Mary Janice Davidson/Anthony Alongi: Drachenstern – Gewandelt (Rezension)

Eigentlich führt Jennifer Scales ein ganz normales Leben, bis sie plötzlich merkt, dass sie außergewöhnliche Körperkräfte besitzt und Dinge sieht, die andere nicht sehen. Und dann passiert es: In einer Halbmondnacht verwandelt sie sich in einen Werdrachen! Und sie ist nicht die Einzige in der Familie. Auch ihr Vater und Großvater können fliegen und Feuer speihen. Von nun an ändert Jennifer zweimal im Monat für einige Tage die Gestalt und lernt andere Werdrachen kennen, die unerkannt unter den Menschen leben. Und sie muss erfahren, dass Werdrachen mächtige Feinde haben, die sie vernichten wollen …
Drachen gehören zu den faszinierendsten Kreaturen der Fantasyliteratur und kaum ein Fantasyfan kann sich ihrer Faszination entziehen. Aber nicht immer reicht es wenn man das Drachenthema aufwarten will.
Der erste Teil von Mary Jane Davidsons Drachensterntrilogie handelt von Werdrachen, also Menschen, die sich in Drachen verwandeln können. Eine interessante Version des Werwolf/Lykantropen-Themas … könnte man meinen.
Leider kann Gewandelt aber nicht überzeugen.
Am Anfang werden ziemlich langatmig die Probleme eines Teenagers, so als man sonst keine Probleme hätte und müsste sich künstlich welche schaffen. Leider sind diese dadurch für den Leser nicht besonders interessant und daran ändert auch die Verwandlung zum Drachen nichts. Erst im letzten Teil des Buchs wird es spannend, aber bis dahin muss man es erst einmal geschafft haben. Zudem wirken die zahlreichen Personen, einschließlich der problembelasteten Hauptperson sehr farblos und oberflächlich (nicht nur vom Verhalten her), so dass es schwer fällt Sympathen zu entwickeln.
(Wer)Drachen machen nicht unbedingt einen Bestseller. Die Handlung ist einfach gestrickt, braucht aber zu lange zum Entwickeln und bis dahin fühlt man sich etwas gelangweilt. Manchmal hat man das Gefühl, dass sich Jennifer nicht unbedingt altersgemäß verhält. Ist das die Pubertät? Will man so etwas lesen?
Einfache Handlung, einfacher Schreibstil, einfach gestrickte Charaktere … kein Grund die Trilogie zu beenden. Und Drachen können weitaus spektakulärer und spannender in Szene gesetzt werden.

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