Heute waren Besuche im Zoo Dresden, dem Zoo Hoyerswerda und in der Krabatmühle in Schwarzkollm geplant.
Ursprünglich sollte noch ein Abstecher zum Aussichtspunkt Rostiger Nagel (alleine schon wegen des Namens muss man da hin), aber das Wetter war etwas bescheiden … kalt den ganzen Tag, die Sonne war auch kaum zu sehen. Und hin und wieder regnete es.
Im Dresdener Zoo kostet das normale Erwachsenenticket am Montag nur 11 Euro. Es gab Hinweise auf Glätte, aber es war weniger glatt als in Leipzig am Tag davor. Wir konnten auch auf die Löwenfelsen klettern ohne auszurutschen.
- Blick vom Löwenfelsen (Zoo Dresden)
- Blick vom Löwenfelsen (Zoo Dresden)
- Blick vom Löwenfelsen (Zoo Dresden)
Highlight des Besuchs war ein Faultier, das in relativ kürzester Zeit das gesamte Brandeshaus erkundete und such Orte aufsuchte, die wir nicht erwartet hätten. Dabei verhielten sich die Faultiere erst ihrem Namen gerecht. Erst als es Futter gab, wurden sie aktiv, wobei das Futter auch nicht besonders reizvoll schien. Und dass Faultiere durchaus schnell sein können haben wir schon öfter gesehen …. heute auch noch in Hoyerswerda, unserem nächsten Ziel…
Und nach Hoyerswerda ging es nach Schwarzkollm (was auch nur ein Ortsteuil von Hoyerswerda ist) zur Krabatmühle.
Die Krabat-Mühle Schwarzkollm, obersorbisch Krabatowy młyn Čorny Chołmc, ist ein als touristisches Kulturzentrum genutzter Nachbau der sogenannten „Schwarzen Mühle“, die als Hauptschauplatz der Krabat-Sage insbesondere durch das Buch „Die schwarze Mühle“ von Jurij Brězan und den Roman „Krabat“ von Otfried Preußler sowie des hierauf basierenden Kinofilms „Krabat“ bekannt geworden ist. Der Erlebnishof Krabat-Mühle bildet in der traditionellen Bauweise eines Lausitzer Vierseitenhofes eine Anlage mit 6 Gebäuden und befindet sich auf einem 10.000 m2 großen Grundstück im Koselbruch 22 in Schwarzkollm (Stadt Hoyerswerda, Landkreis Bautzen).
Das ursprünglich als „Schwarze Mühle“ bezeichnete Gebäude nahe dem jetzigen Standort, die sogenannte Brösing-Mühle, brannte 1868 vollständig nieder. Die später neu aufgebaute Mühle wurde 1972 stillgelegt und zur Wohnnutzung umgebaut. Von der ursprünglichen Mühle ist gegenwärtig nur noch eine private Scheune erhalten.
Ein Wiederaufbau oder Neubau der Schwarzen Mühle wurde seit Anfang der 1990er Jahre von regionalen Vereinen und Organisationen angestrebt, wofür es jedoch zunächst an den finanziellen Mitteln fehlte. Mit Hilfe von Spenden, Fördergeldern und ehrenamtlicher Mitarbeit gelang dem 2005 gegründeten Schwarzkollmer Verein „Krabatmühle-Schwarzkollm e. V.“ schließlich am 10. Juli 2006 die Grundsteinlegung für den Bau des Gesindehauses (Herberge der Wandergesellen). Aktuell besteht der Verein „Krabatmühle-Schwarzkollm e. V.“ aus rund 100 Mitgliedern unter dem Vorsitz von Tobias Zschieschick. Maßgeblich beteiligt an der Entstehung der Krabat-Mühle war die jetzige zweite Vorsitzende des Vereins, die frühere Schwarzkollmer Bürgermeisterin Gertrud Winzer.
Als erstes Gebäude auf dem Gelände der Krabat-Mühle wurde das Gesindehaus mit Hilfe von über 100 freireisenden Wandergesellen errichtet, denen nach alten handwerklichen Traditionen hierfür Kost und Logis gewährt wurde. Fertiggestellt wurden das Gesindehaus, das dann auch als Herberge der Wandergesellen diente, und der Laubengang im Jahr 2008.
Am 19. Mai 2009 wurde der Grundstein für die Schwarze Mühle gelegt: Hierfür wurde in Dubring eine denkmalgeschützte Scheune abgetragen und am Standort der Krabat-Mühle als Kerngebäude der „Schwarzen Mühle“ wieder aufgebaut. Ein „Mühlenturm“ mit historischer Mühlentechnik sowie das Wasserrad kamen kurze Zeit später hinzu. In der Mühle werden die Techniken verschiedener Mühlenarten wie Getreide-, (Buchweizen-)Grütze-, Leinöl- und Hirsemühle veranschaulicht und historische Arbeitsgeräte aus dem Mühlenalltag ausgestellt.
Der Laubengang gehört zur Bauernstube.
Als „Mühlenscheune“ dient eine denkmalgeschützte Scheune, die aus Sollschwitz nach Schwarzkollm umgesetzt wurde.
Ausgestattet sind die Gebäude unter anderem mit Original-Requisiten aus dem Film „Krabat“. Diese hat die Produktionsgesellschaft dem Verein Krabatmühle-Schwarzkollm e. V. zur Verfügung gestellt.
Im nach Süden anliegenden „Zauberwald“ werden auf einem 450 Meter langen Erlebnispfad verschiedene Schlüsselszenen aus der Krabat-Sage (Wüster Plan, Bäumels Tod) dargestellt und auf Infotafeln beschrieben. Außerdem entstanden eine Toilettenanlage und ein Parkplatz.
Als es dort zu regnen begann machten wir uns auf den Weg zurück nach Dresden, wo wir auf den Augustusmarkt gingen…. hin und wieder regnete es, kalt war es ständig, aber wir haben uns gut verköstigt, mit diversen Heißgetränken, Handbrot, Langos und Zimtschnecken.
Zoo Dresden
Webseite der Krabat-Mühle
Otfried Preußler: Krabat (Rezension und Hintergrund zur Sage)








