- Vietnamesischer Moosfrosch (Zoo Augsburg)
- Australischer Riesenlaubfrosch (Zoo Hoyerswerda)
- Coloradokröte (Tierpark Friedrichsau, Ulm)
Alle Kröten sind Frösche, aber nicht alle Frösche Kröten.
Frösche sind außergewöhnliche Geschöpfe und echte Überlebenskünstler. Mit einem Körperbau, der sich seit Jahrmillionen kaum verändert hat, haben sie Meteoriteneinschläge, Eiszeiten und die Dinosaurier überlebt. Anders als andere Tiere können sie sowohl durch ihre Haut als auch durch ihre Lunge atmen. Und manche von ihnen sind so giftig, dass sie zehn Menschen auf der Stelle töten könnten.
Dieses Buch erzählt, wo es Frösche gibt, die springen, aber nicht landen können, wie sie Energie in ihren Sehnen speichern, welche Rolle sie bei Shakespeare spielen und warum ihre Vielfalt größer ist, als wir je dachten. Ob in der Arktis oder in der Wüste – noch gibt es sie fast überall, doch auch Frösche haben es zunehmend schwer. Warum wir sie schätzen, schützen und sogar feiern sollten – willkommen in ihrer froschzinierenden Welt!
Die Frösche, korrekterweise aber Froschlurche zu nennen (Anura; auch: Salientia) sind die bei weitem artenreichste der drei rezenten Ordnungen aus der Wirbeltierklasse der Amphibien.
Die meisten Froschlurche werden – ohne näheren verwandtschaftlichen Zusammenhang mit diesen – als „Frösche“ bezeichnet. Zu den Froschlurchen zählen außerdem Kröten und Unken.
Die Bezeichnungen Frosch und Kröte sind systematisch nicht eindeutig abgegrenzt. Unter einem „Frosch“ wird landläufig ein relativ schlanker, agiler Froschlurch mit eher glatter und feuchter Haut sowie kräftigen Sprungbeinen verstanden. Beispiel: die Gattung Rana (Echte Frösche). Dagegen gilt eine „Kröte“ allgemein als plump und gedrungen gebaut. Ihre Haut ist eher trocken und „warzig“. Die vergleichsweise kurzen Hinterbeine dienen nur zu kurzen Hüpfern und zum Laufen auf allen vieren. Beispiel: die Gattung Bufo (Echte Kröten). In der Realität verschwimmen diese Abgrenzungsmerkmale häufig und lassen sich in der Taxonomie der Amphibien nicht bestätigen.
Eindeutiger sind die Unken abzugrenzen und systematisch zuzuordnen: Eine Unke ist ein stammesgeschichtlich urtümlicher, kleiner Froschlurch mit einem abgeflachten Körper, warziger Oberseite und grell-bunt (gelb oder rot) marmorierter Bauchseite. Unken bilden die Gattung Bombina.
Auf Unken geht Sally Coulthard in ihrem Buch aber nicht ein, dafür auf eine Menge an bekannter und weniger bis unbekannter Frösche und Kröten. Und dabei zeigt sie leicht verständlich und unterhaltsam wie vielfältig diese scheinbar leicht zu erkennenden (aber nicht leicht zu entdeckenden) Tiere sind (selbst wenn ein deutscher Trivialname nicht vorhanden ist. Auf ca. 200 Seiten nimmt uns die Autorin auf ihre Reise mit. Und dabei erfährt der Leser unter anderem, dass Kröten auch Frösche sein können und umgekehrt (oder beides), alles nur eine Frage der Taxonomie (was nicht immer leicht ist und auch Änderungen unterzogen ist). Es gibt Frösche, die nie erwachsen werden (wie Axolotl), Kaulquappen, die größer sind als die adulten Tiere, Vampirkaulquappen (die allerdings kein Blut trinken) und noch viel mehr. Tipps, was man für die bedrohten Amphibien machen kann gibt die Autorin auch.
Fast 8000 Arten von Froschlurchen sind bekannt, Sally Coulthard gibt nur einen kleinen Einblick in die oft farbenfrohe Welt der Frösche, aber wer tiefer einsteigen möchte, findet am Ende weiterführende Literatur und Links.
Ein Buch für alle, die mehr über Frösche erfahren möchten, die Frösche mögen und all jene, die sich für Naturschutz vor der eigenen Haustür interessieren.
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(Rezensionsexemplar)




