Zoopresseschau

Otterzentrum Hankensbüttel 27.07.2018
Otter-Jazz goes OTTER-ZENTRUM
Noch Restkarten verfügbar. Der Countdown läuft: Am 3. August ist Otter Jazz Zeit. In diesem Jahr haben die organisierenden Kulturvereine eine ganz besondere Location für ihr Konzert ausgewählt. Zum 30-jährigen Jubiläum des OTTER-ZENTRUMs wird dort quirliger Gypsy Jazz einer Berliner Band erklingen. Um 19 Uhr werden die „ShoeSwing Stringers“ mit mitreißenden Melodien für einen bewegende Jazzabend sorgen. Der Vorverkauf läuft, noch sind einige Restkarten verfügbar. Auf der Bühne im OTTER-ZENTRUM steht dann eine internationale Formation, die in Berlin beheimatet ist und sich dem Sound der 30er Jahre verschrieben hat. „Gypsy Jazz – mit raffinierten Arrangements. Damit begeistern die vier Musiker der ‚ShoeSwing Stringers‘ ihr Publikum“, schwärmen die Organisatoren der Kulturvereine Wesendorf, Wittingen und Hankensbüttel. „Eine Swing Party voll Pepp und Esprit erwartet die Besucher. Der Konzertbesuch lohnt sich, nicht nur für Otter Jazz Fans, sondern für alle Liebhaber gut gemachter Musik. Genau richtig, für einen schönen Sommerabend.“. Bei der Veranstaltung werden zudem Snacks und kalte Getränke angeboten. Gekonnt geswingte Nummern mit zwei Gitarren, Kontrabass und Geige sind das Markenzeichen des Quartetts. „Sticky Tunes“ heißt das Album, das die Saitenmagier aus Berlin gemeinsam eingespielt haben. Und im besten Sinne klebend-mitreißende Melodien in der Tradition des europäischen und amerikanischen Jazz der 30er Jahre haben sie auch am 3. August mit im Gepäck, bei ihrem Auftritt im OTTER-ZENTRUM. Otter Jazz 2018, das ist wieder mitreißender Jazzsound „live und ganz nah dran“ in der Südheide. Karten im Vorverkauf gibt es für 10 Euro bei folgenden Partnern:
Buchhandlung Ullrich in Hankensbüttel, OTTER-ZENTRUM, Geschäftsstelle Isenhagener Kreisblatt, Heine Tabakwaren in Wittingen und Zentrums-Apotheke in Wesendorf. An der Abendkasse kostet die Konzertkarte 12 Euro.

Zoopark Erfurt 27.07.2018
Waldbrandgefahr
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit steigt auch im Thüringer Zoopark Erfurt die Waldbrandgefahr. Aktuell gilt die Waldbrandstufe 4, das bedeutet, dass die Gefahr eines Waldbrandes sehr hoch liegt. Aus diesem Anlass werden alle Zoobesucher gebeten, besondere Vorsicht walten zu lassen, keine brennenden Gegenstände wegzuwerfen, nicht zu grillen, keine Flaschen liegen zu lassen und Kippen nur in den Aschenbechern zu entsorgen. Sollte in den kommenden Tagen die Waldbrandstufe 5, also die höchste Waldbrandgefahr, ausgerufen werden, bleibt der Zoopark für Besucher geschlossen. Die Besucher werden gebeten, sich vorab auf der Internet- bzw. Facebookseite zu informieren. Selbstverständlich wird der Zoopark diese Information auch zeitnah in der Presse verbreiten.

Zoo Leipzig 27.07.2018
Nachwuchs im Hochsommer
Kleiner Großer Mara und drei kleine (Pustel-)Schweinchen. Mitten im Hochsommer sorgen Jungtiere im Zoo Leipzig für Verzückung: Ein kleiner Großer Mara entdeckt die neue Erlebniswelt Südamerika und in Asien erkunden Pustelschwein-Frischlinge das Terrain. Das Mara-Jungtier ist der erste Nachwuchs in der erst im Mai eröffneten Anlage des Zoo Leipzig. Die Maras leben gemeinsam mit Capybaras in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Pekaris, die sich das Gehege mit Nasenbär Hugo teilen. Die Pustelschweine mit Mutter Miss Piggy und ihren drei Jungtieren sind in der Erlebniswelt Asien zu finden. Gemeinsam mit Vater Pickeldi zeigt sich der Nachwuchs dieser vom Aussterben bedrohten Art bereits den Besuchern beim Futtern oder Schlammbaden. Mit dem Nachwuchs hat der Abenteuer-Sommer neben zahlreichen Kommentierungen und Fütterungen sowie kulturellen Angeboten von Sommerkabarett bis Puppentheater weitere Anziehungspunkte gewonnen. Neu sind auch die Schopfhirsche im Himalaya- Gebirge. Das Paar ist in dieser Woche in die Anlage der Roten Pandas eingezogen und bereichert den asiatischen Lebensraum am Boden. Das namengebende Merkmal ist ein schwarzbrauner, bis zu 17 Zentimeter hoher Haarschopf, der von den Augen bis zum Hinterkopf verläuft. Kunstausstellung Originale_18 Eine Jugendliebe feiert ihre Wiederbegegnung: Zoo Leipzig und Hochschule für Grafik und Buchkunst. Die Kunstausstellung ORIGINALE_18 im Telemannsaal der Kongresshalle steht bis 11. August im Zeichen der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Tieren und kann täglich von 10 bis 18 Uhr mit einem gültigen Zoo-Ticket besucht werden. Am 29. Juli ist der Besuch der Ausstellung kostenfrei möglich (ohneZoobesuch) und die Künstlerinnen stehen in der Ausstellung für Gespräche zur Verfügung: 11 Uhr Anna Bittersohl, 12 Uhr Verena Landau, 14 Uhr Marie Carolin Knoth, 15 Uhr Elisabeth Howey, 16 Uhr Mandy Kunze. Zudem lädt das Institut für Kunstpädagogik junge Zoobesucher am 28. und 29. Juli sowie 4. und 5. August, jeweils von 11 bis 18 Uhr im Konzertgarten ein, selbst künstlerisch aktiv zu werden. Für ausgewachsene Kunstliebhaber sind ab 6. August zahlreiche fünftägige Workshops im Angebot. Alle Informationen auf www.zoo-leipzig.de/safari.

Güstrower Wildpark-MV 27.07.2018
Einblicke in die Meerschweinchen-Stube
Neue Behausungen erfreuen Tier und Mensch im Wildpark-MV. Die Meerschweinchen im Wildpark-MV haben ein neues Dach über dem Kopf: genauer gesagt zwei nagelneue Häuser, die nicht nur die kleinen Nager klasse finden. Auch die Besucher freuen sich. Denn sie können ab sofort vom Besucherweg aus direkt in die Stube der Meerschweinchen schauen und sie beim Fressen oder Kuscheln beobachten. Spannende Einblicke sind also garantiert. Noch näher kommen die Besucher den Tieren nur bei der täglichen kleinen Futterrunde, die um 11 Uhr bei den Frettchen startet. Auch bei den Meerschweinchen machen die Tierpfleger dann Halt und bitten die Kinder um Mithilfe bei der Fütterung. Ein großer Spaß bei den kleinen Tieren.

Tierpark Hellabrunn 27.07.2018
Faszinierend vielfältig: Eröffnung des Hellabrunner Mühlendorfes
Am Freitagvormittag, 27. Juli 2018 war es soweit: Der erste Bauabschnitt des Hellabrunner Mühlendorfes wurde feierlich eröffnet. Mit dem neuen Mühlendorf – als Herzstück der künftigen Geozone Europa – erhält Hellabrunn einen ganz neuen Parkteil, in dessen Fokus die heimische Biodiversität steht. Die Besucherinnen und Besucher erleben hier ursprüngliche und vom Aussterben bedrohte Haustierrassen und können anhand spannender edukativer Spiel- und Lernstationen die Entwicklung vom Wild- zum Haustier nachvollziehen. „Betritt man das Hellabrunner Mühlendorf über die neu sanierte, hölzerne Pionierbrücke, eröffnet sich einem nicht nur ein komplett neuer Parkteil, sondern man hat auch die Vielfalt unserer heimischen Biodiversität direkt vor Augen“, so Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks Christine Strobl begeistert. „Das Mühlendorf mit seiner Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren ist ein großartiger Meilenschritt innerhalb des Hellabrunner Masterplans. Ich bin mir sicher, dass der neue Parkteil ab sofort den Ausflug in den Tierpark bereichern wird. Und ich freue mich sehr darauf, dass wir nächstes Jahr auch die neue Tierparkschule einweihen können.“ Der erste Bauabschnitt des Mühlendorfes ist nun fertiggestellt und für die Besucher geöffnet. Neben dem Mühlrad mit Fischbruthaus direkt am rauschenden Auer Mühlbach befinden sich im Dorf Stallungen für zahlreiche Haustierarten sowie ein Dorfladen und ein Biergarten, die beide von Marché International bewirtschaftet werden. Alle Bauten sind im alpenländischen Stil mit viel Holz und bäuerlicher Dekoration gestaltet. Ein Dorfbrunnen und ein echter Misthaufen unterstreichen den dörflichen Charakter. Tierpark-Direktor Rasem Baban zeigt sich am Freitagvormittag bei der Eröffnung sichtlich zufrieden: „Nach knapp einjähriger Bauphase ist auf der Fläche des alten Kindertierparks mit dem Mühlendorf eine sehenswerte Abbildung unserer alpenländischen Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten, Lebensräumen und Lebensgemeinschaften entstanden, die es sich lohnt, ausführlich zu erkunden. Ich bin sehr gespannt, wie die Besucherinnen und Besucher den neuen Parkteil annehmen werden.“ Bereits zur Eröffnung wird das Hellabrunner Mühlendorf als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. „Die Ehrung der Vereinten Nationen zeigt einmal mehr den hohen Stellenwert von Natur- und Artenschutz in Hellabrunn und dass der Tierpark seinen Bildungsauftrag sehr ernst nimmt“, so Christine Strobl bei der Entgegennahme der Urkunde. „Dass wir Teil der UN-Dekade Biologische Vielfalt sein dürfen, haben wir nicht zuletzt unseren großzügigen Unterstützern wie der Landeshauptstadt München, der Stadtsparkasse München und der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung zu verdanken. Nur so konnten alle Ideen und edukativen Elemente im Mühlendorf wie geplant umgesetzt werden“, betont Rasem Baban. Auch Dr. Olivier Pagan, Präsident des Verband der Zoologischen Gärten e.V. (VdZ), zeigt sich sichtlich begeistert vom neuen Mühlendorf: „Ich darf dem Tierpark Hellabrunn zu diesem gelungenen Bauerndorf-Ensemble gratulieren, das nicht nur ein gemütliches Voralpen-Ambiente bietet, sondern zudem die Themen heimische Biodiversität und ein Bewusstsein für Haustierarten sehenswert umgesetzt hat.“ Neben allerhand Infos zur Herstellung und Herkunft verschiedener Nahrungsmittel wie Eier, Fleisch, Obst und Gemüse können die Besucher im Mühlendorf entdecken, wie aus einem Ei ein Küken heranwächst. Darüber hinaus bietet das Fischbruthaus einen Einblick in ein „In-Situ“-Artenschutzprojekt, d.h. in ein Schutzprojekt vor Ort im natürlichen Verbreitungsgebiet gefährdeter Fischarten. Ebenso sind im Fischbruthaus verschiedene heimische Amphibien und weitere Tiere zu sehen. Außerdem gibt es auch zahlreiche neue Tierarten im Hellabrunner Mühlendorf zu bewundern: Neben Augsburger Hühnern, Genter Bartkaninchen und Laubfröschen gibt es auch Kunekune. „Gerne hätten wir für eine typisch bayerische Schweinerasse die Patenschaft übernommen, da es diese aber leider nicht mehr gibt, sind wir auf die neuseeländische Schweinerasse der Kunekune ausgewichen. Denn mit dem „Sparschwein“ verbindet uns als Sparkasse eine historisch lange Verbindung, da lag die Wahl für diese Tiere natürlich nahe“, erklärt Marlies Mirbeth, Mitglied des Vorstands der Stadtsparkasse München, mit Humor die Wahl auf die Patenschaft für dieser Tierart. Des Weiteren erfahren die Besucher des Mühlendorfes durch verschiedene edukative Spiel- und Lernstationen, welche Rolle der Mensch im Umgang mit natürlichen Ressourcen innehat und was jeder Einzelne zum Erhalt der heimischen, aber auch der globalen Biodiversität beitragen kann. Die Edukation entstand mit der finanziellen Unterstützung der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, die sich seit vielen Jahren für einen bewussten Umgang mit der Natur einsetzt. „Je mehr Menschen täglich in vielen kleinen Dingen einen bewussteren Umgang mit den Ressourcen pflegen, desto positiver wirkt es sich auf unsere Umwelt und somit auf uns selbst aus. Deshalb engagieren wir uns dafür, gezielt aufzuklären. Wie könnten wir die Menschen besser erreichen als durch den attraktiven Tierpark Hellabrunn, der besonders Familien mit Kindern anzieht, die mit ihrer Neugier alles erforschen und für alles offen sind. Wenn jeder Einzelne von uns seinen täglichen kleinen Beitrag leistet, dann wird unsere Welt insgesamt tatsächlich gesünder und lebenswerter. Und so können unsere Kinder in einer besseren Welt und Gesellschaft aufwachsen“, betont Catherine Demeter, Erster Vorstand der Stiftung. Entworfen wurde das Mühlendorf von dem weltweit tätigen Berliner Architekturbüro dan pearlman Erlebnisarchitektur. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Umsetzung unseres Entwurfs das wichtige Thema Biodiversität in eine Geschichte und in gebaute Realität übersetzen konnten. Das Projekt zeichnet sich durch seine familiäre Anmutung, seine Authentizität und den didaktischen roten Faden aus, den man überall wiederfindet. Ich bin begeistert, was für ein toller Ort für Entdeckungen und Begegnungen bereits mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts hier entstanden ist.“ sagt Kieran Stanley, der Gründer und Creative Director. Im Anschluss an die Eröffnungsfeierlichkeiten am Freitagvormittag mit rund 350 geladenen Gästen, festlichen Ansprachen, Schmankerln vom „Brezn Sepp“ im Biergarten und musikalischer Begleitung durch die bayerische Musikkapelle Chieming wurde das Mühlendorf ab 14 Uhr für alle Tierpark-Besucher geöffnet.

Tierpark Görlitz-Zgorzelec 27.07.2018
Komm in die Welt der Riesen-Kängurus!
Eröffnung des Sprungspielplatzes an der neuen Känguru Anlage am 03.08.2018 im Naturschutz Tierpark Görlitz- Zgorzelec. Fleißig wurde die letzten Monate gebaggert, gesägt, geschraubt und montiert, nun ist sie endlich fertig – die neue Anlage für die Grauen Riesenkängurus mit Sprungspielplatz. Der neue Themenspielplatz unter dem Motto „Sprung“ vermittelt Wissen ganz spielerisch. In der Sand-Sprunggrube können zunächst die eigenen Sprungweiten mit denen verschiedener anderer tierischer Bewohner im Görlitzer Tierpark verglichen werden. Anschließend geht es auf die acht Meter lange Trampolin-Bahn. Über mehrere Sprünge simuliert das Trampolin dabei die enorme Sprungkraft von Känguru und Heuschrecke. Wer sich schließlich müde gehopst hat, kann in den Beutel der überlebensgroßen Känguru-Statue klettern und darf sich wohlbehütet wie ein junges Känguru fühlen. Mehrere kleinere Lernspiele verdeutlichen spannendes Wissen rund um die Themen Fortbewegung und Fortpflanzung von Kängurus und Heuschrecken. Die Eröffnungsfeier am 03. August findet im Rahmen des Kinderfestes von Radio Lausitz von 14 bis 17 Uhr unter der Moderation von Christin Hardt statt. Nur an diesem Tag gibt es für alle Besucher die einmalige Gelegenheit, die gesamte neue Känguru-Anlage selbst zu erleben und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Kleine Besucher dürfen bei einem Gummiball-Hüpfwettbewerb mit Plüsch-Känguru im Tragebeutel um tolle Preise kämpfen oder am Bastelstand kleine Mitbringsel gestalten. Neben Trageberatung für junge Eltern gibt es Denksport rund um das größte Säugetier des australischen Kontinents sowie eine Verlosung. Zum Abschluss der Veranstaltung entführt Sie unsere Tiertrainerin ein letztes Mal zur Tierpräsentation am alten Känguru-Gehege. Dort dürfen Mable, Shioban, Eddy, Frodo und ihre beiden Beuteljungen den Tag ganz entspannt fernab von Lärm und Stress verbringen, bevor sie in der zweiten Augustwoche dann in ihr neues Zuhause umziehen. Der Eintritt ist für Kinder von 13 bis 15 Uhr frei.

Wilhelma Stuttgart 27.07.2018
Neuzugänge im Amazonienhaus – Klangvolle Stimmen für den Regenwaldchor
Das Rauschen des Wasserfalls, der Gesang der tropischen Singvögel und das Zirpen der Goldkopf-Löwenäffchen bilden gemeinsam eine einzigartige Geräuschkulisse, die dem Amazonienhaus in der Wilhelma in Stuttgart eine besondere Anziehungskraft verleiht. Seit kurzem verstärken einige Neuzugänge den vielstimmigen Chor: Die Schwarzen Brüllaffenbrüder Dichoso und Shakiro kamen aus Barcelona in den Zoologisch-Botanischen Garten und sollen sich nun mit den beiden Weibchen Yara und Montega anfreunden. Die hellblonden Damen sind den schwarzhaarigen Männchen gegenüber noch skeptisch. „Nach anfänglichem Interesse haben sich die Weibchen entschieden, ihr angestammtes Revier gegen die Herren zu verteidigen“, berichtet Kuratorin Dr. Marianne Holtkötter. „Sie verwehren ihnen manchmal den Zutritt ins Schaugehege, wogegen die Männer mit Gebrüll protestieren.“ Davon leitet sich auch der Name der Primaten ab, denn der tiefe Brüllgesang trägt kilometerweit. Die Haltung einer gemischten Gruppe ist bei Brüllaffen durchaus eine Herausforderung. „Die Empfehlung, Yara und ihre Tochter Montega mit zwei Brüdern zusammenzubringen, kam von der Koordinatorin des Europäischen Zuchtprogramms“, erklärt die Zoologin. „Shakiro ist kastriert, sein Bruder Dichoso nicht. So wird verhindert, dass es zu aggressiven Rivalitäten zwischen den erwachsenen Männchen kommt. Auf diese Weise – so hoffen wir – können beide dauerhaft in einer gemischten Gruppe leben.“ Dichoso soll nun mit Montega, die im Juni 2009 in der Wilhelma zur Welt kam, für Nachwuchs sorgen. Yara darf sich im gehobenen Alter von 19 Jahren hingegen zukünftig um ihre Enkel kümmern. Bei schönem Wetter sind die Brüllaffen inzwischen auch auf der Außenanlage zu sehen. Wer im Amazonienhaus noch ein wenig tiefer in den Dschungel vorstößt, trifft schnell auf weitere neue Bewohner: Sechs Grünschopfstirnvögel sind dort in die Voliere eingezogen. Sie stammen aus Surinam und sind in den Regenwäldern Südamerikas weit verbreitet. Dass sich die Sperlingsvögel nicht im ganzen Haus frei bewegen dürfen, hat einen guten Grund. „Sie fressen neben Insekten, Früchten und Samen auch Eier oder Jungvögel“, erklärt Kurator Dr. Günther Schleussner. „Zum Schutz der anderen Tiere sind sie daher in der Voliere untergebracht.“ Auch die Pflanzen würden nicht lange in ihrer jetzigen Pracht bestehen bleiben: Für den Nestbau verbrauchen die Grünschopfstirnvögel große Mengen an Pflanzenfasern, über einen Meter können die an hängende Beutel erinnernden Nester lang werden. Die Hähne üben sich bereits in ihrem aufwendigen Balztanz, bei dem sie mit glucksenden Lauten die Flügel spreizen und sich vor ihren Angebeteten verbeugen. „Sie sind viel in Bewegung, in der Voliere gibt es eigentlich immer etwas zu sehen“, findet Dr. Günther Schleussner. „Auch ihren typischen Ruf hört man häufig und denkt dabei sofort an den Regenwald.“ So fügen sich die grün schillernden Vögel hervorragend in das stimmungsvolle Tropenkonzert ein und holen damit ein Stück Amazonien in die Wilhelma in Stuttgart.

Zoo Heidelberg 27.07.2018
Kletterspaß in bis zu 6 Metern Höhe für die Lemuren
Neue Außenanlage im Zoo Heidelberg feierlich eröffnet. Am Donnerstag, 26. Juli 2018 eröffneten Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann und Architekt Dipl. Ing. Peter Buchert feierlich die neue Außenanlage der Lemuren im Zoo Heidelberg. Rund 140 Unterstützer des Zoos freuten sich, die beiden Kattas Bato und Rambo und Kronensifaka Daholo erstmalig beim Klettern in der neuen Außenanlage zu beobachten. „Mit der neuen Lemurenanlage gehen wir unseren eigenen Weg, größtmögliche Qualität in der Tierhaltung mit geringstem Platzverbrauch und besten Beobachtungsmöglichkeiten für die Besucher zu verbinden: Das neue Gehege bietet den Tieren so viel nutzbaren Raum wie eine dreimal größere Freianlage“, erläuterte Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Er verdeutlichte in seiner Eröffnungsrede die Beweggründe des Zoos, sich gegen den Bau einer Lemuren-Insel und stattdessen für die neue Voliere zu entscheiden: „Die Gitter schaffen neue Reize, indem Hängematten, Seile, Beschäftigungsmöglichkeiten dort optimal befestigt werden können. Ein weiterer Aspekt, der für uns eine wichtige Rolle spielt, ist die Kontrolle der Tiere über den eigenen Lebensraum: In dieser rundum geschützten Anlage können wir den Lemuren in warmen Sommern die Wahl zwischen Innen- und Außenanlage auch nachts frei überlassen. Bei so wertvollen Tieren wie Daholo würden wir uns sicher schwertun, ihm dies auf einer Freianalage zu gestatten. Ein abbrechender Ast eines nahestehenden Baumes könnte dem Wort „Frei-Anlage“ gleich eine ganz neue Bedeutung geben“. In den vergangenen Jahren trugen zahlreiche Spender zur Finanzierung des ca. 400.000 Euro teuren Geheges bei. Dazu zählten beispielsweise die zahlreichen Läufer, die sich mit der Teilnahme an den Affenläufen 2017 und 2018 für den Bau der Anlage engagierten. Eigenmittel des Zoos sowie Zuschüsse der Stadt Heidelberg ergänzten den Finanzierungsplan. Als die drei Lemuren neugierig die neuen Klettermöglichkeiten der sechs Meter hohen Anlage erkundeten, zeigte sich deutlich, dass sich die Investition gelohnt hat. Bewohner erkunden neues Gehege Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo Heidelberg, freut sich: „Es ist toll zu sehen, wie die Lemuren ihre neue Anlage erkunden. Sie sind sehr gute Kletterer, verbringen aber einen Großteil des Tages auch mit Sonnenbaden oder Ruhepausen – dazu bietet das Gehege die besten Voraussetzungen. Beim ersten Ausflug waren die beiden Kattas noch etwas zurückhaltend, aber Daholo nutzte gleich ausgiebig die Baumstämme im Gehege und wagte Sprünge zu den höchsten Astgabeln“. Mit viel Kreativität und Engagement richteten die Tierpfleger und Handwerker des Zoos das hohe und 120 qm große Gehege mit zahlreichen stehenden und hängende Baumstämmen ein. Seile, Hängematten und Beschäftigungsmöglichkeiten, an denen die Lemuren nun ihre Kletterfähigkeiten zeigen können, erinnern im Zusammenspiel mit der üppigen Bepflanzung an einen Trockenwald auf Madagaskar. Über spezielle Verbindungsgänge zum Großen Affenhaus wechseln die Halbaffen selbstständig zwischen Innen- und Außenbereich. Für die Vorbereitung von Beschäftigungsmaterialien und für kleinere handwerkliche Arbeiten wurde im Zuge der Baumaßnahmen ebenfalls der Wirtschaftsbereich für die Tierpfleger vergrößert. Durch die großen Panoramaglasscheiben können Zoobesucher die drei Lemuren bei ihren akrobatischen Sprüngen von Ast zu Ast ungestört beobachten. Zoo Heidelberg engagiert sich für den Schutz der Lemuren. Lemuren sind ausschließlich auf Madagaskar beheimatet, wo sie vorwiegend in den Trockenwäldern im nordwestlichen Teil der Insel leben. Die Zerstörung ihres Lebensraums lässt die Anzahl der im Freiland lebenden Individuen bedrohlich sinken. Gemeinsam mit anderen sechs europäischen Zoos unterstützt der Zoo Heidelberg im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Lemuren seit einigen Jahren ein spezielles Artenschutzprojekt für Kronensifakas auf Madagaskar, das Sifaka Conservation Project. Die Besonderheit des Projekts liegt im Populationsmanagement: Es wird eine Gesamtpopulation bestehend aus aktuell 20 Sifakas in Zoos und weiteren neun Sifakas in einem Freilandgebiet als gemeinsame Zuchtgruppe betreut. So sollen nicht nur Tiere aus den beteiligten Zoos, sondern auch Tiere aus dem Freiland in den Zuchtprozess integriert werden, um die notwendige genetische Vielfalt zu erhalten. Mit dem Bau der neuen, großen Außenanlage erfüllt der Zoo Heidelberg die nötigen Voraussetzungen, um das Artenschutzprojekt in Zukunft noch besser unterstützen zu können: Sobald eine Partnerin für Daholo gefunden wird, bleibt zu hoffen, dass der Zoo Heidelberg über Nachwuchs bei den stark bedrohten Kronensifakas berichten kann.

Zoo Frankfurt 26.07.2018
Nachwuchs bei den Großen Ameisenbären
Im Mai 2017 begann für die Großen Ameisenbären INES und FALIN mit dem Umzug nach Frankfurt ihr gemeinsames Leben in der Südamerika-Anlage Ukumari-Land. Und offensichtlich gefällt ihnen das, denn am 30. Juni kam ihr erster gemeinsamer Nachwuchs zur Welt. Die zweieinhalb Jahre alte INES kam im Frühjahr 2017 aus dem Zoo Zlín-Lešná in Tschechien nach Frankfurt. Das etwa gleichaltrige Männchen FALIN kam zur selben Zeit aus dem Kölner Zoo an den Main. Damit sind nach 23 Jahren erstmals wieder Große Ameisenbären im Frankfurter Zoo zu sehen. Ameisenbären sind grundsätzlich Einzelgänger, in Zoos kann man sie aber auch gut als Paar halten. FALIN und INES haben sich schnell aneinander gewöhnt und allem Anschein nach gut verstanden. Aber die zierliche INES musste zunächst noch etwas wachsen und Gewicht zulegen, bevor sie mit FALIN das Gehege in der Südamerika-Anlage Ukumari-Land teilen konnte. Dann ging aber alles recht schnell: Nach der Tragzeit, die in der Regel 181-184 Tage beträgt, brachte INES am 30. Juni ihr erstes Jungtier zur Welt. „Wie bei Ameisenbären üblich, trägt INES ihr Junges auf dem Rücken. Gut lässt sich dabei erkennen, wie die Fellzeichnung des kleinen Männchens mit der Zeichnung der Mutter verschmilzt. Der so entstehende Tarneffekt hilft, den Nachwuchs vor Feinden zu schützen“, erklärt Zootierärztin Dr. Nicole Schauerte, die sich gemeinsam mit dem Team darüber freut, dass es mit dem Nachwuchs bei der gefährdeten Art so schnell und reibungslos geklappt hat und sich das Kleine so gut entwickelt. Das war nicht immer so: 1951 zeigte der Frankfurter Zoo erstmals Große Ameisenbären, aber erst Anfang der 1970er Jahre gelang die Zucht. Allerdings überlebten die Jungtiere jeweils nur kurze Zeit. Die Haltung Großer Ameisenbären ist anspruchsvoll – vor allem in Hinblick auf die Ernährung. Forschung und Erfahrung haben in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, die Tiere und ihre Ansprüche besser kennenzulernen und die Haltung zu optimieren. Große Ameisenbären (Myrmecophaga tridactyla) sind weit verbreitet in Mittel- und Südamerika, aber überall selten. Sie leben sowohl in der Savanne als auch im Regenwald, man bekommt sie im Wald aber viel seltener zu Gesicht. Sie sind die größten Vertreter der Ameisenbären. Die kleineren Verwandten, die schwarz-weiß-gezeichneten Tamanduas, kann man im Grzimekhaus des Frankfurter Zoos beobachten. Laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gilt der Große Ameisenbär als gefährdet. Vor allem der Verlust ihres Lebensraums durch Abholzung, industrielle Landwirtschaft und Buschbrände, aber auch Jagd und der Autoverkehr lassen die Bestände seit Jahren schrumpfen. Einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Lebensraums des Großen Ameisenbärs leistet die Zoologische Gesellschaft Frankfurt seit 2014 im südamerikanischen Guyana. Zusammen mit der nationalen Schutzgebietsbehörde hilft die ZGF, das Wildnisgebiet Kanuku Mountains zu bewahren. Das Kanuku Schutzgebiet umfasst mehr als 6.000 Quadratkilometer ursprüng-lichen und unbewohnten Regenwald. Eine umfangreiche Untersuchung der ZGF mit Kamerafallen hat neben dem Großen Ameisenbär auch Jaguare, Tapire und viele weitere, andernorts leider bereits selten gewordene Tierarten nachgewiesen. Kanuku bedeutet Wald in der Sprache der Wapishana-Indigenen, die in der Umgebung der Kanuku Mountains leben. Weitere Projektinformationen zum ZGF Kanuku Mountains Projekt in Guyana unter: https://fzs.org/de/projekte/schutz-der-kanuku-berge-guyana/

Zoo Salzburg 26.07.2018
Das ist doch was! – Veranstaltungstipps für Kinder in den Sommerferien
Am Mittwoch, 1. August, findet von 8.45 bis 10.45 Uhr eine Führung für jungen Tierfreude im Alter von 4 bis 6 Jahre statt: „Weide, Bambus & Löwenzahn – Blättersalat für die Tiere“. Mit viel Spaß und im Spiel lernen die Kinder verschiedene Pflanzenarten kennen, und erfahren, welche Pflanzen die verschiedenen Tiere zum Fressen gern haben. Am Donnerstag, 2. August, dreht sich von 18.30 bis 20 Uhr alles um das Thema „Von wegen Nachtruhe“. Bei der ersten Abend-Safari für Kinder im heurigen Jahr geht es auf Erkundungstour zu Löwe, Wolf, Flamingo, Stachelschwein und Co.. Es gilt zu entdecken, ob Wölfe wirklich den Mond anheulen, Flamingos irgendwann einmal schlafen oder weshalb Stachelschweine gerne abends unterwegs sind. Einige Tierarten werden an diesem Abend mit einem „Betthupferl“ überrascht. Bei der Kinderabendführung wird mit Hilfe spannender und lustiger Quizfragen gemeinsam herausgefunden, bei welchen Tieren an diesem Abend ein Stopp eingelegt wird. Alle Kinder dürfen mit raten. Außerdem lautet die Devise: Fragen stellen ist erwünscht! Kosten jeweils € 3 Führungsgebühr zzgl. Eintritt pro Kind. Um Anmeldung wird jeweils gebeten unter E: erlebnis@salzburg-zoo.at oder T: +43 (0)662 82 01 76 Führungen finden bei jedem Wetter statt!

Opel-Zoo Kronberg 26.07.2018
Die perfekte Familie – Kinderstube bei den Zwergmangusten im Opel-Zoo
Jungtiere, wohin man schaut im Opel-Zoo: Bei den Erdmännchen, Eisfüchsen, Nyalas, Impalas, verschiedenen Hirscharten, den Nandus, den Schnee-Eulen und anderen Vögeln… in vielen Gehege hat sich Nachwuchs eingestellt. Nun sind noch bei den beliebten Zwergmangusten drei Jungtiere zu bewundern, die Mitte Juli geboren wurden und inzwischen regelmäßig aus ihrer Wurfhöhle herauskommen. Wie die Erdmännchen auch demonstrieren sie die Macht der Gemeinschaft. Die Gruppe bietet dem einzelnen mehr Schutz, da Raubfeinde eher entdeckt werden. Und so sieht man auch bei ihnen stets den Wachposten auf dem nachgestalteten Termitenhügel im Opel-Zoo. Die Beobachtung ihres komplexen Sozialverhaltens zeigt: Sie sind eine perfekte Familie. Obwohl nur das dominante Paar der Gruppe Nachwuchs zeugt, beteiligen sich alle Gruppenmitglieder an der Jungenaufzucht mit Putzen, Füttern, Umhertragen und vor allem Aufpassen. Diese Hilfe kann sogar so weit gehen, dass untergeordnete Weibchen die Jungen säugen. Auch die Nahrungssuche wird der Sicherheit wegen gemeinsam in der Gruppe unternommen. Der Speiseplan besteht aus Käfern, deren Larven und Termiten. Aber auch andere Kleintiere und Vogeleier werden nicht verschmäht. Es herrscht also stets reges Leben in der Gruppe, das nun durch die drei Jungtiere noch lebhafter geworden ist. Die vielen Jungtiere locken zu einem Ausflug in den Opel-Zoo in der letzten Ferienwoche, zumal es an den Hängen des Vordertaunus mit dem alten Baumbestand dann doch ein wenig erträglicher ist als in der Hitze der Städte. Noch bis zum Ende der Hessischen Sommerferien gibt es ein besonderes Ferienprogramm für Zoobesucher: Am Samstag, geht es um 15 Uhr in einer Öffentlichen Führung zu den „Grauen Riesen der Savanne“, auch am Dienstag stehen um 11 Uhr in einer Führung die beliebten Elefanten auf dem Programm. Mittwochs von 10-13 Uhr können Kinder in der „offenen Zooschule“ Exponate anschauen, basteln und malen. Und am Donnerstag von 10-13 Uhr kann man den Streichelzoo-Führerschein absolvieren und dabei erfahren, was im Umgang mit den Tieren des Streichelzoos zu beachten ist. Und zum Ferienende können die Zoobesucher dann noch einmal in einer besonderen Führung ab 19 Uhr den Zoo am Abend erleben.

Zoo | Aquarium | Tierpark Berlin 26.07.2018
Eine Nacht mit wilden Tieren
Ferienprogramm mit exotischem Übernachtungscamp im Tierpark Berlin. Schnarchen Antilopen? Wie weit hört man das Gebrüll der Tiger? Abenteurer zwischen 8 und 12 Jahren haben die Chance das bei einem einmaligen Erlebnis herauszufinden: Beim diesjährigen Ferienprogramm können die Teilnehmer unter anderem eine aufregende Nacht inmitten wilder Tiere verbringen. In den Sommerferien bieten Zoo und Tierpark Berlin wieder ein kunterbuntes Ferienprogramm an. Erfahrene Guides sorgen für viel Spaß, Spannung und interessante Informationen rund um die Tiere. Das Programm richtet sich ausschließlich an Kinder – Eltern dürfen ihre freie Zeit genießen. Dienstag, 14. August 2018 „Tierbeschäftigungstag“ Nicht nur Kinder wollen spielen. Auch die Tiere des Tierparks freuen sich über kleine Knobelaufgaben und versteckte Leckereien. An diesem Tag ist eure Kreativität gefragt, denn wir wollen zusammen unseren Tierparktieren den Alltag versüßen. Warum das absolut wichtig ist, erfahrt ihr am Tierbeschäftigungstag. Kosten: 20 €/pro Kind. Tickets nur im Vorverkauf an den Jahreskartenkassen (an beiden Eingängen) erhältlich Wann: 9.00 Uhr – 13:30 Uhr Donnerstag, 16.08.18, & Freitag, 17.08.2018
„Indisches Übernachtungscamp im Tierpark Berlin“ Alle Kinder mit Fernweh kommen am 16. und 17.08.2018 auf ihre Kosten: Das Indien-Programm ermöglicht Einblicke in die Tierwelt und Kultur dieses vielseitigen Landes. Krönendes Highlight ist das abenteuerliche Übernachtungscamp ‒ wer wollte nicht schon immer einmal im Tierpark übernachten? An diesen Tagen wollen wir nicht nur indischen Spielen und Mythen auf den Zahn fühlen, sondern auch bei Lagerfeuer Geschichten austauschen und bei einer abendlichen Führung durch den Tierpark erforschen, welche indischen Tiere abends noch aktiv sind, bevor wir uns dann selbst in unsere Schlafsäcke zurückziehen. Kosten: 110 €/pro Kind (inkl. Übernachtung, abendlicher Snack, Frühstück und Mittagessen) Tickets nur im Vorverkauf an den Jahreskartenkassen (an beiden Eingängen) erhältlich Wann: 16.08.2018 ab 17.00 Uhr – 17.08.2018 um 16.00 Uhr Organisatorische Hinweise für beide Tage: Treffpunkt und Abholung: Eingang Bärenschaufenster Alter: 8-12 Jahre/ohne Eltern Kinder unter 8 Jahren können beim Ferienprogramm nicht teilnehmen! Weitere Infos unter: https://www.tierpark-berlin.de/de/erlebnis-tierpark/fuehrungen/sommerferien-im-tierpark-berlin Auch der Zoo hat in diesem Jahr wieder ein spannendes Programm auf die Beine gestellt. Vom 13. bis 17. August können Kinder unter anderem Afrika und Südamerika entdecken. Das Programm ist im Zoo bereits an fast allen Tagen ausgebucht, im Tierpark sind noch einige Plätze verfügbar.

Zoo Zürich 26.07.2018
Auswilderung vier junger Waldrappen
Der Zoo Zürich stellt vier junge Waldrappen zum Auswildern für das europäische Wiederansiedlungsprojekt «Reason for Hope» zur Verfügung. Gestern Mittwoch haben vier junge Waldrappen den Zoo Zürich Richtung Österreich verlassen. Die im Mai dieses Jahres geschlüpften Vögel, zwei Männchen und zwei Weibchen, werden im Rahmen eines europäischen Waldrapp-Wiederansiedlungsprojekts ausgewildert. Der Zoo Zürich hat in der Vergangenheit schon mehrfach Jungvögel und Eier in das Projekt gegeben. Der Waldrapp gehört zu den am stärksten bedrohten Vogelarten weltweit und ist heute als Zugvogel faktisch ausgestorben. internationales Projekt Das 2002 gegründete Waldrappteam ist aus der Konrad Lorenz Forschungsstelle im österreichischen Grünau entstanden. Unter dem Projekttitel «Reason for Hope» will es zusammen mit verschiedenen Partnern aus den Alpenländern den Waldrapp in Europa wiederansiedeln. Ziel ist es, dass bis 2019 wieder mehr als 120 Waldrappen zwischen dem nördlichen Alpenvorland und der Toskana migrieren. Seit 2013 ist das Unterfangen ein von der EU gefördertes «LIFE+ Biodiversity»-Projekt. Es verfügt aktuell über die zwei Brutgebiete Kuchl (Salzburg, Österreich) und Burghausen (Bayern, Deutschland) sowie über ein Wintergebiet in der Toskana (WWF Oasi Laguna di Ortebello). Ein weiteres Brutgebiet soll in Überlingen am Bodensee entstehen. Jungvögel müssen route lernen. Die Jungvögel aus dem Zoo Zürich werden an den Brutstandorten zu zugerfahrenen Leitvögeln gesetzt. Das ist zentral, da Waldrappen nicht mit einem «inneren Kompass» ihrer Zugrouten geboren werden, sondern den Weg von einem anderen Tier lernen müssen. Bei den ersten Auswilderungen, als noch keine zugerfahrenen Waldrappen zur Verfügung standen, mussten deshalb menschliche «Zieheltern» den Jungvögeln mit einem Leichtflugzeug voraus fliegen und ihnen so den Weg in ihr Überwinterungsgebiet zeigen. Heute werden die Jungvögel an den Brutstandorten nach einer kurzen Eingewöhnungszeit besendert und beringt und kommen dann in den Freiflug mit den restlichen Waldrappen. Sie halten sich zunächst im Brutgebiet auf, ehe sie im Herbst zusammen mit den zugerfahrenen Adultvögeln selbstständig ins Winterquartier in die Toskana ziehen. Ihre Flugrouten können über die kostenlose Live-Tracking-App «Animal Tracker» verfolgt werden.

Tierpark + Fossilium Bochum 25.07.2018
Was Kinder über Tiere wissen wollen Tierpark weiht neue Beschilderung ein
An ausgewählten Tieranlagen im Tierpark + Fossilium Bochum finden Besucher ab sofort eine neue, von Kindern für Kinder entwickelte Beschilderung mit spannenden Informationen zu den tierischen Bewohnern des Zoos. Die farbenfrohen Schautafeln sind ein Gemeinschaftsprojekt der Caritas Bochum, des VfL Bochum 1848 und des Bochumer Tierparks. Am Mittwoch, 25. Juli 2018, wurde die Beschilderung von den Kooperationspartnern zusammen mit den Kindern des Offenen Ganztags der Caritas offiziell eingeweiht. „Wie viel wiegt eine Riesenschildkröte, warum brauchen Erdmännchen immer einen Wächter und warum stehen Flamingos auf einem Bein?“- Diese und viele weitere Fragen haben sich Mädchen und Jungen aus den Offenen Ganztagsschulen der Caritas Bochum gestellt. Im Rahmen der Schulbetreuung überlegten sich die Grundschüler, was sie an Seehund, Pinguin und Co. am meisten interessiert und wie sie diese Informationen anderen Kindern vermitteln können. Der Kreativität waren dabei keine Grenzen gesetzt. „Wir haben schon seit Langem eine gute Kooperation mit dem Tierpark, weshalb wir bei diesem pädagogischen Projekt sofort mit von der Partie waren“, berichtet Angelika Bette, die den Bereich „Schulbetreuung“ bei der Caritas Bochum leitet. „Es ist immer wieder faszinierend, den Tierpark und seine Tiere mit den Augen der Kinder zu sehen“, berichtet Zoodirektor Ralf Slabik und fährt fort: „Wir sind noch immer ganz begeistert von den Entwürfen, die wir erhalten haben! Man konnte sehen, wie viel Herzblut und Mühe in den eingereichten Plakaten steckte.“ Dank der finanziellen und grafischen Unterstützung des VfL Bochum 1848 konnten die tierischen Ideen der Caritas-Kinder schließlich in Zusammenarbeit mit der Zooschule professionell und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt werden. Im Mittelpunkt der insgesamt neun Infotafeln steht jeweils eine bunte, kindgerechte Abbildung des thematisierten Tieres. Eine große Weltkarte zeigt das Verbreitungsgebiet der Tierart. Zusätzlich verbirgt sich unter angebrachten Klapptafeln Erstaunliches zu Besonderheiten, Familienleben und Co., das mit anschaulichen Grafiken und Fotos sowie einfacher Sprache aufbereitet wurden. „Abstrakte, zoologische Fakten, wie z.B. das Gewicht eines Tieres, sind für Kinder schwer greifbar. Daher haben wir diese Aspekte in die Lebenswirklichkeit der Kinder übertragen und Vergleichsmöglichkeiten gefunden“, erklärt die stellvertretende Zooschulleiterin Judith Becker. So lernen junge Tierparkbesucher mithilfe der Schilder, dass ein Flamingo etwa so schwer ist wie drei Wasserflaschen! Ein Highlight der Beschilderung sind integrierte Schaukästen, die zum Entdecken einladen. „Wir möchten Kindern die Besonderheiten der Tierwelt mithilfe dieser Beschilderung spielerisch und durch mehrdimensionale Erfahrungsmöglichkeiten näher bringen. Deswegen zeigen wir hier reale Objekte, wie ein Kaiman-Ei oder die Häutung eines Tigerpythons“, so Judith Becker. Die neue Kinderbeschilderung ist kein Ersatz für die bisherige Artbeschilderung des Tierparks, sondern eine zielgruppengerechte Ergänzung. Regelmäßige Tierparkbesucher werden das Design bereits von den Infotafeln an der Schaufutterküche kennen. Zukünftig soll das gesamte Beschilderungssystem des Tierparks Schritt für Schritt überarbeitet und in ein einheitliches Erscheinungsbild übertragen werden.

Zoo Landau in der Pfalz 25.07.2018
„Bauen für Zootiere“ – Öffentliche Zooführung mit Zooarchitekt Peter Buchert am Sonntag, 12. August, 11 Uhr
Am Sonntag, 12. August, um 11 Uhr findet die nächste der monatlich einmal stattfindenden öffentlichen Sonntagsführungen im Zoo Landau in der Pfalz statt. Wenn die zukünftigen Bewohner eines Gebäudes scharfe Klauen, Zähne oder Schnäbel haben, besondere Sicherheitsvorkehrungen, Rückzugsmöglichkeiten, Temperaturbedingungen oder Schwimmbecken benötigen, dann stellt das den Architekten häufig vor ganz besondere Aufgaben. Und dann gibt es im Zoo nicht nur die Bedürfnisse tierischer Bewohner, sondern auch die der Tierpfleger und der Besucher zu berücksichtigen! Über die Herausforderungen beim „Bauen für Zootiere“ wird der Landauer Zooarchitekt Peter Buchert auf seinem etwa eineinhalbstündigen Rundgang berichten. In den letzten Jahren hat er mit seinem Team im Zoo Landau unter anderem den Umbau der Anlagen für afrikanische Huftiere, die Humboldtpinguine und die Sibirischen Tiger, sowie die Neubauten für Dromedare, Landschildkröten besonders bedrohte Vogelarten und den neuen Streichelzoo verwirklicht. Welche Ansprüche die einzelnen Tierarten stellen, welche Klippen zu umschiffen sind und auf wie viele kleine Details geachtet werden muss, die dem Zoobesucher sicherlich gar nicht bewusst sind, wird Peter Buchert den Gästen an diesem Tag an den Gehegen präsentieren. Außerdem wird das aktuellste Bauprojekt, der Umbau des alten Streichelzoos und eines angrenzenden Geheges für die „Tierischen Juwelen der Philippinen“, im Rahmen der Führung vorgestellt. Für die hochbedrohten Prinz-Alfred-Hirsche, Visayas-Mähnenschweine und weitere philippinische Arten wird hier ein neuer, teilweise gemeinsam genutzter Lebensraum mit diversen unterschiedlichen Einblickmöglichkeiten für die Besucher und südostasiatischem Flair entstehen.

Zoo Osnabrück 25.07.2018
Dusche und Eis für Pinguine, Erdmännchen & Co. – Erfrischung für Zootiere bei Sommerhitze
Wie verbringen eigentlich Pinguine, Erdmännchen & Co. die heißen Hundstage? Im Zoo Osnabrück sorgen die Tierpfleger nicht nur für ausreichend Schattenplätze und Trinkwasser, sondern auch für so manche Erfrischung zwischendurch. „Grundsätzlich ist es natürlich wichtig den Tieren ausreichend Schatten und Trinkwasser zur Verfügung zu stellen, dann regeln die Tiere auch viel alleine. Insbesondere die nordischen Tierarten verbringen tagsüber die meiste Zeit schlafend im Schatten und werden erst gegen Abend aktiver“, berichtet Tobias Klumpe, Biologe und wissenschaftlicher Kurator im Zoo Osnabrück. Doch bei den aktuell herrschenden Temperaturen greifen die Zoomitarbeiter noch weiter in die Trickkiste und sorgen für zusätzliche Erfrischungen für die Tiere. Den Humboldtpinguinen, die zwar in ihrer Heimat Peru und Chile auch an wärmere Temperaturen gewöhnt sind, wird es aktuell auch ein bisschen zu warm, obwohl sie ein großes Wasserbecken haben. Deswegen haben die Tierpfleger ihnen eine erfrischende Dusche aufgebaut: „Ein Sprinkler sprüht feine Wassertropfen zusätzlich auf die Anlage. Manche Tiere stellen sich direkt darunter, andere genießen die kühlere Luft in der Nähe der Dusche. Besonders in den Nachmittagsstunden nutzen die Pinguine das Angebot gerne“, berichtet Kirsten Bischoff, Revierleiterin und Tierpflegerin im Vogelrevier. Auch die Flachlandtapire freuen sich über eine kühle Dusche, allerdings dürfen die Tierpfleger die südamerikanischen Tiere nur im Schatten duschen, da die Tiere sonst schnell Sonnenbrand bekommen. Besonders Jungtier Mateo flitzt begeistert durch die Wassertropfen. Die Asiatischen Elefanten dagegen sind von dem kühlen Nass bei der Hitze nicht so angetan: „Unsere Elefanten haben zwar zwei große Pools und wir bieten ihnen auch Duschen an, aber wenn es so heiß ist, ist ihnen der Temperaturunterschied zum Wasser zu groß. Da suhlen sie sich lieber in der nassen Lehmkuhle und schützen so auch ihre Haut vor der Sonne“, berichtet Klumpe. Auch afrikanische Tiere genießen Abkühlung – Selbst afrikanische Tiere wie die Erdmännchen freuen sich bei den Temperaturen über eine Erfrischung: „Unsere Erdmännchen und die Zebramangusten planschen zurzeit auch gerne in Wassertrögen“, berichtet Klumpe. Orang-Utan Buschi und seine Artgenossen Astrid, Damai und Dayang genießen ebenfalls kleine Abkühlungen: „Hier servieren wir Obst und Gemüse zum Frühstück an warmen Tagen manchmal in einem Wasserbottich. Die Menschenaffen stecken dann gerne ihre Arme ins Wasser, um das Futter herauszuangeln. Buschi kippt den Trog aber anschließend auch gerne um“, schmunzelt Tierpflegerin Cathy George. Nordische Tierarten wie die Vielfraße oder die Schwarzbären verbringen die meiste Zeit des Tages im Schatten oder auch im kühlen Nass: „Gerade unsere Schwarzbären Lea und Theo lieben es in ihrem Teich zu planschen. Da füttern die Tierpfleger häufig im Wasser und werfen Fisch, Obst und Gemüse in den Teich hinein, wo die Bären dann schwimmend nach dem Futter angeln“, so Klumpe. „Eisbomben“ und kommentierte Fütterungen – Eine Erfrischung von Innen gibt es auch regelmäßig für verschiedene Tiere: Als „Eisbombe“ reichen die Tierpfleger Elefanten, Vielfraßen, Bären & Co. gefrorenes Futter. Ob eisiges Obst, Gemüse, Fleisch oder auch Fisch – das ist bei den meisten Säugetieren sehr beliebt bei der Hitze, wie bei Menschen das Speiseeis. Von dem tierischen Abkühlungsprogramm profitieren nicht nur die Zoobewohner, sondern auch Besucher, die sich die Aktionen anschauen können. Zusätzlich finden zurzeit täglich Fütterungen und Kommentierungen bei verschiedenen Tieren im Zoo statt, bei denen die Zoopädagogen aus der Tierwelt berichten. Das genaue Programm ist an der Kasse oder unter www.zoo-osnabrueck.de/preise-infos erhältlich.

Tierpark Hagenbeck Hamburg 25.07.2018
Bohnen für Brausepaul – Abstimmung für Elefantennamen startet
Brausepaul ist ein niedlicher Kosename für ein Elefantenbaby, aber nicht mehr passend für ein majestätisches Tier wie einen ausgewachsenen Elefantenbullen. Deshalb suchen wir zwischen dem 26. Juli und dem 9. August 2018 einen Namen. Wie soll der Jungbulle in Zukunft heißen? Zur Auswahl stehen drei gut klingende Namensvorschläge, die mittels Bohn-O-Meter und abstimmungsfreudigen Besuchern ausgewählt werden. Raj (gesprochen Radsch), Siam oder Chang: Das sind die drei Favoriten für den Lütten, den sich die Elefantenpfleger aus etwa 20 Namen ausgesucht haben. Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, dass es ein Name aus dem Herkunftsland des Tieres ist, er gut auszusprechen ist und auch zu einem ausgewachsenen und stattlichen Elefantenbullen passt. Auch die Bedeutung des Namens spielte bei der Auswahl eine Rolle. So bedeutet beispielsweise Raj Prinz, König oder Herrscher, Siam dagegen ist der ehemalige Name Thailands und Chang bedeutet Elefant auf thailändisch. Abgestimmt wird zwei Wochen lang mit Bohnen. Jeder Besucher erhält zusammen mit seiner Eintrittskarte eine Hülsenfrucht, Jahreskartenbesitzer bekommen die Weißen Riesenbohnen von den Portiers. Im sogenannten Bohn-O-Meter, welches für den Zeitraum am Vereinshaus der Freunde des Tierparks Hagenbeck e.V. zu finden ist, wird die Bohne in der gläsernen Röhre mit dem Namensfavoriten versenkt. So haben alle Besucher die Möglichkeit, dem kleinen Brausepaul einen stolzen Elefantennamen zu geben.

Zoo Magdeburg 25.07.2018
Über Emotion zur Information – Wie Erlebnisse Wissen vermittelt
Die nächste Öffentliche Abendführung am 29. Juli 2018 widmet sich einem zoopädagogischen Thema. Die Assistenzkuratorin für Tierbestand und Zoopädagogik, Constanze Mattes, gibt spezielle Einblicke in ihren Arbeitsbereich, der sich auch mit der Methodik der Wissensvermittelung über Zooerlebnisse befasst. Bereits in den frühen Anfängen zoologischer Gärten, spielte neben der Zurschaustellung von Tieren stets auch der Forschungs- und Bildungsaspekt eine große Rolle. In Zeiten der zunehmenden Naturentfremdung gewinnen diese Aspekte immer mehr an Bedeutung für das allgemeine Verständnis unserer Umwelt. Das Angebot an Wissensvermittlung geht jedoch weit über das klassische Tierschild hinaus. Getreu dem Motto „Spiel, Spaß und Spannung“ sollen bei den Besuchern emotionale Verknüpfungen für Tier und Natur geschaffen werden. Welche Mittel eingesetzt werden, um die Besucher in den Bann der faszinierenden Zoowelt zu ziehen, dies wird bei der Abendführung deutlich.

Zoo Wuppertal 25.07.2018
Vogelnachwuchs im Grünen Zoo
Nachwuchs gibt es aktuell bei vielen Vögeln im Grünen Zoo Wuppertal. Dabei lassen sich natürlich nicht nur die Jungvögel, sondern auch deren Eltern bei der Versorgung des Nachwuchses beobachten. Da viele Vögel recht schnell heranwachsen, sind die Küken oft schon wenige Wochen nach dem Schlupf nur noch schwer von erwachsenen Tieren zu unterscheiden. Bei den Jägerliesten oder Lachenden Hänsen gibt es aktuell vier Jungtiere, die inzwischen aus dem Nest ausgeflogen sind. Da Jägerlieste Höhlenbrüter sind, konnten die zwischen dem 31.05. und 05.06. geschlüpften Jungvögel zuvor nicht beobachtet werden. Nun sind sie in ihrer Voliere in der Nähe der Zoodirektion gut sichtbar, sind allerdings nicht leicht von ihren Eltern zu unterscheiden. Jägerlieste machen sich durch ihre wie Gelächter klingenden Rufe bemerkbar, die auch die Bezeich-nung Lachender Hans erklären. Reichlichen Nachwuchs gab es in diesem Jahr auch bei den Waldrappen, einer hochbedrohten Ibisart. Gleich neun Küken schlüpften im April und Mai in der großen Ibisvoliere gegenüber dem Vogelhaus. Diese ungewöhnlichen Vögel waren früher rund ums Mittelmeer und in Mitteleuropa bis zu den Nordalpen verbreitet, wurden aber großflächig ausgerottet und zählen heute zu den am stärksten bedrohten Vogelarten. Der Grüne Zoo Wuppertal beteiligt sich am Europäischen Ex-situ-Programm dieser Art und unterstützt die Bemühungen zum Schutz, zur Erhaltung und Wiederansiedelung der Waldrappe in Europa. Ein globales Erhaltungsprogramm, an dem sich der Grüne Zoo Wuppertal beteiligt, gibt es für den Blaukappenhäherling. Von diesem aus China stammenden Vogel gibt es nur noch weniger als 250 Tiere in freier Wildbahn. Zoologische Gärten weltweit versuchen, ihn vor dem Aussterben zu bewah-ren. In Wuppertal schlüpften am 16.06. nun erstmals zwei Jungvögel dieser hochbedrohten Art und wurden von ihren Eltern großgezogen. Sie bewohnen eine der Außenvolieren des Vogelhauses. Zahlreiche Jungvögel schlüpften im Juni bei den Säbelschnäblern in der Außenvoliere ganz links vor dem Vogelhaus. Auch in der Pinguinanlage gab es mehrfachen Nachwuchs, aktuell ist noch ein Königspinguinjungtier vom 29.04. an seinem Jungtiergefieder zu erkennen. Einige Königs- und Eselspinguine haben bereits wieder Eier gelegt, so dass noch auf weiteren Nachwuchs gehofft werden darf.

Zoo Basel 25.07.2018
Jungtiere bei den Lisztäffchen
Bei den Lisztäffchen sind Jungtiere geboren. Die Tierpfleger entdeckten die Winzlinge am 2. Juli 2018 an Bauch und Rücken von Mutter «Gitana» (9), wo sie sich selbstständig festhalten. Vater «Francisco» (14) beteiligt sich ebenfalls an der Aufzucht und hilft beim Tragen der Jungen. Zuerst waren es drei – Am Morgen entdeckten die Tierpfleger zwei Jungtiere, am Nachmittag sogar Drillinge, welche sich im Fell versteckt am Muttertier festklammerten. Leider verstarb eines der Jungtiere einige Tage nach der Geburt. Die Aufzucht von Drillingen gelingt selten, da die Muttermilch meist nicht ausreicht. Zweieiige Zwillingsgeburten sind aber bei Lisztäffchen die Regel und die Eltern wechseln sich beim Herumtragen der Jungtiere ab. Die Jungen wiegen bei der Geburt um 45 Gramm und sind damit im Vergleich zu ihrer kaum mehr als 600 Gramm leichten Mutter wahre Riesen. Die Neugeborenen sind im Fell der Elterntiere gut zu entdecken. Im Gewusel aus Beinchen, Schwänzen und den kleinen Köpfen ist es aber nicht ganz einfach, die Körperteile zuzuordnen. Eine besondere Mutter – Die erfolgreiche Geburt von «Gitana» ist bemerkenswert, da sie eine genetische Besonderheit aufweist. Wissenschaftler fanden heraus, dass Zwillingsgeschwister oft „genetische Mischwesen“ (Chimären) sind und in praktisch allen Organen des Körpers Stammzellen von beiden Geschwistern in einem Krallenäffchen vereint sein können. Normalerweise hat jedes Individuum seine eigenen Gene und diese sind in allen Zellen des Körpers gleich. Während der frühen Schwangerschaft findet offenbar ein Austausch von Stammzellen zwischen den Embryonen statt. Neueste Forschung zeigt, dass auch Geschlechtsorgane Gene von Bruder oder Schwester enthalten können. Bei «Gitana» ist dies der Fall, ihre äusseren Geschlechtsteile weisen ein männliches Aussehen auf, was den Zootierärzten auffiel und eine Geburt unwahrscheinlich erscheinen liess. Jetzt hat es allerdings doch noch geklappt! Bedrohte Lisztäffchen – Lisztäffchen leben in den Regenwäldern Nordkolumbiens und ernähren sich von Insekten, Spinnen, Früchten, Blüten, Eiern und Nestlingen. Die Tragzeit beträgt 140-145 Tage. Der Wildtierbestand ist durch die Zerstörung des Lebensraumes bedroht. Deshalb führen die Zoos ein Erhaltungszuchtprogramm.

Tierpark Neumünster 24.07.2018
Weitere Jungtiere im Tierpark Neumünster – Im Tierpark ist´s so süß wie schon lange nicht mehr
Nach 8 Jahren Babypause endlich wieder Jungtiere bei den Eurasischen Luchsen. „Meine Güte sind die süß!“ Diesen Satz hört man zurzeit im Tierpark Neumünster sehr häufig. Gemeint sind meistens die zwei kleinen Luchs Kitten, die seit einigen Tagen nun mit Mutter „Lucia“ auf der Außenanlage zu sehen sind. „Luchse sind Nesthocker.“, erklärt die Leiterin des Tierparks, Diplom Biologin Verena Kaspari. „Sie werden blind und taub geboren und bleiben die ersten Lebenstage mit der Katze in ihrem Nest.“ Die zwei Jungtiere wurden bereits am 19.05.2018 geboren, waren jedoch bis vor wenigen Tagen für die Tierpark Besucher noch nicht auf der Außenanlage zu sehen. „Unsere 4-jährige Luchskatze „Lucia“, die erst im Januar diesen Jahres, aus der Schorfheide nach Neumünster kam, hatte sich für die Geburt alleine in den Stall zurück gezogen. Sie ist eine tolle Mutter und ließ selbst uns Tierpfleger die ersten Tage nicht sehr nahe ans Nest heran. So konnten wir direkt nach der Geburt noch nicht genau sagen, wie viele Jungtiere es denn nun sind, wir haben sie nur gehört.“ erklärt Revierleiterin Sabine Schumaier. Das Tierpark-Team freut sich wirklich sehr, dass nach 8-jähriger Babypause es nun wieder kleine Luchse im Tierpark gibt. „Eine der größten tiergärtnerischen Herausforderungen der letzten Jahre war es, bei vielen Tierarten neue Zuchtpaare zusammen zu stellen.“, erklärt Tierpark Direktorin Kaspari. „Unser Luchs Kuder „Aja“ ist bereits 9 Jahre alt. Es hat eine ganze Weile gedauert, eine nicht ganz so junge Katze für ihn zu finden. Aber dann war es zum Glück „Liebe auf den ersten Blick“, wie man nun sieht.“ Nach der ersten Impfung durften die zwei jungen Luchse, ein männliches und ein weibliches Tier, nun zum ersten Mal mit Luchs-Vater „Aja“ gemeinsam auf die Anlage. Katze „Lucia“ passt sehr gut auf ihre Jungen auf, die sich schon recht häufig wagemutig ganz nach oben auf die Klettergerüste hinauf trauen oder ganz nach Katzenmanier und zur Freude der Besucher, auf der Anlage herum toben. Doch seit einigen Tagen schlagen die Besucherherzen nicht mehr nur für die süßen kleinen Luchse alleine. Der erste Heuler der Saison hat am letzten Sonntag das Licht der Welt erblickt. Die 18-jährige Seehund Dame „Amy“, brachte nach 4 Jahren Babypause, einen kräftigen Jungen zur Welt. Der kleine knopfäugige Kerl hat sogar schon einen Namenspaten und wurde von einer jungen Tierparkbesucherin auf den Namen „Blubbi“ getauft. Laut Tierpark werden noch zwei weitere Geburten bei den Seehunden in den nächsten Tagen erwartet. Dann wird es noch mal viel süßer im Tierpark Neumünster!

Thüringer Zoopark Erfurt 24.07.2018
Todesursache von Löwenkater Bagani weiterhin unklar
Zur Todesursache des am vergangenen Freitag völlig unerwartet verstorbenen Löwenkaters Bagani gibt es bislang keine wesentlichen Erkenntnisse. Lediglich ein verschluckter Fremdkörper konnte ausgeschlossen werden. Bagani wurde bereits am Freitag zur intensiven Untersuchung in das Institut für Veterinär-Pathologie der Universität Leipzig gebracht. Es wird noch immer in alle Richtungen ermittelt. Als nächster Schritt müssen die Ergebnisse der Untersuchungen zur Histologie, Bakteriologie, Virologie und allgemeinen Toxikologie abgewartet werden. Diese sind frühestens Ende der Woche zu erwarten. Im Zoopark wird unterdessen die noch verbliebene Löwendame Bastet von den Tierpflegern intensiv betreut und beschäftigt. Außerdem wird alles unternommen, um möglichst schnell einen neuen Gefährten für sie zu finden.

Tierpark Hagenbeck Hamburg 24.07.2018
Hamburgs coolster Ort hat coolen Nachwuchs
Die Hundstage mit Temperaturen bis zu 35 Grad lähmen die Stadt. Aber ein Ort trotzt der Hitze: Das Eismeer im Tierpark Hagenbeck. Besonders kühl ist es bei den antarktischen Pinguinen. Dort, wo Esels- und Königspinguine leben, herrschen ganzjährig Temperaturen von höchstens sieben Grad. Trotzdem geht es heiß zur Sache: Hier wächst richtig cooler Nachwuchs heran. Mehrere Eselspinguin-Küken sind geschlüpft und halten ihre Eltern ganz schön auf Trab. Ständig wird das Schnäbelchen aufgerissen und um Futter gebettelt. Ist der Nachwuchs endlich satt, muss er ja auch noch warm gehalten werden. Besonders gemütlich sehen die Nester dieser Pinguine nicht aus, denn sie bauen sie aus Steinen. Doch unter Mamas und Papas weichem Feder-Bauch haben es die kleinen Küken auch im kühlen Eismeer kuschelig warm. Ab und zu lugen sie vorwitzig unter dem Bauch hervor und bestaunen ihr Zuhause. Die größeren Küken sind bereits selbst unterwegs und in ihrem flauschigen Babygefieder gut zu sehen. Auch die anderen Bewohner des Tierparks Hagenbeck lassen sich von den Temperaturen nicht beeindrucken. Generell legen sich Tiere in den Schatten, wenn es ihnen zu warm ist. Die Roten Pandas beispielsweise verschlafen die Hitze des Tages gern in schattigen Baumkronen. Wer das Wasser mag, so wie Elefanten, Tiger oder auch Bären, der geht im Sommer einfach häufiger schwimmen als in den kühlen Monaten. Und wer nicht schwimmen mag, der duscht einfach unter dem Rasensprenger, wie beispielsweise die Alpakas. Damit kein Wasser verschwendet wird, stammt das Wasser für das Sprengen in den Gehegen zum großen Teil aus dem Brauchwasserkreislauf. Großen Spaß bei großer Hitze haben viele Tiere auch mit ihren Eisbomben. Dafür frieren die Tierpfleger Futter in Wassereimern ein. Mit diesen speziellen Eiswürfeln spielen die Eisbären besonders gern und pulen nach und nach die fressbaren Anteile heraus. Wie überall im Eismeer ist auch bei den Eisbären das Badewasser gekühlt und wird nie wärmer als 15 Grad. So lassen sich auch die heißen Hundstage gut aushalten.

Tiergarten Nürnberg 24.07.2018
Freier Tiergarteneintritt für Einserschüler
Gute Noten zahlen sich aus: Schülerinnen und Schüler, die eine „Eins“ im Zeugnis haben, können am ersten Ferientag, Montag, 30. Juli 2018, und am letzten Ferientag, Montag, 10. September 2018, kostenfrei den Tiergarten der Stadt Nürnberg besuchen. Das Angebot gilt für Einserschülerinnen und Einserschüler bis einschließlich 17 Jahren, die an der Tiergartenkasse ihr Zeugnis mit mindestens einer Eins oder einem „sehr gut“ in der schriftlichen Beurteilung vorlegen. Kinder unter 14 Jahren dürfen nicht allein in den Tiergarten, sondern müssen von einem Erwachsenen begleitet werden. Die Begleitperson muss den regulären Eintritt bezahlen. Gemäß Tiergarten-Benutzungssatzung dürfen sich Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung einer volljährigen, aufsichtspflichtigen Person auf dem Tiergartengelände aufhalten.

Zoologisch-Botanischer Garten Wilhelma Stuttgart 23.07.2018

Mutter von Wilbär wurde 28 Jahre alt – Die Wilhelma nimmt Abschied von Eisbärin Corinna
Unerwartet kam nicht ihr Tod, jedoch der Zeitpunkt: Corinna, die betagte Eisbärin der Wilhelma in Stuttgart, ist am Samstagmorgen gestorben. Unter Artgenossen zählen ihre 28 Jahre bereits als hohes Seniorenalter. Zuletzt hatte der Publikumsliebling vermehrt Anzeichen von Altersgebrechen gezeigt, wie einen teilweisen Muskelabbau. „Ihr Lebensabend hatte sich schon abgezeichnet“, sagte Dr. Ulrike Rademacher, die Raubtier-Kuratorin der Wilhelma. „Trotzdem ist es traurig, wenn ein Tier, das wir lange begleitet haben, letztlich doch so plötzlich stirbt.“ Nach ersten Ergebnissen der Obduktion erlag die Eisbärin einem Lebertumor. Nähere Laborbefunde werden in den kommenden Wochen erwartet. Corinna steht für fast drei Jahrzehnte Wilhelma-Geschichte. Sie war 1989 im Zoo Kopenhagen geboren worden und 1990 in die Wilhelma gekommen. Sie bildete ein harmonisches Paar mit dem Eisbären Anton, mit dem sie bis zu dessen Tod 2014 zusammenlebte. Am 10. Dezember 2007 brachte sie Wilbär zur Welt. Ein Jahr nach dem Medienwirbel um Eisbär Knut, der im Zoo Berlin von Hand aufgezogen werden musste, stand Wilbär genauso wie das gleichaltrige Eisbär-Mädchen Flocke im Tiergarten Nürnberg im Blickpunkt bundesweiter Aufmerksamkeit und trug zu einem Besucherrekord im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart bei. Corinnas einziger Nachwuchs lebt heute im Orsa-Raubtierpark im schwedischen Dalarna. Nach dem Tod ihres Partners Anton stellte die Wilhelma der Eisbärdame 2014 und 2015 jeweils einen „Sommergast“ zur Seite: Yoghi aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn beziehungsweise Felix aus dem Tiergarten Nürnberg. In ihren Heimatzoos hatten sie damals Nachwuchs gezeugt und waren für eine Saison in die Sommerfrische geschickt worden, um den Müttern und Jungtieren Ruhe zu verschaffen. Corinna zeigte in ihrem fortgeschrittenen Alter jedoch kein Interesse mehr an den paarungswilligen Eisbärmännern. Aus diesem Grund hatte sich die Wilhelma danach entschlossen, für sie keine weiteren Partner nach Stuttgart zu holen, sondern sie ihren „Ruhestand“ in Abgeschiedenheit verbringen zu lassen. Das ist für Eisbären, die von Natur aus Einzelgänger sind und sich nur zur Paarung treffen, keine Einschränkung, sondern artgemäß. Wohin der letzte Weg für Corinna führt, steht noch nicht fest. „Wir prüfen, ob Universitäten, Museen oder unsere Zooschule Verwendung für den Kadaver haben“, sagte Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Wir versuchen immer, zumindest einen Nutzen für die Wissenschaft, Lehre oder Bildung zu erreichen, wenn der Verlust eines markanten Tieres zu verzeichnen ist.“ Zudem steht die Wilhelma im Kontakt mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Eisbären, um die weiteren Perspektiven zu besprechen.

Zoo Köln 23.07.2018
Neue Attraktion im Kölner Zoo: Cheetah-Run auf der Geparden-Anlage vorgestellt – Porsche Zentrum Köln sponsert „tierisch“ schnelle Laufanlage
Es läuft bei den Kölner Geparden „Duma“ und „Kito“. Sie nutzen seit kurzen eine innovative Sprint-Vorrichtung, den sogenannten Cheetah-Run, auf ihrer Anlage. Der Cheetah-Run animiert sie dazu, einer imaginären Beute hinterherzujagen. Die Anschaffung wurde durch das Porsche Zentrum Köln ermöglicht. Der Zoo stellte die neue Attraktion heute vor. Besucher werden künftig in der Regel dreimal in der Woche die Geparden in vollem Sprint bewundern können. „Elegant, schnell, geradlinig und mit imposanter Beschleunigung: Es gibt einige Gemeinsamkeiten zwischen Geparden und unseren Porsche Modellen. Da lag es für uns nahe, die neue Laufanlage für diese eindrucksvollen Tier zu sponsern“, so Markus Kemp, Geschäftsführer des Porsche Zentrums Köln. „Mit der Finanzierung der Cheetah-Run-Anlage wollen wir unser Engagement als familienfreundliches Kölner Unternehmen weiter ausbauen. Unser gesamtes Porsche Köln Team freut sich schon darauf, die Geparden live im Cheetah-Run-Einsatz zu bestaunen.“ Für den Cheetah-Run wird mit Hilfe von Seilscheiben und Umlenk-Rollen ein Kurs abgesteckt und ein Köder – z.B. ein Kaninchenfell – an einem Seil über die Anlage bewegt. Der angeschlossene Motor erlaubt Geschwindigkeits- und Richtungsänderungen. „Duma“ und „Kito“ werden dadurch zum Jagen animiert. Die Bewegung des Köders ist die Belohnung für das Sprinten. „Die Geparden bei dieser ,Sprinteinheit‘ beobachten zu können, ist spektakulär. Das Porsche Zentrum ermöglicht mit der Laufanlage die naturnahe Optimierung der Geparden-Anlage und schenkt unseren Besuchern eine weitere Attraktion“, sagt Christopher Landsberg, Vorstand des Kölner Zoos. Verbreitung und Biologie – Geparden sind die schnellsten Sprinter unter den Säugetieren. Ihr ganzer Körperbau, mit der tiefen Brust, der schmalen Taille und der höchst biegsamen Wirbelsäule ist auf kurze, enorm schnelle Sprints ausgelegt. Als Höchstgeschwindigkeit wurden 112 km/h gemessen. Diese können sie über 300 bis 350 Meter halten. Der Bestand wildlebender Geparden ist stark dezimiert. Waren sie in Asien früher bis Indien verbreitet, leben sie dort heute nur noch im Iran. Die dortige Population wird auf höchstens 50 erwachsene Tiere geschätzt. Auch in Afrika ist das Verbreitungsgebiet stark zurückgegangen. Grobe Schätzungen gehen hier von 6.700 Individuen aus. Sie leben in rund 90 Populationen in Savannen, im Buschland und in Trockenregionen. Hauptgründe für den Rückgang sind die Jagd auf Geparden selbst und deren Beutetiere – kleinere Antilopen und Gazellen. Hinzu kommt der Verlust von Lebensraum durch menschliche Nutzung. Die einzelgängerisch lebenden Weibchen können bis zu acht Jungtiere werfen. Meist sind es aber nur vier. Nur ein geringer Prozentsatz davon überlebt. Jungtiere verlassen im Alter von ca. 18 Monaten die Mutter. Schwestern ziehen noch mehrere Monate gemeinsam mit ihren Brüdern umher, bevor sie sich trennen und sich allein in einem Gebiet niederlassen. Männliche Geparden sind sehr viel sozialer. Meist bleiben Brüder zusammen. Der Kölner Zoo hält nur männliche Tiere als Botschafter ihrer bedrohten Artgenossen im natürlichen Lebensraum.

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