Jane Wallace Knight: Mein Boss ist ein grantiger Werwolf und ich glaube, er will mich fressen! (Rezension)

An seinem ersten Arbeitstag beim Prowl Magazine schickt Cole Morgan seiner besten Freundin eine unschuldige E-Mail ohne sich bewusst zu sein, dass alle internen E-Mails überwacht werden. Das wäre eigentlich keine große Sache, allerdings geht es in dieser E-Mail um seinen Boss, den sexy Werwolf Evan West. Die E-Mail führt zu einem entsetzlich unangenehmen Seminar über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, woraufhin Evan ihn nur noch mehr hasst. Noch schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden, richtig?
Falsch. Evan West hatte schon immer Schwierigkeiten, seinen Wolf unter Kontrolle zu behalten. Er hat sich lange bemüht, das Tier in seinem Inneren zu beherrschen. Als also Cole Morgan in den Konferenzraum tritt und Evans Instinkte beinahe mit ihm durchgehen, kann er den Mann erstmal nicht leiden. Dabei spielt es keine Rolle, dass er ihn auf den Besprechungstisch werfen und vor versammelter Belegschaft vernaschen will – der Mensch ist einfach immer noch furchtbar nervig.

Also … ich bin kein großer Freund von Gay Fantasy, einfach aus dem Grund weil es mir meist zu wenig Fantasy und zu viel Sex ist. Aber manchmal greife ich doch zu einem dieser Bücher, und manchmal werde ich auch angenehm überrascht.
Okay, um es vorweg zu nehmen: Mein Boss ist ein grantiger Werwolf und ich glaube, er will mich fressen! gehört nicht dazu.
Der Titel versprach eine witzige Geschichte und am Anfang war ich auch sehr angetan von der Geschichte. Und ja, sie war witzig. Ich habe geschmunzelt, ich habe gelacht und dann (leider sehr früh), kam der erste Sex und dann war alles weg: Ich habe nicht mehr geschmunzelt, nicht mehr gelacht, höchstens die Augen verdreht, denn die Sexszenen sind durchaus als originell zu bezeichnen, aber … zu viele und zu ausführlich. Wenn das Buch etwas mehr Seiten aufweisen würde könnte ich über die Sexszenen hinweg sehen, aber so war es zu viel Sex und zu wenig … alles andere.
Selbst als es gegen Ende hin etwas spannend werden könnte, ist das nach wenigen Seiten schon wieder vorbei, so dass man von Spannungsaufbau nicht reden kann.
Die Geschichte geht weiter, aber mich hat das Buch so enttäuscht, dass ich mich für die Fortsetzungen (die ebenso lange und vielversprechende Titel haben) nicht erwärmen kann.
Freunde kreativer Sexszenen werden ihre Freude an der Geschichte haben, diejenigen, die eine witzige, turbulente Liebesgeschichte erwarten sollten das Buch ignorieren.

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