Ulli Schwan: Der gespaltene Schlüssel (Rezension)

Im Köln des Jahres 1896 sind Dampfkutschen und Pferdedroschken ebenso auf den Straßen zu sehen wie Zauberstäbe und Alchimären wie die Müllschweine.
Doch nicht alle Alchimären sind harmlos. War es nur ein Unfall oder ein hinterhältiger Mord, der die Alchimärikerin Viktoria Kopper das Leben kostete? Und was genau hat die Erfinderin von Müllschweinen und Polizeiraben überhaupt getötet?
Kommissarin Ana Scagliotti und ihr Assistent Felix Ruprecht nehmen die Ermittlungen auf. Dabei stoßen sie nicht nur auf gefährliche Tierwesen, sondern vor allem auf Menschen mit tödlichen Motiven.
Dampf, Magie und Moritaten: ein magischer Steampunk-Krimi im Köln der Kaiserzeit!

Der gespaltene Schlüssel ist nach Der unfreiwillige Selbstmörder und Das Siegel der Alten der dritte Band der Dampf, Magie und Moritaten-Reihe.
Was diese Reihe ausmacht: Über Action muss man sich nicht beklagen. Von daher wird man gut unterhalten, zumindest teilweise und der flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass die Bücher der Reihe schnell gelesen werden können (dick sind sie nicht, der zweite Teil ist auch nur eine Kurzgeschichte von 36 Seiten Länge).
Zu Lasten der Action geht die Charakterentwicklung und so bleiben diese eher eindimensional, auch wenn man nach und nach etwas mehr über die Protagonisten erfährt. Allerdings bleiben sie zu farblos und austauschbar.
Die Reihe an sich hat gute Idee, viel Potential, allerdings nutzt der Autor seine Kreativität nicht vollends aus. Man hat den Eindruck, dass er sich etwas zurückhält und das wirkt sich leider auf das Lesevergnügen aus.
Dampf, Magie und Moritaten kann man lesen, muss man aber nicht. Zuviel Fantasy, zu wenig Steampunk. Aber … vielleicht braucht die Reihe auch etwas Zeit um sein volles Potential zu entwickeln. Immerhin kann ich sagen, dass mir der dritte Teil bisher am Besten gefallen hat. Der Weg scheint der richtige zu sein.

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