Tom O’Donnell: Hamstersaurus rex

Als seine Klasse überraschend einen Klassenhamster bekommt, schließt der 12-jährige Sam den sympathischen Nager sofort ins Herz. Doch als das kleine Fellknäuel irrtümlich eine Packung DinoMax-Powerbooster-Proteinpulver frisst, verwandelt es sich in einen immerhungrigen Hamster-Dino-Mutanten mit messerscharfen Zähnen und einem winzigen Reptilienschwanz.
Klingt doof, ist es auch. Aber auf sehr unterhaltsame Art und Weise. Der verfressene Dinohamster schlittert von einer witzigen Situation in die nächste, eine skurile Szene jagt die nächste. Und alles wird von Sam berichtet und gezeichnet (die Zeichnungen sind zwar von Tim Miller, passen aber zum Stil des Buchs und könnten durchaus auch von einem Zwölfjährigen gezeichnet worden sein … was das für den Illustratoren aussagt? Das lasse ich mal so dahingestellt).
Neben dem Hamster und Sam spielen auch noch eine Menge anderer Personen/Tiere/Dinge eine Rolle: Der Schulschläger, die superintelligente Streberin, eine ortsansässige Junkfoodfirma und ihre neueste Erfindung, Junkfood im Allgemeinen, Toiletten, Pfannenkuchenteig, Zement, eine Boa constrictor, Schüler, Lehrer, Eltern…
Und Disc Golf (was zeigt, dass man auch was aus dem Buch lernen kann, von Disc Golf hatte ich bisher noch nie gehört).
Ein bisschen erinnert mich Hamstersaurus rex an die Bücher vom kleinen Nick, nur etwas abgedrehter.
Die witzige Erzählweise ist nicht nur für Kinder unterhaltsam. Ich selbst musste bei einigen Szenen/Zeichnungen lachen. Manche Szenen sind vorhersehbar, aber die Vorfreude auf das, was sicherlich passiert schmälert das Lesevergnügen nicht.
Hamstersaurus rex ist auf abgedrehte Art unterhaltsam. Und trotz aller Albernheiten erinnert man sich doch an die eigene Schulzeit (mag sie vorbei sein oder noch andauern).
Und nachdem Band zwei (Hamstersaurus rex gegen Eichhörnchen Kong) zeitgleich mit Band eins erschien, kann man sich auf ein verlängertes Lesevergnügen freuen.

(Rezensionsexemplar)

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