dass das Kalb nachts auf der Außenanlage auf die Welt kam. Am nächsten Morgen war die Freude im Revier natürlich groß! Vor allem, nachdem sicher war, dass es bei seiner Mutter trinkt und munter mit der Herde mitläuft“, erklärt Sandra Reichler, Kuratorin für Säugetiere. Als typische Fluchttiere unternehmen die junge Blessböcke gleich nach der Geburt die ersten Steh- und Gehversuche und stehen wenige Minuten später schon mehr oder weniger sicher auf den Beinen. „In den kommenden Wochen wird das Kalb noch nah bei seiner Mutter bleiben. Das ist aber auch gut so, denn schließlich bekommt es nur dort sein Futter – die nahrhafte Muttermilch“, sagt Reichler. Im Zoo Heidelberg leben die Blessböcke gemeinsam mit Großen Kudus, Perlhühnern, Bronzeputen und Zebras auf einem Terrain, das hinüber bis zu dem Teich der Pelikane reicht. Bis der jüngste Blessbock-Nachwuchs alle Mitbewohner kennenlernen wird, dauert es noch eine Weile. Derzeit sind die Antilopen, zu denen Blessböcke und Große Kudus zählen, noch getrennt von den Zebras untergebracht. „Zebras sind von Natur aus sehr dominant und nicht immer freundlich gegenüber neuen Gruppenmitgliedern. Wir möchten daher dem jungen Blessbock die Möglichkeit geben, erst in Ruhe die Außenanlage kennenzulernen. Erst wenn sie sich dort sicher bewegt, öffnen wir diesen Teil der Anlage wieder für die Zebras, sodass die gesamte Gruppe die Anlage nutzen kann“, erklärt Reichler. Solche Vergesellschaftungen sind in modernen Zoos inzwischen üblich und bieten den Tieren besondere Abwechslung durch die gemeinsame Interaktion. Für Zoobesucher und Tierpfleger ist es immer wieder aufs Neue spannend, die vergesellschafteten Tiere im Miteinander zu erleben.

Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart 21.08.2020
Vater und Mutter ziehen Nachwuchs gleichberechtigt auf Flamingo-Küken trinken im Kindergarten „Kropfmilch“
Den einzigen Kindergarten, der durchgehend geöffnet hat – und das trotz Corona –, betreiben hierzulande die Flamingos. In der Wilhelma in Stuttgart sind in den vergangenen Wochen sechs Küken geschlüpft. Da einige Bruthügel noch besetzt sind, steht bei der gut 50-köpfigen Kolonie im Zoologisch-Botanischen Garten weiterer Nachwuchs zu erwarten. Die gleichberechtigte Aufzucht durch Mutter und Vater beginnt gleich nach der Eiablage. Schon bei der Brut wechseln sich die beiden ab. Die Betreuung des einzelnen Kükens erfolgt anschließend zusammen und auch das Männchen kann das Kleine mit einer Art „Kropfmilch“ stillen. Kindergarten heißt es in der Zoologie, weil bei den Flamingos alle gleichzeitig Eltern gewordenen Vogelpaare ihre Einzelküken in einer Gruppe betreuen. Das bietet ihnen besseren Schutz vor Beutegreifern. Die anfangs optisch kaum auseinander zu haltenden Jungvögel erkennen ihre Eltern an der Stimme. Da sie rasch wachsen, ist an der Größe abzulesen, wer von ihnen zuerst geschlüpft ist. Was nicht so flott von statten geht, ist die typische Färbung des Gefieders bei den Rosaflamingos. Die ersten Wochen ist ihr flauschiges Dunenkleid weißlich-grau. Wenn später die Deckfedern wachsen, sind diese zunächst hell- und dunkelgrau. Die markante Rosa-Pastelltönung folgt erst durch die Nahrung. Rosaflamingos verköstigen sich mit sehr kleinen Lebewesen, wie Kleinkrebsen und Insektenlarven. Die filtern sie kopfüber mit ihrem Schnabel aus dem Wasser, in dem sie stehen. Bei der Verdauung zieht ihr Körper rote Farbstoffe, die Carotinoide, heraus und lagert sie in Haut und Federn ein. Wie stark sich die Vögel färben, ist genetisch bedingt. Kubaflamingos zum Beispiel, die es früher auch einmal in der Wilhelma gab, zeigen sich letztlich von Kopf bis Fuß lachsfarben. Die benötigten Pigmente lassen sich auch als natürlicher Farbstoff dem Futter beimischen. Nach der Brut über knapp einen Monat kommen die Jungvögel zunächst mit einem kurzen und relativ geraden Schnabel auf die Welt, der erst mit der Zeit die typische Säbelform annimmt. Auch ist die Lamellenstruktur am Schnabelrand noch nicht so ausgeprägt, dass sie im Zusammenspiel mit der Zunge als Filter zu verwenden wäre. Stattdessen füttern die Eltern sie mit der einer Art „Kropfmilch“. Mutter wie Vater würgen dazu ein – dank hohem Fett- und Eiweißgehalt äußerst nahrhaftes – Sekret aus Vormagen und Speiseröhre hoch und träufeln es ihrem Küken in den Schnabel, um das Kleine schnell hochzupäppeln. Rosaflamingos haben ein großes Verbreitungsgebiet in Südeuropa, Asien und Afrika. Dort leben sie in großen Kolonien an relativ wenigen – nämlich nur grob – 30 Standorten. Ihr Vorkommen gilt nicht als bedroht. Sollte jedoch eine der Kolonien verloren gehen, beträfe das sofort einen erheblichen Anteil der Population.

Tierpark Berlin 21.08.2020
Umzug der Schwergewichte – Afrikanische Elefanten verlassen den Tierpark Berlin
So viel Zeit zur Vorbereitung eines Umzugs hatte die Elefanten-Tierpfleger im Tierpark noch nie! Seit Dezember 2019 hatten sie die Afrikanischen Elefanten Pori, Lilak und Kariba auf die Reise vorbereitet, coronabedingt hatten sich die Reisepläne jedoch in den Spätsommer verschoben. Gestern ist die erste Elefantendame sicher in ihrem neuen Zuhause im Bergzoo Halle angekommen. Behutsam spricht Mario Hammerschmidt – Revierleiter der Dickhäuter im Tierpark – mit seinem Schützling Pori (36 Jahre) und reicht der zurückhaltenden Elefantendame eine Handvoll Möhren. „Die ersten Tage im neuen Zuhause werden wir unsere Pori hier begleiten. Einerseits erleichtern wir ihr damit die Eingewöhnung, andererseits können wir unseren Kollegen hier vor Ort zeigen, auf was man speziell bei Pori achten muss“, erläutert Hammerschmidt. „Pori ist so entspannt und tolerant gegenüber ihren Artgenossen. Ich bin zuversichtlich, dass sie in ihrer neuen Herde schnell einen Platz finden wird“, ergänzt er. Elefanten leben im Matriarchat, in welchem erfahrene Kühe die aus ihren weiblichen Nachkommen bestehende Herde leiten. „Der Zoo Halle wurde nicht ohne Grund ausgewählt. Hier wird Pori mit ihrer Tochter Tana und deren Jungtieren vereint. Der erste Kontakt durch eine schützende Trennwand verlief gestern erfreulicherweise sehr harmonisch,“ erklärt der Zoologischer Leiter Christian Kern. Für den Maxi-Transport, immerhin bringen die drei Afrikanischen Elefantendamen insgesamt mehr als 10 t auf die Waage, ist eine gute Vorbereitung eine wichtige Voraussetzung. In wochenlangem Training wurden die Tiere auf die Situation vorbereitet, außerdem kommen speziell für den Transport von großen Exoten umgebaute Schiffscontainer mit eingebauten Wassertank, Klimaanlage und moderner Kameraüberwachung zum Einsatz. „Trotz bester Vorbereitung reist eine gesunde Portion Anspannung immer mit. Erst wenn alle Elefanten sicher in ihrem neuen Zuhause angekommen sind, kehrt auch bei uns wieder etwas mehr Ruhe ein,“ erklärt Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. Hintergrund des Umzugs ist der nahende Baustart für ein einzigartiges neues Projekt im Tierpark Berlin: Europas modernstes Elefantenhaus. „Zukünftig werden die Afrikanischen Elefanten mehr als zehnmal so viel Fläche bei uns bekommen,“ ergänzt Knieriem. Nach einer Bauzeit von rund zwei Jahren werden Afrikanische Elefanten durch die große Savannenlandschaft streifen und sich mit Zebras, Antilopen und Giraffen am nahegelegenen Wasserloch einfinden. Im Zentrum der Savannenlandschaft wird das neue Elefantenhaus (Fläche: 3000 qm) stehen. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. In Kürze werden auch die beiden Afrikanischen Elefantenkühe Lilak (48) und Kariba (14) den Tierpark verlassen und in den Opel-Zoo Kronberg ziehen. Bis zum Herbst werden die Asiatischen Elefanten rund um Leitkuh Kewa (36) in einen anderen Zoo umziehen. Nach dem Umbau werden im Tierpark Berlin nur noch Afrikanische Elefanten zu sehen sein. Hintergrund: Im natürlichen Lebensraum leben Elefanten stets in Familienverbänden zusammen, die jeweils von einer Leitkuh angeführt werden. Zudem bestehen hochsensible soziale Verhältnisse zwischen den einzelnen Tieren, die Freundschaften ähneln. Die moderne Zusammenarbeit zoologischer Einrichtungen soll die Haltung von Elefanten in Zoos in ebendiesen Sozialstrukturen ermöglichen. Gleichzeitig soll die Nachzucht der bedrohten Tiere gesichert werden. So wird der Elefanten-Bestand auf europäischer Ebene im Rahmen des Erhaltungszuchtprogramms (EEP) ganzheitlich betreut. Innerhalb der EEPs legen Komitees – bestehend aus Experten unterschiedlicher Zoos – neue Herdenzusammenstellungen und daraus resultierende Tier-Umzüge fest. Was sich als überaus komplexe, häufig monatelange Prozesse gestaltet, dient letztlich der naturnahen und artgerechten Haltung von Asiatischen sowie Afrikanischen Elefanten.

Alpenzoo Innsbruck-Tirol 21.08.2020
Ander malt – großzügige Spender erwerben Bärenbilder
Während des Corona-Lockdowns hat Bär „Ander“ im Alpenzoo seine künstlerische Ader entdeckt und sich damit die besucherfreie Zeit vertrieben … Von Anfang Juni bis Ende Juli wurden die Kunstwerke unseres beliebten Bären bei einer Auktion im Alpenzoo zu Gunsten der Tiere versteigert und nun an ihre neuen Besitzer übergeben. Der Alpenzoo bedankt sich herzlich für all die großzügigen Gebote, welche ganz besonders in der jetzigen Zeit ein Zeichen dafür sind, dass den Besuchern der Alpenzoo wirklich am Herzen liegt. Zoodirektor Dr. André Stadler freut sich: „Wir hatten damit gerechnet, dass ein paar der Bilder für das Mindestgebot versteigert werden, aber dass wir für alle Bilder so viele Gebote bekommen haben, überrascht uns doch!“ Diese Woche wurde das Bild mit dem höchsten Gebot von Zoodirektor Stadler persönlich übergeben und Künstler „Ander“ als Belohnung für seine Arbeit von den Käufern gefüttert. Die angehängten Fotos dürfen kostenfrei verwendet werden. Als Quelle ist der Alpenzoo zu nennen. Wir würden uns sehr über eine Berichterstattung freuen.

Zoo Duisburg 21.08.2020
Eine der seltensten Fischarten der Welt: vom Aussterben bedrohte Mangarahara-Buntbarsche leben nun im Zoo Duisburg
Bis 2013 galt die Art im Freiland als ausgestorben. Netzwerk soll stabilen Bestand aufbauen, um die Fischart zu retten. Rolle von Zoos als Zufluchtsort für bedrohte Tierarten wird einmal mehr deutlich. Der Mangarahara-Buntbarsch lebt nur noch in einem Fluss Madagaskars und gehört zu den am stärksten bedrohten Fischen weltweit. Die IUCN stuft die Tierart als „vom Aussterben bedroht“ ein. Im Fluss Mangarahara, der der Art den Namen gab, ist er ausgerottet und bis 2013 glaubte man, die Fischart sei in der Wildbahn komplett verschwunden. Dann wurde sie wieder entdeckt und ein ambitioniertes Zuchtprojekt unter maßgeblicher Beteiligung von Zoologischen Gärten begann, an dem sich nun auch der Zoo Duisburg beteiligt. Insgesamt 30 Jungfische leben seit einigen Wochen im neu gestalteten Madagaskaraquarium sowie einem Zuchtbecken hinter den Kulissen und sollen sich künftig vermehren. Madagaskar – die Insel vor der Küste Afrikas beheimatet unzählige seltene Tier- und Pflanzenarten. Viele von Ihnen sind vom Aussterben bedroht. Brandrodung für die Landwirtschaft, das unkontrollierte Abholzen des Regenwaldes für Feuerholz und die Produktion von Holzkohle führen unter anderem dazu, dass immer mehr ursprünglicher Regenwald gerodet und unwiederbringlich zerstört wird. Die Folge: Das Ökosystem kommt aus dem Gleichgewicht, Seen und Flüsse trocknen aus, der Lebensraum zahlreicher Fischarten schwindet. Und somit auch die Heimat des Mangarahara-Buntbarschs. Mehrere Jahre wurde die Fischart mit der markanten Rückenflosse auf Madagaskar nicht mehr gesehen, bis 2013 einige Exemplare wiederentdeckt wurden. Die 18 gefundenen Buntbarsche wurden in eine Fischzuchtanlage auf Madagaskar überführt – und sie vermehrten sich. Es war der Beginn einer globalen Rettungsaktion. Zum Aufbau eines sicheren Bestandes außerhalb Madagaskars wurde ein Teil der Jungfische nach Kanada geschickt. Auch im Zoo von Toronto vermehrten sich die Buntbarsche so gut, dass einige Tiere nach Europa überführt wurden. Dem Kölner Zoo, der mittlerweile auch die Zuchtprojekte für madagassische Fische koordiniert, gelang die Zucht ebenfalls, so dass das Netzwerk zum Erhalt der Mangarahara-Buntbarsche größer wurde. Von den in Köln aufgezogenen Jungfischen siedelten nun 30 Tiere ins Duisburger Aquarium um. Hier bezogen einige der Tiere das neu gestaltete Madagaskarbecken, weitere bewohnen Zuchtbecken hinter den Kulissen des Aquariums. „Wir sind nun Teil des Netzwerkes zur Erhaltung des Mangarahara-Buntbarsches und wollen mit der Haltung und Zucht dieser bedrohten Tierart aktiv dazu beitragen, eine stabile Reservepopulation unter geschützten Bedingungen zu etablieren“, verdeutlicht der Zoologische Leiter Johannes Pfleiderer. Bis sich Nachwuchs einstellen wird, wird aber noch einige Zeit vergehen, denn die Jungfische müssen erst heran wachsen. Für Pfleiderer steht es außer Frage, dass diese Tierart ohne das Engagement der Zoos und ihren Netzwerken verloren wäre: „Die Bedingungen im ursprünglichen Lebensraum verschlechtern sich dramatisch. So wird einmal mehr deutlich, dass Zoos wichtige Archen für Tierarten sind, die im ursprünglichen Lebensraum vom Menschen verdrängt wurden. Zugleich machen zahlreiche erfolgreiche Wiederansiedlungen verschiedensten Tierarten Hoffnung für die Zukunft“. Neben den noch jungen Mangarahara-Buntbarschen sind noch zwei weitere, stark gefährdete Fischarten eingezogen. Der Madagaskar-Ährenfisch und der Loiselle-Madagaskarbuntbarsch sind ebenfalls durch Lebensraumzerstörung betroffen und finden in Duisburg ein sicheres Zuhause. Auch sie sollen sich vermehren und damit dazu beitragen, einen stabilen Zoobestand zu etablieren.

Tierpark Nordhorn 21.08.2020
Tierpark stellt Ideenplan für Erweiterungsgelände vor Historischer Bereich des Zoos wächst zukünftig zum „Vechtedorf“
Die Coronakrise hat im Tierpark Nordhorn einiges durcheinandergewirbelt. Durch den Lockdown fehlen nicht nur 80.000 Besucher und damit rund 1 Million Euro an Einnahmen, auch die umgesetzten Maßnahmen zur Sicherung der Arbeitsplätze und zum Erhalt des Unternehmens haben Spuren hinterlassen. „Natürlich haben wir viele Maßnahmen ergriffen und sofort alle Baumaßnahmen gestoppt, um keinen Arbeitsplatz an Corona zu verlieren!“ so Zoodirektor Dr. Nils Kramer. „Die Auswirkungen wird man auch im nächsten Jahr noch spüren, wir haben die Bauprioritäten neu geordnet! Großprojekte wie die Giebelfassaden und die Leopardenanlage sind nach hinten geschoben um die Liquidität im Unternehmen zu halten. Einige kleinere, geförderte Projekte wie die Schmiede können wir dafür vorziehen.“ Umso mehr freut es den Tierparkleiter nun den Ideenplan „Vechtedorf“ für einen Teil der vor kurzem erworbenen Erweiterungsfläche der Öffentlichkeit vorstellen zu können. „Der Vechtehof mit seinen alten regionalen Nutztierrassen und der Brauchtumspflege nimmt neben den exotischen Themenwelten bei uns im Park einen wichtigen Teil ein!“ so Dr. Nils Kramer. „Das Thema Regionalhistorie wollen wir zukünftig mit dem „Vechtedorf“ auf einem Teil der Erweiterungsfläche weiterführen! Die Geschichte des dörflichen Lebens in der deutsch-niederländischen Grenzregion und natürlich alte Haustierrassen stehen dabei ganz besonders im Fokus!“ Mittelpunkt dieses neuen Parkabschnitts soll die sogenannte Dorflinde werden, um die das „Vechtedorf“ in den kommenden Jahren wachsen wird. Der Ideenplan „Vechtedorf“ soll dabei den Besuchern einen Ausblick geben, was der Tierpark in den nächsten Jahren auf diesem Teil des Erweiterungsgeländes umsetzen will. „Im Vechtedorf werden wir verschiedene spannende dörfliche Tätigkeiten wie die Themen Schmiede, Fleischerhandwerk oder Backen dem Besucher präsentieren können. Hier wird die Geschichte der Grenzregion von über 100 Jahren wieder lebendig!“ so der Tierparkleiter. „Und natürlich gibt es noch verschiedene alte und bedrohte Nutztierrassen, die hier eine neue Heimat finden und unsere Rolle als Archepark stärken sollen!“ Der Zoodirektor bedankte sich besonders beim Architekturbüro Hermann Suntrup, die den Ideenprozess mit begleitet und vor allem seine Handzeichnungen in eine vorzeigbare Modellform gebracht haben. Konkret freuen dürfen sich die Besucher in den kommenden Monaten Dank LEADER-Fördermitteln und der großzügigen Förderung der Sparkassenstiftung auf die Realisierung eines „Bentheimer Landschweinhauses“ und einer Schmiede. „Wir sind sehr dankbar, dass unser tierparkeigenes Handwerkerteam mit Hilfe dieser Unterstützer auch in der Coronakrise sichere Arbeitsplätze und was zu tun hat!“ so Kramer weiter. „Und gleichzeitig entsteht für die Besucher eine neue Themenwelt!“ Die Grafschafter Sparkassenstiftung hatte bereits sehr früh die Unterstützung zur Gestaltung dieser Themenwelt zugesichert. In den kommenden Monaten werden hier die Tierparkhandwerker eine Schmiede errichten, in der dann zu besonderen Anlässen auch tatsächlich die alte Schmiedekunst vorgeführt werden soll. Im „Bentheimer Landschweinhaus“ greift der Tierpark Nordhorn das wichtige Thema „Erhalten durch Aufessen“ auf. „Viele alte Nutztierrassen sind deshalb fast ausgestorben, weil sie nicht rentabel genug waren. Das heimliche Wappentier der Region, das Bunte Bentheimer Schwein, wäre deshalb fast verschwunden!“ so Kramer. „Nur wenn Nutztiere auch genutzt werden, werden sie in ausreichender Zahl gehalten und haben eine Chance auf ein Überleben.“ Beim Schwein ist der Nutzen das „Aufessen“. Dieser Prozesskette möchte der Tierpark mit dem neuen Gebäude ein edukatives Moment widmen. Neben dem alten Fleischerhandwerk soll hier das Bewusstsein der Leute für einen verantwortungs- und genussvollen Umgang mit der Fleischherkunft geschärft werden. „Im Tierpark leben wir das Motto „Erhalten durch Aufessen“. All unsere Bratwürste stammen zum Beispiel von den Bunten Bentheimer Schweinen!“ In den nächsten Jahren soll dann noch die ein oder andere Tierstallung hinzukommen um weiteren bedrohten Nutz- und Haustierarten eine neue Heimat zu geben. Ebenso soll aber auch die Infrastruktur verbessert werden. Eine historische Strohscheune für die Lagerung von Tierfutter und die bessere innerbetriebliche Abwicklung ist schon nahezu fertiggestellt. Zusätzliche sanitäre Anlagen sind ebenso geplant, wie eine große Zisterne um das Regenwasser der Dachflächen zu sammeln und für die Bewässerung oder die WC-Spülungen zu nutzen. Bei der Umsetzung des Ideenplans nutzt der Tierpark zum Teil historische Gebäude aus der Region, die er vor Ort ab- und dann im Tierpark wieder aufbaut werden. Aber nicht für alle Gebäude wird dies möglich sein, so dass dann natürlich auch neue Materialien zum Einsatz kommen werden. „Wir freuen uns natürlich, wenn wir neben den regionalen Traditionen, dem Brauchtum und den alten Haustierrassen auch historischen Gebäuden aus der Region im Tierpark eine neue Zukunft schenken können,“ betont der Zoodirektor. „Und natürlich erfüllen wir mit der Themenwelt „Vechtedorf“ auch gewisse museale Funktionen. Wir sind aber kein Museum im eigentlichen Sinn und wollen es auch nicht werden.“ Der Ideenplan „Vechtedorf“ wird den Tierpark sicherlich die nächsten zehn Jahre beschäftigen. „Wir arbeiten die Ideen nach und nach ab!“ so Kramer. „Wir blicken trotz Corona optimistisch in die Zukunft und halten an einer kontinuierlichen und nachhaltigen Weiterentwicklung des Tierparks fest!“ Insofern erweitert die Idee des „Vechtedorfes“ die schon bestehende historische Themenwelt im Nordhorner Familienzoo um viele neue spannende Aspekte. Aber natürlich wird es im Zoo auch in Zukunft neben diesen Ideen immer um die Weiterentwicklung der anderen tierischen Themenwelten gehen. Und dafür ist im Nordhorner Zoo Dank der Erweiterung und trotz Corona noch viel Platz.

Bergzoo Halle 20.08.2020
Ankunft mit Hoffnung – Elefantenkuh Pori im Bergzoo Halle eingetroffen
Am heutigen Donnerstagnachmittag, den 20.08.2020, ist die afrikanische Elefantenkuh Pori (39 Jahre) wohlbehalten aus Berlin in ihrem neuen Zuhause, dem Bergzoo Halle, angekommen. Hier trifft sie auf Tochter Tana (19 Jahre) und ihre Enkelinnen Tamika (4 Jahre) und Elani (1 Jahr). Durch den Transport werden Mutter und Tochter nach 12 Jahren wiedervereint. Um den Tieren die Gelegenheit zu geben, sich in Ruhe kennenzulernen, wird das Elefantenhaus zunächst geschlossen bleiben. Trotzdem werden die Elefanten für die Besucher auf der Außenanlage zu sehen sein, vorerst noch voneinander getrennt, aber sukzessive dann auch gemeinsam. Die afrikanische Elefantenkuh Pori wurde 1981 wild in Simbabwe geboren und 1983 nach Deutschland gebracht. Zunächst lebte sie von 1983-1997 im Zoo Magdeburg jedoch mit einer Unterbrechung, denn von 1984–1986 war sie im Zoo Leipzig eingestellt. Im Jahr 1997 wurde sie zu Zuchtzwecken an den Tierpark Berlin abgegeben, wo sie 2001 ihr erstes Kalb Tana gebar und erfolgreich aufzog. In der Natur leben Elefanten stets in Familienverbänden zusammen, die jeweils von einer Leitkuh angeführt werden. Töchter bleiben meist ein Leben lang bei Ihren Müttern, während junge Bullen die Herden verlassen, sobald sie geschlechtsreif sind. Letzte Woche zogen bereits die Elefantenkuh Panya und ihr Sohn Ayo von Halle in den Serengeti-Park Hodenhagen, wo Panya mit ihrer Mutter Bibi wiedervereint wird. Mit dem Umzug der Elefantenkuh Pori von Berlin nach Halle konnte nun in einem weiteren Zoo eine Familiengruppe zusammengeführt werden. „Poris Ankunft in Halle ist ein bedeutender Schritt in der modernen Elefantenhaltung“, ist sich Zoodirektor Dr. Dennis Müller sicher. „In Zukunft sollen möglichst alle Elefantenherden in europäischen Zoos in solchen natürlichen Familienstrukturen gepflegt werden. Diesem Ziel sind wir heute ein großes Stück nähergekommen.“ Die halleschen Elefantendamen haben Pori zunächst noch durch eine Trennwand begrüßt, das erste Berüsseln verlief dabei neugierig und sehr freundlich. Die Zusammenführung wird dann in den nächsten Tagen auf der Außenanlage stattfinden. Der Elefantenbestand in den Zoos wird auf europäischer Ebene im Rahmen eines Erhaltungszuchtprogramms (EEP) ganzheitlich betreut. Innerhalb dieser EEPs legen Komitees, bestehend aus Experten unterschiedlicher Zoos, neue Herdenzusammenstellungen und daraus resultierende Tierumzüge fest. Was sich als überaus komplexe, häufig monatelange Prozesse gestaltet, dient letztlich der naturnahen und tiergerechten Haltung von Afrikanischen Elefanten in den europäischen Zoos.

Serengeti-Park Hodenhagen 20.08.2020
Große Wiedersehensfreude in der Elefantenfamilie – Bibi begrüßt ihre Tochter und ihren Enkel im Serengeti-Park
Wehende Ohren, gehobene Schwänzchen und ein ordentliches Berüsseln – so sieht die große Wiedersehensfreude unter den Afrikanischen Elefanten Bibi, Panya und Ayo aus! Panya (13) und ihr Sohn Ayo (4) waren in der vergangenen Woche aus dem Zoo Halle in den Serengeti-Park Hodenhagen umgezogen und trafen dort erstmals nach knapp drei Jahren Trennung wieder auf ihre Mutter bzw Oma Bibi (35). Die Zusammenführung von Mutter, Tochter und Enkel bildet eine so genannte Matrilinie (Mutterlinie). Im natürlichen Sozialsystem der Elefanten bleiben Töchter lebenslang bei ihren Müttern. Jede Mutterfamilie bildet eine enge Gruppe und mehrere Familiengruppen können sich zu größeren Herden zusammenschließen. Die schrittweise Eingewöhnung der beiden Neuankömmlinge verlief in Hodenhagen unter der Leitung erfahrener Tierpfleger völlig problemlos. Die Elefanten reagierten sehr aufgeschlossen auf ihre neue Umgebung und Pfleger. Schon nach kurzer Zeit standen Mutter und Sohn im Elefantenhaus in der Nachbarbox neben Bibi, so konnten sich die drei schon einmal beschnuppern. Die beiden Mütter Panya und Bibi haben sich sofort wiedererkannt und freudig begrüßt. Nachdem die zwei Neulinge auch die Außenanlage im Alleingang ausführlich erkundet hatten war es am Mittwoch (19.08.2020) an der Zeit für den spannendsten Teil der Familienzusammenführung: Erstmals trafen die Elefanten in der Außenanlage direkt aufeinander! Der kritische Teil der Eingewöhnung ist immer die direkte Zusammenkunft der Tiere mit der bestehenden Herde, da sich erst hier zeigt, ob sie sich in die Rangordnung einfügen oder ob es zu Auseinandersetzungen kommt. „Es ist eine sehr, sehr spannungsvolle Sache und auch der Moment, wenn wir den Schieber aufziehen wird nicht so einfach sein, denn wir wissen nicht wie die Zusammenkunft sein wird und ob es klappen wird.“, erklärte Parkinhaber Dr. Fabrizio Sepe im Vorfeld. „Sie kennen sich und sie vermissen sich – das wissen wir jetzt schon. Aber ob das hier in der neuen Anlage wirklich gut geht, können wir jetzt noch schwer sagen.“ Die Tierpfleger ließen Panya und Ayo in die Außenanlage, wo sie Bibi zunächst nur durch ein Gatter am Nebengang begrüßen konnten. Anschließend folgte die Hodenhagener Leitkuh Veri mit ihrer Tochter Nelly in die Anlage. Dieser Zwischenschritt war wichtig, da im Fall von Auseinandersetzungen Veri als Leitkuh die Klärung übernimmt. Da sich die Tiere auf Anhieb verstanden, durfte nun endlich das langersehnte Zusammentreffen von Oma, Mutter und Enkel stattfinden! Große Erleichterung setzte schon direkt nach dem Öffnen der Schieber ein, denn das Trio begrüßte sich mit sichtlich großer Freude: Es wurde gewedelt, gerüsselt und getrötet was das Zeug hält! Es faszinierte die zuschauenden Tierpfleger, zu sehen wie herzerwärmend sich die riesigen Dickhäuter freuten und wie der kleine Ayo kreuz und quer durch die Anlage flitzte. Auch Parkinhaber Dr. Sepe fiel ein großer Stein vom Herzen: „Es ist richtig klasse gelaufen! Besser hätte es nicht sein können! Sehr harmonisch und die Tiere haben sich vorbildlich verhalten. Das sind super Zeichen, da geht wirklich mein Herz auf!“ Im Laufe des Tages stellte sich schon ein natürliches Herdenverhalten ein. Nach der ganzen Begrüßungsaufregung legte sich der kleine Bulle völlig entspannt für ein Nickerchen in den Schatten und wurde dabei bereits von der Herde beschützt, die sich im Kreis um ihn stellte. Einer glücklichen Zukunft des Familientrios in der Herde in Hodenhagen steht nun nichts mehr im Wege!

Zoo Zürich 20.08.2020
Elefantengeburt ohne Happyend – Das gestern Abend im Zoo Zürich geborene Jungtier der Elefantenkuh Omysha lebt nicht mehr.
Gestern Mittwochabend, 19. August 2020, gebar im Kaeng Krachan Elefantenpark des Zoo Zürich die Elefantenkuh Omysha in einer etwas langwierigen aber normal verlaufenden Geburt ihr erstes Elefantenkalb. Die Geburt fand, wie in den letzten fünfzehn Jahren alle Geburten im Zoo Zürich, in natürlicher Form in der Herde statt. Auch die Reaktion der Gruppe auf die Geburt war zunächst normal. Die Erwachsenentiere beugten sich zum Jungtier hinunter und stiessen es mit den Füssen an. Dies wirkt auf Menschen zwar ruppig, gehört aber zum normalen Prozess einer Elefantengeburt. Dann allerdings entstand innerhalb der Herde eine Dynamik, die dazu führte, dass das Neugeborene von der Gruppe zu Tode getreten wurde. Was diese Reaktion ausgelöst hat, können wir nicht sagen. Omysha geht es gesundheitlich gut. Das tote Kalb verblieb über Nacht bei der Gruppe. Dies gab Omysha die Möglichkeit, sich mit dem toten Kalb auseinanderzusetzen, was ein wichtiger Lernprozess bei erstgebärenden Tieren ist. Die Gruppe mit Indi, Chandra, Omysha und Umesh ist normal im Elefantenpark unterwegs und sichtbar. Wie wir vor rund drei Wochen im Vorfeld der Geburt mitteilten, bestehen insbesondere bei Erstgeburten immer auch Risiken. Der Zoo Zürich setzt bei all seinen Tieren, auch bei den Elefanten, auf die Geburt im natürlichen Sozialverband. Dies bedeutet, dass die Tiere unter sich bleiben und der Mensch keinen Zugriff nimmt. Der Zoo ist auch weiterhin überzeugt, dass dies der richtige Weg ist. Davon unabhängig ist der Verlust jedes Tiers im Zoo traurig, wie die Geburt ist aber auch der Tod Teil der Natur.

Zoo Duisburg 20.08.2020
Rekordverdächtig: Erneut Nachwuchs bei den Kleinen Ameisenbären
Es ist der fünfte Zuchterfolg seit 2017. In Europa gelingt die Zucht der Kleinen Ameisenbären nur selten. Kleine Knopfaugen, eine lange Schnauze und nur selten Nachwuchs: Kleine Ameisenbären werden in Zoos nicht häufig gehalten und Jungtiere sind noch immer nicht alltäglich. Anders in Duisburg – seit 2017 wurden am Kaiserberg gleich vier Jungtiere aufgezogen, aktuell wächst Jungtier Nummer Fünf in der Tropenhalle Rio Negro heran. In der Zoolandschaft dürften Persea und ihr Partner Tiago damit zu den erfolgreichsten Paaren zählen. Sie sind die heimlichen Bewohner der Tropenhalle: Die Kleinen Ameisenbären. Nur selten erhaschen Besucher einen Blick auf die dämmerungs- und nachtaktiven Tiere. Auch die Tierpfleger sehen ihre Schützlinge häufig nur von unten, denn tagsüber schlafen diese zusammengerollt hoch oben in den Baumkronen oder sind in einer der Schlafhöhlen zu finden. Auch Persea hat es sich mit ihrem Nachwuchs in einer der Schlafhöhlen gemütlich gemacht. Regelmäßig schauen die Tierpfleger vorbei, beobachten, wie Mutter und Jungtier eng aneinander gekuschelt schlafen oder Persea das kleine Fellknäul beschnüffelt und liebevoll umsorgt. „Mit der Entwicklung sind wir sehr zufrieden, Persea kümmert sich phantastisch um ihren Nachwuchs. Es könnte kaum besser laufen“, freut sich das Pfleger-Team. Garant für regelmäßigen Nachwuchs von Tamanduas, wie Kleine Ameisenbären auch genannt werden, ist das harmonische Miteinander zwischen den Partnern. Dass sich Tiago und Persea in Duisburg gut verstehen, ist eindeutig: seit 2017 gibt es regelmäßig Zuwachs. Und der stellt sich europaweit nicht häufig ein. Weniger als 10 Jungtiere werden jährlich in den Zoologischen Gärten geboren. Die Situation in Südamerika verdeutlicht, wie wichtig eine stabile Reservepopulation ist. Kurator Volker Grün erklärt: „Der Bestand von Tamanduas ist durch illegale Bejagung und durch die Zerstörung des natürlichen Lebensraumes durch fortschreitende Landkultivierung gefährdet. Jedes im Zoo geborene Jungtier trägt daher dazu bei, die Reservepopulation weiter auszubauen“. Dabei wird der Nachwuchs mit Erreichen der Geschlechtsreife im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms an andere zoologische Einrichtungen abgegeben. Von Duisburg aus ging es für Jungtiere bereits nach Dänemark und England. Mit dem langgestreckten, schmalen Kopf, dem muskulösen Wickelschwanz und den kräftigen Krallen ist der Tamandua perfekt für das Leben auf Bäumen angepasst. Ständig auf der Suche nach Baumtermiten und -ameisen durchforsten die Tiere die Baumkronen aber auch das Unterholz. Haben sie Beute gefunden, brechen die kleinen Kraftpakete die Behausungen ihrer Nahrung mit ihren langen Krallen auf. Anschließend werden Ameisen und Termiten mit der bis zu 40 cm langen Zunge aufgeschleckt.

Tiergarten Schönbrunn 20.08.2020
Alle Tierbabys in einem Kalender
Geparde, Nasenbären, Präriehunde: Man kann sich derzeit nur schwer entscheiden, welches Jungtier im Tiergarten Schönbrunn das herzigste ist. Im Tiergarten-Kalender 2021 des Fotografen Daniel Zupanc findet man nun alle auf einen Schlag. Unter dem Titel „Baby-Boom. Schönbrunns kleine Stars“ präsentiert Zupanc 12 Tierkinder beim Spielen, Kuscheln und Entdecken ihrer Welt. „Auch nach vielen Jahren im Zoo ist das Fotografieren von Jungtieren immer etwas ganz Besonderes. Zum Beispiel bin ich dabei, wenn ein Robbenbaby erstmals ins Freie watschelt oder ein kleiner Katta auf dem Rücken seiner Mutter die Welt entdeckt. Nasenbären-Jungtiere habe ich heuer zum ersten Mal überhaupt vor der Linse gehabt“, so Zupanc. Coverstar des Kalenders ist eines der vier Gepardenjungtiere, die Anfang August die Wurfhöhle verlassen und die Herzen der Besucher im Sturm erobert haben. Aber auch Nachwuchs, der nicht mehr ganz so klein ist, verzaubert gleichermaßen. Zupanc: „Eisbären-Mädchen Finja und Elefanten-Mädchen Kibali dürfen im neuen Kalender natürlich nicht fehlen. Zu meinen Lieblingsmotiven zählt der kleine Gibbon, der mit seinen fast acht Monaten zwar schon geschickt klettert, sich aber auch noch gerne an seine Mutter kuschelt und sich von ihr tragen lässt.“ Der A3-Kalender ist um 14,90 Euro im Tiergarten Schönbrunn, im Onlineshop des Zoos unter www.zoovienna.at/shop und im Buchhandel erhältlich. KIKO-Verlag, ISBN 978-3-902644-38-1

Wisentgehege Springe 19.08.2020
Sparfüchse aufgepasst: Pack die Preise bei den Hörnern Jahreskarten-Aktion im Wisentgehege läuft vom 01. bis 30. September
Das Wisentgehege in Springe verkauft unter dem Motto „Pack die Preise bei den Hörnern“ vom 01. bis zum 30. September Jahreseintrittskarten mit satten Rabatten: Erwachsene zahlen nur noch 30 statt 40 Euro. Die Familienjahreskarte ist sogar für nur 90 statt 110 Euro zu haben. Ermäßigte Jahreskarten für Kinder, Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung kosten 20 statt 25 Euro. Die Kitz-Card ist für 25 statt 30 Euro zu haben und die Große Kitz-Card kostet sogar nur 50 statt 70 Euro. Die saugünstigen Jahreskarten gibt es an der Kasse des Wisentgeheges und über die Homepage des Wisentgeheges. Bitte den gekauften Gutschein ausdrucken und an der Kasse abgeben. Außerdem hält die Tourist-Info Hannover die reduzierten Jahreskarten vorrätig.

Zoo Berlin 19.08.2020
Ein Baby für Bibi
Gorilla-Dame im Zoo Berlin erwartet Nachwuchs Mit sichtbar rundem Kugelbauch schwingt sich Bibi (23 Jahre) von Ast zu Ast, bevor sie sich ihrem aus Paprika, Möhren und Salat bestehenden Snack widmet. Seit dem ersten Kennenlernen wich Bibi dem stattlichen Silberrücken Sango (16 Jahre) nicht von der Seite, nun brachten zwei blaue Streifen auf dem Schwangerschafts-Test die Gewissheit: Bibi bekommt erstmals Nachwuchs. Auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) war Gorilla-Männchen Sango im Februar 2019 aus Belgien in den Zoo Berlin gezogen und komplettiert seitdem die Berliner Gorilla-Familie, nun hat sich Familienzuwachs angekündigt. Rund neun Monate wird Bibi ihr nicht-mehr-ganz-so-kleines Geheimnis unter dem Herzen tragen, im Herbst wird der Nachwuchs dann das Licht der Welt erblicken. Auch wenn es bis zur Geburt noch ein bisschen dauert, beobachten die Tierpfleger ihren Schützling schon jetzt mit freudiger Anspannung. „Wir sind natürlich schon ziemlich aufgeregt und freuen uns sehr. Bibi hat einen ausgeglichenen und sehr fürsorglichen Charakter und wird sicherlich eine ganz fantastische Gorilla-Mama“, meint Revierleiter Christian Aust. Die ersten neun Jahre ihres Lebens verbrachte Bibi in einer Gorilla-Familie im Zoo Apenheul in den Niederlanden. Menschenaffen lernen innerhalb ihrer Gruppe voneinander, das Beobachten ihrer Artgenossen ist eine gute Voraussetzung für die Aufzucht von eigenem Nachwuchs. Den ohnehin schon sehr gesunden Speiseplan der Gorillas werden die Tierpfleger nur leicht anpassen: Auf Pfefferminze und Petersilie sollte die werdende Mutter zukünftig besser verzichten, da sie die Milchproduktion hemmen könnten. „Bibi ist bei bester Gesundheit, sie wird von der Trächtigkeit bisher in keiner Weise eingeschränkt“, berichtet Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Um ihr die Geburt so entspannt wie möglich zu gestalten, wird sie ihren Nachwuchs in der gewohnten Gesellschaft ihrer Artgenossen zur Welt bringen.“ Durch die Zerstörung des Lebensraumes und die illegale Jagd sind Westliche Flachlandgorillas vom Aussterben bedroht. „Wir sehen es nicht nur als unsere Aufgabe, auf die problematische Lage im natürlichen Lebensraum der Tiere hinzuweisen, sondern möchten mit dem Nachwuchs auch einen Beitrag zu Erhaltung dieser faszinierenden Tierart beitragen“, ergänzt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. Im Zoo Berlin leben insgesamt fünf Westliche Flachlandgorillas. Neben Sango und Bibi gehören auch die Gorilla-Weibchen Djambala (20 Jahre) und Mpenzi (35 Jahre) zur Familie. Seniorin Fatou (63) gilt als ältester Gorilla der Welt und verbringt ihren Ruhestand auf einer separaten Nachbaranlage. Ein Au revoir für den Artenschutz Die Tierpfleger im Affenrevier stellen sich nun jedoch erstmal auf einen Abschied ein. Orang-Utan-Dame Mücke (30 Jahre) wird den Zoo Berlin Ende August verlassen und in einen belgischen Zoo ziehen. Dort wird sie auf einen passenden männlichen Orang-Utan treffen, mit welchem sie mit etwas Glück sogar seltenen Nachwuchs bekommen wird. Der Umzug nach Belgien erfolgt auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), welche die Arterhaltung besonders bedrohter Tierarten innerhalb der europäischen Zoos und Tierparks koordiniert.

Zoo Köln 19.08.2020
Henning Krautmacher mit Lesereise durch den Kölner Zoo „Herrn Lehmanns Reisen um die Welt – Abenteuer in Südafrika “
Wer verreist, der kann was lernen. Das weiß auch Herr Lehmann, der sprechende Gartenzwerg, der mit Herrn Reisegern mal wieder einen Teil der Welt erkundet. In diesem Band verschlägt es die beiden Freunde nach Afrika. Hier lernen sie die aufregende Tierwelt des „schwarzen Kontinents“ kennen und sie beschäftigen sich mit Themen, die einzigartig für Afrika waren und heute aktueller denn je sind. Wie war das eigentlich, als das erste menschliche Herz ausgetauscht wurde, und warum gab es mal Schulen für schwarze und Schulen für weiße Kinder? So sammelt Herr Lehmann wieder Geschichten, die er mit nach Hause bringt, um seiner Besitzerin, Frau Sauertopf, damit eine Freude zu machen. Aber nicht nur sie soll sich an dem Buch erfreuen, denn auch Kinder und junggebliebene Abenteurer werden ihren Spaß haben an den spannenden Erlebnissen und den liebevollen Illustrationen. Gelesen wird das Buch als Hörbuch von Henning Krautmacher feat. Saskia Gaymann und Guido Cantz. Einen kleinen Vorgeschmack dürften gestern einige Kinder im Kölner Zoo erleben, die sich gemeinsam mit Henning Krautmacher, der Autorin Jutta Maas und der Illustratorin Saskia Gaymann auf eine Reise zu den Tieren aus dem Buch machten. „Abenteuer in Südafrika“ ab sofort als MP3 CD-Hörbuch im Handel und als Download.

Naturschutz-Tierpark Görlitz 19.08.2020
Grenzenlos in der digitalen (Tierpark-)Welt unterwegs Dank freiem Besucher-WLAN mit Highspeed zu tierischen Fakten und brandneuen Tierpark-News
Im Herzen der Europastadt gelegen, versteht sich der Naturschutz-Tierpark Görlitz-Zgorzelec als weltoffenes Begegnungszentrum nicht nur und zwischen Mensch und Tier, sondern auch Besuchern aller Altersgruppen und sozialen Schichten. Daher soll ab sofort ein freies WLAN im Park den Blick fern jeglicher Grenzen in die Weiten des Internets ermöglichen. Jeder Besucher erhält nun einen kostenfreien, für 24h gültigen Zugang ins Internet. Einfach „Zoo-Hotspot“ auswählen und mit dem Passwort vom Tierpark-Kassenbon einloggen. Um bald den Besuch im gesamten Tierpark zu bereichern, wird das WLAN-Netz in Zukunft kontinuierlich gemeinsam mit verschiedenen Görlitzer Firmen und Unterstützern ausgebaut. Alle Androiden, Apfelliebhaber, Pinguine und Fensteröffner dürfte das besonders begeistern. Selfiqueens und Tinderellas können sich an zahlreichen, natürlichen und tierischen Fotopunkten kreativ ausleben und sämtliche Social-Media-Kanäle mit den neusten Schnappschüssen #intime und #onfleek updaten. Da freuen sich nicht nur Datenvolumen, sondern auch die Follower. So macht auch das Sommerferienprogramm des Tierparks – eine digitale Schnitzeljagd durchs Tier – gleich doppelt so viel Spaß!

Zoo Zürich 19.08.2020
WENN TIERE ZUR SCHULE GEHEN: LERNEN UND LEHREN IM TIERREICH
Passend zum Schulbeginn schauen wir uns an, wie Tiere lernen und lehren. Je nach Art, Umwelt und Sozialstruktur lernen Jungtiere durch eigene Erfahrung oder können sich wichtige Verhaltensweisen von ihren Artgenossen abschauen. Um die Herausforderungen des Alltags zu meistern, müssen Tierkinder lernen, wie man Futter findet, sich gegenüber Artgenossen verhält oder auch wie man Raubtieren aus dem Weg gehen kann, respektive wie man Beute jagt. Während einige Tiere von Geburt an allein auf sich gestellt sind, müssen sich andere über Jahre hinweg auf ihre Unabhängigkeit vorbereiten. Individuelles lernen: Die Schildkröte Auf sich allein gestellte Jungtiere, wie zum Beispiel Schildkrötenbabys, müssen sich auf ihre Instinkte und ihre Erfahrung verlassen. Junge Schildkröten lernen, wo es gutes Futter gibt, indem sie per Zufall auf den Ort stossen. Dieses Lernen, auch individuelles Lernen genannt, ist eine der einfachsten Arten, wie Individuen von ihrer Umgebung lernen können. Umgangssprachlich wird es häufig auch Lernen durch Versuch und Irrtum genannt. Neben dem individuellen Lernen können einzelgängerisch lebende Tiere jedoch auch von anderen Individuen lernen (soziales Lernen). Beobachtet eine Schildkröte eine Artgenossin beim korrekten Umgehen eines Hindernisses, ist es wahrscheinlicher, dass sie im Anschluss auch den richtigen Weg nimmt. Soziales Lernen von anderen Artgenossen erlaubt es einem Individuum, das langwierigere Lernen durch eigene Erfahrung zu umgehen. Einzelgängerischen Arten wie Schildkröten, die wenig Kontakt zu Artgenossen haben, bieten sich insgesamt aber wenig Möglichkeiten für soziales Lernen. Die besten Voraussetzungen für soziales Lernen haben Individuen sozial lebender Arten, die durch die Nähe zu Artgenossen von deren Erfahrungen profitieren können. Soziales Lernen: Der Orang-Utan Soziales Lernen ist am ausgeprägtesten in Arten, in denen Jungtiere komplexe Zusammenhänge in der Umgebung, soziale Strukturen oder handwerkliche Fertigkeiten lernen müssen. Um zu lernen, welche Früchte geniessbar sind, muss zum Beispiel ein junger Orang-Utan seine Mutter bei der Nahrungssuche intensiv beobachten. Nur so lernt er, welche Früchte geniessbar sind, wo sie wachsen und um welche Jahreszeit diese reif sind. Früchte, die von der Mutter verschmäht werden, ignoriert auch das Jungtier. Neben der korrekten Auswahl der Futterpflanzen müssen junge Orang-Utans noch andere, handwerklich anspruchsvolle Verhaltensweisen lernen. So bauen Oran-Utans jeden Abend ein Schlafnest für die Nacht. Die Konstruktion dieser Nester ist anspruchsvoll und es braucht Jahre, bis dieses Handwerk perfektioniert ist. Schon mit einem Jahr fangen die Jungtiere an, Äste zu beugen, um ein Nest zu bauen. Aber erst nach etwa sechs Jahren haben sie die Fertigkeit so weit gebracht, dass ein Übernachten im eigenen Nest möglich ist. Während der Lernphase schaut das Jungtier immer wieder der Mutter beim Nestbau zu und versucht es dann selbst wieder. Das Lernen durch Beobachten ist im Tierreich häufig, wobei die Komplexität der Verhaltensweisen sehr unterschiedlich sein kann. Bei Orang-Utans beobachten Jungtiere die Mutter länger und intensiver, je komplexer ihr Verhalten ist. Mit zunehmendem Alter interessieren sich die Jungtiere auch vermehrt für das Verhalten anderer Artgenossen. Von diesen können sie Verhaltensweisen lernen, die die eigene Mutter nicht zeigt. Auf diese Weise können gewisse Verhaltensweisen innerhalb einer Population verbreiten werden. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Gebrauch von Werkzeugen, um an gewisse Nahrung zu gelangen. Werden solche Verhaltensweisen über soziales Lernen von Generation zu Generation weitergegeben, spricht man von Kultur. Lernen ja, aber auch lehren? Aktives Lehren, also die Weitergabe spezifischer Verhaltensweisen durch Instruktionen mit der bewussten Absicht, diese weiterzugeben, ist im Tierreich bis jetzt nur äusserst selten beobachtet worden. Gewisse Ameisen zeigen klare Anzeichen dafür, dass sie lehren. So nimmt eine Ameise, die von einer Nahrungsquelle weiss, nicht den direkten Weg zu dieser, wenn sie von einer anderen Ameise begleitet wird. Stattdessen läuft sie spezifisch an leicht einzuprägenden Orientierungspunkten vorbei, damit die Begleiterin sich diese einprägen kann. Erst wenn sich die Begleiterin diese eingeprägt hat und der Führerin mit den Fühlern ein Signal gegeben hat, läuft diese weiter Richtung Futter. Auch wenn das Lehren im engeren Sinn noch nicht häufig beobachtet worden ist, geht man davon aus, dass es viel weiter verbreitet ist als bisher angenommen. Im Vergleich zum Menschen mit seinem komplexen Schulsystem und einer jahrelangen Ausbildung hin zu einer professionalisierten Arbeit ist das Lernen und Lehren im Tierreich nach heutigem Wissen jedoch immer noch rudimentär.

Wildpark MV Güstrow 19.08.2020
Ein junger Bartkauz für den Wildpark-MV – Schneeeulen-Pärchen bekommt neues WG-Mitglied
Die zwei Monate alte Eulendame ist nicht ganz ausgefiedert und muss noch ein kleines Stückchen wachsen, erkundet aber bereits mutig ihr neues Zuhause im Wildpark-MV. Der junge Bartkauz ist der neue Mitbewohner der Schneeeulen in der begehbaren Freiflugvoliere im Damwildgehege. Damit kann sich das Wildpark-Team über eine weitere neue Eulenart freuen. Ein Männchen sowie ein weiteres Pärchen sollen in den nächsten Wochen folgen. Der Bartkauz ist der größte Vertreter der Käuze und hat seinen Namen von dem schwarzen Streifen unterhalb des Schnabels, ähnlich eines Bartes. Eigentlich sind Bartkäuze Einzelgänger, zeigen sich aber sehr tolerant – einem friedlichen WG-Leben steht also nichts im Wege.

Zoo Basel 19.08.2020
Begehrter Nachwuchs bei den Königspinguinen im Zoo Basel
In der Pinguinanlage im Zolli-Vivarium herrschen frostige 10 Grad Pinguin-Wohlfühltemperatur. Dort ist jetzt ein flauschiger junger Königspinguin zu sehen. Der Kleine sorgte in der Pinguin-Gruppe fast für zu viel Begeisterung. Der am 5. Juli geschlüpfte kleine Pinguin ist jetzt etwa halb so gross wie seine Mutter und hat einen beachtlichen Appetit. Die erfahrene Mutter sorgt sehr gut für ihr Junges und füttert es mit hervorgewürgtem Fischbrei. Von Leihmutterschaft, Beziehungsdramen und Tagesmüttern Schon bevor er geschlüpft war sorgte der kleine Pinguin für Gezänk in der Gruppe, als ein Weibchen der Mutter das Ei stahl. Glücklicherweise passte die «Leihmutter» gut darauf auf. Kurz vor dem erwarteten Schlupftermin forderte die echte Mutter das Ei resolut zurück. Mutter und Vater kümmerten sich in der Folge drei Wochen hervorragend um das Junge. Der nächste Streit entbrannte, als ein weiteres Weibchen das Junge stahl und sich der Vater mit der Diebin davonmachte. Die folgenden Tage waren turbulent. Alle Beteiligten stritten sich und fügten sich die eine oder andere Blessur mit dem spitzen Schnabel zu. Das Junge tat derweil das einzig Richtige: Ruhig versteckte es sich unter der Bauchfalte eines der Erwachsenen, bis die Zänkerei ein Ende hatte. Damit die Mutter zur Ruhe kommen konnte, wurde der abtrünnige Vater mit seiner neuen Partnerin und mit zwei friedlichen Tieren auf der zweigeteilten Anlage abgetrennt. Endlich kehrte Ruhe ein und das Junge wächst und gedeiht prächtig. Die alleinerziehende Mutter erhält sogar Unterstützung von der Leihmutter, die das Ei ausgebrütet hat. Da diese keinen Versuch mehr macht, das Junge an sich zu bringen, toleriert die Mutter, dass diese das Junge ab und an füttert. Die Hilfe kommt ihr sicher zupass, da sie das Küken ohne den Vater aufziehen muss. Erfolgreiche Königspinguinzucht im Zoo Basel Der kleine Königspinguin unterscheidet sich nicht nur aufgrund der Grösse, sondern auch durch sein Daunenkleid von den Erwachsenen. Anfangs ähneln Pinguinküken eher dicken braunen Schneemännern. Das flaumige Gefieder eignet sich noch nicht zum Schwimmen. Erst nach der ersten Mauser gehen junge Pinguine zum ersten Mal ins Wasser. Der Zoo Basel hält seit 1953 Königspinguine und züchtet sie sehr erfolgreich. 70 Königspinguine sind bisher im Zoo Basel geschlüpft. Für eine erfolgreiche Zucht benötigen Königspinguine im europäischen Sommer eine gekühlte Anlage. Erst bei Temperaturen unter 10 Grad fühlen sie sich wohl, denn sie sind für kalte Temperaturen ausgerüstet: Ein dicht anliegendes, festes Federkleid, eine dicke Unterhautfettschicht und eine isolierende Luftschicht zwischen Dunen und Haut halten sie schön warm. Auch Gesicht, Flügel und Beine sind so dicht befiedert, dass der Vogel nur wenig Wärme verliert. Im Sommer bleiben die Esels- und Königspinguine im Zoo Basel deshalb im gekühlten Innengehege. Der Königspinguin ist nach dem Kaiserpinguin die zweitgrösste Pinguinart. Sein Verbreitungsgebiet sind die antarktischen und subantarktischen Inseln. Der Bestand wird auf zwei Millionen erwachsene Vögel geschätzt.

Tierpark Cottbus 18.08.2020
Fledermäuse im Tierpark
Handanlegen für den Artenschutz: Am vergangenen Samstag haben die Kinder der Tierpark-AG mit der Unterstützung des Lions Club Cottbus-Lausitz Fledermauskästen gebaut. Dies war der Auftakt einer umfangreicheren Unterstützung des Lions Clubs-Lausitz in Zusammenarbeit mit der Zooschule und der Tierpark-AG. Fachmännischer Anleitung gab es an diesem Fledermaus-Aktionstag von Fledermausexperte Detlef Schöley (NABU Cottbus). Die an diesem Tag entstandenen 20 Kästen wurden anschließend als neue Sommerquartiere im Tierpark aufgehangen und geben und einen Einblick in den Fledermausbestand des Tierparks. Zudem zeigte Herr Schöley den Kindern typische Quartiere, wie beispielsweise am Parkeisenbahngebäude „Bahnhof Zoo“ und lauschte mit dem Batdetektor nach Fledermausgeräuschen. Wir freuen uns, dass Herr Schöley uns anlässlich der jährlichen Batnight in diesem Jahr noch einmal in der Zooschule besucht. Fledermausinteressierte erfahren bei einem Vortragsabend Spannendes über diese flugfähigen Säugetiere. → Samstag, 29. August 2020 um 19:00 Uhr

Tierpark Berlin 18.08.2020
Update: Sumatra-Tiger Tiger-Vierlinge bleiben im Tierpark Berlin
Sumatra-Tiger gehören zu den seltensten Katzen der Erde. Daher war die Euphorie groß, als Tigerin Mayang im Sommer 2018 vier Jungtiere zur Welt brachte. Die Freude wurde jedoch getrübt, als sich bei den Jungtieren Auffälligkeiten im Laufverhalten zeigten. Ende 2019 stellte sich anhand von CT-Untersuchungen im benachbarten Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) heraus, dass die Sumatra-Tiger-Vierlinge eine Kniefehlstellung und damit einhergehende Knorpelschäden haben, welche dazu führen, dass die jungen Tiger beim Laufen mit ihren Hinterbeinen einknicken. Nun tagte die Expertenkommission aus Tierärzten und Zoologen und diskutierte ausführlich die aktuellen Befunde. Mit dabei waren neben den Veterinärmedizinern Dr. Andreas Knieriem und den beiden Tierärzten Dr. Andreas Pauly und Marco Roller auch der Zoologische Leiter Christian Kern sowie der zuständige Kurator Matthias Papies. Unterstützt wurden sie durch die externe Tierschutz-Expertin Prof. Dr. Christa Thöne-Reineke der Freien Universität Berlin. Auch mit den für die Sumatra-Tiger zuständigen internationalen Gremien des Europäischen Zooverbands EAZA und der Weltnaturschutzunion IUCN wurde vorab bereits intensiv über das weitere Vorgehen beraten. „Aus meiner langjährigen Berufserfahrung weiß ich um die Herausforderung bei der Beurteilung solcher Fälle. Glücklicherweise werden die Tiere von einem sehr kompetenten Team aus Kollegen des Tierparks und des IZW betreut. Wir sind nach ausführlicher Beratung zu dem Schluss gekommen, dass ein Einschläfern der Jungtiere derzeit nicht begründet wäre“, fasst Prof. Dr. Thöne-Reineke das Ergebnis zusammen und fügt hinzu: „Diese aktuelle Einschätzung kann sich mit einer neuen Diagnose jedoch auch ändern.“ „Das Wohl der Tiere steht für uns an oberster Stelle. Wir werden den Gesundheitszustand der Tiger-Vierlinge kontinuierlich überwachen“, erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem. „Solange es keinen Grund zu der Annahme gibt, dass sie Leiden, wird es im Tierpark Berlin einen Platz für sie geben. Auch wenn wir dafür unsere beiden Hinterindischen Tiger Tarek und Sarai abgeben müssen.“ Die Expertenkommission einigte sich ebenfalls darauf, Untersuchungen durchführen zu lassen, die möglicherweise Aufschluss darüber geben könnten, ob die Erkrankung auf erbliche Anlagen zurückzuführen ist. Auch Guido Fritsch, Tiermediziner am IZW, der die Untersuchung der vier Tiger von Anfang an eng begleitet hat, befürwortet den Entschluss: „Die zentrale Frage ist für uns immer: Welche Lebensqualität bleibt dem Tier? Es gibt einige Anhaltspunkte, die dafürsprechen, dass die vier Sumatra-Tiger bis auf ihre auffälligen Bewegungsabläufe relativ wenig durch die Fehlstellung beeinträchtigt werden. Die Tiere zeigen ein normales Fressverhalten und spielen auch miteinander.“ Seit der Diagnose werden die Knorpelschäden der Tiger mit einem Aufbaumittel behandelt.

Tierpark Hagenbeck Hamburg 18.08.2020
Orang-Utan-Nachwuchs heißt Batu
Drei Namen standen für den kleinen Sumatra Orang-Utan zur Auswahl: Batu (eine Mischung aus Batak und Tuan), Rimba (indonesisch Wald/Dschungel) und Tenang (indonesisch für still und ruhig). Mehr als 2.400 Hagenbeck-Freunde haben sich in den Social-Media-Kanälen des Tierparks beteiligt und ganz klar für Batu gestimmt. „Wir freuen uns sehr, dass unser Sumatra Orang-Utan nun einen Namen bekommen hat. Dass die Wahl auf Batu gefallen ist, finde ich gut, da der Name auch mein Favorit war“, zeigt sich Tjark Rüther-Sebbel, Tierpfleger im Orang-Utan-Haus begeistert. Batu entwickelt sich prächtig. Seit seiner Geburt am 24. Mai diesen Jahres ist der kleine Orang schon deutlich aktiver geworden, er interessiert sich immer mehr für die anderen Familienmitglieder und ist wacher und aufmerksamer. Inzwischen kann sich Batu sogar selbstständig bei Mama Toba festhalten, sodass die vierfache Affenmutter wieder freier und beweglicher durch das Orang-Utan-Haus klettern kann. Dabei beobachtet der kleine Batu seine Mama ganz genau und lernt, was es heißt, ein Orang-Utan zu sein. Die anderen Mitglieder der Orang-Gruppe haben sich mittlerweile an Batu gewöhnt und reagieren weniger aufgeregt auf den Kleinen. Insgesamt leben neun Sumatra Orang-Utans im Tierpark Hagenbeck. Da wir nach wie vor darauf achten, die behördlichen Auflagen wie Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen einzuhalten, bitten wir Sie um etwas Geduld, wenn es im Orang-Haus zu Wartezeiten kommen sollte.

Zoo Gelsenkirchen 18.08.2020
Neues Zuchtprojekt: Edwardsfasane in der ZOOM Erlebniswelt
Seit kurzem lässt sich in der ZOOM Erlebniswelt Asien eine sehr wertvolle Vogelart beobachten, die in der Natur als ausgestorben gilt. Dabei handelt es sich um Edwardsfasane, die in den Flachlandwäldern Zentral-Vietnams beheimatet waren. Zwei männliche Edwardsfasane aus dem Zoo Görlitz und eine weibliche Henne aus einer Privathaltung haben sich in dem gut 4500 Quadratmeter großen ELE Tropenparadies neben weiteren zahlreichen Vogelarten gut eingelebt. „Ob es überhaupt noch Edwardsfasane in der Natur gibt, ist nicht sicher“, sagt Nadja Niemann, zoologische Leiterin der ZOOM Erlebniswelt. Die Tierart wurde auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „kritisch bedroht und lokal ausgestorben“ eingestuft. Das ist die höchste Gefährdungsstufe und bedeutet, dass Edwardsfasane hoch bedroht und an manchen Orten bereits ausgestorben sind. Der Zoo in Gelsenkirchen versucht nun, sich im Rahmen des Europäischen Zuchtprogramms EEP aktiv an der Zucht von Edwardsfasanen zu beteiligen. Das Ziel ist, eine Reservepopulation aufzubauen. „Wenn diese wunderschönen Fasane nicht in menschlicher Obhut weiter gezüchtet werden, ist diese Art irgendwann nicht mehr zu sehen“, ist sich Nadja Niemann sicher. In einem ersten Schritt haben sich die Hähne im ELE Tropenparadies eingelebt. Erst ein paar Wochen später stieß dann die Henne auf die Männchen, und darf sich von den beiden Bewerbern einen aussuchen. Sollte sie sich nun mit ihrem Auserwählten gut harmonieren, ist es möglich, dass sie sich verpaaren. Das Projekt wurde von einem Studenten der Universität Bonn wissenschaftlich begleitet. Im Rahmen seiner Abschlussarbeit hat der Biologiestudent beobachtet, wie die Fasane aufeinandertreffen, wie die Partnerwahl erfolgt, und welche Flächen in der Freiflughalle ihr neues Zuhause werden. Wenn alles gut geht, könnten in Zukunft die ersten Fasanenküken schlüpfen.

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