Sina Beerwald: Mordsmöwen (Rezension)

Möwerich Ahoi, Späher einer kriminellen Möwenbande, schlägt Alarm: Crepes-Budenbesitzer Knut ist verschwunden. Entführt, ermordet, ertrunken? Wovon sollen sich die Möwen jetzt ernähren, wenn sie nicht mehr täglich ihre Crepes-Ration von den Sylter Touristen erbeuten können? Auf der Suche nach Knut gerät die Möwenbande in aberwitzige Verwicklungen und turbulente Situationen – und kommt einem makabren Mord auf die Spur, der ganz Sylt erschüttert.
Tierkrimis sind so eine Sache… da ermitteln Hunde, Katzen und allerlei anderes Getier (Schafe, Vögel, Hamster … und vermutlich habe ich das eine oder andere Tier vergessen), aber ich habe den Eindruck, dass durch die spezielle Art der Ermittler die Handlung doch sehr seicht ist. Jedenfalls erscheint mir das so, auch wenn einige Katzenkrimis sich davon unterscheiden. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass es bei Tierkrimis sehr cosy zu geht. Auch bei MORDSMÖWEN ist das der Fall und auch wenn ich den Grundgedanken (ermittelnde Möwen auf Sylt) sehr unterhaltsam finde, so muss man doch auch Abstriche machen (Möwen die lesen können oder Smartphones benutzen…), was die Realität anbelangt. Trotzdem könnte das interessant sein und aufgrund zahlreicher positiver Eindrücke, die mir unter gekommen sind, war ich begierig, den ersten Teil der MÖWERICH AHOI-Reihe zu lesen.
Naja, ganz nett, kann man lesen, muss man aber nicht, denn überzeugt hat mich das Buch nicht. Vielleicht muss man in einem Sylter Strandkorb liegen, um sich das Geschrei der Möwen, um sich auf das Buch einzulassen.
Mir waren die Charaktere nicht interessant genug, der Humor war nicht meins und der Kriminalfall an sich konnte mich auch nicht überzeugen. Im Großen und Ganzen war mir alles zu seicht, zu belanglos. Es gibt bessere Tierkrimis und auch bessere ermittelnde Vögel. Dabei hätten Möwen etwas besseres verdient.

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