Willkommen in Beechwood Manor – wo die Vermieterin durch die Flure geistert, die Mitbewohner gefährliche Reißzähne haben und die Miete zum Sterben günstig ist.
Holly hatte nicht vor, Ärger zu machen, aber manchmal müssen Hexen eben ein paar Regeln brechen. Leider sieht das nicht jeder so. Nach einem kleinen Missverständnis mit den magischen Justizbehörden wird sie aus der geheimen Welt des Übernatürlichen verbannt und in einem winzigen Strandörtchen abgeladen, mit nichts als ein paar Habseligkeiten, ihrer Katze und einer Warnung: Mach bloß keine Dummheiten, sonst …
Das Leben in der Welt der Menschen war nie die erste Wahl für die gerissene Zaubertrankhexe, aber es ist besser als das in einer Gefängniszelle. Holly glaubt langsam sogar, dass sie ihr Exil überleben könnte – bis ihre Café-Chefin tot in einer Gasse aufgefunden wird.
Als eine ihrer neuen Freundinnen zur Hauptverdächtigen wird, muss Holly sich entscheiden: Soll sie sich zurückhalten oder auf eigene Faust ermitteln und damit alles riskieren? In Kombination mit einer geisterhaften Vermieterin, die absolut keine persönlichen Grenzen kennt, zerstrittenen übernatürlichen Mitbewohnern und einem sich leerenden Bankkonto, steckt sie tiefer in der Klemme, als es einer auf Bewährung entlassenen Hexe passieren sollte.
Aber Holly Boldt ist nicht durch Vorsicht so weit gekommen. Sie wird die Wahrheit aufdecken, komme, was wolle – selbst wenn das bedeutet, für immer aus der magischen Welt verbannt zu werden.
Mit HEXE AM TATORT beginnt Danielle Garrett ihre Reihe Die Geheimnisse von Beechwood Harbor und verbindet dabei Cozy Crime, Urban Fantasy und eine gehörige Portion Humor. Allerdings hatte ich anfangs einige Schwierigkeiten, weil ich viele Ähnlichkeiten zu Annabel Chases SPELLBOUND-Reihe, aber je länger ich Susanna Cuda lauschte, desto eigenständiger wurde die BEECHWOOD HARBOR Geschichte. Natürlich gibt es Ähnlichkeiten, aber was erwartet man von einer CosyFantasyKrimi-Serie in der es von Hexen und anderen übernatürlichen Wesen wimmelt.
Der Mordfall liefert den roten Faden, doch mindestens ebenso wichtig sind die Figuren und die skurrile Welt von Beechwood Harbor. Holly ist keine allmächtige Bilderbuchhexe, sondern eine sympathische Heldin mit Fehlern, Geldsorgen und einem ausgeprägten Talent dafür, sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Danielle Garrett erzählt leicht und humorvoll und setzt weniger auf düstere Spannung als auf Atmosphäre, Wortwitz und das Zusammenspiel ihrer ungewöhnlichen Charaktere. Wer einen harten, realistischen Kriminalroman erwartet, dürfte deshalb nicht ganz zur Zielgruppe gehören. Wer dagegen Geschichten mag, in denen cosy Mordermittlungen mit Hexerei, Geistern, Vampiren und einer etwas chaotischen Wohngemeinschaft kombiniert werden, bekommt genau die richtige Mischung. Wer Annabel Chase mag, wird auch Danielle Garrett mögen. Eine nette unterhaltsame Geschichte für zwischendurch, bei der noch nicht ersichtlich ist, inwieweit die Liebe eine Rolle spielt. Aber eine Serie, die ich im Blick behalten werde.
Und Susanne Cuda sorgt für genau die richtige Stimmung. Eine angenehme Stimme, mit dem richtigen Gespür für die passenden Akzente.
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(Rezensionsexemplar)

