Portrait: Schwarzbauch-Avosettkolibri

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Avocettula
Art: Schwarzbauch-Avosettkolibri (Avocettula recurvirostris)

Schwarzbauch-Avosettkolibri (John Gould)

Der Schwarzbauch-Avosettkolibri erreicht bei einem Körpergewicht von lediglich ca. 4,2 g eine Körperlänge von etwa 9,7 cm, wobei die Flügel 5,2 cm, der Schwanz 2,9 cm und der schwarze, an der Spitze nach oben gebogene Schnabel 1,5 cm lang sind. Die Oberseite, die Flügeldecken und Flanken des Männchens sind dunkelbronzegrün. Der smaragdgrüne Kehl- und Brustbereich glänzt stark. Die Bauchmitte ist schwarz, die mittleren Schwanzfedern dunkel-schwärzlichgrün. Die seitlichen Steuerfedern sind auf der Oberseite dunkelviolett und auf der Unterseite glänzen sie purpurkupferrot. Die Flügel sind schwärzlichpurpurn. Die Oberseite, die Flügeldecken und die Flanken der Weibchen sind grün bis blaugrün. Die weiße Unterseite wird von einem schwarzen Streifen, der vom Kinn bis zum Steiß reicht, durchzogen. Die Schwanzoberseite ist grün, die Unterseite stahlblau mit weißen Spitzen an den seitlichen Federpaaren. Die Flügel sind schwärzlichpurpurn. Beide Geschlechter haben schwarze Füße.

In Surinam wurde beobachtet, wie sie die Blüten der zur Pflanzenfamilie Clusiaceae gehörenden Gattung Clusia und die zum Tribus Phaseoleae gehörende Gattung Dioclea anflogen. Die Pflanzen wuchsen auf steinigem quarzhaltigem Aufschluss. Dabei handelt es sich um ein heißes, arides Mikrohabitat, welches hauptsächlich aus Gestrüpp besteht. Über die Funktionalität der nach oben gebogenen Schnabelspitze ist nicht viel bekannt. Ähnlich wie die Dornschnabelkolibris (Chalcostigma) Reichenbach, 1854[ und die Hakenschnäbel (Diglossa) Wagler, 1832 gelten sie aber hauptsächlich als Nektarräuber, d. h. sie stechen in die Blumenkrone und konsumieren Nektar, ohne der Pflanze bei der Bestäubung zu helfen.

In Surinam brüten sie von September bis Dezember. Sie bauen sehr kleine kelchartige Nester die sie auf dicken horizontalen Zweigen größerer Büsche in Höhen zwischen 5 und 12 Metern errichten.

Diese monotypische Art kommt im Südosten Bolívars an Felsaufschlüssen, am Roraima-Tepui nahe dem Río Grande, sowie in der Nähe von Waldrändern und buschiger Vegetation vor. Hier ist sie bis in Höhen von 1200 Metern präsent. In Brasilien wurde 2008 erstmals ein Weibchen im Bundesstaat Tocantins entdeckt. Ob die Art überhaupt im Osten Ecuador existiert, ist zweifelhaft. Die wenigen Berichte die es gibt, berichten von Várzea-Wäldern nahe bei Imuyacocha oder Montalvo am Bobonaza-Fluss.

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