Angie Sage: Silberdrache (Rezension)

Ein silbernes Drachenei! Der Waisenjunge Joss traut seinen Augen kaum, als ihm das kostbare Ei einfach so vor die Füße fällt. Sind Silberdrachen nicht längst ausgestorben? Wer sich mit einem silbernen Drachen verbündet, sagt die Legende, kann unermessliche Macht erhalten. Bald schlüpft Silberdrache Lysander aus dem Ei. Doch der skrupellose Clan der Lennix ist hinter dem Drachen her. Und sie schrecken vor nichts zurück.
In einer ganz anderen Welt, zur selben Zeit: Die elfjährige Sirin ist mit den Erzählungen über Drachenreiter aufgewachsen, die über Generationen weitergegeben wurden. Doch als ihre Mutter schwer krank wird, hat Sirin Mühe, noch an Magie und an Wunder zu glauben … bis sie einen geheimnisvollen Silberstreifen am Nachthimmel über London leuchten sieht.
Bald stehen Joss, Lysander und Sirin im Mittelpunkt eines Kampfes zwischen den Drachen, welche die Menschheit beschützen – und denjenigen, die sie zerstören wollen …

Es gibt gute Bücher mit Drachen und es gibt schlechte. Und natürlich Bücher die irgendwie in die Kategorie „Kann man lesen, muss man aber nicht“ fallen. Angie Sangs Silberdrache gehört in diese Kategorie. Es ist nicht gut genug um ein Lesemuss zu sein, aber es ist auch nicht schlecht. Es ist allerdings noch viel Platz nach oben.
Man kann nicht sagen, dass die Geschichte nicht spannend wäre, aber in irgendeiner Art und Weise hat man Ähnliches schon gelesen (mal besser, mal schlechter). Aber es ist ein Buch über Drachen, und Bücher über Drachen müssen einfach gut sein. Könnte man meinen und natürlich wäre das schön. Aber, wie bereits erwähnt ist es nicht so.
Silberdrache hat seine Schwächen … und die größte Schwäche in meinen Augen sind die Charaktere. Mein Lieblingscharakter ist Sirin, allerdings ist ihre Rolle im ersten Band eher gering (und anfangs etwas befremdlich). Der Rest ist … nun ja, wenigstens gibt es einige interessante Drachencharaktere, aber der Großteil der Familie Lennix ist nur nervig (im Verhalten und etwas stereotyp) und Joss wirkt auf mich sehr uninteressant. Es ist kein Charakter, den ich als cool genug erachte, dass er auf einem seltenen Silberdrachen reiten sollte. Seine Schwester dagegen …
Aber es ist keine Frage der Coolness.
Angie Sage erzählt eine nette Geschichte, die mich leider nicht wirklich fesseln konnte. Und so werde ich wohl nie erfahren welche Rolle Sirin und London noch spielen werden.

(Rezensionsexemplar)

Dieser Beitrag wurde unter Rezension veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.