Portrait: Schuppenbauch-Glanzsschwänzchen

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Tribus: Lophornitini
Gattung: Glanzsschwänzchen (Metallura)
Art: Schuppenbauch-Glanzsschwänzchen (Metallura aeneocauda)

Schuppenbauch-Glanzschwänzchen (John Gould)

Das Schuppenbauch-Glanzschwänzchen erreicht eine Körperlänge von etwa 12 bis 13 cm, bei einem Gewicht 5,2 bis 5,8 g. Das Männchen hat einen mittellangen geraden schwarzen Schnabel. Die Oberseite ist flaschengrün. Die Unterseite wirkt durch hellbraune Saumfedern schuppig. Der Kehlfleck schillert grün. Der leicht gegabelte Schwanz schillert himmelblau und bronzegrün auf der Oberseite und glitzert grün auf der Unterseite. Das Weibchen ist sehr ähnlich, wirkt aber auf der Unterseite gefleckter. Nur die mittigen Federn sind grün. Der Kehlfleck ist lückenhaft. Die äußeren Steuerfedern haben blasse Spitzen. Jungtiere ähneln den Weibchen.

Das Schuppenbauch-Glanzschwänzchen bezieht seinen Nektar von Pflanzen der Gattungen der Berberitzen, Brachyotum, Centropogon, der Enziane, der Johannisbeeren und anderen Pflanzen mit 2 bis 4 cm langen Blütenkronen an die es sich oft klammert. Außerdem ernährt es sich ausgiebig von Insekten. Männchen errichten ein Futterterritorium. Bei der Futtersuche schwirrt es ca. 2 m über dem Boden.

Im Mai bis Juni wurden Schuppenbauch-Glanzschwänzchen mit vergrößerten Gonaden analysiert. Ein Gelege besteht aus zwei weißen Eiern, die vom Weibchen bebrütet werden.

Der Jagdruf klingt fast identisch mit dem des Kupferglanzschwänzchens (Metallura theresiae Simon, 1902) und des Feuerkehl-Glanzschwänzchens (Metallura eupogon (Cabanis, 1874)). Der Gesang besteht aus einer abnehmenden Serie von drei bis sechs piepsigen Tönen, denen wiederholte lebhafte ungeordnete Phrasen, die wie trt-tsi-sii-sii-su..trr-tsi-tsu..trr-tsi-tsu.. klingen, folgen. Die Struktur ähnelt anderen Mitglieder der Gattung.

Das Schuppenbauch-Glanzschwänzchen bevorzugt Lichtungen in Wolken- und Nebelwald und an der Baumgrenze. Gelegentlich ist es an felsigen Hängen mit Kräutern, niedrigem Gestrüpp und vereinzelten Büschen unterwegs. Es bewegt sich in Höhenlagen zwischen 2500 und 3600 Meter, doch ist es meist über 3000 Meter unterwegs.

Das Schuppenbauch-Glanzschwänzchen gilt normalerweise als Standvogel, auch wenn keine gesicherten Daten vorliegen. Einzeltiere ziehen gelegentlich in höhere Paramo-Zonen und eventuell runter in die Bergwälder.

Es sind zwei Unterarten bekannt:
Metallura aeneocauda aeneocauda (Gould, 1846) kommt im Südosten Perus und dem Nordwesten Boliviens vor.
Metallura aeneocauda malagae  (von Berlepsch, 1897) ist in Zentralbolivien verbreitet. Die Unterart hat einen längeren Schnabel. Der Schwanz ist auf der Oberseite bronzerot und auf der Unterseite rot.

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