Hubert Filser: Menschen brauchen Monster (Rezension)

Menschen brauchen Monster ist kein Lexikon der verschiedenen Monster. Es ist vielmehr eine Geschichte durch die Zeit und die Monster, die sich dort tummelten. Einige davon haben es in die Neuzeit geschafft, andere nicht und auch heute noch gibt es Monster. Und Monster gibt es nur, weil der Mensch Monster braucht.
Und so finden sich die ersten Monsterabbildungen in der Höhle von Chauvet. Aber nicht nur in Europa entstanden Monster, Monster entstanden überall und bereits in der Kindheit haben wir unsere ersten Erfahrungen.
Hubert Filser nimmt uns mit auf eine Reise durch unsere eigene Kindheit und die Geschichte der Menschheit. Vertraute und weniger vertraute Monster begegnen uns dabei.
Gruselig wird das Buch nie, allzu wissenschaftlich auch nicht. Filser informiert und manchmal ist schon etwas nerdiges dabei, wenn auch vor GAME OF THRONES nicht Halt gemacht wird.
Menschen brauchen Monster ist ein informatives, leicht verständliches Buch mit auflockernden Illustrationen von Peter M. Hoffmann.
Frankenstein meets Godzilla und das Monster unter dem Bett.
Für Monsterfreunde (und solche, die es werden wollen) kann man Monster brauchen Menschen durchaus empfehlen (und es macht sich gut in einem Regal mit Büchern über fiktive Monster).
Neben den Monstern, die unserer Phantasie entsprungen sind, findet man aber auch (leider) sehr reale Monster in Menschengestalt. In drei sogenannten Exkursionen stellt Filser neben Serienmörder, auch Filmmonster und unheimliche Orte vor. Aber das sind nur kleine Ausflüge und ersetzen kein Lexikon. Denn (wie bereits geschrieben) Menschen brauchen Monster ist kein Lexikon, es ist aber auch kein Roman, aber es ist spannend und wirft fast im Vorbeigehen einen tiefen Blick in die menschliche Psyche.

(Rezensionsexemplar)

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