Gerald Durrell: Der Spottvogel (Rezension)

  1. Der Spottvogel ist einer der wenigen Romane, die der englische Autor und Zoodirektor Gerald Durrell verfasste. Schon als Kind hat mich die Geschichte fasziniert und auch als Erwachsener hat sie nichts von seinem Charme verloren. Und dabei wird ein ernstes Thema in eine heitere Geschichte verpackt.
    Irgendeine Insel (Zenkali) mit einer Ansammlung an skurrilen Personen (wobei es kaum Ausnahmen von der Regel gibt), eine Liebenswerter als die andere. Eigentlich ein Paradies, in dem Engländer und einheimische in trauter Zweisamkeit zusammen leben. Eigentlich das Paradies, das erst dann gestört wird, nachdem beschlossen wird einen Flughafen zu bauen, denn das ist genau das, was Zenkali braucht. Natürlich gibt es Befürworter und Gegner, aber es sieht so aus, als könnte den Bau niemand stoppen.
    Doch dann … und das kennt man auch aus der Realität (wenn man zum Beispiel an den Juchtenkäfer denkt) macht dem Vorhaben die inseleigene Ökologie einen Strich durch die Rechnung.
    Denn … nicht nur, dass der für ausgestorben geltende Spottvogel wiederentdeckt wird auch eine ganze Reihe von Bäumen wird gefunden. Und von diesen gab es bisher nur ein einziges Exemplar, dass sich nicht weiter vermehren konnte.
    Die Lage spitzt sich zu … aber auf unterhaltsame (etwas abgedrehte Weise) wird die Situation gelöst und am Ende findet ein bisher nicht sehr ernst genommener Wissenschaftler heraus, welchen Zusammenhang es zwischen Spottvogel, diversen Bäumen und einer unscheinbarer Motte gibt.
    Ökologie im Kleinen und überschaubar, aber durchaus ernst zu nehmen.

Ich mag skurrile Charaktere und DER SPOTTVOGEL hat einige davon. Zudem ist die Handlung sehr witzig, aber doch ernst und auch das gefällt mir.
Als Jugendlicher habe ich dieses Buch sehr oft gelesen. Und auch jetzt hat es weder an Charme, noch Aktualität verloren (vielleicht bei letzterer noch an Bedeutung gewonnen).
Schade, dass es das Buch derzeit nur antiquarisch gibt. Eine Neuauflage wäre wünschenswert.

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