Portrait: Weißkopfmaki

Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Feuchtnasenprimaten (Strepsirrhini)
Teilordnung: Lemuren (Lemuriformes)
Familie: Gewöhnliche Makis (Lemuridae)
Gattung: Große Makis (Eulemur)
Art: Weißkopfmaki (Eulemur albifrons)
Weißkopfmaki (Serengetipark Hodenhagen)

Weißkopfmaki (Serengetipark Hodenhagen)

Weißkopfmakis zeigen, wie viele andere Vertreter der Großen Makis, einen deutlichen Geschlechtsdichromatismus, das heißt Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt. Das Fell der Männchen ist am Rücken braun gefärbt und wird nach hinten hin rötlicher, der Bauch ist hellgrau, die Brust und die Kehle sind weißlich. Das Gesicht und die langgestreckte Schnauze sind schwarz, die Oberseite des Kopfes und die buschigen Backenhaare sind stark kontrastierend dazu weiß. Die Weibchen sind ebenfalls am Rücken braun und am Bauch hellgrau gefärbt, der Kopf und das Gesicht sind einheitlich dunkelgrau, die Schnauze ist etwas dunkler, die Backenhaare sind nicht buschig. Weißkopfmakis erreichen eine Kopfrumpflänge von 39 bis 42 Zentimetern, der Schwanz ist mit 50 bis 54 Zentimetern deutlich länger als der Rumpf. Das Gewicht beträgt 2 bis 2,6 Kilogramm.

Weißkopfmakis sind wie alle Lemuren auf der Insel Madagaskar endemisch, ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich im Nordosten der Insel zwischen dem Fluss Bemarivo und der Region Mananara und schließt auch die Masoala-Halbinsel ein. Auf der Insel Nosy Mangabe wurde die Art eingeführt. Ihr Lebensraum sind primäre und sekundäre Regenwälder zwischen dem Meeresniveau und 1670 Metern Seehöhe.

Diese Primaten sind kathemeral, das heißt, sie haben keinen ausgeprägten Tag-Nacht-Rhythmus, so sind ihre Rufe in der Morgen-, der Abenddämmerung und in der Nacht zu hören. Sie sind Baumbewohner, die selten auf den Boden kommen, im Geäst bewegen sie sich meist auf allen vieren fort. Sie leben in Gruppen mit durchschnittlich acht bis neun Tieren, in den Gruppen gibt es keine erkennbare Hierarchie.

Ihre Hauptnahrung sind reife und unreife Früchte, etwa von Sternbüschen oder Feigen. In geringerem Ausmaß fressen sie auch Blätter, Blüten und andere Pflanzenteile sowie Kleintiere wie Insekten, Spinnen und Tausendfüßer.

Im September oder Oktober bringt das Weibchen nach einer rund 120-tägigen Tragzeit ein einzelnes Jungtier zur Welt.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert