Portrait: Veilchenscheitelamazilie

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Amazilia-Kolibris (Saucerottia)
Art: Veilchenscheitelamazilie (Amazilia violiceps)

Veilchenscheitelamazilie (John Gould)

Die Veilchenscheitelamazilie erreicht eine Körperlänge von etwa 10 cm, bei einem Gewicht von ca. 5 g. Der gerade, mittelgroße Schnabel des Männchens ist fleischrot und hat eine schwarze Spitze. Der Oberkopf ist violettblau. Die Oberseite und die Flanken sind oliv- bis bronzegrün. Die Oberschwanzdecken sind bronze- bis kupferfarben, gelegentlich mit einem violetten Schimmer. Die Unterseite ist weiß. Die inneren Steuerfedern sind bronzefarben bis violett. Bei den Weibchen ist der Oberkopf und Nacken eher türkisfarben. Jungvögel ähneln den Weibchen, doch sind ihre Federn rötlich braun gesäumt. Der Oberschnabel hat etwas mehr Schwarz. Gräuliche Säume ziehen sich bis zum Bürzel und den Unterschwanzdecken.

Ihren Nektar beziehen die Vögel meist aus den mittleren bis oberen Straten. So fliegen sie u. a. Agaven an. Insekten jagen sie im Flug.

Der Gesang besteht aus einer Serie wiederholter, einzelner, piepsiger und klagender skii-Laute. Außerdem beinhaltet der Ruf scharfe, harte tschuk-Töne, die gelegentlich in einer sprudelnden Serie und lebhaftem Getriller enden.

Das Verbreitungsgebiet der Veilchenscheitelamazilie umfasst Teile der Länder Mexiko und der Vereinigten Staaten. Sie lebt in halboffenem bis offenem Buschland, in Dornenwäldern, offenen Kiefern- und Eichenwäldern, an Waldrändern, im Ufergehölz, auf Plantagen, in Parks und Gärten. Man sieht sie in Höhenlagen nahe Meeresspiegel bis 2250 Meter. Meist ist sie aber in Höhenlagen zwischen 1000 und 1500 Meter präsent.

Die Brutsaison ist hauptsächlich von April bis August, doch wurden Nester und Vögel in Brutstimmung bis in den Januar beobachtet. Das kelchartige Nest besteht aus Pflanzenmaterial, wie Baumwollfasern und grüne Flechten, die mit Spinnweben verbunden werden. Das Nest wird normalerweise in abgestorbenen Zweigen, horizontalen Ästen oder an der Spitze von überhängenden Zweigen angelegt. im Guadalupe-Mountains-Nationalpark wurde ein Nest 7 bis 12 Meter über dem Boden in einer Arizona-Platane (Platanus wrightii) entdeckt. Die beobachteten Nester in Mexiko sind meist in ein bis zwei Meter Höhe auf kleinen Eichen oder im Gestrüpp gefunden worden. Das Gelege besteht aus zwei Eiern und wird vom Weibchen ausgebrütet. Über die Brutzeit und wann die Nestlinge flügge werden, ist bisher nichts bekannt.

Die Veilchenscheitelamazilie zeigt teilweise Wanderbewegungen. Die nördlichsten Population überwintern entlang der Nordpazifikküste vom Südosten Sonoras südlich und an der Berghängen zum Atlantik von Guanajuato bis Hidalgo. Die ersten Rückkehrer im Sommer in Sonora können im März beobachtet werden, auch wenn es nicht ganz auszuschließen ist, dass es sich hierbei über Wintergäste handelt. Die meisten Vertreter der Unterart A. v. violiceps findet man im Winter an den südlichen Gebirgshängen zum Pazifik von Guerrero bis Oaxaca. Neuere Brutberichte weisen darauf hin, dass sich über den Sommer Exemplare und neue Brutpopulationen in Kalifornien einfinden.

Es sind zwei Unterarten bekannt:
Amazilia violiceps ellioti (von Berlepsch, 1889) kommt im Südwesten der USA, im Südwesten der Bundesstaaten Arizona und New Mexicos bis in den nordwestliche und das zentrale Mexiko im Zentrum der Bundesstaaten Michoacán und Hidalgo vor. Die türkisbläuliche Färbung des Oberkopfs zieht sich bis zu den Wangen. Außerdem sind die Oberschwanzdecken und der Schwanz im Vergleich zur Nominatform gräulich grün bis grünlich braun.
Amazilia violiceps violiceps (Gould, 1859) ist im Südwesten Mexikos verbreitet. Hier ist sie im östlichen Michoacán bis nach Puebla und dem Nordwesten Oaxacas präsent.
Amazilia violiceps conjuncta (Griscom, 1934) wird heute als Synonym für A. v. ellioti betrachtet.

Neueste genetische Untersuchungen zwischen Grünscheitelamazilie und Veilchenscheitelamazilie weisen darauf hin, dass Amazilia villadai entweder als eigene Art betrachtet werden muss oder die Grünscheitelamazilie aufgrund von Genfluss als Unterart der Veilchenscheitelamazilie zu betrachten ist.

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