Wolfgang Schreil: Der mit den Waldtieren spricht (Rezension)


Niemand kommt einem wilden Tier in freier Natur so nah wie er: Rothirsch und Luchs steht er Auge in Auge gegenüber, einen jagenden Hermelin fotografiert er aus drei Metern Entfernung, mit Giftschlangen geht er auf Tuchfühlung und Rehe grasen friedvoll direkt neben ihm. Wie gelingt ihm diese unfassbare Nähe – Momente der Verbundenheit, die für ihn zu den glücklichsten seines Lebens zählen?
Für Wolfgang Schreil, den „Woid Woife“, bedeutet der Wald größtmögliche Geborgenheit und wahre Freiheit. Seine packenden Erzählungen, sein unschätzbares Wissen über die Tierwelt und seine Fotos von Wildtieren aus nächster Nähe haben ihn zu einem ganz besonderen Botschafter des Waldes gemacht. Die tiefe Freude am eigenen Leben und dem Leben der Tiere, der Glaube an die Kraft der Liebe und die Erkenntnis, dass die größten Geschenke der Natur sich uns offenbaren, wenn wir uns nur die Zeit dafür nehmen – die Erfahrungen des Woid Woife halten eine Botschaft bereit für jede und jeden von uns, die das Leben aus vollem Herzen spüren und sich auf das besinnen möchten, was wirklich zählt.

Unaufgeregt und doch mit vollem und ehrlichem Herzen erzählt Wolfgang Schreil, den viele aus dem Fernsehen als Woid Woife kennen, seine kleinen Abenteuer mit der heimischen Tierwelt. Man muss nicht immer nach Afrika Reisen um großartige Tierabenteuer erleben zu können. Augen auf und ab in den Wald und dann … nichts tun.
Nichts anderes macht Wolfgang Schreil und dabei erlebt er die Natur auf sehr intensive Art. Natürlich greift er auch einmal einer Kreuzotter an den Schwanz (zur Nachahmung nicht geeignet) oder zieht das eine oder andere Wildtier auf (auch nicht geeignet und erlaubt für jedermann), aber es ist die Liebe zur Natur, die man in jeder Zeile seines Buches liest. Und so ist der Titel „Der mit den Waldtieren spricht“ sehr passend gewählt.
Woid Woife erzählt seine Sicht der Dinge, seine Wahrnehmung der Natur und der Tiere und wie die Tiere ihn wahrnehmen.
Diese Art von Büchern sind heutzutage wichtig. Sie zeigen die Schönheit der heimischen Natur ohne mahnenden Zeigefinger (und Vorwürfen, was man alles falsch macht, beziehungsweise was man unbedingt anders machen muss), entspannt und nicht aggressiv. Und auf diese Weise zeigt dieses Buch auch seine Wirkung.
Nicht zu vergessen darf man den Fototeil, der die Tierwelt dem Leser sehr nahe bringt und einige hervorragende Bilder zu bieten hat.

(Rezensionsexemplar)

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