4. Zooreise 2020 – Tag 3: Ein Tag voller Enttäuschungen

Heute wollten wir das Hotel wechseln und obwohl diese nur ein paar Kilometer voneinander entfernt waren standen vier Zoos auf dem Weg von Halle nach Radefeld auf dem Programm, nämlich der Tierpark Dessau, der Tierpark Luckenwalde, der Wildpark Johannismühle in Baruth und der Zoo in Dahme.
Das Frühstück unterschied sich kaum vom gestrigen … immer noch Lunchpakete, aber es gab Salami … eine kleine Abwechslung….
Der Zootag begann in Dessau, auch wenn es nicht so leicht war dort hin zu kommen, nachdem das Navi der Überzeugung war, dass man nicht hinkommt. Wegen einer Baustelle sah das auch so aus … aber wir sind hingekommen, das Navi war etwas ungenau und hat die Baustelle falsch gekennzeichnet. Der Weg zum Tierpark war nicht eingeschränkt. Es herrschten die üblichen Hygienevorschriften, keine Mundschutzplicht, Streichelzoo, Australienvoliere und Terrarium waren geschlossen, die begehbare Watvogelanlage dagegen nicht.

Nach Dessau fuhren wir in den Zoo von Luckenwalde, dessen Besuch man sich sparen hätte können … sehenswert war er nicht, Besonderheiten gab es auch nicht. Wir waren in Brandenburg, das wollte ich nur erwähnen, und wir hatten was zum Essen dabei. In Luckenwalde blieben wir nicht lange, der Zoo gab nicht mehr her.

Gesehen im Wildpark Johannismühle

Danach fuhren wir in den Wildpark Johannismühle. Es gab einen Einbahn-Rundweg und die üblichen Hygienevorschriften, wie auch in Luckenwalde. Einige Bereiche des Wildparks waren abgesperrt oder jenseits des Rundwegs. Allerdings gab es Flugvorführungen, die wir nicht besucht haben. Aus der Ferne gesehen sah die 14 Uhr Vorstellung allerdings gut besucht aus … auch wenn die Besucheranzahl der Show begrenzt war.
Der Wildpark selbst war ein netter Spaziergang mit vielen anderen Personen… aber es gibt schönere Wildparks. Allerdings muss man ihm zu Gute halten, dass die Anlagen sehr großräumig sind.
Danach ging es nach Dahme, der dritten Enttäuschung in Folge am Tag. Ein paar Gehege im Schlosspark, davon die meisten leer … nun ja, dass man das als Tiergarten bezeichnen kann ist schon weit hergeholt. Immerhin war das Schloss einigermaßen interessant. Im Schlossteich haben wir ein wildes Nutria gesehen.

Das Schloss Dahme war eine ehemals bedeutende Barockanlage, die in den Jahren 1713/1714 unter Einbeziehung älterer Bauteile unter der Leitung von Johann Christoph Schütze als repräsentative Nebenresidenz für die Herzöge von Sachsen-Weißenfels errichtet wurde.
Das Schloss wurde nordöstlich der Altstadt errichtet. Das annähernd kreisförmige Areal mit einem umgebenden Schlosspark wird im Norden und Nordosten durch die Straße Nordhag, im Süden durch die Geschwister-Scholl-Straße und im Westen durch die Straße Am Schloss begrenzt. Das Bauwerk steht auf einem leicht erhöhten Grundstück, das mit einem Zaun eingefriedet ist.
Das Schloss überlebte mehrere Kriege, verfiel allerdings im Laufe der Zeit.
Erst nach der Wende wurde 1995 eine Stahlkonstruktion eingefügt, um den Mittelrisalit mit seinem barock gestalteten Eingangsbereich zu stabilisieren. Ende der 1990er Jahre wurden die Mauerkronen gesichert, die Statik des Gebäudes eingehend untersucht und bei Bedarf stabilisiert. Die oberirdisch gelegenen Räume wurden so überdacht, dass das äußere Erscheinungsbild nicht wesentlich verändert wurde. Dazu wurde städtisches Holz genutzt, aus denen eine Dachkonstruktion mittels Bohlenbindern erstellt wurden. Mittels Stahlgerüsten und Laufgittern wurde das Bauwerk wieder zugänglich gemacht. Die so gesicherte Ruine wurde im August 2005 der Öffentlichkeit für Führungen öffentlich gemacht.

Danach ging es weiter Richtung Radefeld mit einem spontanen Abstecher in den Tierpark Delitzsch. Andere Alternativen wären die Welt der Reptilien in Döbrichsau oder der Tierpark in Eilenburg gewesen, den ersten hatte ich aber nicht in guter Erinnerung und diese wollte ich nicht auffrischen, beim zweiten war das neue Tropenhaus geschlossen, weshalb ich auf einen späteren Besuch in diesem Jahr hoffe.
In Delitzsch waren wir ja erst vor Kurzem, noch vor dem Lockdown und der Schließung der Zoos. Die Zooschule ist geschlossen und der Bereich in der Nähe abgesperrt, die behegbaren Volieren waren geschlossen, ebenso wie der Streichelzoo. Es herrschten die üblichen Hygienevorschriften und die Besucheranzahl, die sich zeitgleich auf dem Gelände aufhalten dufte war auf 200 beschränkt.
Es war ein kurzer Zoobesuch, aber zumindest keine Enttäuschung.
Danach ging es nach Radefeld wo wir feststellen durften, dass das Hotelrestaurant geschlossen war … also sind wir zum Essen nach Leipzig gefahren. In Wenzels Prager Bierstube, die wir von dieser Örtlichkeit noch nicht kannten.
In Leipzig mussten wir, anders als in Halle, unsere Personalien nicht zurücklassen.

Und Abends duften wir einem nächtlichen Froschkonzert in Radefeld lauschen … irgendwie hatte ich die lauten Nachbarn des Hotels verdrängt.

Tierpark Dessau
Tierpark Luckenwalde
Wildpark Johannismühle
Tierpark Dahme
Tiergarten Delitzsch

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