Jost Strnat: Kryptozoologische Artenkunde (Rezension)

DAS VORLIEGENDE OPUS 1 der „KryptoZooLogischen Artenkunde“ überrascht selbst den kritisch-intelligenten Leser mit einem Feuerwerk neuester sowie höchst brisanter Erkenntnisse über die Schicksale zahlloser Tierarten und Tierfamilien, die in den hinter uns liegenden Jahrzehnten, wenn nicht sogar Jahrhunderten, aus verschiedensten Gründen ausgestorben sind bzw. „ausgestorben wurden“ – bis zu ihren zum Teil höchst unglückseligen Ent – deckern, deren Taten und Untaten oft erst im Rahmen der Strnat’schen Tatsachenberichte entsprechend gewürdigt und der Nachwelt zur Kenntnis gebracht werden. Das bedrückende Spektrum der Strnat’schen Enthüllungen spannt sich vom „Lesothischen Laberaffen“ über den „British Columbia Bellybouncer“ und den „Andalusischen Aphrodisiaskunk“ bis zu den Vertretern aus den Großfamilien der Zebra-, der Igel- oder der Flusspferdartigen Tiere, von deren einstiger Artenvielfalt (wie in diesem unverzichtbaren Nachschlagewerk gnadenlos dargelegt wird) heute oft nur noch ein trauriger Rest auf unserem Planeten anzutreffen ist.
Dagmar Schratter war bis 2019 Direktorin des Tiergarten Schönbrunn in Wien. Ihr warmes Vorwort stellt mehr oder weniger eine Warnung dar, was den Leser erwartet. Und so ernst ihre Worte sind, so spiegeln sie auch sehr viel Bewunderung für die Kryptozoologische Artenkunde wider. Nur … sie können nicht auf das vorbereiten, was danach kommt, denn das ist unglaublich, witzig, seltsam und teilweise auch sehr traurig, denn es wird nicht nur die Entdeckungsgeschichte einiger sehr außergewöhnlicher Lebewesen geschildert, auch ihre Entdecker sind meist bemitleidenswerte Menschen, die ein ähnliches Schicksal erleiden müssen wie ihre Entdeckungen (gestorben und verschwunden wird in diesem Buch sehr viel).
Jost Strat hat in seinem Opus 1 viele bisher unbekannte, unentdeckte, kryptische und sonstige Kreaturen und ihre Entdecker vereint, die man sonst nirgends findet. So lernt der Leser Botswanische Bananan-Querfresseräffchen und ihren Entdecker Manfred Mobbs kennen, oder erfahren etwas über das Schicksal des Algerischen Asthängers.
Unterhaltsam geschrieben, wunderbar illustriert und absolut fundiert … ein MUSS für jeden Kryptozoologen und Tierfreund.
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(und absolut ernst gemeint …das sieht man ja bereits am Cover)

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