Die Rhön hat mehrere traditionelle Nutztierrassen hervorgebracht oder stark geprägt:
Rhönkaninchen
Rhönziege (ausgestorben)
Rhönschaf
- Rhönkanichen (Wildpark Klaushof)
- Rhönziege (ChatGPT)
- Rhönschafe (Wildpark Knüll)
Die Rhön ist zwar außergewöhnlich artenreich, besitzt jedoch kaum echte Endemiten.
Die Rhön-Quellschnecke, auch Rhönquellschnecke genannt, kommt weltweit nur in der Rhön und im Vogelsberg vor. Sie ist noch in den Naturwaldreservaten der Rhön nachgewiesen und gemäß der deutschen Roten Liste stark gefährdet.
Das Gehäuse der Rhön-Quellschnecke ist eiförmig mit einem stumpfen Konus. Es ist nur etwa 2,0 bis 2,3 mm hoch und 1,4 bis 1,8 mm breit. Es hat 3 bis 4 stark gewölbte und rasch zunehmende Windungen mit einer tief eingesenkten Naht. Die vorletzte Windung ist schmaler als die letzte Windung. Die letzte Windung nimmt etwa die Hälfte der Gesamthöhe ein. Der Apex steht etwas und der Nabelritz ist offen. Die schief eiförmige, leicht eckige Mündung steht annähernd senkrecht und ist leicht zurück geneigt. Sie kann mit einem Operculum verschlossen werden. Das Gehäuse der Rhön-Quellschnecke ist gelblich grau gefärbt und durchscheinend. Der Mündungsrand hebt sich durch die dunkelbräunliche Färbung etwas ab. Die Außenwand der Mündung ist meist gerade, gelegentlich sogar schwach eingebuchtet. Der Mundsaum ist vollständig ausgebildet und nur an der Spindelseite etwas erweitert.
Der Rhön-Kokonrüssler, Hypera pandellei folwacznyi, ist der einzige Rüsselkäfer, der ausschließlich in Deutschland vorkommt. Er ist nur in einem kleinen Verbreitungsgebiet in der Rhön zu finden. Ob das Taxon als Art Hypera folwacznyi oder Unterart Hypera pandellei folwacznyi klassifiziert werden soll, ist unter Taxonomen umstritten.
Das erste Exemplar wurde erst 1968 von dem Bad Hersfelder Entomologen Bronislaw Folwaczny im Schwarzen Moor in der Rhön entdeckt. Von Lothar Dieckmann wurde die neue Art 1975 als Hypera folwaczny wissenschaftlich beschrieben, wobei die Benennung nach dem Entdecker erfolgte. Die derart späte Entdeckung einer neuen Art in Deutschland, die zu den eher gut erforschten Rüsselkäfern gehört, für deren Verhältnisse recht groß ist und sich durch sehr eindeutige Merkmale von ähnlichen Arten in Deutschland unterscheidet, ist äußerst ungewöhnlich. Die späte Entdeckung und Beschreibung hatte auch damit zu tun, dass das Verbreitungsgebiet als Grenzgebiet im geteilten Deutschland schwer zugänglich war.
Etwa zehn Jahre später fasste Horst Kippenberg mehrere nah verwandte Arten als Subspecies unter der Art Hypera pandellei zusammen, sodass die Art nun meist als Hypera pandellei folwaczyni bezeichnet wird. Diese Entscheidung ist allerdings nicht unumstritten. Die am nächsten vorkommenden Verwandten sind Hypera pandellei pandellei in den Pyrenäen und Hypera pandellei intermedia in der Zentralslowakei.
Die Tierwelt der Rhön ähnelt im Wesentlichen der anderer Mittelgebirge, jedoch kommen auch einige bemerkenswerte Arten vor. An Säugetieren sind neben den häufigen Arten wie Reh, Fuchs, Dachs, Feldhase, Waschbär und Wildschwein Kleinsäuger wie Haselmaus, Alpen-, Wasser- und Sumpfspitzmaus vertreten. Aus der Vogelwelt sind insbesondere die Vorkommen von Schwarzstorch, Uhu, Wachtelkönig, Neuntöter und Wendehals bemerkenswert. Das Auerhuhn ist in der Rhön ausgestorben, vom früher häufigen Birkhuhn kann eine winzige Reliktpopulation in der Bayerischen Rhön nur durch jährliche Auswilderung skandinavischer Tiere am Leben gehalten werden.
Die Rhön ist zwar kein Fossilien-Hotspot von der Größenordnung der Grube Messel oder des Holzmaden Fossilienfundstelle, dennoch sind einige bemerkenswerte Funde bekannt.
Besonders interessant ist die ehemalige Braunkohlelagerstätte bei Sieblos an der Wasserkuppe:
Dort wurden in oligozänen Seesedimenten (etwa 30 Millionen Jahre alt) außergewöhnlich gut erhaltene Fossilien gefunden.
Die Fundstelle wurde bereits im 19. Jahrhundert bekannt und wird gelegentlich mit anderen berühmten Fossilseen wie Messel oder Rott verglichen, wenn auch in deutlich kleinerem Maßstab.
An Tieren wurden vor allem Wasserasseln, Fische und Schnecken gefunden. Letztere gehören überwiegend zu den Arten Nystia chastelli und Gyraulus depressis. Daneben treten Muscheln auf. Muschelkrebse (Ostracoda) kommen zuweilen in Massen vor. Wasserasseln, häufig der Art Eosphaeroma obtusum, sind zum Teil bemerkenswert gut erhalten. Unter den Insekten sind in der Sieblos-Formation Käfer, Wasserwanzen, Zweiflügler und Libellen gefunden worden. Für letztere hat Anton Handlirsch (1865–1935) eine eigene Familie Sieblosiidae errichtet.
Das bei weitem am häufigsten vertretene Wirbeltier ist der barschartige Fisch Dapaloides sieblosensis. Die relativ selten gefundenen Amphibien sind zumeist Frösche der Arten Palaeobatrachus gracilis und Rana sieblosensis. Weiterhin wurden Reste von Krokodilen, Schildkröten-Eierschalen, Vögeln und Fledermäusen sowie der Schädel eines kleinen Säugetiers entdeckt, das mit dem heutigen Hirschferkel verwandt ist.
Die eigentlichen Basalte der Rhön enthalten kaum Fossilien, da Lava für die Fossilerhaltung ungeeignet ist. Allerdings konservierten die vulkanischen Ablagerungen ältere Gesteine und Fossilien und schützten sie teilweise vor späterer Erosion.







